Wo kann man in unserer Region gut essen?

Die Frage gehört zweifelsfrei zu den wichtigeren Angelegenheiten. Zielführende Antworten können die Lebensqualität spürbar und nachhaltig steigern. Versprochen! Damit die erbetene Hilfe auch auf fruchtbaren Boden fällt, gilt es zwei Tatbestandsmerkmale der Frage zu konkretisieren:

Unsere Region bedeutet die Stadt Ingolstadt bis ca. 40 km rundherum (in jedem Fall die Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen a.d.Ilm).

Gut essen. Dazu verweise ich einfach nach dort. Hier finden sich Erklärungen dafür und vor allem anständige Wirtshäuser, deren Benennung obige Frage bereits richtig beantwortet.

Die Testgruppe von Slow Food Ingolstadt hat gestern Abend ihr Jahrespensum 2017 in Angriff genommen. Nordwestlich von Ingolstadt – so viel sei preisgegeben. Erster Eindruck: Sehr erfreulich! Ein ernsthafter Kandidat für die nächste Ausgabe des Genussführers. Auf ihn warten aber noch einige Hürden…

Wo lohnt es sich nach Meinung der verehrten Leserschaft auch in die Töpfe zu schauen? Ideen – bitte konform mit obigen Kriterien – sind immer herzlich willkommen! Einfach den Beitrag damit kommentieren. Danke!

Wo gut essen? Hier!

Das Vorhandensein anständiger Wirtshäuser ist für ein erfülltes, gutes Leben von allergrößtem Vorteil. Umso betrüblicher ist die unvermeidliche Feststellung, dass die unwürdigen Vertreter der Zunft allerorten die Bühne beherrschen. Aber ich darf es versprechen – es gibt die helle Seite der Macht! Die Preisfrage lautet: Wo? Der Bedeutung dieser Angelegenheit verpflichtet, legt uns Slow Food Deutschland einen zuverlässigen Kompass in die Hand – den Genussführer! Am 26. September 2016 erscheint seine dritte Ausgabe „Genussführer Deutschland 2017/18“ – mit über 100 neuen Einträgen:

sf genussführer 17-18Slow Food Ingolstadt hat dafür wieder fleißig seine Hausaufgaben gemacht und steuert zur neuen Ausgabe gleich drei weitere Häuser bei. Über die Aufnahme des Fuchsbräu in Beilngries habe ich bereits hier berichtet. Zum Redaktionsschluss sind noch an Bord gekommen:

Einmal der Landgasthof Wagner in Unteremmendorf – ganz im Norden unseres Conviviumgebiets.

logo wagnerGestern war eine kleine Abordnung vor Ort und hat den zu Recht stolzen Wirtsleuten Barbara Münzhuber und Michael Wagner die Aufnahmeurkunde und den Erkennungsaufkleber überreicht. Glückwunsch!

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Michael Wagner und Barbara Münzhuber

wagner (3)Und wenn man der guten Quelle schon so nah… Nachtmahl: Ceviche (diesmal roh marinierte Lachsforelle mit Ingwer, Koriander, Limette und Sesam) und Backhendl (von hier):

wagner (1)wagner (2)Und dann das Gasthaus Spitzer in Osterwaal – ganz im Süden des Conviviumgebiets.

logo spitzerBereits letzte Woche haben wir hier den Genussführer-Aufkleber an den ebenfalls zu Recht stolzen Stefan Spitzer übergeben. Glückwunsch!

spitzer gf (2)spitzer gf (3)Gute Gelegenheit macht Appetit. Zum Nachtmahl zwei Hausklassiker: Handgeschnittener Tatar vom Rind und ein Erdäpfel Bradl:

spitzer gf (4)spitzer gf (1)Insgesamt sind damit neun Wirtshäuser (hier sind alle aufgelistet) von Slow Food Ingolstadt in den neuen Genussführer empfohlen. Ich habe sie alle zum Fressen gern! Die Stadt Ingolstadt bleibt in dieser Disziplin leider weiter Terra incognita…

genussführer 2017

Fingerzeig (29) – Fuchsbräu im Genussführer

Der Fuchsbräu in Beilngries hat für 2015 das Jahresmotto „Fuchs gibt Voigas“ ausgegeben. Der Slow Food-Geneigte zuckt bei solchen Losungen unwillkürlich…

fuchsbräu1 Es war freilich nur ein kurzes Zucken. Der Fuchsbräu hat den Halt nicht verloren – im Gegenteil! Es ging geschwind weiter in die goldrichtige Richtung – so weit, dass er nunmehr zum feinen Kreis der Wirtshäuser gehört, die im Slow Food Genussführer 2016 gelistet sind:

genussführer 2016Damit sind es jetzt sieben Einträge, die Slow Food Ingolstadt zu diesem Werk beisteuert.

Gestern Abend haben wir Wirtin Denise (Denny) Amrhein, zusammen mit Küchenchef Sylvester Meyer (ein Meister der inneren Freude) und dessen Stellvertreter Andreas Wibmer, die Aufnahmeurkunde überreicht. Herzlichen Glückwunsch!

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Andreas Wibmer, Denise Amrhein, Sylvester Meyer

Nach den Druckausgaben 2014 und 2015 kommt das nächste Buch (nach einjähriger Verschnaufpause) im Herbst 2016 in den Buchhandel. Redaktionsschluss dafür ist am 30.04.2016. Ich darf verraten: Wir haben dafür noch ganz heiße Kandidaten…

(28) – Fingerzeig – (30).

Wo das Gemüse fast in die Küche wächst

Als Ingolstädter toure ich nach Regensburg (sehr gerne) oder Nürnberg (gerne). Sehr selten befahre ich die Autobahn (A3) zwischen diesen beiden Städten. Geschieht dies aber doch einmal, gilt es unbedingt – ziemlich in der Streckenmitte – im Winkler Bräu in Legenfeld einzukehren. Das herrliche Wirtshaus ist selbstredend im Slow Food Genussführer gelistet.

Vergangener Juli. Regionaltreffen der Genussführer-Kommission Deutschland. Autobahn A3. Mittig zwischen Regensburg und Nürnberg. Neuland: Hilzhofen. Hier findet man den Landgasthof Meier. Ich mache es ganz kurz: Hinfahren!

Zum Thema „regional“ und „saisonal“ schon einmal sowas in einer Speisekarte gelesen?: „Erst bei Bestellung wird der Salat von unserem Gemüsefeld frisch geerntet“.

meier (5)Das Feld beginnt unmittelbar beim Hinterausgang zur Küche:

meier (4)Eine (von mehreren) Gaststuben gibt durch Fenster am Tisch den Blick in die Küche frei:

meier (1)Und was hier entsteht, lässt sich wahrlich sehen! Und sehr fein schmecken!!

meier (3)Wirtsleute – Claudia und Michael Meier – aus dem Bilderbuch:

meier (2)meier (6)Auch dieses Haus ist selbstverständlich im Slow Food Genussführer. Und ein guter Grund sich rein seinetwegen auf den Weg zu machen und Nürnberg links und Regensburg rechts liegen zu lassen…

Auf dem Heimweg (nach nur 10 km) führte dann doch kein Weg vorbei. Am spektakulären Kupfer Spezial beim/vom Winkler Bräu:

winkler

Zum Vaas

Michael Pollan spricht: “Iss nichts, was man dir durchs Autofenster reicht.” Alles klar?! Deshalb hier ein ernstgemeinter(!) Verbesserungsvorschlag an die Audi AG (Vorsprung durch Genuss!). Zur serienmäßigen Ausstattung aller Modelle gehört zukünftig im Handschuhfach eine Ausgabe des Slow Food Genussführers. Was meint der Vorstand dazu?

Als wir dieser Tage im Raum Erding unterwegs waren, hat er – der Genussführer – uns wieder fruchtbare Dienste erwiesen. Sein Fingerzeig: In Forstinning gibt es den Gasthof Zum Vaas:

vaas1vaas3Volltreffer! Seit 2011 führt die vierte Generation der Familie Bauer das Haus. Das sind die Geschwister Veronika und Johannes. Küchenchef ist Philipp Schneider, der Lebensgefährte von Veronika Bauer. Er hat bei Vincent Klink gelernt!

Der Ausschank liefert Unertl (Haag) und Maxlrainer. Die Weinkarte führt mehr als 300 Tropfen (die Chefin ist (auch) Sommelière…). Wir labten uns an: Pfannkuchensuppe (herrlich!), geschmorter Ochsenbacke mit Gemüse und Spätzle, Spinatknödeln mit Salbeibutter, Parmesan und Endiviensalat sowie Schweinsbraten – tatsächlich falsch als Schweinebraten in der Karte 😉 – mit Kartoffel-, und Semmelknödel und Krautsalat (letzterer was spektakulär!).

vaas2An der Eingangstüre weit und breit kein Hinweis auf die (redlich verdiente) Listung im Slow Food Genussführer! Was ist da los? Und dann ist es auch gleich schon losgegangen…. Johannes Bauer rückte die Szenerie umgehend in den richtigen Zusammenhang:

vaas4Zu guter Letzt einen lieben Gruß und Dank an die Slow Food Freunde in München für die „Entdeckung“ des Vaas!