Abwarten, Tee trinken und Lemon Melts

Die Isle of Mull ist eine kleine Insel der Inneren Hebriden vor der Nordwestküste Schottlands. Etwa 2700 Menschen leben dort. Einer davon ist Joe Reade.

Schnitt. Vergangenen Donnerstag eröffnete TeeGschwendner in Ingolstadt (wieder – waren schon einmal hier) eine Filiale (Ludwigstraße 7). Das ist erfreulich. Wenn ich nicht bei der Teekampagne bestelle, oder etwas von Sonnentor in der Tasse habe, kaufe ich nämlich gerne hier ein. Mein Favorit: Earl Grey Nr. 69.

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Stefanie Paschen und Filialleiterin Katharina Saulich

island bakery6Schnitt. Zurück auf die Isle of Mull. Nach Tobermory. Hier backt Joe Reade in seiner Island Bakery nichts weniger als die besten(!) Zitronenkekse der Welt(!). Sie heißen „Lemon Melts“ und bestehen nur aus Bio-Zutaten.

island bakery1Entdeckt habe ich sie auf der Biofach 2014 in Nürnberg. Nur knapp kann ich seither der Diagnose eines Abhängigkeitssyndroms entgehen, da ich hinsichtlich der Lemon Melts nur zwei Kriterien (statt mindestens notwendiger drei) dafür erfülle: Starkes, oft unüberwindbares Verlangen, die Substanz einzunehmen und Schwierigkeiten, die Einnahme zu kontrollieren (was den Beginn, die Beendigung und die Menge des Konsums betrifft). Auf der Biofach 2015 durfte ich den „Taster in Chief“ persönlich kennenlernen.

island bakery4Der Kreis schließt sich nun: TeeGschwendner führt verschiedene Kekse der Island Bakery! Auch die Lemon Melts. In Ingolstadt sind die Melts übrigens gerade ausverkauft… es wird eng mit dem Syndrom…

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Weißbiertest: Die Alkoholfreien – Update (4)

Wenn man mal mit etwas angefangen hat… Zwei weitere alkoholfreie Weißbiere haben mich gefunden: Nr. 16 – Maisel’s Weisse (23 kcal/100 ml) und Nr. 17 – Jacob Weissbier alkoholfrei (19 kcal/100 ml):

jacob maiselDie Reihe hat im April 2012 begonnen – Nr. 1-11, 12-13, 14 und 15.

Licht und Schatten. Einmal das schön balancierte (Hopfen/Malz) erfrischende Maisel. Es wurde mir in den Kommentaren zur Serie bereits zweimal empfohlen – zu Recht! Und dann das Jacob. Sauer, flach, nicht das Meine.

Sonnensturm in der Tasse

Wer sich „Glühwein“ aus dem Plastikkanister zuführen will, hat gerade wieder die Qual der Wahl. Wohin man schaut und riecht – er ist schon da. 2012 habe ich mich diesem Thema auf dem Ingolstädter Christkindlmarkt einmal genauer angenommen. Es dürfte sich seither nichts geändert haben. Neue, weiterführende Infos sind natürlich, wie immer, herzlich willkommen!

Seit 2013 wird neben dem Theatervorplatz auch der Paradeplatz vorweihnachtlich bespielt. In der dortigen Winterzauberhütte von Wolfgang Erhard gibt es aktuell (immerhin!) den Bio-Glühwein „Heißer Hirsch“ (noch nicht probiert).

Lust auf ein Alternativprogramm?

mu 2014eIm mundgerecht spielt dazu seit Mitte November wieder einmal die Musik! Sonnensturm in der Tasse. Aus Notwehr gegen das todtraurige Angebot geboren. Handwerklich hausgemacht.

Einmal (seit 2011): Köstlicher alkoholfreier Apfelpunsch. Die Äpfel stammen aus heimischen Gärten der Familie in Breitenhill. Deren Saft ist verfeinert mit Bio-Zitronen und Bio-Zimt. Ohne Zusatz von Zucker. Und dann der herrliche Glühwein (seit 2010): Herzstück ist ein roter Cabernet aus Pieve di Soligo (Venetien). Weiter in der Flasche finden sich Bio-Orangen, Bio-Nelken, Bio-Zimt, Kardamom und Ingwer. Leicht gesüßt wird mit Blütenhonig von der lokalen Imkerei Max Wittmann. Entweder vor Ort genießen, oder sich für zu Hause die ein oder andere Flasche mitnehmen. Noch bis Mitte Januar.

mu 2014fmu 2014hmu 2014cIch kenne jemanden, der sagte einmal: „Wenn ich nur noch eine Stunde zu leben hätte, ich würde eine Tasse Glühwein trinken.“ Soweit werde ich niemals kommen… Immerhin aber, seit ich den mundgerecht-Glühwein probieren durfte, hat die saisonale Gepflogenheit Wein zu erwärmen nun auch in meinem Leben Raum.

Außerdem: Heute geht es mit dem Adventskalender los! Nachdem bei der mundgerecht-Version bereits alle Türen offen sind, bleibt die Überraschung leider auf der Strecke. Andererseits – wann hat uns (Alten) ein Adventskalender zuletzt überrascht? Feiner dürften nicht viele sein:

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Vergleichstest: Karottensäfte

Mehrmals wöchentlich steht bei uns ein Glas Karottensaft auf dem Frühstückstisch. Mit einem Teelöffel dieses Leinöls (das Provitamin (A) Beta-Karotin in der Gelben Rübe ist fettlöslich). Da wir keine eigenen Möhren anbauen und/oder den Saft selbst pressen, war es an der Zeit sich das Thema einmal genauer hinzulegen. Wie schaut die Angebotsseite aus? Und dann: Eigenen Geschmack entdecken, bilden und entwickeln.

Wenn es um Laborwerte, Inhaltstoffe und Zubereitungsmethoden geht, bieten zum Thema Karottensäfte sowohl Stiftung Warentest (03/2000) als auch Ökotest (11/2013) bewährte Orientierung und Hilfe.

Gezielt auf der Suche zum großen geschmacklichen Vergleichstest in der Familie haben wir dann in Ingolstadt diese 22(!) verschiedene Produkte gefunden:

karottensaft2Uns ging es um reinen Karottensaft. Die gefundenen Mischungen mit Apfel-, Sanddorn- oder Orangensaft haben wir daher nicht mit an Bord genommen. Zu Beginn stand bald die Erkenntnis, dass es Karottensaft wie frisch gepresst gar nicht gibt. Im Minimum wird dieser „milchsauer vergoren“ angeboten. Ohne diese Behandlung haben alle Proben zugesetzten Zitronensaft. Bis auf Nr. 12, den Kandidaten Hipp. Der hat dafür Vitamin C (wohl als Antioxidationsmittel) in der Flasche:

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KS = Karottensaft, ZS = Zitronensaft

Es folgen eine Reihe von Säften mit beiden Zutaten, Zitronensaft und Vitamin C und endlich sechs Anbieter mit der weiteren Zutat Honig. Die Preisspanne für 100 ml liegt zwischen 0,11 und 0,43 EUR. Die kcal variieren von 27 bis 41 pro 100 ml.

Sehr erfreulich: 17 der 22 Säfte sind bio und wenigstens mit dem EU-Bio-Siegel zertifiziert. Es gibt weiter löblich kein einziges Angebot in der Plastikflasche. Alle sind entweder im Karton oder in der Glasflasche erhältlich. Sechs arbeiten sogar mit Mehrweg/Pfand: Pölz Nr. 01, Eden Nr. 04, denree Nr. 05, Beutelsbacher Nr. 06, Voelkel Nr. 07 und Rabenhorst Nr. 08.

Nestlé-Vermeider – zu denen ich mich gerne bekenne – aufgemerkt: Weit und breit fand sich wohl tuend kein Karottensaft von Alete in den Geschäften.

karottensaft1Besonderheit: Bei zwei Direktsäften werden die Karottensorten angegeben. In beiden Fällen sind diese sogar samenfest. Es sind die Demeter-zertifizierten Hersteller Beutelsbacher Nr. 06 (Sorte Rodelika) und Voelkel Nr. 07 (Sorten Rodelika und Rothild). Dazu glänzt Beutelsbacher mit Regionalität. Die Karotten wachsen in Baden-Württemberg. Bei alle anderen Waren steht nicht einmal Deutschland als Herkunftsland der schmackhaften Wurzel fest…

Genug der grauen Theorie – auf zur Blindverkostung:

karottensaft4karottensaft5karottensaft9Ob Krapfen oder Lebkuchen. Ob Weißwurst, griechischer Joghurt oder alkoholfreies Weißbier. Kein Test war bisher so fordernd wie dieser. Jeder Saft legte sich wie ein schwerer Mantel auf die Geschmacksknospen… Eine weitere Herausforderung: Die unglaubliche Aroma-Vielfalt. Einheitsbrei? Denkste! Wobei sich schnell drei klar abzugrenzende Fraktionen herausbildeten: Die milchsauer vergorenen Säfte, die mit Honig-Zusatz und der Rest.

Ich mache es kurz. Die vier „Sauren“ hatten bei uns keine Chance. Blöder Spruch, aber die muss man wirklich mögen! Ebenso die sechs „Süßen“. Bei so viel Zucker rundherum, braucht es das doch eigentlich nicht. Interessanterweise finden sich diese allesamt im untersten Preissegment und haben den geringsten Bio-Anteil…

Im Rest vesteckten sich die Gewinner. Bei einigen war die Zitrone zu dominant. Andere (wenige) waren dünn und wässrig.

karottensaft10Am Ende hatten wir alle dieselben zwei Favoriten. Mit Abstand. Unabgesprochen. Bei einer Blindverkostung. Beachtlich. Voller, frischer Karottengeschmack, bereits in der Nase. Ausgewogenes, lebendiges Mundgefühl. Sehr nah an gerade frisch gepresst… Die Doppelsieger:

Die dm-Eigenmarke babylove Bio-Saft Karotte (Nr. 16):

karottensaft7Und Voelkel Demeter Möhrensaft (Nr. 07):

karottensaft6Gute Aromatik und ordentliche Papierform haben zueinander gefunden. Beide bio, der Voelkel sogar mit Demeter-Siegel und „fair gehandelt“. Der babylove mit Ökotest „sehr gut“ (Inhaltsstoffe).

Es müssen wahrlich nicht 22 Säfte probiert werden. Aber ein bisserl über den Glasrand schauen, mehr Bewußtsein und Wertschätzung für unser Essens und Trinken gewinnen und dabei obendrein gesteigerten Genuss erfahren – was spricht dagegen? Auf zu eigenen Vergleichsproben – mit was auch immer!

Limo, Teigtaschen, Bier, Rippchen und noch einmal Limo. In München.

Meine Suche nach einer Garküche mit Dim Sum in Ingolstadt entbehrt schmerzlich jedes Erfolgserlebnis. In München bin ich hingegen erneut fündig geworden (Danke Pini!): LeDu Happy Dumplings in der Theresienstraße 18 – geöffnet seit Mitte April 2014:

ledu1ledu2Die frischen Teigtaschen werden handwerklich selbst gefertigt und gefüllt. Der Bestellvorgang beginnt mit der Teigauswahl: Hell mit Weizen- oder dunkel mit Roggenmehl.

ledu6Dann bieten sich für die Zubereitung gebraten oder gedämpft an. Endlich stehen neun verschiedene Füllungen zur Auswahl.

ledu5Das Rinder-, Schweine- und Hühnerfleisch stammt ausschließlich von der Bio-Metzgerei Pichler (Verbände Bioland und Naturland!) in Gräfelfing. Auch die verwendeten Eier sind bio.

ledu4ledu3Wir hatten Hot Chicken und Sauer Schwein. Sehr fein. Schön wäre es, bei der Auswahl – es gibt 6 oder 10 Stück – der Füllungen variieren zu können. Um derzeit alle Spielarten einmal probieren zu können, bedarf es nämlich der Bestellung von 45 (9 x 6) Dumplings…

ledu7Ausgezeichnet eine Entdeckung en passant: Bio-Zitronenlimonade Proviant aus Berlin. Frischer Zitronensaft, Mineralwasser und Rohr­zucker. Keine Aromastoffe, keine Extrakte keine Zitronensäure. Selbstverständlichkeiten mit Ausnahmecharakter.

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Im späteren Tagesverlauf kehrten wir noch im Red Hot ein. Beim guten Bier bebrütete ich die Frage „Pulled Pork“ oder

redhot10… „Rippchen“!

redhot8Und noch eine Limo-Entdeckung: Hopster Hopfenlimo.

redhot9Ob es tatsächlich „die weltweit erste alkoholfreie Hopfenlimo“ (so aber die Website) ist, stelle ich mal dahin. Man vergesse nämlich dieses Kracherl nicht… Wer war zuerst da? Auf alle Fälle schmeckt sie prächtig!