Recht sicher im Sattel

Zum Fünfjährigen der Kanzlei am 01. Juli 2011 versprach ich: “Wenn ich mal viel Zeit habe, versuche ich zu klären, ob dieses Video “gefahrlos” hier (= extra prima good) laufen kann.” Es ging und geht dabei um das rechtssichere Einbetten externer Inhalte (z.B. von YouTube) auf z.B. Blogs und sozialen Netzwerken.

Ich habe gerade überhaupt keine Zeit. Allein – die Geschichte scheint aus urheberrechtlicher Sicht geklärt! Denkbar sind aber weiter die Verletzung von z.B. Persönlichkeits- und Wettbewerbsrechten. Und Juristen wären keine solchen, wenn sie nicht weitere Fragen aufwerfen würden (z.B. zur Störerhaftung)… Trotzdem fühle ich mich aktuell recht sicher im Sattel.

Über das LG München I ging die Problematik zum OLG München und von dort zum BGH. Dieser legte schließlich dem EuGH die Rechtsfrage vor. Der antwortete nunmehr wie folgt (Beschluss vom 21.10.2014, C – 348/13):

“Die Einbettung eines auf einer Website öffentlich zugänglichen geschützten Werkes in eine andere Website mittels eines Links unter Verwendung der Framing-Technik, wie sie im Ausgangsverfahren in Frage steht, allein stellt keine öffentliche Wiedergabe im Sinne von Art. 3 Abs. 1 der Richtlinie 200l/29/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Mai 2001 zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte in der Informationsgesellschaft dar, soweit das betreffende Werk weder für ein neues Publikum noch nach einem speziellen technischen Verfahren wiedergegeben wird, das sich von demjenigen der ursprünglichen Wiedergabe unterscheidet.”

Ta-ta! Für diesen Fall habe ich mir ein Stück der britischen Jazzer “Polar Bear” hingelegt – “Peepers”. Geil!

 

Marginalie (29) – Start Spielzeit 2014/15

Spielzeitbeginn 2014/15 des Stadttheaters Ingolstadt: “Komm! ins Offene, Freund!”. Seit Jahren gibt es keinen Turm aus Elfenbein (mehr). Das Haus und seine schöpferischen Menschen öffnen sich – neben der klassischen Bühnenpräsenz – mit einer Vielzahl an frischen Aktivitäten in und für die Stadt. So auch am Wochenende. Ein Traum, eine Gnade, dieses Theater in der Stadt zu haben!

komm3Was für eine Inszenierung. Was für eine Arbeit. Es war absolut fantastisch! Die Kamera blieb daheim. Ich wollte mich entspannen und unmittelbar präsent sein. Mein Old School Mobile hatte aber einen Blick für Gulliver:

kommAndré Heller hätte seine Freude gehabt! Ich musste während des Spaziergangs oft an ihn denken. Schon ewig wollte ich ihn auf dem Blog einmal fallen lassen. Es passt gerade. Diese Scheiben schließen Räume auf! Treibstoff für Abenteuer im Kopf:

komm4Dem Getreuen sei auch die wunderbare Biografie von Christian Seiler empfohlen:

komm5Zurück zum Eröffnungsspektakel. Einziger (kleiner) Wermutstropfen: Der Eintritt: 10 EUR pro Kopf. Für Erwachsene OK. Meinetwegen auch mehr. Aber leider gab es keine Abstufung für Kinder = zu viel. Auch etwas unglücklich: Alle jene, die südlich der Donau gezahlt hatten, trafen wenig später am Nordufer auf mindestens die gleiche Menge von Besuchern, die keine Kasse gesehen haben…

Mein skurrilstes Erlebnis – und das will in diesem bunten Reigen was heißen: Vor dem Stadttheater ließ sich eine Kuh ihr Heu schmecken. Hinter mir eine Mutter zu ihrer Tochter: “Schau auf die Hörner. Das ist ein Er. Von diesem Stier gibt es keine Milch.” ARRRRRRGH.

komm2Die Kuh(!) heißt übrigens “Schalong”, ist 16 Jahre und hat 13 Kälber geboren. Sie ist eine stolze Murnau-Werdenfelserin aus einer in Weidehaltung lebenden Naturlandherde im Landkreis Neuburg. Sie ist PR-Profi. Siehe hier. Wer Lust hat – ihr nächster Auftritt ist bei den Bayerischen Öko-Erlebnistagen auf dem Neuburger Wochenmarkt am 27.09.2014.

(28) – Marginalie – (30).

Im Einklang: Schuhe putzen, Musik und Bier

Nachdem ich jemandem ins Gesicht gesehen habe, blicke ich auf dessen Schuhe. Das gilt gleichermaßen für Männchen wie Weibchen. Es folgen dann bei Frauen die Beine und wieder geschlechtsunabhängig die Hände. Schuhe sind mir nicht unwichtig. Sie erden uns.

Im Gefühl der völligen Vertiefung und des Aufgehens in einer Tätigkeit – F l o w – vergeht die Zeit scheinbar besonders schnell. Meine soeben gefühlten 15 Minuten dauerten tatsächlich annähernd drei Stunden. Verantwortlich dafür dieser wunderbare Dreiklang:

Schuhe putzen, pflegen, imprägnieren, Sohlen einölen:

schuheSo sehr ich Conchita Wurst den Gewinn des gestrigen Eurovision Song Contest gönne – das ist mein Europa, Freiheit, Vielfalt und Toleranz – bin ich musikalisch immer noch angenehm umwoben vom Beitrag aus den Niederlanden. The Common Linnets “Calm After The Storm” läuft in der Dauerschleife:

Dazu – und ich werde nicht damit aufhören Euch Gutes, Sauberes und Faires hinzuhalten – ein feines Bierchen. Heute: Ein “Xaverl” vom Siegenburger Schmidmayer Bräu. Feiner Hopfen, nicht zu schwer. Süüüffig. Danke Elisabeth!

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Fingerzeig (9) – Licht im Supermarkt

Wenn schon im klassischen Supermarkt – dann gerne bei EDEKA. Schön in der Altstadt den Wendler zu haben! Außerhalb der Stadtmauern hält der Fanderl die Discounter-Seuche in Schach. Gestern hat er seinen fünften Laden eröffnet. 2.700 qm in der Liegnitzer Straße 2. Ist recht ansehnlich geworden. Die Ware? Das ganze Programm – Dunkelheit, Schatten, Helligkeit und Licht. Zwei Beispiele für Letzteres. Altmühltaler Lamm:

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Rind – und Schweinefleisch aus der mustergültigen Bioland-Landwirtschaft des Klosters Plankstetten:

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Die Fotoqualität bleibt leider unerträglich weit unter dem Standard dieses Blogs. Hatte aber nur mein Mobiltelefon am Mann. Nix Smartphone. Old School.

Passend zur Neueröffnung des Fanderl-Marktes ist der (durchaus berechtigte) Hype (nettes Statement dazu aus New York) um den aktuellen Werbespot von EDEKA (schaut Euch auch die Specials an). Und wer berichtete bereits im Mai 2013 über Friedrich Liechtenstein und das Original Take? extra prima goodhier!

(8) – Fingerzeig – (10).

Superluftig… superfruchtig… superlecker… supergeil

Oft glänzt es trügerisch, was so an einem vorbeizieht… Sittin’ on the dock of the bay stehe ich wieder einmal auf und schärfe deshalb den Blick. Treffer! Dieses Gut hat ausgetrieben und kommt an Land.

Einmal kurzgoogeln serviert zu Friedrich Liechtenstein: Berliner Popsänger, Elektro-Pop-Musiker, Entertainer, Performer, Theaterregisseur, klassischer Schauspieler, Intendant, Conférencier, Reiseleiter, Tänzer und Puppenspieler… ja dann!

P.S. Danke Gerald.