Hofbräuhaus

Früher Gerichtstermin in München. Gelegenheit! Für einen anschließenden Kurzbesuch im Hofbräuhaus. Der Stimmung wegen. Diese ist – wie in vielen Wirtshausinstitutionen (Daniel!) – am Vormittag nämlich regelmäßig eine ganz Besondere. Raum, Ruhe, Aufgeräumtheit. Alles ist bereitet – die Welt aber noch draußen. Ein feierliches Innehalten liegt in der Luft, das Ganze ist weit mehr als die Summe seiner Teile…

hb1hb2Beim Hofbräuhaus von Geheimtipps zu sprechen ist natürlich weit zu dick aufgetragen, aber sein feiner Biergarten dürfte immer noch unterschätzt sein…

hb3hb4Unaufhaltsamer Frühling. Und was für ein Nistplatz für Familie Kohlmeise!

hb5Schon einmal die Stammtischliste des Hauses gesehen? Es ist wie mit der Wiesn. Es kommt darauf an, was man daraus macht… Und nicht nur der Biergarten dürfte unterschätzt sein:

platzl9_programm_15_II.indd

Quelle: www.hofbraeuhaus.de

Gefüllte Eier

Radieschen, frisch geriebener Kren, Kresse, gute Butter, Rohmilchkäse, allerlei Brot. Osterfladen. Bunte Eier. Wieder Tiere essen – saftig, zarte Osterschinken aus dem Buchenrauch. Erstmals auch der von Wolfgang Speth veredelte. Lob!

Alles schön und recht. But the winner is – erneut: Die gefüllten Eier nach einem Familienrezept von Katharina Seiser. So einfach. So köstlich. Frohe Ostern!

gefüllte eier1

gefüllte eier2

Marginalie (33) – Werbung die bewegt

Das Trommelfeuer der Werbung nervt. Wie sinnvoll ist dagegen so mancher Kropf… Aktueller Gipfel des Schwachsinns: Wie ein Discounter(!) uns weismachen will, woran man gutes Essen erkennt… Der Fall ist aber einfach gelagert: Von Lidl sollte es schon mal nicht sein!

Umso größer ist die seltene Freude gute Reklame in Händen zu halten. Ein Beispiel dafür ist das aktuelle Kundenmagazin des feinen, inhabergeführten (Roland Muck) Spezialgeschäfts SPORT IN:

sport in1Die unaufdringliche, freundliche und hochkompetente Art des Hauses setzt sich hier einfach schwarz auf weiß fort. Nach der kurzweiligen Lektüre hat man Lust auf draußen! Und sollte dafür etwas fehlen…!

Besonders gefallen haben mir die vielen Tipps für Unternehmungen vor der Ingolstädter Haustüre. Es gibt aber auch Fingerzeige bis in den marokkanischen Hohen Atlas. Am Ende des Hefts steht die Route für eine 4-Stunden-Wanderung im Altmühltal. Diese Tour ist mit bisher unbekannt und wird demnächst unter die Füße genommen! Die empfohlene Einkehr am Ende im Biergarten des Riedenburger Brauhauses ist unschlagbar. Gleichwohl will ich noch eine wunderbare Hilfestellung für ein Wirtshaus der Gegend beisteuern: Zum Prock.

sport in2Maria Schmitt und Alexander Hasler sind befreundete Mitglieder bei Slow Food Ingolstadt. Wie die beiden (ohne Augenlicht!) verschiedene Berg- und Gipfelbegehungen meistern und erspüren, dürfen wir in einem Interview erfahren:

sport in3Diesmal ist kein Gewinnspiel im Heft. 2013 gab es das einzigartige Kochbuch “Das kulinarische Erbe der Alpen” zu ergattern. Wer schon solche Preise auslobt! Mit “Kaiserschmarrn zum Zwetschgenröster” durfte ich zeigen, nicht nur Glück in der Liebe zu haben…

sport in5(32) – Marginalie – (34).

Gleich zwei Bierfeste in Ingolstadt voraus!

Der 23. April 1516 ist untrennbar mit Ingolstadt verbunden… Herzog Wilhelm dem IV. sei Dank: Verkündungstag des Bayerischen Reinheitsgebots für Bier – ebenda! Letztes Jahr nahm sich die Stadt dieser wichtigen Angelegenheit persönlich an und veranstaltete erstmals das “Fest zum Reinen Bier”. Eine gelungene Operation! – siehe Bericht.

Vom 24. bis 26. April 2015 ist nunmehr die zweite Ausgabe in Planung:

fest zum reinen bierWas gibt es heuer Neues? Die Kanalstraße wird, neben Hohe-Schul-Straße und Dollstraße, Örtlichkeit der Festivität. Und zu den bisherigen sechs ausschenkenden Brauereien Nord- und Herrnbräu, Schwalbe, Graf Toerring/Hofbräuhaus Freising, Gutmann und Riedenburger gesellt sich Hofmühl dazu.

Nach diesem Fest ist die Geschichte aber erfreulicherweise noch nicht vorbei. Im Gegenteil! Das Geschehen verlagert sich das Wochenende darauf, vom 01. bis 03. Mai, in den Klenzepark, in die feine Exerzierhalle:

bierfestival2Mitte Oktober 2014 gab es ein inoffizielles Brainstorming zu möglichen Erweiterungen des Fests zum reinen Bier. Dabei hatte ich die Idee, es doch einmal mit einer Bierverkostung im Stile der Vinotheken bei großen Slow Food Messen zu versuchen. Lange Kühlschrankfronten hinter Tresen an den Längsseiten einer Veranstaltungshalle beinhalten dabei eine (große) Vielzahl von verschiedenen Bieren. Sortiert nach Stilistik und/oder Region. Mit einem Verkostungsglas und entsprechenden Coupons kann man sich dann nach Lust und Laune durch die Vielfalt probieren. Vorteil: Man benötigt nicht gar so viel Platz wie für hunderte von Brauereien mit jeweils eigenem Stand. Nachteil: Die Brauerei, zumeist der Brauer persönlich (Craft Bier!), ist eben nicht vertreten…

bierfestival3Herausgekommen ist nunmehr ein gutes Mittelding. Eine kleine Art Braukunst Live! auf der Schanz: Die “Bier-Genuss-Tage”! Veranstalter ist Alexander Herzog. Die Stadt Ingolstadt tritt als Unterstützer auf. Michael Kenne hält das Einladungsplakat schon einmal hoch – sein Donaupoint organisiert den Verkauf der angebotenen Spezialitäten vor Ort:

bierfestival1Am Start sind zur Stunde (die ein oder andere kommt noch) 19 Brauereien: Graf Toerring/Hofbräuhaus Freising, Pyraser, Schwalbe, Stadtbrauerei Spalt, Landhausbräu Hofstetten, Hopsteiner, Red Castle, Klosterbrauerei Scheyern, Tilmans Biere, Lampl-Bräu, Riedenburger, Liquid Hops, Hofmühl, Schlossbrauerei Au, Felsenbräu, Herrnbräu, Riegele, Nordbräu und Schneider. Da sind Perlen dabei!

Bier aus dem Verkostungsglas. Damit werden nicht wenige Schanzer Neuland betreten dürfen… ich freu mich drauf!

bier verkostungsfestival2bier verkostungsfestival3Ab Mai wird Michael Kenne übrigens auch die neu gegründete Bier-Gruppe von Slow Food Ingolstadt leiten.