Fingerzeig (25) – Slow Food Magazin und Ingolstadt

Das Slow Food Magazin ist eine Perle im Zeitschriftenregal. Die aktuelle Ausgabe hat das Schwerpunktthema Regionalität:

magazin 03Mit Ingolstadt scheint die Redaktion aber ihre liebe Not zu haben. Es ist schon einige Jahre her – ich spreche von Ausgabe Nr. 04/2008. Darin ging es um Bier. In einem Artikel verortete man dann doch tatsächlich die Verkündung des Reinheitsgebots am 23. April 1516 nach … Augsburg! Ich habe das in einem Leserbrief natürlich unverzüglich richtiggestellt 😉

Aktuell berichtet das Magazin – Danke! – auf Seite 90 über die Slow Food Ingolstadt Aktion Slow Food – aus 20 + 1 Perspektiven im Museum für Konkrete Kunst:

magazin 02Und bringt dabei das Kunststück fertig Ingolstadt gleich in der Überschrift falsch zu schreiben… :-(

Wer kein Slow Food Mitglied ist und das Magazin auch nicht im Handel erstehen (will/kann) bekommt es auch in der Ingolstädter Stadtbücherei:

magazin 01(24) – Fingerzeig – (26).

Fingerzeig (23) – Vegetarische Anblicke

Oft geschieht es nicht, dass Katharina Seiser auf dem Schlauch steht. Aber diesmal stand sie drauf… :-) Ich hatte es ihr aber auch nicht leicht gemacht – das gebe ich gerne zu. Andererseits, ich wollte halt auch nichts verraten! Zur schnellen Aufklärung. Im Herbst 2012 begründete Katharina ihre wunderbare “vegetarisch”-Buchreihe: “Österreich vegetarisch”, “Deutschland vegetarisch” und zuletzt “Italien vegetarisch”. Bei/nach einem Treffen Ende letzten Jahres in München mit ihr (Bericht), spekulierte ich über den möglichen Fortgang der Serie. Meine Prognose:

“Die Reihe wird 2015 fortgesetzt. Gut so! Mit welcher Länderküche? Damit rückte Katharina natürlich (noch) nicht raus. Nachdem ich mir aber alle ihre Äußerungen zum Thema durch den Kopf habe gehen lassen, gebe ich einen Tipp ab: Das Buch wird in Wien verlegt – König Johann III. Sobieski würde Augen machen…

Darauf sie im Blogkommentar:

… “ps: sobieski ist … leider … falsch 😉”

Wer ist König Johann III. Sobieski? Wikipedia erklärt: “Er gilt als der Retter Wiens während der Zweiten Wiener Türkenbelagerung, da er bei der Schlacht am Kahlenberg am 12. September 1683 mit seiner Hussaria, als Oberbefehlshaber der Katholischen Liga, den entscheidenden Angriff gegen die Türken führte.” Und eben ihm habe ich ein Staunen unterstellt. Bei diesem Anblick:

türkei vegetarischIch freue mich ein bisserl über meinen richtigen Riecher und sakrisch auf den 31.08.2015. Dann gibt es das Buch. Hiermit bestellt Katha!

Noch mehr Lust auf vegetarisch? Bitte sehr! Susann Probst und Yannic Schon aus Berlin sind Fotografen (Hochzeitsfotografie; nicht so mein Ding… aber schaut Euch das mal an!), vertreiben … Schleifen und sind leidenschaftliche Food Blogger. Ihr herrliches Werk Krautkopf steht natürlich auf meiner Blogroll.

Jetzt haben die beiden ihr erstes Kochbuch am Start – “Krautkopf: Vegetarisch kochen und genießen” (Hölker Verlag):

Ich werde es noch heute in der Mittagspause bestellen. Selbstredend im lokalen Buchhandel 😉

(22) – Fingerzeig – (24).

Marginalie (33) – Werbung die bewegt

Das Trommelfeuer der Werbung nervt. Wie sinnvoll ist dagegen so mancher Kropf… Aktueller Gipfel des Schwachsinns: Wie ein Discounter(!) uns weismachen will, woran man gutes Essen erkennt… Der Fall ist aber einfach gelagert: Von Lidl sollte es schon mal nicht sein!

Umso größer ist die seltene Freude gute Reklame in Händen zu halten. Ein Beispiel dafür ist das aktuelle Kundenmagazin des feinen, inhabergeführten (Roland Muck) Spezialgeschäfts SPORT IN:

sport in1Die unaufdringliche, freundliche und hochkompetente Art des Hauses setzt sich hier einfach schwarz auf weiß fort. Nach der kurzweiligen Lektüre hat man Lust auf draußen! Und sollte dafür etwas fehlen…!

Besonders gefallen haben mir die vielen Tipps für Unternehmungen vor der Ingolstädter Haustüre. Es gibt aber auch Fingerzeige bis in den marokkanischen Hohen Atlas. Am Ende des Hefts steht die Route für eine 4-Stunden-Wanderung im Altmühltal. Diese Tour ist mit bisher unbekannt und wird demnächst unter die Füße genommen! Die empfohlene Einkehr am Ende im Biergarten des Riedenburger Brauhauses ist unschlagbar. Gleichwohl will ich noch eine wunderbare Hilfestellung für ein Wirtshaus der Gegend beisteuern: Zum Prock.

sport in2Maria Schmitt und Alexander Hasler sind befreundete Mitglieder bei Slow Food Ingolstadt. Wie die beiden (ohne Augenlicht!) verschiedene Berg- und Gipfelbegehungen meistern und erspüren, dürfen wir in einem Interview erfahren:

sport in3Diesmal ist kein Gewinnspiel im Heft. 2013 gab es das einzigartige Kochbuch “Das kulinarische Erbe der Alpen” zu ergattern. Wer schon solche Preise auslobt! Mit “Kaiserschmarrn zum Zwetschgenröster” durfte ich zeigen, nicht nur Glück in der Liebe zu haben…

sport in5(32) – Marginalie – (34).

Burgerliebe – Die 100 Burger Deutschlands

Es gibt tatsächlich Menschen, die kommen (von weit her) nach Ingolstadt um des Essens willen… Eine Entwicklung der ich viel Erfolg wünsche! Die dafür freilich (viel weiter) zu drehende Stellschraube heißt: Qualität des Angebots…!

Benedikt Groß, Josua Stäbler und Anne-Sophie Ebert touren seit knapp sechs Wochen durchs Land. Letzten Donnerstag war Ingolstadt an der Reihe. Ihr Ziel: Das Golden in der Kupferstraße 28:

100 burgerIhre Mission: “Die nächsten sechs Wochen stehen Burger auf der Speisekarte! Wir sind auf der Suche nach den 100 besten Burgern Deutschlands. Quer durchs Land. Wo die Liebe eben hinfällt. … Wir befinden uns dann mal in den kulinarischen Flitterwochen. Sie beginnen in Stuttgart und werden uns bis hoch in den Norden auf die Insel Föhr führen und ebenso weit in den südlichsten Süden Deutschlands. 4000 Kilometer. 44 Städte. Wir machen abnormal geile Bilder und am Ende das leckerste Fotobuch überhaupt. Wir, das ist die Filmfabrik Schwaben, eine junge Filmproduktion aus dem Stuttgarter Westen. Wir lieben Burger und wollen mit euch die deutsche Burgerkultur entdecken!”

Das mit den “abnormal geilen Bildern” stimmt zweifellos! Seht selbst auf ihrer Tourseite bei facebook. Das Buch soll nach derzeitiger Planung selbst verlegt und noch dieses Jahr gedruckt werden – einen Käufer haben sie jedenfalls jetzt schon ganz, ganz sicher!

Beim Genuss meines derzeitigen Golden-Burgerfavoriten “Hühnchen mit Pilzen” beobachtete ich die drei beim Einsatz:

100 burger2Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, war das Golden die Nr. 77 auf ihrer Suche nach den 100 besten Burgerbratern Deutschlands. Und dass das Golden in diese Aufzählung gehört ist offensichtlich – nicht nur für mich – keine Frage. Glückwunsch in die Kupferstraße! Und weiter gutes Gelingen dem schönen Projekt!

100 burger3

Der Bauer und sein Prinz

Charles Philip Arthur George – Prince Charles – werden nicht viele auf der Rechnung haben, wenn es um nachhaltige Landwirtschaft geht. Eine Lücke! Der Mann leistet nämlich auf diesem Gebiet Beachtliches. Bereits 1985(!) stellte er seine im Herzogtum Cornwall gelegene “Duchy Home Farm” auf biologische Bewirtschaftung um.

1990 gründete Prince Charles die Marke “Duchy Originals”. Unter diesem (Bio-)Label werden (auch) Produkte der “Duchy Home Farm” vermarktet. Es sind (auch) die berühmten Kekse darunter. Dieses sehr feine Koch- und vor allem Warenkundebuch ermöglichte es mir Prince Charles bereits vor Jahren “richtig einzusortieren” – wie auch schon einmal – hier – seine Mutter:

prinz1Ich hoffe, dass das Duchy Originals Kochbuch dazu beiträgt, dass sich mehr und mehr Menschen darüber Gedanken machen, was sie essen und woher ihre Nahrungsmittel kommen. Und natürlich wünsche ich ihnen vor allem, dass sie ihr Essen genießen und es ihnen gut tun möge.” (Prinz Charles)

prinz5Der Mann links im Bild ist David Wilson. Der studierte Agrarwissenschaftler bewarb sich vor 30 Jahren bei der “Duchy Home Farm” und leitet sie seither als Farm Manager. Die ökologische Umstellung und der heutige Erfolg der Farm sind ohne ihn nicht denkbar.

Jetzt hat sich der hellwache Regisseur Bertram Verhaag der Geschichte angenommen und den wunderbaren Film Der Bauer und sein Prinz gedreht:

prinz0Hier der Trailer:

Tut Euch etwas Gutes und schaut ihn an! In Ingolstadt läuft er aktuell im Audi Programmkino – noch heute (27.01.) und morgen (28.01.) um jeweils 17:30 Uhr – und in den Altstadtkinos am 01.02. um 12:45 Uhr.

Mein geschätzter Freund Rupert Ebner hatte dieser Tage vielfältige Gründe zu feiern. Das muss man können. Er kann das. Zunächst lud er – wohl denen, die auf der Liste standen –  in eine Vorstellung des Films in das Audi-Kino ein. Dann präsentierte er uns den persönlich anwesenden Regisseur Bertram Verhaag. Und dann gab es Köstlichkeiten aus den Herrmannsdorfer Landwerkstätten. Danke Rupert!

prinz4Film ansehen nicht vergessen!