Käsekuchen, Wurst & Bier

Letztes Wochenende in Berlin. Bei der Verleihung der Berlinale Kamera an Alice Waters (Köchin, Food-Aktivistin, Vize-Präsidentin Slow Food International) und Carlo Petrini (Slow Food Häuptling) war ich leider außen vor…

w&b7In Sachen la dolce vita dafür aber mittendrin! Der ultimative Tipp für meister-fabel-märchenhafte Kuchen: Princess Cheesecake – Tucholskystraße 37/Berlin Mitte:

w&b1w&b2Letztes Jahr begeisterte Chefin Cornelia Suhr mit ihren Kreationen “German Pastry-Making: Sweet Berlin” auch auf dem Salone del Gusto in Turin (Bericht). Von nichts kommt nichts – so geht sie nämlich an die Sache heran:

w&b3w&b4Berlin listet derzeit leider nur drei Wirtshäuser im Slow Food Genussführer. Irgendwie waren uns diese bei der Planung entglitten… Auf der Suche nach Einkehr war uns dann aber das Glück des Tüchtigen vergönnt. In der Rochstraße 2. Auf der Rechnung wurde unser köstliches Essen ganz Understatement nur als “Abendbrot im Haus” erfasst. Und weil am Eingang “no mobiles” und “no laptops” steht, gibt es davon auch keine Bilder… der Ort entschleunigt! Tagsüber geerdeter Feinkostladen, abends gibt es zwischen vielen Kerzen frische, handwerklich einwandfreie, süddeutsch geprägte Küche. Einprägsamer Name: “Lebensmittel in Mitte”. Passend: keine Website.

w&b5w&b6Am nächsten Tag dann der tiefere Grund unseres Besuchs. Tatort: Die Markthalle Neun in Kreuzberg. Slow Food Berlin veranstaltete zum zweiten Mal Wurst & Bier:

w&b8w&b9w&b10w&b11w&b12Feine Sachen gegessen und getrunken. Toll: Die Ahle Wurscht von Metzger Carsten Neumeier (Nordhessen). Mein Tagesgipfel auf der Wurstseite: Die Bratwurst mit Schafskäse vom LandWert Hof aus Stahlbrode (Mecklenburg-Vorpommern). Merke: Eine gute Bratwurst ist ein Gottesbeweis!

Und beim Bier? Da hätten, was die Spitze angeht, auch 40 km nach Norden gereicht… Obwohl. Heute musste es Berlin sein. Auf der Wurst & Bier war nämlich Premiere (“Seit wann gibt es das Bier?” – “Seit morgen”). Max Krieger (Riedenburger Brauhaus) präsentierte sein erstes Porter: Dolden Dark! Herrliche Röstmalznoten, Schokolade, Kaffee… Der Mann macht nur Volltreffer!

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Schinken-Ambiente macht mit

Gestern Mittag. Bergheim – kurz vor Neuburg. Der Wohlgeruch in Wolfgang Speths Manufaktur ist überwältigend! Ausschließlich Fleisch vom Schwäbisch-Hällischen Landschwein + Handwerk + Leidenschaft + Zeit (slow!). So lautet die hier praktizierte Genussformel. Und ab sofort bekennt sich das Schinken-Ambiente vor aller Augen für das Gute, Saubere und Faire:

speth1Slow Food Deutschland hat einen neuen Unterstützer – herzlich willkommen!

Seit gut einer Woche gibt es nicht nur Schinken. Speth hat nämlich angefangen zu wursten – gut so! Die erste Kreation: Krakauer. Über offenem Buchenfeuer heiß geräuchert. Verfügbar im Ring oder als Stange. Köstlich! @ Wolfgang – die Variante mit Chilli darf gerne deutlich schärfer sein!

speth2Lust auf Wurst? Dann nächstes Wochenende (08.02.15) ab nach Berlin! Slow Food Berlin veranstaltet zum zweiten Mal in der Markthalle Neun: Wurst & Bier.

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Der Bauer und sein Prinz

Charles Philip Arthur George – Prince Charles – werden nicht viele auf der Rechnung haben, wenn es um nachhaltige Landwirtschaft geht. Eine Lücke! Der Mann leistet nämlich auf diesem Gebiet Beachtliches. Bereits 1985(!) stellte er seine im Herzogtum Cornwall gelegene “Duchy Home Farm” auf biologische Bewirtschaftung um.

1990 gründete Prince Charles die Marke “Duchy Originals”. Unter diesem (Bio-)Label werden (auch) Produkte der “Duchy Home Farm” vermarktet. Es sind (auch) die berühmten Kekse darunter. Dieses sehr feine Koch- und vor allem Warenkundebuch ermöglichte es mir Prince Charles bereits vor Jahren “richtig einzusortieren” – wie auch schon einmal – hier – seine Mutter:

prinz1Ich hoffe, dass das Duchy Originals Kochbuch dazu beiträgt, dass sich mehr und mehr Menschen darüber Gedanken machen, was sie essen und woher ihre Nahrungsmittel kommen. Und natürlich wünsche ich ihnen vor allem, dass sie ihr Essen genießen und es ihnen gut tun möge.” (Prinz Charles)

prinz5Der Mann links im Bild ist David Wilson. Der studierte Agrarwissenschaftler bewarb sich vor 30 Jahren bei der “Duchy Home Farm” und leitet sie seither als Farm Manager. Die ökologische Umstellung und der heutige Erfolg der Farm sind ohne ihn nicht denkbar.

Jetzt hat sich der hellwache Regisseur Bertram Verhaag der Geschichte angenommen und den wunderbaren Film Der Bauer und sein Prinz gedreht:

prinz0Hier der Trailer:

Tut Euch etwas Gutes und schaut ihn an! In Ingolstadt läuft er aktuell im Audi Programmkino – noch heute (27.01.) und morgen (28.01.) um jeweils 17:30 Uhr – und in den Altstadtkinos am 01.02. um 12:45 Uhr.

Mein geschätzter Freund Rupert Ebner hatte dieser Tage vielfältige Gründe zu feiern. Das muss man können. Er kann das. Zunächst lud er – wohl denen, die auf der Liste standen –  in eine Vorstellung des Films in das Audi-Kino ein. Dann präsentierte er uns den persönlich anwesenden Regisseur Bertram Verhaag. Und dann gab es Köstlichkeiten aus den Herrmannsdorfer Landwerkstätten. Danke Rupert!

prinz4Film ansehen nicht vergessen!

Fingerzeig (19) – 90 Minuten um Ingolstadt zu verstehen

Der in Paris geborene (emeritierte) Professor (Didaktik und Methodik) Jean-Pol Martin (sein Blog) brennt lichterloh für die Dinge, denen er sich annimmt. Zu seinem Abschied von der Universität Eichstätt schrieb der Donaukurier: “Jean-Pol Martin ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten der deutschen Bildungslandschaft“. Jeder der ihn kennt, weiß was ich und die Zeitung meinen.

Jene, denen dieses Vergnügen(!) bisher noch nicht vergönnt war, bedürfen dazu nur wenig. Seit einiger Zeit nämlich, bietet Martin – neben unzähligen anderen Aktivitäten – eine Stadtführung an. Er nennt sie “90 Minuten um Ingolstadt zu verstehen“. Sein leidenschaftliches(!) Augenmerk dabei: Die Ingolstädter Geistesgeschichte.

martin1Die Führung ist unbezahlbar. Das gilt ein- und zweideutig! Interessenten melden sich einfach per E-Post bei ihm.

Ich garantiere selbst waschechten Schanzern Neuland. Auf dass die Verrückten die Dinge weiter voranbringen! Wir waren am Ende jedenfalls illuminiert… Ein herzliches Dankeschön dafür Jean-Pol!

martin2(18) – Fingerzeig – (20).

Donaupoint macht mit

Heute Abend. Kurz vor Ladenschluss. Rathausplatz/Ecke Sauerstraße. Dort, wo in Ingolstadt das Bier wohnt:

donaupoint6Michael Kenne zieht in seinem Donaupoint die Fahne für das Gute, Saubere und Faire hoch:

donaupoint7Slow Food Deutschland hat einen neuen Unterstützer – herzlich willkommen!

Das Angebot, die Vielfalt im Laden, wächst und wächst. Habe mir noch schnell ein Hopfenzupfer vom Meinel-Bräu geschnappt (wird gleich aufgemacht!),

donaupoint8und freudig festgestellt, dass das feine Neuburger Juliusbräu in Ingolstadt angekommen ist:

donaupoint9Zu guter Letzt: Noch gute 7 Wochen, Freunde des flüssigen Hopfens! Die Braukunst Live! 2015 erwartet uns:

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