Prolog Pfingstwochenende

Feierabend. Verdienter. Prolog Pfingstwochenende:

Von den drei Rosé der Tenuta Santa Croce mein Favorit – mit Abstand: Der Dorato. Und der ist richtig gut! Zuletzt 100% Sangiovese. Jetzt Jahrgang 2013: Cabernet Sauvignon – 100%.

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dorato2Dazu: Sehr schnelles Essen – trotzdem Slow Food. Gutes Brot (Erhard!), gute Butter, Rest Bärlauch-Pesto und Tomaten (Knoblauchland Nürnberg):

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Vorhersage für die nächsten Tage: 30 Grad. Passt. Alles.

Grüne Sauce

Seit Ewigkeiten möchte ich eine “Frankfurter Grüne Sauce” probieren. Dazu gehören unbedingt diese glorreichen Sieben: Schnittlauch, Kresse, Petersilie, Kerbel, Sauerampfer, Pimpinelle und Borretsch. Der Ziegler auf dem Ingolstädter Wochenmarkt hatte sie gestern alle frisch.

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Rezepttechnisch habe ich mich bei Stevan Paul in “Deutschland vegetarisch” bedient.

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Die fabelhafte Buchreihe wird im Herbst übrigens mit “Italien vegetarisch” ihre Fortsetzung finden. Wenn ich richtig kombiniert habe, könnte dabei dieser Mann Koch und Autor der Ausgabe sein. Jene Frau hat einfach eine sehr glückliche Hand, mit anderen Worten, ist das Glück natürlich mit dem Tüchtigen…

Zu Eiern, zu Schinken – die Frankfurter haben schon Geschmack – frohe Ostern!

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Hopfenspargel

Meine Spargelzeit kommt erst noch (the same procedure as every year: 2011 und 2012). Die vorfreudefeindlichen Eseleien aus Peru, Griechenland oder Spanien, die seit Wochen angeboten werden, mache ich eh nicht mit. Es sind bedauernswerte Menschen, die dagegen mit 300 km langen Rohrleitungssystemen im heimischen Boden, den sie damit seit Januar beheizen(!), anrennen wollen. Arrrgh.

Als wäre die Exxon Valdez im Abensberger oder Schrobenhausener Land havariert – schwarzes Plastik wohin man schaut; die Spargel-Bauern mit Dreifachfolie stechen auch schon. Immer noch zu schnell. Ich habe gestern mit meinem Spargelbauern telefoniert. Sachstand: So ab dem 10. April wird er seinen folienfreien Freilandspargel ernten. Ihr wisst gar nicht, wie gerne ich slow bin!

Die Wartezeit kann man sich in unseren Breiten versüßen. Wir leben schon in einer appetitlichen Region! Über eine kleine Lieferkette (ausgehend von Geisenfeld) waren wir am Wochenende glücklicher Adressat einer besonderen Spezialität – eigentlich eines Abfallprodukts des Hopfenanbaus: Hopfenspargel, die Sprossen des Wurzelstocks der Hopfenpflanze. Wir haben sein nussig-erdiges Aroma nur mit brauner Butter unterstrichen:

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Dazu – ein weiteres Hoch auf die Region – zwei Biere der Schlossbrauerei Herrngiersdorf (Landkreis Kelheim). Das Hallertauer Hopfen-Cuvée der ältesten Privatbrauerei der Welt (seit 1131) vereint vier verschiedene Hallertauer Aromahopfen. Eine bitter-frische Geschichte. Aus mir unerklärlichen Gründen – stellt man den Hopfen doch in den Mittelpunkt! – wird aber leider auch Hopfenextrakt verwendet. Arrrgh. Gut gelungen der malzig-süffige Publiner:

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Vom Auwald in den Knödel – Bärlauch 2014

Ich liebe Bärlauch (Berichte 2012 und 2013). Ich habe also gerade eine gute Zeit! Auf den Fluren ist nämlich der Bär los. Im verkehrs-, weil tunnel- und brückenfreien :-) Ingolstädter Donauauwald, hat mir Moritz geholfen, eine erste Pflückung (first flush) einzubringen:

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Auf dem Spielplan standen dann Bärlauchknödel. Angelehnt habe ich mich an ein Rezept von Hüttenwirt Hans-Peter Gallenberger (Brunnsteinhütte – 1.523 m – DAV Sektion Mittenwald) im schlauen “Das Original-Hütten-Kochbuch” (Stefan Winter/Georg Hohenester/BLV Buchverlag):

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Um die 100 Hütten im Alpenraum nehmen an der feinen Initiative “So schmecken die Berge” teil. Dabei fördern die deutschsprachigen Alpenvereine die Zusammenarbeit von Hüttenwirten, Bergbauern und regionalen Erzeugern von Lebensmitteln. Die teilnehmenden Hütten erkennt man am Schild mit dem Kuh-Motiv und an der Speisekarte, in der die entsprechenden Angebote ausgezeichnet sind:

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Jetzt aber zum Rezept für 12 Knödel:

200 g Bärlauch, 400 g Knödelbrot, 6 Bio-Eier, 50 g geriebener Parmigiano Reggiano, 50 g geriebener Allgäuer Emmentaler, Meersalz, schwarzer Pfeffer, Muskatnuss.

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Zubereitung:

Bärlauch klein schneiden. Zutaten langsam und gründlich vermengen, verkneten und Knödel formen. 

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30 min in Salzwasser bei mittlerer Hitze ziehen lassen.

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In brauner Buttersoße mit geriebenem Parmigiano servieren. Genießen!

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En passant habe ich Sonnenblumen- und Cashewkerne angeröstet. Für das Bärlauchpesto. Andere Geschichte.

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Die hochverehrte Katharina Seiser aß Anfang 2014 für 21 Tage nur vegan. Und berichtete sehr lesenswert darüber. Als Folge des Selbstversuchs entstand der beachtliche “tierfreitag” – lesen! Mit meinen Bärlauchknödeln komme ich wegen Käse und Butter nicht auf dessen Sammelstelle. Mal sehen ob ich an einem der nächsten Freitage dort landen kann… Am Freitag vor 3 Wochen hätte ich einen Treffer gehabt. Mit dem “Green” vom Golden.

Zu guter Letzt. Das Golden ist weiter beruhigend sicher auf der Höhe der Zeit. Gestern erfasst:

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Golden goes vegan

Das Golden – Ingolstadts Nabel der Burger in der Kupferstraße 28 – liegt mir bekanntlich am Herzen (guckst Du hier und da).

Spätestens in der Fastenzeit könnte man doch mal die köstlichen Kreationen mit Bio-Rindfleisch an der Seitenauslinie belassen und mit den feinen Veggie-Varianten Italy (Mozzarella, Basilikum, Tomate und Sonnenblumenkerne) oder Cheesy (Halloumi, Avocado, Rucola und Tomate) trotzdem in Ballbesitz bleiben?!

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Seit heute Abend ist die Mannschaft nun endgültig unschlagbar. Auf dem Platz steht nämlich mit dem Green der erste vegane Burger des Hauses!

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Die handgemachten, frischen Patties bestehen u. a. aus Grünkernschrot, Sellerie, Gelben Rüben, Zucchinis, Zwiebeln, Sonnenblumenkernen, Haferflocken, frischen Kräutern (Basilikum, Petersilie) und getrockneten Tomaten.

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Zwischen die angerösteten Brotscheiben (mit Olivenöl bestrichen) kommt Eisbergsalat, Rucola, Tomaten und – für mich die Krönung der Veranstaltung – Rote Rüben.

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Schmeckt exzellent – probierts es, dann spürts es!

By the way. Nimmt man sich im Golden was mit, gerät man mit sämtlichen Verpackungen nicht ins Abseits:

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Goldene Zeiten!