Heute liefen mir zwei Brezen über den Weg.
Die Erste: Unser Christbaum hat sich verabschiedet. Früher war das immer am Tag nach Dreikönig. Eine zeitlang haben wir uns dann bis Mariä Lichtmess an ihm erfreut. Der Abschied liegt heute irgendwo dazwischen. Die Sammelstelle für “nicht geschmückte Christbäume” aus der westlichen Ingolstädter Altstadt am Kreuztor gibt es noch bis zum 17.01. – hat eine Rolle gespielt… In der Nähe der Christbaumspitze schmückt seit Jahren eine Breze unseren Baum. Ein Zeichen der großen Wertschätzung, die gerade dieses Gebäck in unserer Familie erfährt – wir haben sie zum Fressen gern:
Die Zweite: Beim nachlesen der letzten Beiträge des wunderbaren Blogs “Vorspeisenplatte” der “Kaltmamsell” – genau hier. Herrlich! Fußnote: Die Kaltmamsell spricht löblich von “reschen” Exemplaren. Dann aber leider von “Brezeln”. Dazu Gerald Huber in seiner kleinen bairischen Wortkunde: “Brezen ein typisch südhochdeutsches Wort. In Norddeutschland waren Brezen früher gänzlich unbekannt. Das merkt man schon daran, dass alle Welt heute “Brezel” sagt, also mit dem typisch bairischen Verkleinerungs “-l” – nur die Baiern nicht. Die wollen sich vermutlich so was Wichtiges nicht kleiner reden und bleiben bei ihrer “Brezen”.
Ich verspreche hiermit einen Brezentest aller Bäckereien in Ingolstadt bei extra prima good. In diesem Jahr. Da fällt mir ein – in gut fünf Wochen ist Aschermittwoch. Ich sollte langsam anfangen den angekündigten (hier) Krapfentest zu planen!


Ist “Brezel” nicht eher das kleine Knabbergebäck, von ähnlicher Konsistenz wie Salzstangen? So ist es jedenfalls im angloamerikanischen Raum.
@ Michael von Benkel: Dem “eher” stimme ich zu! Dort “Pretzels” genannt.