Berlin – Urban Industrial

Noch einmal Berlin. Aufregend, vielfältig, pulsierend, sexy – wie eh und je. Schnell gelangt man – bei entsprechender Bereitschaft – von einer Welt in eine völlig andere. Bitte bleib so!

Am letzten Tag traf ich Tigran Tatintsian, Anna Glodde und Jakob Wagner. Unter dem Zeichen Urban Industrial suchen die drei deutschland- wenn nicht zwischenzeitlich europaweit (scheinbar) betagte Gebrauchsobjekte zusammen. Gründlich entstaubt werden sie in einem 9-stöckigen Hochhaus in Köpenick Mitte zum Verkauf angeboten. Das Areal (mit großem Innenhof) ist ein Gesamtkunstwerk für sich. Nach dem straßenseitigen Eingang empfehle ich erst einmal einen (ausgezeichneten) Schweizer Kaffee einzunehmen… Es wird nicht das Letzte sein, was einem an diesem speziellen Ort (positiv) überrascht!

Ich fahre ziemlich auf Industriemöbel ab. Das MAK Wien (Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst) veranstaltete dazu im Sommer 2011 eine beeindruckende Ausstellung: “Industriemöbel – Prototypen der Moderne”. Im Ausstellungskatalog hießt es dazu:

“Industriemöbel stellen ein bislang noch kaum beachtetes Phänomen der Designgeschichte dar, obwohl es sich dabei gewissermaßen um „elementares Design“ im besten Sinne handelt: Als apparative Hilfsmittel für bestimmte Arbeitsabläufe in Fabriken sind sie meist ohne Rücksicht auf ästhetische Aspekte „aus der Praxis für die Praxis“ entstanden. Aufgrund ihrer von schmückendem Beiwerk weitgehend freien Konstruktionsweise können sie als Inbegriff der Funktionalität und einer auf das Wesentliche reduzierten Gestaltung von Gebrauchsgegenständen gelten. Seit dem Ende des Industriezeitalters erfahren diese Arbeitsmöbel vermehrt eine Umwidmung zu modischen Accessoires im privaten Rahmen, etwa bei der Einrichtung städtischer Loftwohnungen, wo sie bourgeoisen Chic verbreiten und für einen originellen und individuellen Lebensstil stehen.”

Ich habe (auch deshalb) den Sonntagnachmittag in der Köpenickerstraße 55, 10179 Berlin sehr genossen.

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Springinkerl goes Wien

Wien. Zufluchtsort vieler meiner Sehnsüchte… und offenkundig neues Zuhause eines guten alten Bekannten. Blick zurück: Sein letztes Lebenszeichen in Ingolstadt datiert vom August 2013. Im Rahmen einer Installation auf dem Paradeplatz. Bereits zuvor war es aber hier schon sehr ruhig um ihn geworden. Seine neue Bühne stand nämlich in Leipzig.

Frisch gesprüht erreicht mich jetzt neue Kunde von ihm! Er ist zurück an der Donau. Flussabwärts. In Wien eben. Der Ingolstädter Matthias Ehrhardt studiert und bloggt dort. Ihm ist es nun tatsächlich gelungen den Urheber des Spriginkerls – ich bleibe bei diesem Namen, erkenne aber hiermit endgültig an, dass er als Schwirbel geboren wurde – ausfindig zu machen.

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Screenshot aus http://dulpblog.blogspot.de/2014/02/der-schwirbel-streetart-in-wien.html

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Letzten Dezember hat er ihn dann auf einer nächtlichen Schöpfungstour begleiten dürfen. Seine Eindrücke (mit Fotos) sind hier nachzulesen.

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Screenshot aus http://dulpblog.blogspot.de/2014/02/der-schwirbel-streetart-in-wien.html

Eines hat mir Matthias Ehrhardt noch verraten: Das Springinkerl ist ein Schanzer! Seine Premiere feierte er auf einer Ingolstädter Hauswand. Welcher ist es? Habe ich ihn in meinem Werkverzeichnis? Das Kerlchen lässt (mich) nicht los…

Springinkerl – die erste Installation

Danke Donaukurier! Im heutigen Lokalteil berichtet (“Ein Herz von Schwirbel”) Michael Brandl von einem neuen Auftritt des Springinkerls (ich bleibe bei meinem Namen für das Kerlchen).

Einem gänzlich Neuen. Die mögliche Transformation zu seiner Dreidimensionalität wäre damit eingeläutet. Als Untergrund dient eine herzförmige Leinwand. Die so gewonnene Mobilität lässt ihn den ältesten Brunnen der Stadt besteigen. Dort thront er aufgespießt am Schwert von Kaiser Ludwig dem Bayern. Sehr viel Platz für Interpretationen!

Er bekommt in meinem Werkverzeichnis (alle von extra prima good dokumentierten Erscheinungen in Ingolstadt) die Nr. 132:

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132 “Paradeplatz”

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Ein Blick nach Leipzig zeigt, dass er auch dort weiter aktiv ist. Die entsprechende Facebook-Seite zeigt ein Update vom vergangenen Samstag. Das beflügelt die Nachahmer-Theorie. Oder ist es doch ein Pendlerschicksal?

Die bemerkenswerte Vorstellung vom Ludwigsbrunnen lässt aus meinem Archiv die bisher unveröffentlichten drei Auftritte 129-131 purzeln:

129-130 Sauerstraße

129-130 “Sauerstraße”

131 Schloßlände

131 “Schloßlände”

Und es gibt einen zweiten Indoor-Auftritt. Ein Zutrag von Olli (Danke!) – gefunden in der Herrentoilette des Swept away:

swept away

Mehr Installationen bitte!

Werkverzeichnis Spriginkerl

Dieser Post wird bei Bedarf aktualisiert.

Nachfolgend seht Ihr alle von mir bisher erfassten Auftritte des Springinkerls in Ingolstadt. Ich habe sie mit fortlaufenden Nummern und der jeweiligen Fundstelle versehen. Man kann darin ein Werkverzeichnis sehen. In den einzelnen Berichten (nach Erscheinen sortiert) finden sich darüber hinaus viele weitere Darbietungen – sie wurden mir zugetragen.

  • Streetart-Graffiti in Ingolstadt – hier
  • Er ist rot geworden – hier
  • Es hat jetzt einen Namen – hier
  • Es hört nicht auf  – hier
  • Springinkerl gibt keine Ruhe – hier
  • Springinkerl Nr. 53 – hier
  • Springinkerl Nr. 54 bis 64 – hier
  • Sendepause mit Springinkerl Nr. 65 – hier
  • Neues vom Springinkerl – Streetart-Graffiti in Ingolstadt – hier
  • Springinkerl in aller Munde – es schwirbelt und schwurbelt – hier
  • Was macht das Spinginkerl? – hier
  • Springinkerl – stark auf der Brust! – hier
  • Springinkerl goes Leipzig – hier
  • Springinkerl Update – hier
  • Springinkerl – die erste Installation – hier
  • Springinkerl goes Wien – hier

Springinkerl Update

In den letzten Tagen erreichten mich über Facebook verschiedene Anfragen mit Foto. Ob ich diesen oder jenen Auftritt des Springinkerls schon erfasst habe. Hatte ich. Gleichzeitig ergebe ich mich in mein (selbstgewähltes) Protokollschicksal und platziere hiermit ein Update. Mit einem wehmütigen Blick nach Leipzig und der Frage, ob unser Freistaatler nun Sachse oder Bayer ist? Das Leipziger Allerlei ist seit geraumer Zeit jedenfalls wesentlich schmackhafter.

114 "Kreuzstraße"

114 “Kreuzstraße”

115 "Griesmühlstraße"

115 “Griesmühlstraße”

116 "Griesmühlstraße"

116 “Griesmühlstraße”

117-118 "Griesmühlstraße"

117-118 “Griesmühlstraße”

119 "Hohe-Schul-Straße"

119 “Hohe-Schul-Straße”

120 "Hohe-Schul-Straße"

120 “Hohe-Schul-Straße”

121 "Rathausplatz"

121-123 “Rathausplatz”

122-124 "Am Viktualienmarkt/Theresienstraße"

124-126 “Am Viktualienmarkt/Theresienstraße”

125 "Kupferstraße"

127 “Kupferstraße”

Danke an Moby Zet für diesen Fang – das Kerlchen goes mobil:

springauto

Alle Eskapaden wie gehabt hier. Und die Fortsetzung.