Fingerzeig (24) – Donaupoint ist umgezogen

Seit Oktober letzten Jahres kann man in Ingolstadt (endlich) nach Herzenslust handwerklich gebrautes Bier – Craft Beer – einkaufen. Die vielfältige Auswahl ist hier nahezu unbegrenzt. Deshalb schätze ich Michael Kennes Donaupoint. Und weil er ihn in der Altstadt angesiedelt hat. Es sind individuelle Geschäfte wie diese, die wir für eine lebendige, attraktive Innenstadt so dringend benötigen. Und endlich mag ich ihn, weil er Slow Food Unterstützer ist.

Seit einigen Tagen erwartet den Hopfen- und Malz-Liebhaber an vertrauter Stätte nunmehr diese Nachricht:

donaupoint umzug1Also, nur wenige Meter weiter in die Sauerstraße gehen und dann nach links, in eine Gasse, namentlich wie gemacht für das neue Domizil!

donaupoint umzug2Hans Fegerts “Alte Ingolstädter Brauereien und Wirtshäuser” gibt dazu bewährt zu Protokoll: “Hans Kärling, genannt “der Hell”, gründete im Jahre 1613 den “Höllbräu” … avancierte der “Höllbräu”, was den Bierausstoß betraf, im Jahre 1885 zum drittgrößten Braubetrieb in der Stadt.”

Die Verkaufsfläche hat sich mehr als verdoppelt, es gibt (endlich) Lagerfläche satt. Man kann im Außenbereich sitzen, es wird ausgeschenkt! Im vorderen Bereich ist gar eine kleine Gastronomie geplant und im Untergeschoss entstehen Seminar- und Verkostungsräume. Der Hammer: Vor Ort wird auch gebraut werden!

donaupoint umzug3Weiter viel Erfolg Michael!

(23) – Fingerzeig – (25).

Fingerzeig (22) – Dîner en blanc in Ingolstadt

Als ich bei der kürzlich tosenden Mai-Sause des Ingolstädter Stadttheaters die vielen Menschen beim Picknick halten beobachtete, fiel es mir wieder brennend ein: Ich brauche noch eine weiße Hose!

sause1sause2sause3Am kommenden Samstag – 20. Juni 2015 um 19:30 Uhr – gibt es nämlich das nächste “Dîner en blanc” in Ingolstadt. Und diesmal will ich endlich dabei sein. Zur Erklärung und Einstimmung empfehle ich zunächst meinen Bericht vom letzten Jahr – hier.

Die Ingolstädter Organisatoren erklären auf ihrer Website:

Wir tafeln gemeinsam einmal im Jahr an einer großen weißen Tafel in unserer Stadt. Tafeln heißt, dass wir uns bewusst gegen die McDonalds-Papp-Kultur entscheiden. Gemeinsam erleben wir einen netten Abend miteinander und haben dabei nicht selten einen völlig fremden Tisch-Nachbarn. Wir zeigen, dass es ein solches gemeinsames Dîner nicht nur in Filmen über die Toscana gibt, sondern auch in unserer Stadt. Unserem Nachbarn zu beiden Seiten stellen wir uns per Handschlag mit unserem Vornamen vor. Wir sind an diesem Abend alle per DU.”

Dabei gilt es unbedingt(!) diese und jene Regeln zu beachten.

“Know the rules well, so you can break them effectively”, sagt der Dalai Lama. Also erlaube ich mir mit diesem Fingerzeig die “Geheimhaltung” (etwas) zu unterlaufen. Wäre die Geschichte Top Secret gäbe es wohl keine eigene Website… 😉

Wo trifft man sich heuer? Der genaue Ort der Veranstaltung wird erst am 20.06. bekannt gegeben. Hier. Bin gespannt! Meine neue weiße Hose strahlt mich schon an…

Breaking News … 20.06.2015 … kurz vor 11:00 Uhr:

sause4Herrje – wieder nix dieses Jahr….. Am 27.06. feiern Slow Food Ingolstadt und Slow Food Niederbayern nämlich gemeinsam beim Stirzer. Das schöne Leben. Ich werde dazu eine Lederhose tragen.

Update (01.07.15). Noch einmal verschoben:

sause5Schau mer mal… Da bahnt sich jetzt diese Kollision an:

sause6(21) – Fingerzeig – (23).

Urban Gardening auf der Schanz

Mit der Bayerischen Landesausstellung Napoleon und Bayern (30.04. bis 31.10.15) kommen gegenwärtig viele Menschen nach Ingolstadt. Mehrheitlich wohl aus dem süddeutschen Raum. Ins Neue Schloss.

schloss3schloss4Der Stadtbewohner selbst hat seit kurzem einen weiteren Grund an diesen Ort zu kommen. Die Stadtverwaltung legte nämlich gemeinsam mit dem Freistaat Bayern hier einen öffentlichen Kräutergarten an. Mit dem Franzosen kommt die kulinarische Lebensart…

schloss5Frei zu haben sind: Salbei, Thymian, Rosmarin, Oregano, Schnittknoblauch, Petersilie, Schnittlauch, Zitronenmelisse, Estragon und Pfefferminze:

schloss1schloss2Gartenamtsleiter Ulrich Linder erklärte im Donaukurier: … “ein Angebot, den Ingolstädtern langfristig ein Bewusstsein für natürliche Produkte, die Genusswelt der regionalen Küche und die Freude am Ernten und Kochen zu vermitteln”. Und weiter: “Der Kräutergarten ist, wie schon die vielen Obstwiesen im Stadtgebiet, unser Beitrag zum Urban Gardening”. Die Essbare Stadt Andernach ist noch weit… ein Anfang aber ist gemacht!

Zukünftig – ab 14. August 2015 – kommen noch viel mehr Menschen nach Ingolstadt. Aus ganz Deutschland. Wenn wohl auch nicht ins Neue Schloss. Heute machte der FC Ingolstadt 04 nämlich den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga klar! Glückwunsch!!!

Fingerzeig (21) – Bin mit dem Radl da

Vor zehn Jahren eröffnete Hans Eckl in der Münchener Straße 32 seinen Schwedenschimmel. Zeitgleich wohnte ich genau gegenüber – und wurde so Gast der ersten Stunde. Eine wunderbare Örtlichkeit!

schimmel1Seine Namenswahl hat mir schon immer sehr gut gefallen. Zum Hintergrund, insbesondere für Nicht-Ingolstädter: Wenige Fußschritte neben dem heutigen Haus erkundete Schwedenkönig Gustav Adolf am Morgen des 30. April 1632 auf seinem weißen Pferd das Gelände (Dreißigjähriger Krieg/Ingolstadt wurde belagert, aber nicht(!) eingenommen). Dabei gelang es einem aufgeweckten Kanonier aus der Eselsbastei (Neues Schloss/Nordufer der Donau) dem Gekrönten das Tier förmlich unter dem Hintern wegzuschießen. Nach Abzug der Schweden verbrachten die Schanzer die Trophäe in die Stadt. Sie gilt als ältestes erhaltenes Tierpräparat Europas und steht heute im Raum 17 des Stadtmuseums – “Originalpferd des Schwedenkönigs Gustav Adolf, Beutestück der Ingolstädter von der Belagerung durch die Schweden 1632″.

Einer der ersten Stammgäste war übrigens – kein Witz – ein Schwede… Zum Zehnjährigen hat sich Hans nunmehr folgendes einfallen lassen:

schimmel3Eine Radtrikotage. Sie ist für 50,00 EUR seit Ende April im Schwedenschimmel in den Größen S/M/L und XL erhältlich. Wer nunmehr mit dem Radl – nach mehr oder weniger sportlicher Tour und natürlich mit angezogenem(!) Trikot – beim Schwedenschimmel einkehrt, bekommt sein erstes Bier frei aufs Haus. Zur Auswahl stehen die feinen Gebräue von Gutmann und Riedenburger – der Kenner weiß auch um deren alkoholfreie und leichte Varianten:

schimmel4schimmel5Die Aktion gilt einmal pro Tag bis zum 31.12.2015. Das Trikot heute noch geholt, und morgen nach der ersten Tour vorbeigeradelt – 233 Biere könnten es werden… :-) wenn man den Wirt schädigen möchte… :-( By the way – der Schwedenschimmel unterstützt Slow Food!

schimmel2(20) – Fingerzeig – (22).

Marginalie (34) – Erdbeerzeit?

“Wie ein Wetterfähnchen drehst du dich im Wind. Woher der gerade weht ist dir egal, die Hauptsache ist, es ist der neueste Wind” (Textzeile aus Wellenreiter von BAP).

Heute im Donaukurier. Auf einer Anzeigenseite für die Gastronomie:

“Restaurant …
Regional – Saisonal – Lecker. Spargel und Erdbeeren”.

Was soll das? Aufgrund des schönen Wetters hat tatsächlich die Spargelzeit begonnen. Aber Erdbeeren? Mitte April? Wohlgemerkt – der Wirt wirbt mit Regionalität und Saisonalität… Nepper, Schlepper, Bauernfänger. Heute ist vieles ganz schnell regional und saisonal… Daher bitte hinterfragen! Das Thema und die Idee dahinter sind es wert. Ein anderer Wirt aus der Region macht das sehr löblich so!

(33) – Marginalie – (35).