Fingerzeig (13) – Fünf frische Slow Food Magazine für lau

Die 4. Ausgabe (nach der Neugestaltung) des Slow Food Magazins – Schwerpunkt “Kooperative Landwirtschaft” – ist seit heute im Handel. Leseproben hier. In Ingolstadt erhältlich im Thalia (Ludwigstraße 25) und in der Buchhandlung am Hauptbahnhof. Ob der Hugendubel (endlich) nachgezogen hat? Mitglieder hatten sie bereits im Briefkasten…

GESCHENKT? – Den ersten fünf Interessierten drücke ich ab sofort (9 Uhr – 29.07.) bis morgen (15 Uhr – 30.07.) jeweils eine druckfrische Ausgabe in die Hand (Hohe-Schul-Straße 3, 85049 Ingolstadt) – GESCHENKT!

magazin 4(12) – Fingerzeig – (14).

Fingerzeig (12) – Servus beim nächsten Stammtisch

Die Publikation Landlust (Landwirtschaftsverlag Münster) gehört zum Segment der sogenannten Lebensstil-Zeitschriften. Darin bekleidet sie unter anderem die Themen Natur & Garten, Essen & Trinken, Wohnen & Wohlfühlen, Handwerk und regionales Brauchtum. Sie erscheint seit 2005 zweimonatlich. Sie ist erfolgreich. Am besten ist das an der Vielzahl der (eigentlich durchgehend kärglichen) Nachahmerprodukte abzulesen: Liebes Land, Landidee, Landleben, Landglück, Mein schönes Land, LandKind, Landpartie, Landliv, Land & Berge, LandGang, Landzauber, LandGenuss… Man sieht – sie ist sehr erfolgreich. Zur Kurzweil blättere ich gelegentlich gerne in ihr. Seit März 2012 gibt es (monatlich) wirklich ernstzunehmende Konkurrenz. Vielleicht liegt es bereits am fehlenden “Land” im Titel. Das kommt erst im Zusatz… Servus in Stadt & Land (Red Bull Media House).

Die Realität ist ein Fass ohne Boden. Sie hat also auch Platz für die heile Welt. Gott sei Dank! An dieser Stelle sei der erneute Verweis auf die Lebenslust von Kinfolk gestattet.

Im aktuellen Servus (07/2014 “für den Kulturraum Bayern” – es gibt auch die leicht modifizierten Ausgaben Österreich, Deutschland und Baden-Württemberg) findet sich unter der Überschrift “Wo sich die Langsamkeit versteckt” ein genussreicher Bericht über die Altmühl und einige ihrer feinen Uferschätze:

stirzer stammtischDarunter die Empfehlung des Gasthofs Stirzer in Dietfurt. Was soll ich sagen? Wie passend! Genau hier findet am kommenden Donnerstag – 10.07.2014, 20:00 Uhr – unser nächster Slow Food Ingolstadt Stammtisch statt – Gäste sind wie immer herzlich willkommen!

Zeitschriften für den “Kulturraum Bayern”? Ihr kennt doch hoffentlich sicher alle MUH – Bayerische Aspekte?!

(11) – Fingerzeig – (13).

Gott sei Dank! Weiß und Blau!

Im Vorfeld meiner Erstkommunion bekam ich ein Gotteslob geschenkt. Es ist das gemeinsame Gebet- und Gesangbuch aller deutschsprachigen katholischen Bistümer (mit einer Extrawurst für die Schweiz). Es wurde 1975 erstmals aufgelegt. Meine Ausgabe (Bistum Eichstätt) trug 1978 noch die Unterschrift des damaligen Bischofs Alois Brems.

Dazu eine kleine Geschichte. Die Absicht, seinen 9-jährigen Buben gegen Verluste des Gesangbuchs – womöglich sogar unredlich bedingte – zu schützen, veranlasste meinen Vater zu folgender Raffinesse: Auf Seite 500 schrieb er mit Bleistift meinen Namen. Dann erklärte er mir: “Jetzt stell dir mal vor, du verlierst das Buch, jemand findet es und behauptet nunmehr dreist, es sei seines. Den kannst du dann bei einem gemeinsamen Blick auf die betreffende Seite sauber auflaufen lassen!” Tief beeindruckt fühlte ich mich fortan dem Bösen überlegen… Oder juristisch ausgedrückt: So pariert man praktisch § 1006 BGB. Warum – den guten, ehrlichen Finder im Auge – das Gotteslob im Einband nicht auch mit meinem Namen versehen wurde, ist bis heute offen geblieben…

gotteslob2Jetzt erschien nach langer Planung das Buch komplett überarbeitet in neuem Gewand. Ich habe es mir dieser Tage (redlich!) besorgt. Es ist größer geworden. Im Angebot mit schwarzem oder weißem Kunstledereinband und Goldschnitt, Ausgabe Kunststoff grau oder Standard rot (= meine Wahl). In unsere Breiten mit der Unterschrift von Bischof Gregor Maria Hanke.

gotteslobAbschweif: Ich wünsche mir von Bischof Hanke eine (viel) lautere Stimme zum Thema der Schöpfungsbewahrung. Insbesondere bei Fragen rund um unser Essen. Er wüsste – glaubwürdig – sehr genau wovon er redet. Bereits 1994 wurde unter seiner Leitung (Abt von 1993 – 2006) die komplette Landwirtschaft des Klosters Plankstetten auf organisch-biologische Wirtschaftsweise (Bioland-Richtlinien) umgestellt. Ein Referenzbetrieb – Respekt! Ich erhoffte mir daher, dass er als Bischof ebenfalls unüberhörbar auf Sendung gehen würde… Pump Up the Volume!

Jedes Gotteslob hat neben dem einheitlichen Stammteil einen Anhang, den jedes Bistum selbst gestalten konnte. Nicht alle sieben bayerischen Bistümer haben sie aufgenommen – Eichstätt aber erfreulicherweise schon: Als Liednummer 903 findet sich hier nämlich jetzt die feine Bayernhymne “Gott mit dir, du Land der Bayern” im Buch! Es soll ja tatsächlich Menschen geben – und das ist wirklich schwer zu glauben – die sie nicht auswendig können. Wobei ich zugebe, die dritte Strophe musste ich nachlesen. Da heißt es … “frohes Feiern … unterm Himmel Weiß und Blau!”

Im Einband der Neuanschaffung steht übrigens jetzt mein Name. Trotzdem werde ich meinen Vater noch um etwas bitten… ;-)

gotteslob3

Grüne Sauce

Seit Ewigkeiten möchte ich eine “Frankfurter Grüne Sauce” probieren. Dazu gehören unbedingt diese glorreichen Sieben: Schnittlauch, Kresse, Petersilie, Kerbel, Sauerampfer, Pimpinelle und Borretsch. Der Ziegler auf dem Ingolstädter Wochenmarkt hatte sie gestern alle frisch.

grüne Sauce

Rezepttechnisch habe ich mich bei Stevan Paul in “Deutschland vegetarisch” bedient.

grüne Sauce2

Die fabelhafte Buchreihe wird im Herbst übrigens mit “Italien vegetarisch” ihre Fortsetzung finden. Wenn ich richtig kombiniert habe, könnte dabei dieser Mann Koch und Autor der Ausgabe sein. Jene Frau hat einfach eine sehr glückliche Hand, mit anderen Worten, ist das Glück natürlich mit dem Tüchtigen…

Zu Eiern, zu Schinken – die Frankfurter haben schon Geschmack – frohe Ostern!

grüne Sauce3

Vom Auwald in den Knödel – Bärlauch 2014

Ich liebe Bärlauch (Berichte 2012 und 2013). Ich habe also gerade eine gute Zeit! Auf den Fluren ist nämlich der Bär los. Im verkehrs-, weil tunnel- und brückenfreien :-) Ingolstädter Donauauwald, hat mir Moritz geholfen, eine erste Pflückung (first flush) einzubringen:

bärlauch 2014

Auf dem Spielplan standen dann Bärlauchknödel. Angelehnt habe ich mich an ein Rezept von Hüttenwirt Hans-Peter Gallenberger (Brunnsteinhütte – 1.523 m – DAV Sektion Mittenwald) im schlauen “Das Original-Hütten-Kochbuch” (Stefan Winter/Georg Hohenester/BLV Buchverlag):

bärlauch 2014c

Um die 100 Hütten im Alpenraum nehmen an der feinen Initiative “So schmecken die Berge” teil. Dabei fördern die deutschsprachigen Alpenvereine die Zusammenarbeit von Hüttenwirten, Bergbauern und regionalen Erzeugern von Lebensmitteln. Die teilnehmenden Hütten erkennt man am Schild mit dem Kuh-Motiv und an der Speisekarte, in der die entsprechenden Angebote ausgezeichnet sind:

so-schmecken-die-berge

Jetzt aber zum Rezept für 12 Knödel:

200 g Bärlauch, 400 g Knödelbrot, 6 Bio-Eier, 50 g geriebener Parmigiano Reggiano, 50 g geriebener Allgäuer Emmentaler, Meersalz, schwarzer Pfeffer, Muskatnuss.

bärlauch 2014e

Zubereitung:

Bärlauch klein schneiden. Zutaten langsam und gründlich vermengen, verkneten und Knödel formen. 

bärlauch 2014i

30 min in Salzwasser bei mittlerer Hitze ziehen lassen.

bärlauch 2014k

In brauner Buttersoße mit geriebenem Parmigiano servieren. Genießen!

bärlauch 2014g

En passant habe ich Sonnenblumen- und Cashewkerne angeröstet. Für das Bärlauchpesto. Andere Geschichte.

bärlauch 2014d

Die hochverehrte Katharina Seiser aß Anfang 2014 für 21 Tage nur vegan. Und berichtete sehr lesenswert darüber. Als Folge des Selbstversuchs entstand der beachtliche “tierfreitag” – lesen! Mit meinen Bärlauchknödeln komme ich wegen Käse und Butter nicht auf dessen Sammelstelle. Mal sehen ob ich an einem der nächsten Freitage dort landen kann… Am Freitag vor 3 Wochen hätte ich einen Treffer gehabt. Mit dem “Green” vom Golden.

Zu guter Letzt. Das Golden ist weiter beruhigend sicher auf der Höhe der Zeit. Gestern erfasst:

bärlauch 2014b