Superluftig… superfruchtig… superlecker… supergeil

Oft glänzt es trügerisch, was so an einem vorbeizieht… Sittin’ on the dock of the bay stehe ich wieder einmal auf und schärfe deshalb den Blick. Treffer! Dieses Gut hat ausgetrieben und kommt an Land.

Einmal kurzgoogeln serviert zu Friedrich Liechtenstein: Berliner Popsänger, Elektro-Pop-Musiker, Entertainer, Performer, Theaterregisseur, klassischer Schauspieler, Intendant, Conferencier, Reiseleiter, Tänzer und Puppenspieler… ja dann!

P.S. Danke Gerald.

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Frischer Frühling im Donaumoos

Unseren gestrigen Sonntagsspaziergang ließen wir uns in der frischen Frühlingslandschaft um das Haus im Moos gefallen:

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Wer diese Umweltbildungsstätte nicht kennt, dem sei sie hiermit empfohlen. Im angegliederten Freilichtmuseum können vier historisch vollständig erhaltene (inklusive Interieur) Donaumooshäuser begangen werden – ein Zuckerl. Erfreulicherweise müssen wie keinen Mangel derartiger Stätten in unserer Region beklagen.

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Süddeutschlands größtes Niedermoor, das Donaumoos, liegt vor der südlichen Ingolstädter Haustür. Es wird zu Unrecht vernachlässigt. Nicht aber vom Weißstorch:

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Die geplante Niedermoorentwicklung sieht eine Ausweitung der Grünlandflächen vor. Drei verschiedene Herden beweiden dazu die Flächen vor Ort. Die Moorschnucken waren nur versprenkelt am Horizont zu sehen. Die Murnau-Werdenfelser-Rinder freuen sich auf nächste Woche – dann kommen sie aus dem Stall. Und es gibt eine ansehnliche Gruppe Wisente:

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Jeder Moortümpel ist ganz Amphitheater. Aber wehe man kommt zu nahe. Das Gequake hat ein abruptes Ende und die stolzen Sänger machen sich nass. Sei kein Frosch – noch nicht:

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Am Haupteingang des Areals findet sich das Wirtshaus “Rosinger Hof”. Davor ein großer, gekiester Freisitzbereich. Darin eine schön-schlichte, historische Gaststube. Durch die Zapfhähne fließt Kühbacher.

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Weil schon anderweitig engagiert, haben wir nichts gegessen. Erfreut die Küche? Meine flüchtigen Wahrnehmungen dazu sind sehr ambivalent. Im Wirtshaus riecht es dominant nach Fritteuse – schlechtes Zeichen. Die Zahl der Gerichte auf der Speisekarte ist angenehm übersichtlich und die Bratensülze ist hausgemacht – gutes Zeichen. Nach Personalinfo sind das auch die Kuchen und der Kartoffelsalat (letzteres sollte im Donaumoos eigentlich ein Naturgesetz sein). Das Fleisch kommt… ja woher eigentlich? Eine Frage deren Antwort hier beispielgebend sein sollte. In einem Umweltzentrum, umgeben von Moorschnucken und Murnau-Werdenfelser-Rindern, dem Hofladen im Moos oder der Hofmetzgerei Völler – beide fast in Rufnähe. Nirgends steht was dazu. Beim Schweinefleisch fällt dagegen der Name eines Großhändlers… der Blick in die Küche wiederum ruht auf frischen Bärlauchblättern mit denen gerade ein Teller drapiert wird. Es wäre im Grunde genommen so einfach…

Bei historischer Bausubstanz, Schönheit und Anmut geht mir schnell ein Name durch das Bild – Dieter Wieland. Mein Erkennen seines Wirkens -  was für ein Gewinn im letzten Jahr! Mit breitem Grinsen, hoch verehrte Leserschaft, zum Ende also ein feiner Veranstaltungstipp für morgen, 30. April 20:00 Uhr im Schloss Hofstetten:

“Dieter Wieland: Denkmalschützer und Mahner. Vor 40 Jahren wurde das bayerische Denkmalschutzgesetz verabschiedet, vor 40 Jahren sendete der BR den ersten Denkmalfilm von Dieter Wieland. In Hofstetten zeigt der TV-Dokumentarfilmer und Autor aus seiner Serie „Topographie“ den 45-Minuten-Beitrag „Die Dorfstraße in Bayersoien“. Anschließend stellt Wieland seine jüngsten Aktivitäten vor: Die Rettung des Parks der verschwundenen Seidl-Villa in Murnau. Außerdem signiert er seine Broschüren „Bauen und Bewahren“ sowie „Historische Parks und Gärten“. Eintritt: 8 Euro.”

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Wo bin ich? Klappe die 11. (Gesicht)

Weißt Du wo das ist? Die Frage stellte mir Marion. Was für ein schöne Entdeckung! Ich musste tatsächlich passen… Wisst Ihr es? Zuchering (Süden), Etting (Norden), Irgertsheim (Westen) oder Mailing-Feldkirchen Osten). Das Stadtgebiet ist groß. Alle bisherigen Fundstücke habe ich in der Ingolstädter Altstadt ausgemacht. Und auch das heutige ruht dort, soviel sei verraten. Was mich zu einer kleinen Regeländerung veranlasst: Auch alle zukünftigen Fundstücke werden im Zentrum von Ingolstadt liegen – ein Altstadt-Suchspiel also.

Zu gewinnen heute – aus der Schublade nimm drei, zahle vier: Der Sieger spendiert mir ein Freibier! Im (neuen) Biergarten vor der Hohen Schule – wenn er denn (hoffentlich bald) geöffnet hat.

Die Spielregeln:

  • Das Objekt befindet sich in der Altstadt von Ingolstadt. Im Außenbereich. Öffentlich zugänglich.
  • Gewinner ist derjenige, welcher am schnellsten weiß wo.
  • Der Ort ist so präzise wie möglich anzugeben. Zur Meidung von Verwechslungen oder Missverständnissen und zur besseren Vergleichbarkeit der Lösungen im Zweifelsfall.
  • Lösungen werden nur gewertet, wenn sie über die Kommentarfunktion des Blogs am Ende des Artikels abgegeben werden. Kommentare in Facebook z. B. zählen deshalb nicht.
  • Von Zeit zu Zeit, nach Lust und Laune, schalte ich die eingegangenen Kommentare frei. Keine Sorge also, wenn ihr Euren Post nicht gleich seht. Das System erfasst die genaue Abgabezeit.

Danke für den Tipp, liebe Marion! Und das Sieger-Bier geht natürlich auf meine Rechnung! Also, wo bin ich? Viel Spaß!

Aufgenommen am 24.04.13

Aufgenommen am 24.04.13

Auflösung (26.04.13):
Das war schwer. Das feine Fundstück bestärkt uns mit offenen Augen durch unsere schöne Stadt zu gehen. Eine Aufforderung zur Achtsamkeit. Der Kern dieser Veranstaltung hier!

Und es ist auch gar nicht so einfach den genauen Ort des Fundstücks zu benennen. Der Minipark (sogar mit Spielplatz) hat nämlich keinen Namen. Kürzlich gab es einen Aufruf, Orte in der Stadt anzuführen, die keinen Namen haben. Das wäre so eine Stelle. Ein anmutiges Kleinod das zum zeitweisen Verweilen einlädt. Leider auch die falschen Leute. Zu nächtlicher Stunde zertrümmern dort signifikant häufig Wesen mit durchgehendem Schädelknochen ihre Flüssigkeitsbehälter…

Ich bin hinter dem Herzogkasten, zwischen der Ecke Hallstraße/Reiterkasernstraße und dem Theatervorplatz. Die für gewöhnlich jetzt folgende Geschichte zum Fundstück selbst entfällt heute – ich habe nämlich keine. Jedenfalls aber einen Glückwunsch an Flo Jung!

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Aufgenommen am 24.04.13

Wo bin ich? – Fortsetzung folgt. Hier.

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Marginalie (9) – Mann is´ das´n Krampf!

Seit 2006 sind Antibiotika als Masthilfsmittel verboten. Eines der wichtigsten Medikamente der Menschheit (1928 Entdeckung des Penicillins) wird hier als schnöder Wachstumsbeschleuniger eingesetzt.

Infolge dieses Verbots hätten die Abgabemengen zwangsläufig sinken müssen. Sind sie aber nicht – das Gegenteil ist der Fall. Der Antibiotikaverbrauch der deutschen Agrarindustrie hat sich in den letzten sieben Jahren verdoppelt. 2011 wurden laut Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit 1.734 Tonnen Antibiotika von Pharmaunternehmen an Tierärzte geliefert. Laut dem Bundesverband für Tiergesundheit fließen mehr als 90% der in der Tiermedizin eingesetzten Antibiotika in die “Nutztierhaltung”.  90% von 1.734 Tonnen ergibt 1.561 Tonnen.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts in Berlin sterben auf Grund sich häufender Antibiotikaresistenzen jährlich 15.000 Menschen in Deutschland.

Die Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt bringt es auf den Punkt: “Die Rezeptur für Billigfleisch erfordert neben dem Einpferchen überzüchteter Tiere auf engstem Raum, dem Zurückdrängen ihrer Grundbedürfnisse und dem betäubungslosen Abtrennen störender Körperteile auch den massiven Einsatz von Antibiotika.”

Eine Studie im Auftrag des Verbraucherschutzministeriums NRW von Ende 2011 beweist das leider eindrucksvoll: 92,5 Prozent der gemästeten Hühner in NRW erhalten Antibiotika – im Durchschnitt drei, teilweise bis zu acht verschiedene Wirkstoffe. Nach einem Bericht des Agrarministeriums Niedersachsen (ebenfalls Ende 2011) werden in der dortigen Tiermast nahezu flächendeckend Antibiotika eingesetzt. Ausweislich dieses Berichts kamen in ca. 83% der untersuchten Masthühnerbetriebe und in 92% der Betriebe mit Putenaufzucht und -mast antimikrobiell wirksame Stoffe zum Einsatz.

Die niedersächsische PHW-Gruppe Lohmann & Co. AG ist der größte deutsche Geflügelzüchter und -verarbeiter. Pro Woche schlachtet die PHW-Gruppe alleine rund 4,5 Millionen Hähnchen. Die bekannteste Marke im Konzern ist “Wiesenhof”. Ihr “Wurst”flaggschiff (aus Pute und Huhn) nennt sich “Bruzzzler”.

Den Bruzzzler-Reklame-Fußspuren des sehr mühsamen Dieter Bohlen (eine sehr stilgerechte Besetzung für die kümmerliche Kreation) folgt jemand, den ich für gescheiter gehalten habe. Ein großer Torhüter und Sportsmann. Ein erbärmliches Engagement. Zitat auf der Bruzzzler-Website: “Während seiner Karriere hat Oliver Kahn sehr viel erlebt. Wenn es aber um den Bruzzzler geht, kennt er kein Pardon.” Ein wahres Wort, wo ich es gar nicht vermutet habe. Rote Karte!

(8) – Marginalie – (10).

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Wo bin ich? Klappe die 10. (Medusa)

Neue Klappe im Ingolstäder Suchspiel (Spielearchiv). Heute gibt es kein Freibier. Heute gibt es ein feines Buch. Geschrieben von Michael Pollan, dem wir den auch hier schon des öfteren, sehr schönen Satz “Shake the hand that feeds you” verdanken. Seine “64 Grundregeln Essen” haben eine (jetzt) illustrierte Neuauflage erfahren:

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Kongenial zum Ingolstädter-Bilder-Suchspiel passend, lobe ich als heutigen Gewinn die Erstauflage ohne Bilder aus. Es sind scheinbar einfache, für ein genussvolles Leben aber überaus vorteilhafte Hilfestellungen darin:

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Es wird nur einen Gewinner geben. Er kann sich das Buch in der Kanzlei abholen. Alle anderen gewinnen durch den Kauf des Buchs. Diesen empfehle ich hiermit ausdrücklich (zumal die Neuauflage 19 weitere Regeln umfasst).

Noch kurz meine Spielregeln:

  • Das Objekt befindet sich auf dem Stadtgebiet von Ingolstadt. Im Außenbereich. Öffentlich zugänglich.
  • Gewinner ist derjenige, welcher am schnellsten weiß wo.
  • Der Ort ist so präzise wie möglich anzugeben. Zur Meidung von Verwechslungen oder Missverständnissen und zur besseren Vergleichbarkeit der Lösungen im Zweifelsfall.
  • Lösungen werden nur gewertet, wenn sie über die Kommentarfunktion des Blogs am Ende des Artikels abgegeben werden. Kommentare in Facebook z. B. zählen deshalb nicht.
  • Von Zeit zu Zeit, nach Lust und Laune, schalte ich die eingegangenen Kommentare frei. Keine Sorge also, wenn ihr Euren Post nicht gleich seht. Das System erfasst die genaue Abgabezeit.

Wo bin ich? Viel Spaß!

Aufgenommen am 02.03.13

Aufgenommen am 09.04.13

Auflösung (17.04.13):
Glückwunsch an Stephan Kaiser! Das Buch liegt in der Kanzlei für Sie bereit. Der Medusakopf findet sich über dem Eingang des Amtsgerichts Ingolstadt – Gebäude in der Neubaustraße 8:

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Warum dort eine Gorgone ihren Platz gefunden hat? Ich weiß es nicht. Hat man jedenfalls häufig in dem Haus zu tun, stimmt man gerne Stefans “nicht unpassend” zu.

Zur Historie des Gebäudes findet sich auf der Website des Gerichts eine Abhandlung. Ich habe sie übernommen:
Das Amtsgerichtsgebäude ist ein repräsentativer freistehender, dreigeschossiger Bau mit zwei Eckrisaliten, erbaut im neobarocken Stil in den Jahren 1899 bis 1901. Im Jahre 1903 wurde noch ein pavillonartiges Nebengebäude mit anschließender Remise errichtet, das als Hausmeisterwohnung genutzt wird. Das Areal des Amtsgerichts ist umfriedet mit einem Zaun aus gemauerten Pfeilern mit schmiedeeisernen Gittern und Toren.
Man betritt das Amtsgericht durch eine noch aus der Erbauungszeit erhaltene reichverzierte zweiflügelige Eichenholztür und gelangt zunächst in die Vorhalle. Die Vorhalle ist an den Wänden und in der Gewölbezone mit Stuckornamenten und Symbolen der Rechtspflege versehen, wie Gesetzestafeln und Richtschwert, die Waage als Zeichen der Gerechtigkeit, die Eule als Symbol der Weisheit, das Stundenglas und der Totenkopf für die Vergänglichkeit, das Liktorenbündel mit Beil als Zeichen der richtenden Macht.
Auf der einen Wand befindet sich noch das Wappen des Königreichs Bayern (aus der Zeit von 1835 bis 1918) und auf der anderen Wandseite das Wappen der Stadt Ingolstadt.
Von der Vorhalle gelangt man in das reich mit Stuckornamenten verzierte breite Treppenhaus. An den Treppenläufen sind schmiedeeiserne Geländergitter mit floralen Motiven angebracht. Die Diensträume und je 1 Sitzungssaal befanden sich im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss. Im 2. Obergeschoß befand sich neben einigen weiteren Büroräumen die Dienstwohnung des Amtsvorstands.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde das Amtsgerichtsgebäude 1945 von der amerikanischen Militärverwaltung beschlagnahmt. Es musste komplett geräumt werden und war nunmehr Sitz der örtlichen amerikanischen Militärregierung. Nach Freigabe einiger Räume im Jahre 1949/1950 und 1952 konnte das gesamte Gebäude erst ab Oktober 1953, nachdem die Amerikaner die letzten Zimmer geräumt hatten, wieder voll von der Justiz belegt werden. Die Dienstwohnung des Amtsgerichtsdirektors im 2. Obergeschoss wurde ab dem Jahr 1964 nicht mehr benötigt und zu Büroräumen umgebaut.
Durch vorsätzliche Brandstiftung im Jahre 1969 wurde der noch aus der Erbauungszeit stammende Sitzungssaal im 1. Obergeschoss vollständig vernichtet. Das Feuer fand in dem mit Holz vertäfelten Wänden und der Kassettendecke aus Holz reichlich Nahrung. Der im Erdgeschoß darunterliegende Sitzungssaal, ein Pendant des Sitzungssaales im 1. Obergeschoß, verlor im Zuge der Renovierungsarbeiten seine Holzverkleidung und wurde wie der Sitzungssaal im 1. Stock modern gestaltet.
Im Dienstgebäude Neubaustraße 8 sind Zivilgericht, Familiengericht und das Betreuungsgericht sowie die Gerichtsverwaltung untergebracht“. In den Jahren 2008/2009 wurde das Gebäude erneut renoviert und im März 2009 vollendet.

Wo bin ich? – Fortsetzung folgt. Hier.

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