Wenn der Vater mit den Söhnen – Five Guys!

Ich erzähle Euch heute zwei kurze Geschichten.

Die erste handelt von Janie und Jerry Murrell. Aus erster Ehe hat Jerry die Söhne Matt, Jim und Chad. Dann kam Ben dazu. 1986 eröffneten sie alle zusammen einen Burger-Grill in Arlington (Virginia/USA). Sie nannten sich – wohl unter großzügiger Duldung von Janie – Five Guys. Als schließlich noch Tyler auf die Welt kam, war der Name generationensicher. In den nächsten 15 Jahren (bis einschließlich 2001) wuchs das Geschäft – ganz slow – um weitere vier Läden. Alle im nördlichen Virginia und in Washington, D.C.

Zwischen dem ersten und dem zweiten juristischen Staatsexamen ist das Rechtsreferendariat zu absolvieren. Ich weiß nicht ob das heute noch so ist, aber zu meiner Zeit umfasste die Ausbildung auch ein Pflichtwahlpraktikum. Dabei war man in seiner Planung sehr frei. Das galt es natürlich zu nutzen! Und deshalb organisierte ich mir – hier beginnt die zweite Geschichte – in Washington, D.C. eine Beschäftigung bei der US-Kongressvertretung der Stadt New York – „The City of New York’s Washington Office“. Es war eine großartige, spannende Zeit! Ganze zwei Monate lang (02.01. bis 02.03.01). Bürgermeister von New York war Rudolph Giuliani. In Washington, D.C. wechselte im Januar die Präsidentschaft von Bill Clinton zu George W. Bush. Und Hillary Clinton wurde im selben Monat neue Senatorin für den Bundesstaat New York.

Gastgeber waren meine wunderbaren(!!!) Freunde Kirsten und William. Warm greetings to you! Eines Abends kündigte William den Besuch bei einem speziellen Burger-Grill an. Wir fuhren erinnerlich eine lange Ausfallstraße hinaus und saßen dann irgendwann genüsslich mampfend in einem kleinen Laden. Über dem Eingang stand Five Guys. Die Geschichten kreuzen sich. Es waren die bis dato besten Burger meines Lebens! Five Guys hatte einen Anker geworfen. Leider gibt es von dieser erfrischenden Einkehr keine Fotos.

Ab 2002/03 entschlossen sich die Murrells zum Franchising. In Nordamerika gibt es heute über 1.000 Niederlassungen. Für mich vergingen 14 Jahre nach der Premiere bis zur Fortsetzung. Zu Kirsten und William gesellte sich Caroline. Sie zogen nach Florida. Dort besuchten wir sie im Mai 2015. Ein Programmpunkt war gesetzt. Es sollte (zufällig) dieser Laden sein – 6593 South Tamiami Trail, Sarasota, FL 34231:

Wahrscheinlich noch einen Tick besser als ihre Burger sind ihre spektakulären Pommes. „Wir verwenden keine tiefgefrorenen Fries. Die Poster an unseren Wänden zeigen tagesaktuell, woher die verwendeten Kartoffeln stammen. Wir schneiden sie von Hand und bereiten sie samt Schale direkt im Restaurant zu“.

Das erste Five Guys außerhalb von Nordamerika wurde im Juli 2013 in London eröffnet. Das wusste ich nicht. Um so größer war die (schöne) Überraschung, als ich Ende vergangenen Oktober in der 266 Tottenham Court Road plötzlich vor diesem Laden stand:

Brooklyn Lager aus der Flasche! Wäre eine eigene Geschichte wert…

Wir steuern auf den Höhepunkt zu! Zurück aus London warf ich einen Blick auf die facebook-Präsenz von Five Guys. Aufgemerkt – sie kommen nach Deutschland! Die erste Filiale soll in Frankfurt eröffnen. Noch 2017. Ich ließ die Aktualisierungen nicht mehr aus den Augen. Dann die Meldung: Am 4. Dezember um 11:00 Uhr – hier: Zeil 127. Wem widerfährt das Glück? Dem Tüchtigen. Am 6. Dezember hatte ich einen Verhandlungstermin beim Landgericht …… Frankfurt! Mein Mittagessen:

Die Brötchen (Buns) werden mit Freilandeiern gefertigt. Sie kommen (derzeit) noch aus Frankreich. Getoastet werden sie auf dem Grill. Das Rindfleisch kommt (derzeit) noch von irischen und britischen Weiderindern. Das Fleisch war nie gefroren. Auch die Zutaten (Toppings) sind frisch: „Keine Gefrierschränke. Keine Mikrowellen. Keine Timer. Keine Dosenöffner“.

Geschäftsführer Jörg Gilcher (Five Guys Germany) hat gut Lachen:

Im Gespräch mit ihm erfahre ich: Die nächste Eröffnung wird am 18. Dezember in Essen sein. 2018 geht es dann in Düsseldorf, Köln und München 🙂 weiter. Im Fortgang sollen Schritt für Schritt die verarbeiteten Lebensmittel von lokalen Produzenten aus Deutschland kommen. Gut so!

Ich würde mir wünschen, dass man den betriebenen Verpackungsaufwand (deutlich) reduziert. Zumindest für den beabsichtigten Verzehr im Lokal ist er (viel) zu hoch.

Nach dem Gerichtstermin war eigentlich eine zweite Einkehr geplant… Wir hatten aber zu lange verhandelt.. Freue mich auf München!

Fingerzeig (41) – Golden Facelift

Nach knapp sieben Jahren gönnte sich das Golden ein zartes Facelift. Seit einer guten Woche ist der Ingolstädter Oberburgermeister wieder im Amt. Frisch und aufgeräumt. Es gibt ein paar neue Blickfänge. Die wirklich wichtigen Dinge sind geblieben. Gott sei Dank!

(40) – Fingerzeig – (42).

Abendmarkt Ingolstadt – zweiter Besuch

Donnerstag. Mittagszeit. Wo war ich? Natürlich im Golden. Wenn die nicht gerade umbauen würden… Ab dem 22. Juli haben sie aber wieder offen. Donnerstag? Genau! Da gibt es ja jetzt den Abendmarkt – hier. Und dort war ich heute eh, weil es galt ein Foto zu machen – als Einstimmung für die Festivität zum 10-jährigen von Slow Food Ingolstadt am 14. Juli ab 18:00 Uhr im Schutterhof – Gäste sind herzlich willkommen!

Foto: Cornelia Hammer. Quelle: www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/Ingolstadt-DKmobil-Im-Positiven-die-Welt-veraendern;art599,3461067

Auf Burger konditioniert probierte ich sogleich die „Zupfte Sau“ (Pulled Pork) derer von Harpfenburg (Philip und Maximilian Schneider). Sie sind erfreulicherweise zukünftig beim Abendmarkt dabei. Ich probierte sie auch deshalb, weil mir die beiden nunmehr schon sehr häufig positiv mit ihren Produkten (und ihrem Bekenntnis zu Regionalität und Saisonalität) aufgefallen sind.

Dieses Bild hing heute etwas schief. Die Laugensemmel macht der Wolfgang Erhard. Gut so. Zum Rest – die Sau und das Kraut – übe ich mich im Vergessen. Hatte aber freilich gleich die schöne Schweinegeschichte – die morgen auch im Schutterhof vorgestellt wird – auf Sendung. Und dieses Kraut. Ehrlicher, praktischer Rat. Leuten gegenüber, die ich wertschätze. Ich habe ein gutes Gefühl…

Donnerstag ist einfach Burgertag. Glück gehabt – bei Soulkitchen:

Abendmarkt Ingolstadt

Am vergangenen Donnerstag (06.07.17) fand der erste Ingolstädter Abendmarkt in der Ludwigstraße (beginnend am Schliffelmarkt) statt.

Es ist ihm eine erfolgreiche Zukunft zu wünschen – denn er bereichert die Altstadt mit einem qualitativ beachtlichen Angebot. Nachdem wir LEIDER keine feste, dauerhafte Markthalle haben, kommt die Schanz mit dem neuen Format wenigstens an 50% der Werktage (mit dem Wochenmarkt am Mittwoch und Samstag) in den Genuss frischer, regionaler Lebensmittel direkt vom Erzeuger.

Mein persönliches Highlight: Das Schinken-Ambiente ist (endlich) in der Stadt! Köstliche, handgemachte Spezialitäten aus gutem Ursprung von Slow Food Unterstützer und Freund Wolfgang Speth:

Und so liebe Ingolstädter, kann man zur Premiere auf Sendung gehen!

Quelle: www.schinken-ambiente.de

Am Stand gibt es gleich auch das wunderbare Kürbiskernöl der Familie Hiermeier aus dem Altmühltal:

Frisches Obst und Gemüse bieten der Biohof Hundszell und der Gemüsehof Humbold aus Unsernherrn:

Soulkitchen Burger. Food Truck(s) in der Innenstadt – ein Politikum…

Dazu „alte“ Bekannte, die wir bereits in der Innenstadt kennen, aber gerne auch so erleben: Marianne und Rüdiger Ahnfeldt vom Ars Vivendi (Slow Food Unterstützer):

Birgit Obermeier (Liebe Vegan) und die District Five Coffee Roasters:

Und das waren nicht einmal die Hälfte der Stände – aber meine Favoriten. Die nächsten Termine, immer von 16 bis 20 Uhr:

13./20./27. Juli 2017
7./14./21./28. September 2017
5./12./19./26 Oktober 2017

Wer Burger liebt

Heute ist Donnerstag. Der einzige Tag der Woche, an dem das Golden mittags geöffnet hat. Wo war ich heute beim Mittagessen?!!! Dabei fiel mir ein – ich schulde noch eine Nachtragung. Zum Burgerliebe-Buch „Die 100 Burger Deutschlands“:

buergerliebe10Ein Projekt von Benedikt Groß, Josua Stäbler und Anne-Sophie Ebert, das über die Finanzierungs-Plattform Startnext realisiert werden sollte. Im Februar 2015 waren die drei in Ingolstadt (Bericht). Dort – und nur dort! – wo man in dieser Stadt Burger kann, obgleich es inzwischen an jeder Ecke versucht wird… Im Oktober startete das Crowdfunding (Bericht). Am 25.11.2015 war das Geld zusammen!

burgerliebe9Und wie versprochen wurde das Werk noch vor Weihnachten an die Unterstützer ausgeliefert.

burgerliebe11burgerliebe12Es ist durchaus gelungen. Wertig realisiert. Tolle Fotos! In Schulnoten gebe ich eine 2. Zum sehr gut fehlt mir profunde Information, Hintergründe: Zu den Machern der Läden, zur Betriebsphilosophie, zum „Stallgeruch“, zu den verwendeten Rohstoffen, zu deren Herkunft, zum Handwerk, zu den Kreationen. All das wird lediglich in kurzen – viel zu kurzen – Anreißern abgehandelt…

Das Golden findet sich auf Seite 246:

burgerliebe13Im Februar war ich in Gießen. Dank dem Burgerliebe-Projekt gut informiert und vorbereitet! Auf Seite 44 findet sich das sehr empfehlenswerte Gutburgerlich:

gutburgerlich1Ich habe glatt verpasst meinen feinen Pulled Pork Burger „Martin“ abzulichten… Grandioses Ketchup, fantastische Fritten – alles selbstgemacht! Regionalität ist Trumpf (es sind z. B. solche Infos, die mir im Buch fehlen):

gutburgerlich2