Fingerzeig (28) – Erneuter Umzug und Bierliteratur

Hat man sich einmal eines Themas angenommen, fühlt man sich ihm irgendwann verpflichtet. Hängt damit dann auch noch die Deckung des persönlichen Nachschubs an Bierspezialitäten nicht unwesentlich zusammen, gilt es wachsam zu bleiben. Also aufgemerkt – die nachfolgende Nachricht ist brandheiß!

Den Donaupoint gibt es nicht mehr. Dafür jetzt aber das Bier Schmankerl. Nach anfänglichen Stationen des Donaupoints am Rathausplatz und dann in der Höllbräugasse, finden wir den neuen Laden ab heute (04.11.15) – die Straßennamen bleiben genial! – in der Ziegelbräustraße 4:

bier23bier24bier25Hans Fegerts Buch „Alte Ingolstädter Brauereien und Wirtshäuser“ gibt zu Protokoll: „Das Ziegelbräuhaus wurde … 1745 … erstmals urkundlich erwähnt, doch das Brauereianwesen bestand schon lange vorher.“ Gemeint ist damit freilich das ehemalige Brauereiareal an der Ecke Ludwigstraße/Schmalzingergasse. Im tiefen Keller unter der Ziegelbräugasse 4 findet sich eine Schleuse zu den dahinterliegenden früheren (zukünftig bespielbaren!) Gärkellern. Diese könnten, so vermute ich, entweder zum ehemaligen Hetzerbräu oder zum ehemaligen Eselbräu gehört haben. Beide befanden sich östlich von der Ziegelbräustraße, in der parallel verlaufenden Eselbräustraße (heute Georg-Oberhäuser-Straße):

bier22Es muss ja keine Endstation werden, aber eben auch kein schneller Zwischenhalt mehr… das wünsche ich Michael Kenne und allen Bierliebhabern ganz nachdrücklich. Morgen hole ich mir zur Eröffnung das taufrische 2015er Wet Hop Pale Ale „Frischer Traum“ (Gemeinschaftssud der Riedenburger mit der Kehrwieder Kreativbrauerei).

In Letzterer braut Oliver Wesseloh. Er hat gerade (druckfrisch letzte Woche) ein wunderbares Buch – „Bier leben: Die neue Braukultur“ – geschrieben. Wer hier einsteigt kommt sicher und kurzweilig zum Ziel!

bier21Ein (kleiner) Fehler hält sich in Teilen der Szene leider hartnäckig. So auch in obigem Werk oder im ebenfalls gerade erschienenen Craft Beer Kochbuch (Torsten Goffin/Stevan Paul/Daniela Haug). Das grandiose Weisse Bräuhaus G. Schneider & Sohn wird regelmäßig in Kehlheim – statt in Kelheim – verortet… Wenn wir schon dabei sind. Ebenfalls sehr gelungen, Sylvia Kopps „Das Craft – Bier Buch“. Mit richtig geschriebenem Kelheim!

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(27) – Fingerzeig – (29).

4 Gedanken zu „Fingerzeig (28) – Erneuter Umzug und Bierliteratur

  1. Vielen Dank für die freundliche Erwähnung. Genannt in einer Reihe mit Sylvia Kopp und den Wesselohs – wir fühlen uns geehrt. Was den Lapsus mit dem Schreibfehler betrifft, so put the blame on me. Er wird – ebenso wie ein paar weitere – in der 2. Auflage unverzüglich korrigiert werden. Immerhin ist der Gedanke tröstlich, dass auch Oliver, Julia und das Rowohlt-Lektorat dem gleichen Lapsus erlegen sind.

    Gruß vom Rhein an die Donau
    der Marqueee

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