Marginalie (13) – Blaue Mauritius von Gutmann

Zum gestrigen Sommerfest des Ingolstädter Cigarren Collegium “All that Cigar” e.V. spielten wir erneut mit den Elementen. Letztes Jahr gingen wir ja ins Wasser. Heuer in die Luft. Im Waldhochseilgarten Beilngries (= Altmühltaler Abenteuerpark). Was für ein Hochgenuss! Schaut Euch auf der Website die Parcours (der Pinke…) und die Fotos an. Und dann: Hinfahren!

In bisschen weiter entfernt, südlich von Ingolstadt, wartet in Jetzendorf der Waldkletterpark Oberbayern. Nicht mehr lange!

Sammler schätzen besonders das aus der Reihe fallende, aus der Art schlagende – z. B. den Fehldruck oder die Geweihmissbildung. Fragt dazu einfach mal einen Jäger – sehr oft sind Jäger nämlich Sammler… Ich drohe abzuschweifen.

Beim anschließenden Grillen und Tabak verbrennen jedenfalls machte ich noch eine Entdeckung, die jetzt vielleicht passionierte Sammler in die Getränkemärkte rufen wird. Zielsicher griff ich bei der Bierauswahl zu einem Gutmann. Ich schätze die besonders für ihre sehr feinen Weißbierspezialitäten zurecht gelobte Brauerei außerordentlich. Das Alkoholfreie hat auch meinen Weißbiertest in dieser Spielklasse gewonnen. Meine Wahl viel allerdings auf des “Untergärig” des Hauses – ihr Helles. Vor dem Öffnen der obligatorische Blick auf den verwendeten Hopfen.

Exkurs: Hopfenextrakt kommt mir nicht in den Mund. Verwendet die Brauerei Extrakt, besteht dazu eine Deklarationspflicht. 99 % aller Fernsehbiere (Massenbierhaltung) haben lediglich den Extrakt des Hopfens an Bord. Steht hingegen nur “Hopfen” auf dem Etikett, wurden beim Brauen entweder Hopfenpellets oder Doldenhopfen (Da bin i dahoam!) verwendet. Deshalb schaue ich immer auf das Etikett. Übrigens nicht nur beim Bier…

Gutmann verwendet keinen Hopfenextrakt. Vertrauen ist gut… Der Blick in diesem Fall also alleine eine Blindprobe. Und dann: Wattn ditte? (Video – die ersten 10 Sekunden und dann von 0:27 bis 0:31):

gutmann

Ein sehr gutes Bier! Hopfen ist überschätzt ;-)

(12) – Marginalie – (14).

Ingolstädter Cigarren Collegium auf der Altmühl

Seit fast zwölf Jahren gibt es das Ingolstädter Cigarren Collegium “All that Cigar” e.V. Der padrone ist als Gründungsmitglied von Anfang an dabei. Schöne Tradition sind die jährlichen Sommer- und Weihnachtsfeste des Collegiums. Zum zweiten Mal in Folge – als deutliches Zeichen des letztjährigen Gaudiums – waren wir Ende Juni wieder mit dem Kanu auf der Altmühl unterwegs.

Bootwandern nennt man das. Und es macht richtig Laune! Natur, Stille, Flow – Seeschlachten, Wasserpistolen, Entern, Kentern. Die Kinder waren aus dem Häuschen…

Als Einstieg wählten wir den Campingplatz am Kratzmühl-See (Pfraundorfer-See). Über Beilngries und Kottingwörth ging es bis nach Grögling. Als Ausstieg bietet sich hier das “Cafe im Holzhaus” an. Tatsächlich ganz aus Holz gefertigt, liegt es unmittelbar am Fluss. Es wird seit 2010 von der Familie Stephan geführt. Regionalität und Qualität stehen hier oben an: Hausgemachte Kuchen, Obst und Gemüse aus eigenem Anbau und Wurst vom Metzger um die Ecke. Das sehr gute Holzofenbrot kommt von der Bäckerei Huber aus dem nahe gelegenen Vogelthal. Und auch ein Blick auf die Bierkarte zaubert dem Kenner ein Lächeln ins Gesicht: Gutmann, Neumarkter Lammsbräu, Schattenhofer Bräu, Winkler Bräu Lengenfeld und Nordbräu.

Leider habe ich keine Fotos vom Holzhaus und dem kleinen, feinen Biergarten davor. Und die vom Paddeln lasse ich im internen Verteiler des Zigarren-Clubs…

An Land, auf der großen Wiese neben dem Holzhaus, erwarteten uns bereits Thomas Stephan und seine Frau Karin am Steckerlfischgrill:

Lange Tafel, Schlemmen, Feuerstelle, Gitarre und natürlich die ein oder andere Zigarre – ein guter Tag! Der einstimmige Beschluss – was machen wir nächstes Jahr zum Sommerfest? – dürfte reine Formsache sein.

Infoseiten zum Bootwandern auf der Altmühl: Hier und hier. Unsere Boote hatten wir vom Kanuverleih Grögling, Dominik Stephan, Grögling 3, 92345 Dietfurt, Tel. 08464/8167.

Zigarre in Ingolstadt

Rauchen kann man theoretisch alles was brennt. Praktisch aber nur Zigarre – wenn, ja wenn wir uns auf folgende Rahmenbedingungen dazu verständigen:

  • Zeit für den Genuss
  • Freude an der handwerklichen Fertigung
  • Geschmack am einmaligen, reinen Naturprodukt
  • Abwesenheit von Sucht

Seit 20. Dezember 2000 gibt es in Ingolstadt dafür das Ingolstädter Cigarren Collegium „All that Cigar“ e.V.

Wir treffen uns mindestens einmal im Monat zum gemeinsamen Smoke.