Genussführer im Donaukurier

Heute auf Seite 16 im Donaukurier: Ein Bericht über die zweite Ausgabe des Slow Food Genussführers. Wie passend! – erst gestern Abend waren wir wieder bei einem Kandidaten zur Musterung. Ich darf verraten, er hat einen großen Schritt Richtung seiner Empfehlung für die dritte Ausgabe 2016 gemacht…

Der Donaukurier stellt fest: “Unmittelbar aus Ingolstadt ist auch in dieser Auflage kein Restaurant vertreten, obwohl es dort sogar ein eigenes Convivium gibt.” Das stimmt. Leider! Die von Slow Food Ingolstadt positiv beurteilten Wirtshäuser finden sich alle in den umliegenden Landkreisen (die zu unserem Conviviumgebiet gehören). Auch das aussichtsreiche, gestern besuchte Haus.

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Traumkochbücher

Nach Auf die Hand gleich noch zwei Bücher. Kochbücher :-)

Es ist vollbracht! “Zu Tisch” ist gedruckt und ausgeliefert:

zu tisch1Anna und Catherine Pearson hatten dafür im Frühjahr ein Crowdfunding-Projekt gestartet. extra prima good hat dieses gerne unterstützt.

zu tisch2Der Sommer ging ins Land. Herbst = Erntezeit. Tolles Buch – Kompliment!

zu tisch3Einer meiner kulinarischen Leuchttürme – Katharina Seiser – ist nach Österreich vegetarisch und Deutschland vegetarisch jetzt mit “Italien vegetarisch” auf Sendung gegangen:

vege italienAutor ist Claudio Del Principe. Die regelmäßige Lektüre seines Blogs Anonyme Köche gehört zu meiner Selbsterhaltung. Die Regel lautet, dass eine Fortsetzung selten an den ersten Teil heranreicht. Danach war Teil zwei bereits eine Ausnahme. Teil drei hält den Kurs. Verdammt gute Leute sind hier am Werk! Ich wünsche mir diese Serie in die Hände vieler Menschen. Wer so ausgestattet immer noch meint, jeden Tag Fleisch auf dem Teller haben zu müssen, vor dem hätte ich Angst.

vege italien2Liebe Katha, die Vereinten Nationen haben gegenwärtig 193 Nationen… Frankreich, Spanien/Portugal, Griechenland, Skandinavien, Nordafrika, Indien, Tailand/Vietnam, Argentinien, USA, Mexiko, … ich will sie alle – alle!

Auf die Hand!

Es geht nicht um das große Besteck. Dieses bleibt heute sogar ganz in der Schublade. Es geht aber natürlich – wie immer – um gutes Essen. Das gerne „Fast“ sein darf. Schnell zubereitet. Schnell nach der Bestellung da. Dabei soll es aber immer auch „Slow“ sein. Langsam gewachsen, gehalten, gereift, veredelt, … Auf diesem Feld tummelt sich das Rückgrat unseres Essens – ganz egal ob klassisch, vegetarisch oder vegan: Brotzeit, Burger, Sandwich, Fish & Chips, Bratwurst, Toast, Tramezzini, Hot Dog, Abendbrot, Curry Wurst, Pizza, … Oft ist das auch und gerade Nahrung für die Seele – gut gemacht kann es einen ganzen Tag retten…

Gut ist es sehr oft, wenn handwerklich hergestellt. Das höchste an Verbindlichkeit ist für viele immer noch der Handschlag. Und dieses Essen kommt auf die Hand! Der von mir hoch geschätzte Stevan Paul hat sich diesem Thema jetzt mit einem wunderbaren Buch angenommen. Ich mag den Typen. Sein Blog NutriCulinary ist der Hammer. Er kann wirklich Schreiben – „Schlaraffenland” (Ein Buch über die tröstliche Wirkung von warmem Milchreis, die Kunst, ein Linsengericht zu kochen, und die Unwägbarkeiten der Liebe). Er vertritt Deutschland in Katharina Seisers köstlicher „… vegetarisch” – Reihe. Dem Buch hat der Brandstätter-Verlag sogar einen eigenen Blog spendiert.

Vergangenen Montag war die Präsentation in München. Endlich konnte ich ihm einmal die Hand schütteln. In der Kochgarage von Graciela Cucchiara. Toller Laden!

stevan1Überall gab es Essen aus dem Buch:

stevan5Seitenblicke: Sehr schönen Apéritif entdeckt: Mondino – Amaro Bavarese. Bio-Qualität aus Traunstein. Und auch unter den Gästen: Theo Hartl – Chef der Senfmanufaktur Münchner Kindl. Ich hatte ihn dieses Frühjahr auf der Biofach in Nürnberg getroffen. Ein Besuch 2015 von Slow Food Ingolstadt in seinem Betrieb ist so gut wie in trockenen Tüchern.

Mittendrin Stevan Paul:

stevan3Und dann der Höhepunkt des Abends: Natürlich auf die Hand!

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Fingerzeig (15) – Bierparadies in Ingolstadt

Michael Kenne hat sich mit Leib und Seele dem Bier verschrieben. Geboren in Dresden, lebt er seit zwei Jahren in Ingolstadt. Und es ist gut, dass er hier ist!

Die Craft Beer-Bewegung feiert – ausgehend von den USA über Italien – endlich auch in Deutschland die Wiederbelebung der Vielfalt, die Lust am Genussexperiment, die Wertschätzung für gute handwerklich gebraute Biere. Das Thema liegt mir bekanntlich sehr am Herzen – seht insbesondere hier, da, dort und ebenda. Wie aber kommt man an die guten Tropfen? Die spärlichen Einkaufsquellen habe ich hochgehalten – eins (gut) und zwei (eher mühsam). Internet also? Jein. Think global, act local! Und genau da kommt morgen Michael Kenne ins Spiel und behebt unser Problem. Restlos.

donaupointDer Hammer – er macht das in der Innenstadt! In seinem Donaupoint, Rathausplatz/Ecke Sauerstraße. Der ältere Schanzer weiß – da war mal die Metzgerei Kloiber drin.

Eröffnung ist morgen (04.10.) um 10 Uhr. Am Start: 320(!) verschiedene Bierspezialitäten. Auf meine Frage welche spontan davon seine zwei Favoriten sind, nahm er ein Pyraser Herzblut und ein Braukraft Wei-Zen in die Hände. Bis Mitte nächsten Jahres will er sein Sortiment auf 800(!!) Biere steigern. Es soll regelmäßig geführte Bierverkostungen geben. Außerdem steht 2015 seine Ausbildung zum Biersommelier an.

Der Mann hat viel Gutes vor. Unterstützen wir ihn dabei! Menschen wie er mit ihren feinen, wertigen Nischen- und Spezialitätengeschäften, sind die Fettaugen die es auf einer wohlschmeckenden Innenstadtsuppe so notwendig braucht.

Ein gutes Omen zum Schluss. Seit dieser Woche ist das aktuelle Slow Food Magazin 5/2014 zu haben. Schwerpunktthema: Bier! Natürlich habe ich ihm gleich eins in die Hand gedrückt:

donaupoint2Ich wünsche einen guten Start!

(14) – Fingerzeig – (16).

Neuburg ganz slow

Aus Anlass der Bayerischen Öko-Erlebnistage 2014 war Slow Food Ingolstadt – wie schon letztes Jahr – im Einsatz auf dem Neuburger Wochenmarkt:

muh2muh3Ebenfalls mit dabei: PR-Profi “Schalong”. Erst vor einer Woche half sie mit, die neue Spielzeit des Ingolstädter Stadttheaters zu eröffnen:

muh1Keinen Zweifel an der tatsächlichen Verwendung von gentechnikfreiem Futter für ihre Bronze-Freilandputen, ließ Familie Schmidl aufkommen und präsentierte das entsprechende Zertifikat. Ich werde mich nie daran gewöhnen, dass es nicht die DNS- Jongleure sind, die sich ständig erklären müssen…

muh4Die Puten werden demnächst geschlachtet. Mindestabnahme ist 1/2 Tier zum Preis von 7,50 EUR/kg. Selbstverständlich finden sich die Schmidls mit ihrem Betrieb auf meiner Liste für gutes Geflügel in unserer Region.

Großen Anklang am Stand fand die 2. Ausgabe des Slow Food Genussführers. Ich hatte ein Exemplar zur Ansicht dabei. Wie oft hätte ich es verkaufen können… Offizieller Verkaufsstart ist nämlich (erst) heute(!). Zu meiner Überraschung präsentierte mir plötzlich eine Besucherin das soeben von ihr frisch erworbene Buch! Und tatsächlich, in Hedwig Esers Bücherstube Neuburg, gleich am Wochenmarkt gelegen, waren die Ersten bereits vorrätig:

muh6Alles kommt zusammen: “Das Obstkistl” der Familie Demel ist Slow Food Unterstützer. Zu den beiden Filialen in Gaimersheim (Obere Marktstraße 2) und Ingolstadt (Haunwöhrerstraße 72) gesellte sich am Samstag eine weitere in Neuburg (Rosenstraße C 106). Viel Erfolg!

muh5Der Neuwirt steht im Genussführer. Und natürlich versammelten wir uns dort zu einem herrlichen Mittagessen.

muh7Danach ging es noch auf einen Abstecher zu Schalongs Herde südwestlich von Neuburg. Je nach Wetter bleibt diese dort noch bis Anfang November, bevor es in die Stallungen geht. Vor zwei Wintern wäre ich hier um ein Haar bei einer Geburt dabei gewesen. Die Tiere von Ulla und Franz Eller (Kontakt) sind von Naturland zertifiziert. Das Murnau-Werdenfelser Rind ist Slow Food Archepassagier.

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