Gute neue Zeit im Mooshäusl

Wäre ich in Ingolstadt ein Huhn, ich würde gerne hier picken und scharren:

mh20Ich glaube jeder Schanzer kennt dieses besondere Fleckchen Erde gleich neben der Antonius-Schwaige. Und die Hennen haben neue Gesellschaft bekommen: 2 Schafe. Auf die Entfernung nehme ich an, dass es Kamerunschafe sind.

Biergartenzeit! Seit gut einer Woche hat man genau an dieser Stelle stehend wieder die schöne Qual der Wahl: Unter die Linden in die Schwaige oder ins Mooshäusl? Die Kastanie verrät meine jüngste Entscheidung:

mh24Ende 2014 ging hier die Ära der Wirtleute Sieglinde und Josef Lögl zu Ende – mein letzter Besuch. Seit 1. Mai 2015 ist das Kleinod wieder aufgesperrt:

mh23Mit einem Tag Verspätung erfolgte mein Antrittsbesuch bei den neuen Wirtsleuten Jennifer Müller-McMorland und Martin Müller:

mh25Im mit Augenmaß renovierten Innenraum – man erkennt sein Mooshäusl wieder – duftet es noch nach frischem Holz. Es ist sogar wohltuend heller und frischer geworden. Und draußen – der unbestrittenen Schokoladenseite des Ortes – schmeckt das Weißbier wie ehedem:

mh21mh22Die übersichtliche Speisekarte ist geckenfrei (geblieben) – gut so! Nichts deutet auf ein VIP-Kasperltheater hin… Ich wünsche den Müllers eine (weiter) behutsame Hand. Freue mich schon auf meine erste Brotzeit!

Nachspiel zum Biergenuss

Die ersten Ingolstädter Bier-Genuss-Tage (01. bis 03.05.2015) sind vorbei. Ich fand sie überaus gelungen! Wie auch schon die beachtliche 12-seitige Veranstaltungszeitung dazu, die ich (ausnahmsweise) sogar aufheben werde. Und nach allem was bisher zu hören war, wird es nächstes Jahr eine Fortsetzung geben – ich bitte ausdrücklich darum Alexander Herzog! Vielleicht könnte (sollte!) man dafür dann noch an der Verpflegungsschraube drehen…

Nach dem Vorspiel hier das (unvollständiges) Nachspiel:

Lieber Marco Dombek – ein IPA einfach so zu nennen ist… grandios!

bg1Mein Spitzenreiter an diesem Wochenende: Der Doppelbock vom mittelfränkischen Red Castle Brew (10 Monate im Slyrs-Fass gereift):

bg2Faktisch unbekannt: Nur unter dem Label “Kloster-Brauerei Scheyern” befinden sich die Biere (ca. 6.000 hl/Jahr) der Benediktinermönche von Scheyern in der Flasche! Hier wurde von 1119 bis 1991 gebraut – und seit März 2006 wieder. Die Nürnberger Brauerei Tucher braut (mit eigener Rezeptur) die Linie “Kloster Scheyern” (ca. 70.000 hl/Jahr). Ein weiteres – neben dem Geschmack! – Unterscheidungsmerkmal: Die Biertragl aus dem Kloster sind rot und schwarz, die von Tucher pastellgelb:

bg3Eine familiengeführte klassische Wirtshaus-Brauerei (seit 1639) ist die von Christian Zwanzger im fränkischen Aischgrund (Uehlfeld). Kommen wieder die Monate mir “r” habe ich hier bereits fest ein Karpfenessen eingeplant:

bg4Im Herzen des größten Hopfenanbaugebiets der Welt – der Hallertau – sind unverständlicherweise Brauereien Mangelware. Schaut man genau hin, gibt es sie aber doch: Und dann gleich eine so Anständige: Im Bründlweg 1 im winzigen Larsbach (gehört zu Wolnzach) braut die Familie Stanglmayr (Tel. 08442/2068) in ihrem Lampl-Bräu köstliche, handwerklich hochfeine Spezialitäten. Besuch vor Ort ist geplant!

bg5Was soll ich (noch) sagen? Einer meiner absoluten Lieblingsbrauer – Max Krieger vom Riedenburger Brauhaus:

bg6Die Kriegers sind Unterstützer von Slow Food. Schon lange. Als es Slow Food Ingolstadt noch nicht gab, waren sie dem Convivium Nürnberg zugeteilt. Jetzt sind sie zu Hause… Lieber Claus Fesel (Leiter Slow Food Nürnberg): Wir passen gut auf sie auf, versprochen!

Tilman Ludwig war auch im Haus. Es gelang mir offensichtlich nicht (mehr), ihn scharf ins Bild zu bringen… Sein Helles sollte man aber trotzdem im Auge haben:

bg7Kompliment an Herrnbräu! Exklusiv für die Bier-Genuss-Tage haben sie etwas zusammengebraut: Einen schmackhaften Doppelbock:

bg9Beim Stand von Hofmühl – noch nie gesehen, noch nie probiert: Bierstacheln. Von Schmieden erfunden. Ein heißer Stahlstab lässt, kurz ins Bier getaucht, dessen Restzucker karamellisieren. Das Bier verliert zudem Kohlensäure und wird einen Tick süffiger, der Schaum feinporig und stabil:

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Fingerzeig (20) – Slow Food im Museum für Konkrete Kunst

Es gibt eine Frage, zu der ich ein durchaus doppelbödiges Verhältnis habe. Sie lautet: “Was ist eigentlich Slow Food?”. Freude! Da will jemand etwas über diese wunderbare Bewegung wissen, die ich so sehr schätze. Bedenken! Wie erkläre ich in Kurzform – zumeist zwischen Tür und Angel – die Vielfalt und den Reichtum ihrer Ideen?

Aus Anlass der aktuellen Ausstellung der Berliner Künstlerin Stephanie Senge – “Jetzt noch mehr Inhalt!” – im Ingolstädter Museum für Konkrete Kunst (MKK) erreichte Slow Food Ingolstadt die Anfrage, ob man dabei mit einem Beitrag mitwirken wolle. Schöne Idee – aber gerne! Nach kurzer Überlegung entstand der Entwurf “Slow Food – aus 20 + 1 Perspektiven”. Dazu werden Mitglieder (vom 11-Jährigen über die Bio-Wirtin bis zum Bäcker- und Metzgermeister) aus unserem Convivium mit 20 individuellen Kurzbeiträgen (+/- 2 Minuten) Slow Food auf die Spur kommen und hoffentlich kurzweilig obige Frage en passant beantworten.

Für die 21. Perspektive gilt es einen Löffel und eine Schale mitzubringen (= Mitmachbewegung trifft Müllvermeidung ;-)). Es gibt eine (durchaus legendäre) Suppe, Kostproben vom Murnau-Werdenfelser Rind (Passagier in der Arche des Geschmacks), selbstgebackenes Brot aus den Tiefen unseres Conviviums und gutes Bier.

Also – wer schon immer wissen wollte was Slow Food eigentlich ist – kommt am kommenden Freitag – 08. Mai 2015 – um 19:30 Uhr ins MKK, Tränktorstraße 6-8, 85049 Ingolstadt!

mkk

Quelle: Quartalsprogramm 2015/03-06 MKK

(19) – Fingerzeig – (21).

Slow Food Kochgruppe: Wildbratwurst machen

Mit Kartoffelsalat und Apfelkuchen zum Nachtisch. Uwe Rühl – Genussführerwirt im Köschinger Waldhaus – lud dazu die Ingolstädter Slow Food Kochgruppe in seine Küche ein. Mit dabei: Metzgermeister Gerhard Schmidt aus Mendorf.

brat1brat13Im Wurstbrät: Wildschwein, Reh, Damwild (alle aus dem Köschinger Forst) und für das Fett Hausschwein (bio). Bei zwei Varianten gaben wir einmal frischen Bärlauch und einmal scharfe Paprika dazu. Letztere Würste kamen in den Buchenrauch.

brat2brat4brat7brat6brat14brat8brat9brat10brat11brat12brat19brat20brat17Mitkochen? E-Mail schreiben. Herzlichen Dank Uwe!

Vorspiel zum Biergenuss

Die gelungene zweite Ausgabe “Fest zum Reinen Bier” liegt hinter uns. Wie bereits freudig angekündigt, steigen heute ab 12:30 Uhr in der Exerzierhalle die ersten Ingolstädter Bier-Genuss-Tage:

biergenuss1aAm Vorabend der Geschichte wird noch fleißig gewerkelt:

biergenuss1cWichtige Banner werden entrollt:

biergenuss1dWährend die meisten bereits picobello zapfbereit sind,

biergenuss1bhaben andere – Respekt Marco! – die Ruhe weg – Standplatz 3 – Schwalbenbräu:

biergenuss1fUnd einige – Riegele und Tilmans – sind noch gar nicht da:

biergenuss1gDer Stand vom Brennstüberl Geistreich war sogar schon besetzt. Michael Kenne vom Donaupoint hatte letztes Jahr die Idee eines einmaligen Apfel-Hopfen Brandes. Dazu wurden von der Burghausener Brennerei 2014er Streuobstäpfel aus dem Schlossgraben(!) um das Ingolstädter Neue Schloss mit Mandarina Hopfen vergoren. Die Flasche links war der erste (bereits ausgetrunkene) Versuch. Eine weitere Charge durfte vier Monate im (unbelegten) Eichenfass ruhen – riechen! Probieren!

biergenuss1hBeim Heimradeln dieses Bild… Wollte ich schon längst mal auf dem Blog posten!

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