Reines Brot

Wie bereits im April – beim Reinen Bier – haben wir wieder einen Tisch ins Museum für Konkrete Kunst gestellt. Diesmal mittenrein, die Besucher der Veranstaltung drumherum. Daran Platz genommen haben: Franz-Josef Fischer (Müller in der Lehenmühle), Wolfgang Erhard (Bäcker in der Bäckerei Erhard), Max Kuttenreich (Bäcker in der Bäckerei Kuttenreich) und die beiden „Eigenbrötler“ und Hobbybäcker Matthias Fleige (Stellvertretender Leiter von Slow Food Ingolstadt und Mitglied der Einkaufsführer-Kommission Slow Food Deutschland) und Frank Martin Wille. Die Moderation lag bei Markus Hahnel (Leiter von Slow Food München). Ulla Eller versorgte die tätige Runde bewährt mit Speis und Trank. Die laufende Erntezeit verhinderte leider die Teilnahme eines Protagonisten vom Beginn der Wertschöpfungskette – Landwirt Franz Josef Mayer (Biohof Mayer).

Mit viel Lust und Leidenschaft ging es durch alle denkbaren Themen unser tägliches Brot betreffend. Frank Martin Wille schob sogar einen Ofen herein und befüllte ihn mit mitgebrachtem Teig. Ein bemerkenswerter, beflügelnder Abend der traditionell, wie bei Slow Food üblich, mit einem gemeinsamen tafeln endete. Dafür gab es Brot der Meister und Eigenbrötler, Schinken und Wurst von Wolfgang Speth (Schinken-Ambiente) und Joseph Huber (Metzgerei Joseph Huber), sowie Bier vom Neuburger Juliusbräu. Herzlichen Dank für jede Mittäterschaft und Beihilfe!

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mkk brot (15)Aufgemerkt – die Serie geht weiter: 22.09. (Reines Design), 27.10. (Reine Wurst) und 24.11. (Reine Architektur).

Reflexe und Stimmungsbilder beim Bier

Es gilt auch die leiseren Töne zum 1516-Geburtstag zu pflegen. Im Museum für Konkrete Kunst lässt sich ja bekanntlich gut dem Bier zusprechen. Letzte Woche widmete sich dort Christoph Pinzl (Biersommelier und Leiter des Deutschen Hopfenmuseums) dem Thema „Flasche und Bier – Form und Inhalt“. By the way – das Hopfenmuseum in Wolnzach sollte man besucht haben!

bier u. design (3)bier u. design (2)Der kurzweilige Vortrag beschäftigte sich ausführlich mit Bildern vom Bier, die wir im Kopf haben. Nicht zuletzt gemalt von der Werbung und der Sehnsucht nach der guten alten Zeit. Sechs Biere hatte Pinzl zur Verkostung dabei. Wie das mit Hopfenextrakt gebraute und Röstmalz-Konzentrat gefärbte (aus hell mach dunkel) „Unterbaarer Dunkel“ immer wieder seinen Weg in solche Probierrunden findet, ist mir schleierhaft… Dafür konnte ich aber gleich zwei sehr schöne Neuentdeckungen machen: Das bananenfeine Weißbier „Weißer Franke“ der Ritter St.Georgen Brauerei (Nennslingen) und – endlich probiert – das sehr, sehr vielfältige (in Nase und Mund) „Abt 12“ der belgischen Brouwerij St. Bernardus. Das Schönramer Pils hat bei mir eh einen Ehrenplatz.

bier u. design (1)Wer Lust hat – einen Termin für diese Veranstaltung gibt es noch: 29.09.16 um 19:00 Uhr. Garantiert ohne trauriges Halbfinale im Anschluss…  Anmeldung hier.

Und wenn wir schon dabei sind: Nächste Woche (21.07. um 19:00 Uhr) führen bitte alle Wege zum zweiten Abend der „Reinheitsgebot-Reihe“ von Slow Food Ingolstadt und dem Museum für Konkrete Kunst: Reines Brot!

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Wo gut essen? Hier!

Das Vorhandensein anständiger Wirtshäuser ist für ein erfülltes, gutes Leben von allergrößtem Vorteil. Umso betrüblicher ist die unvermeidliche Feststellung, dass die unwürdigen Vertreter der Zunft allerorten die Bühne beherrschen. Aber ich darf es versprechen – es gibt die helle Seite der Macht! Die Preisfrage lautet: Wo? Der Bedeutung dieser Angelegenheit verpflichtet, legt uns Slow Food Deutschland einen zuverlässigen Kompass in die Hand – den Genussführer! Am 26. September 2016 erscheint seine dritte Ausgabe „Genussführer Deutschland 2017/18“ – mit über 100 neuen Einträgen:

sf genussführer 17-18Slow Food Ingolstadt hat dafür wieder fleißig seine Hausaufgaben gemacht und steuert zur neuen Ausgabe gleich drei weitere Häuser bei. Über die Aufnahme des Fuchsbräu in Beilngries habe ich bereits hier berichtet. Zum Redaktionsschluss sind noch an Bord gekommen:

Einmal der Landgasthof Wagner in Unteremmendorf – ganz im Norden unseres Conviviumgebiets.

logo wagnerGestern war eine kleine Abordnung vor Ort und hat den zu Recht stolzen Wirtsleuten Barbara Münzhuber und Michael Wagner die Aufnahmeurkunde und den Erkennungsaufkleber überreicht. Glückwunsch!

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Michael Wagner und Barbara Münzhuber

wagner (3)Und wenn man der guten Quelle schon so nah… Nachtmahl: Ceviche (diesmal roh marinierte Lachsforelle mit Ingwer, Koriander, Limette und Sesam) und Backhendl (von hier):

wagner (1)wagner (2)Und dann das Gasthaus Spitzer in Osterwaal – ganz im Süden des Conviviumgebiets.

logo spitzerBereits letzte Woche haben wir hier den Genussführer-Aufkleber an den ebenfalls zu Recht stolzen Stefan Spitzer übergeben. Glückwunsch!

spitzer gf (2)spitzer gf (3)Gute Gelegenheit macht Appetit. Zum Nachtmahl zwei Hausklassiker: Handgeschnittener Tatar vom Rind und ein Erdäpfel Bradl:

spitzer gf (4)spitzer gf (1)Insgesamt sind damit neun Wirtshäuser (hier sind alle aufgelistet) von Slow Food Ingolstadt in den neuen Genussführer empfohlen. Ich habe sie alle zum Fressen gern! Die Stadt Ingolstadt bleibt in dieser Disziplin leider weiter Terra incognita…

genussführer 2017

Stammtisch im Museum

Wie bespielt man mit Tiefsinn und Lust das weite Feld „Reines Bier“ am Vorabend seines großen Geburtstags? Noch dazu im Museum. Wir haben lange gegrübelt. Die rettende Idee hatte dann Ralf Trogus, als er laut nachdachte: „Ich sehe dafür immer einen Tisch“. Ja klar! Wo ist der vollendete Platz (neben dem Biergarten) um dem Bier gut zuzusprechen? Im Wirtshaus. Und wo dort? Am Stammtisch! Nach diesem Ankerwurf machten wir uns auf den Weg. Mit einem achtbaren Plakat. Und wunderbarer Unterstützung vieler Helfer – herzlichen Dank dafür! Meine besondere Anerkennung geht an:

Katrin und Max Krieger (Riedenburger Brauhaus) fürs Mitreden und für „Viva Bavaria“ und „Dolden Dark“. Bryan France (Yankee&Kraut) ebenfalls fürs Mitreden sowie Michael Kenne (Bierschmankerl) für Bryans „Eden Pale Ale“ und die Kühlung. Andrea und Wolfgang Erhard (Bäckerei Erhard) für das Brot („Anno 1516“), Wolfgang Speth (Schinken-Ambiente) und Joseph Huber (Metzgerei Joseph Huber) für Wurst und Schinken. Jesuitenquelle für das Wasser. Moritz fürs Zeichnen, Elisabeth Jungwirth fürs Blumige, Ulla Eller fürs Bedienen und Granteln. Meinen Stammtischgeschwistern Melita Schluttenhofer, Moni Islam und Matthias Fleige. Und natürlich der Hausherrin Simone Schimpf für die Gastfreundschaft.

Im Donaukurier haben wir es mit unserer denkwürdigen Darbietung in den Kulturteil geschafft:

donaukurier 04-2016

Quelle: Donaukurier (Katrin Fehr) 23./24.04.16, Seite 17

Allerdings ohne Foto. Die liefere ich jetzt nach. Gemacht hat sie – Danke! – Lars Peschke.

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Fingerzeig (32) – Reinheitsgebot!?

23.04.1516. 499 Jahre und 363 Tage. 21.04.2016. Erlassen wurde das Reinheitsgebot bekanntlich in Ingolstadt. Wenn das keine Steilvorlage für Slow Food Ingolstadt ist. Und selbstverständlich nehmen wir den Ball auf!  Zwei Tage vor dem großen Geburtstag. Als guter Partner spielt das Museum für Konkrete Kunst mit. Wieder – siehe unsere Veranstaltung 20 + 1 im letzten Jahr.

Was geschah am 23.04.1516? Und warum? Was wurde daraus? Und heute? Welche Biere schmecken Slow Food? Behindert das Gebot die Freiheit? Oder ist es gar steter Garant für Kreativität? Fragen und Antworten. Wir haben beides. Und zwei feine Biere danach. Und Brot und Wurst. Als Fingerzeig wie es weitergeht. Wir haben uns nämlich erlaubt, aus dem Thema gleich eine kleine Serie über das Jahr zu machen. Drei Partien vom Museum – Reine Farbe, Reines Design und Reine Architektur – und drei von Slow Food.

Mit dem Bier geht es los – kommet zuhauf! Donnerstag, 21.04.2016, 19:00 Uhr, Museum für Konkrete Kunst, Tränktorstraße 6-8, 85049 Ingolstadt.

sf in - mkk in(31) – Fingerzeig – (33).

Nachtrag (27.04.2016): Bericht und Bilder zur Veranstaltung.