Servus Hallenbad!

Es gibt besondere Orte in Städten, die gehören zum kollektiven Gedächtnis ihrer Bewohner. Als ich auf die Welt kam, gab es das Ingolstädter Hallenbad bereits gute drei Jahre. Es wurde am 18.12.1965 eröffnet. Noch vor meiner Einschulung lernte ich hier das Schwimmen. Lieben Gruß Yves! Badehaubenpflicht. Seepferdchen. Freischwimmer. Walze mit Handkurbel zum Auswringen der Badehose. Automatenbouillon. Schwimmclub Delphin… Es war noch eine Zeit, in der der Bademeister eine absolute Respektsperson war. Es war sein Bad.

Diese Zeit ist vorbei. Seit Freitag (08.04.2016) um 19:00 Uhr auch die des ganzes Bads. Es wird wohl abgerissen werden. Selbstverständlich bin ich am letzten Tag noch einmal rein! Zusammen mit meinem Bub. Der auch hier sein Seepferdchen gemacht hat… Wir sind bis zum Ende geblieben. Durchaus mit Wehmut. Aber bereits auch mit Vorfreude auf das neue Bad. Es eröffnet an Moritz Geburtstag.

In den letzten Tagen gab es viele Abschiedsbilder im Netz. Darunter auch ein Countdown von Stefan Höchstädter auf facebook, der mich letztlich anstiftete, die Kamera mitzunehmen:

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Lebenslanges Lernen. Mit Genuss. Teil 2

Heute: Wieder in der VHS Ingolstadt. Seit Jahren hier auf Sendung – Robert Winter. Er ist einer der drei, für mich der, Käsehändler auf dem Wochenmarkt (Mittwoch und Samstag hier, freitags da). Sowohl im Frühjahrs- als auch im Herbstsemester präsentiert er seinen Kursteilnehmern feste Milcherzeugnisse und dazu korrespondierende Weine. Gestern (und nächsten Dienstag) auf meinem Programm:

käse vhs (5) Eine der in Ingolstadt viel zu seltenen Gelegenheiten, seinen Geschmackssinn zu schulen. Herrliche Produkte galt und gilt es zu entdecken. Robert Winters Erfahrung und Leidenschaft dafür (mir gefällt besonders seine Aufmerksamkeit für traditionelles Handwerk und Natürlichkeit) taten ihr Übriges für einen gelungenen Abend.

Hochhalten will ich den 2012er Chianti Classico Riserva „Le Terrazze“ von Castagnoli und bei den Käsen: Brunet (Ziegenmilch/Piemont), Tetilla (Kuhmilch/Galicien) und den Rohmilch-Manchego (kann Roberts/meine Notizen dazu nicht mehr entziffern…).

Für Tiefereinsteiger. Die Heumilch-Bauern in Österreich haben fürs Käseprobieren recht nützliche Informationen im Netz: Käsesprache und Käseverkostung.

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Fingerzeig (31) – Ach Claudio!

Claudio Del Principe und sein wunderbarer Blog Anonyme Köche sind keine Unbekannten hier. Ich habe gerade beschlossen, mir diese Woche noch seine Malfatti (Ricotta-Spinat-Klösschen) aus Italien vegetarisch zu machen. Am Karsamstag schlenderte ich auf der Suche nach österlicher Lektüre durch einen Buchladen. Aus dem Augenwinkel… jäher Stillstand… breites Grinsen… Kaufentscheidung!… erstes Blättern…

sommer1Eine entspannte Mischung aus kleinen Geschichten, Weisheit („Olivenöl extra vergine ist die conditio sine qua non“), Kurzweil , Fotolust, mundwässernden Rezepten und Mama:

sommer2Lucio Dalla läuft (seit längerer Zeit wieder), Wabi-Sabi! Ach Claudio – Danke!

sommer3Claudio Del Principe. „Ein Sommer wie damals“. Verlag Brandstätter. Erste Auflage 2016. Druckfrisch!

Postskriptum: Der Kenner kauft das Buch bitte im lokalen Buchladen. Sonst ist der irgendwann nicht mehr da… Ausnahmsweise begeben wir uns aber trotzdem kurz mal zu amazon. Hierher. Das ist sein erstes Buch. Nach kurzem Scrollen erscheint links ein wahrhaft köstlicher Kurzfilm – ansehen! Auf YouTube ist jeder Pfiffkas zu finden – könnte den Film jemand (Claudio?) dort bitte mal sichern?!

(30) – Fingerzeig – (32).

655 Gramm Frühling

Es ist Frühling! Einer meiner liebsten Verkünder dieser Jahreszeit hat endlich die Bühne betreten:

bärlauch I (2)bärlauch I (4)bärlauch I (3) Probiert habe ich ihn ja schon vor zwei Wochen. Was da jetzt auch kommen mag – und kommen wird! – Knödel und Pasta, gegrillter Fisch, Fleisch und Burger, Tomatenbrote… – sieben volle Gläser köstliches Pesto warten auf Euch im heimischen Kühlschrank. 655 Gramm haben wir dafür geerntet:

bärlauch I (5)bärlauch I (1)Frage in die Runde: Welche Weine, welche Biere, welche anderen Getränke passen nach Eurem Gusto gut zum Bärlauch?

Wer Burger liebt

Heute ist Donnerstag. Der einzige Tag der Woche, an dem das Golden mittags geöffnet hat. Wo war ich heute beim Mittagessen?!!! Dabei fiel mir ein – ich schulde noch eine Nachtragung. Zum Burgerliebe-Buch „Die 100 Burger Deutschlands“:

buergerliebe10Ein Projekt von Benedikt Groß, Josua Stäbler und Anne-Sophie Ebert, das über die Finanzierungs-Plattform Startnext realisiert werden sollte. Im Februar 2015 waren die drei in Ingolstadt (Bericht). Dort – und nur dort! – wo man in dieser Stadt Burger kann, obgleich es inzwischen an jeder Ecke versucht wird… Im Oktober startete das Crowdfunding (Bericht). Am 25.11.2015 war das Geld zusammen!

burgerliebe9Und wie versprochen wurde das Werk noch vor Weihnachten an die Unterstützer ausgeliefert.

burgerliebe11burgerliebe12Es ist durchaus gelungen. Wertig realisiert. Tolle Fotos! In Schulnoten gebe ich eine 2. Zum sehr gut fehlt mir profunde Information, Hintergründe: Zu den Machern der Läden, zur Betriebsphilosophie, zum „Stallgeruch“, zu den verwendeten Rohstoffen, zu deren Herkunft, zum Handwerk, zu den Kreationen. All das wird lediglich in kurzen – viel zu kurzen – Anreißern abgehandelt…

Das Golden findet sich auf Seite 246:

burgerliebe13Im Februar war ich in Gießen. Dank dem Burgerliebe-Projekt gut informiert und vorbereitet! Auf Seite 44 findet sich das sehr empfehlenswerte Gutburgerlich:

gutburgerlich1Ich habe glatt verpasst meinen feinen Pulled Pork Burger „Martin“ abzulichten… Grandioses Ketchup, fantastische Fritten – alles selbstgemacht! Regionalität ist Trumpf (es sind z. B. solche Infos, die mir im Buch fehlen):

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