Biervielfalt probieren

Seit 4 Wochen ist das Einkaufen von Bierspezialitäten in Ingolstadt(!) eine wahre Wonne. Liebe Leute – nutzt das bitte auch! Ich jedenfalls habe mir fest vorgenommen, mich nach und nach durch das beachtliche Sortiment zu probieren. Die Rede ist natürlich von Michael Kennes “Donaupoint” am Rathausplatz/Ecke Sauerstraße – hier mein Bericht zur Eröffnung.

Wie beim Wein auch, sollte man sich Notizen von seinen sinnlichen Eindrücken machen. Nur so behält man den Überblick… Sehr hilfreich ist dabei der Rechnungsausdruck, den es beim Kauf im “Donaupoint” gibt. Brauerei, Bier und Flaschengröße – alles vermerkt. Sehr schön!

rechnungMeine ersten zehn Kandidaten sind getrunken. Neben den Notizen (u. a. zu welcher Speise das Bier gut passen könnte) habe ich mich für ein recht einfaches Bewertungssystem entschieden. Wie hat mir das Bier geschmeckt? :-) entspricht den Schulnoten sehr gut und gut. :-| steht für befriedigend und :-( für ausreichend und abwärts. Besonders gelungene Biere bekommen noch einen *. Und hier sind meine Eindrücke:

biertest 1Von oben nach unten, von links nach rechts: Schönramer Bayrisch Pale Ale, Hopfenstopfer Cita Ale, Schönramer Hell, Weißenoher Glocken Hell, Weißenoher Altfränkisch Klosterbier, Braukraft India Pale Ale, Braukraft Wai-Zen, Baumburger Stopfbock, Wampenbräu Centalaxy IPA, Ayinger Celebrator.

Es lebe das Brauhandwerk – es lebe die Vielfalt! Noch heute hole ich mir die nächsten zehn Flaschen…

Fortsetzung.

Genussführer im Donaukurier

Heute auf Seite 16 im Donaukurier: Ein Bericht über die zweite Ausgabe des Slow Food Genussführers. Wie passend! – erst gestern Abend waren wir wieder bei einem Kandidaten zur Musterung. Ich darf verraten, er hat einen großen Schritt Richtung seiner Empfehlung für die dritte Ausgabe 2016 gemacht…

Der Donaukurier stellt fest: “Unmittelbar aus Ingolstadt ist auch in dieser Auflage kein Restaurant vertreten, obwohl es dort sogar ein eigenes Convivium gibt.” Das stimmt. Leider! Die von Slow Food Ingolstadt positiv beurteilten Wirtshäuser finden sich alle in den umliegenden Landkreisen (die zu unserem Conviviumgebiet gehören). Auch das aussichtsreiche, gestern besuchte Haus.

dk genussführer

Traumkochbücher

Nach Auf die Hand gleich noch zwei Bücher. Kochbücher :-)

Es ist vollbracht! “Zu Tisch” ist gedruckt und ausgeliefert:

zu tisch1Anna und Catherine Pearson hatten dafür im Frühjahr ein Crowdfunding-Projekt gestartet. extra prima good hat dieses gerne unterstützt.

zu tisch2Der Sommer ging ins Land. Herbst = Erntezeit. Tolles Buch – Kompliment!

zu tisch3Einer meiner kulinarischen Leuchttürme – Katharina Seiser – ist nach Österreich vegetarisch und Deutschland vegetarisch jetzt mit “Italien vegetarisch” auf Sendung gegangen:

vege italienAutor ist Claudio Del Principe. Die regelmäßige Lektüre seines Blogs Anonyme Köche gehört zu meiner Selbsterhaltung. Die Regel lautet, dass eine Fortsetzung selten an den ersten Teil heranreicht. Danach war Teil zwei bereits eine Ausnahme. Teil drei hält den Kurs. Verdammt gute Leute sind hier am Werk! Ich wünsche mir diese Serie in die Hände vieler Menschen. Wer so ausgestattet immer noch meint, jeden Tag Fleisch auf dem Teller haben zu müssen, vor dem hätte ich Angst.

vege italien2Liebe Katha, die Vereinten Nationen haben gegenwärtig 193 Nationen… Frankreich, Spanien/Portugal, Griechenland, Skandinavien, Nordafrika, Indien, Tailand/Vietnam, Argentinien, USA, Mexiko, … ich will sie alle – alle!

Auf die Hand!

Es geht nicht um das große Besteck. Dieses bleibt heute sogar ganz in der Schublade. Es geht aber natürlich – wie immer – um gutes Essen. Das gerne „Fast“ sein darf. Schnell zubereitet. Schnell nach der Bestellung da. Dabei soll es aber immer auch „Slow“ sein. Langsam gewachsen, gehalten, gereift, veredelt, … Auf diesem Feld tummelt sich das Rückgrat unseres Essens – ganz egal ob klassisch, vegetarisch oder vegan: Brotzeit, Burger, Sandwich, Fish & Chips, Bratwurst, Toast, Tramezzini, Hot Dog, Abendbrot, Curry Wurst, Pizza, … Oft ist das auch und gerade Nahrung für die Seele – gut gemacht kann es einen ganzen Tag retten…

Gut ist es sehr oft, wenn handwerklich hergestellt. Das höchste an Verbindlichkeit ist für viele immer noch der Handschlag. Und dieses Essen kommt auf die Hand! Der von mir hoch geschätzte Stevan Paul hat sich diesem Thema jetzt mit einem wunderbaren Buch angenommen. Ich mag den Typen. Sein Blog NutriCulinary ist der Hammer. Er kann wirklich Schreiben – „Schlaraffenland” (Ein Buch über die tröstliche Wirkung von warmem Milchreis, die Kunst, ein Linsengericht zu kochen, und die Unwägbarkeiten der Liebe). Er vertritt Deutschland in Katharina Seisers köstlicher „… vegetarisch” – Reihe. Dem Buch hat der Brandstätter-Verlag sogar einen eigenen Blog spendiert.

Vergangenen Montag war die Präsentation in München. Endlich konnte ich ihm einmal die Hand schütteln. In der Kochgarage von Graciela Cucchiara. Toller Laden!

stevan1Überall gab es Essen aus dem Buch:

stevan5Seitenblicke: Sehr schönen Apéritif entdeckt: Mondino – Amaro Bavarese. Bio-Qualität aus Traunstein. Und auch unter den Gästen: Theo Hartl – Chef der Senfmanufaktur Münchner Kindl. Ich hatte ihn dieses Frühjahr auf der Biofach in Nürnberg getroffen. Ein Besuch 2015 von Slow Food Ingolstadt in seinem Betrieb ist so gut wie in trockenen Tüchern.

Mittendrin Stevan Paul:

stevan3Und dann der Höhepunkt des Abends: Natürlich auf die Hand!

stevan4

Marginalie (31) – Rettungsring

Der Bericht vor dem Mittagessen war jetzt vielleicht doch ein bisserl viel Burgenland… Österreich… Oder zu wenig? Zu wenig! Solche Sehnsuchtsanfälle – namentlich wenn dann auch noch Wien ins Spiel gerät – sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wohl dem, der jetzt weiß wo er – ohne die Koffer zu packen – schnelle Tröstung und Erbauung erfährt: Pfarrgasse 6 – “Patisserie Chocolaterie mundgerecht”:

mundgerecht sacherGeretttet!

En passant – viele Läden reden heute von der Verwendung regionaler Produkte. Ein Blick auf die Website von mundgerecht zeigt, wie das wirklich geht – Respekt!

mundgerecht lieferanten(30) – Marginalie – (32).