10 Jahre Slow Food Ingolstadt

Am Abend des 11. Mai 2007 trafen sich 5 Frauen und 13 Männer im Ingolstädter Café „Hohe Schule“. Das Gastlokal in den historischen Räumen der ersten Universität Bayerns gibt es heute nicht mehr. Sehr wohl aber die gemeinsame Schöpfung dieser fruchtbaren Zusammenkunft:

Heute feiert Slow Food Ingolstadt seinen 10ten Geburtstag! Dem Treffen im Jahr 2007 ging diese Einladung voraus:

Slow Food Deutschland residierte damals noch in Sulingen (später in Ludwigsburg und heute in Berlin). Das Jahr 2017 steht übrigens für einen Doppelgeburtstag – Slow Food Deutschland wird 25!

Zurück an die Donau. Gegenwärtig sind wir vor Ort 200 Mitstreiter für gute, saubere und faire Lebensmittel. Neben monatlich ausgerichteten Stammtischen organisierten wir in der letzten Dekade unzählige Besuche bei Lebensmittelhandwerkern. Daraus ist mit der Zeit ein beachtliches lokales Netzwerk entstanden. Unsere Testgruppe empfahl bisher neun Wirtshäuser in den Genussführer. Unsere Arbeitsgruppe „Einkaufsführer“ verschafft sich einen Überblick über empfehlenswerte Bäcker, Metzger, Imker, Fischer, Brauer etc. Wir pflegen einen Wein- und einen Bierstammtisch, eine Kochgruppe und seit zwei Jahren einen Regionaltisch in Eichstätt. Es gibt aktuell diese 25 Slow Food-Unterstützer in der Region.

Sie warten auf ein Zeichen? Hier ist es: Werden auch Sie Mitglied bei Slow Food! Warum? Weil es höchste Zeit ist, für echtes, schmackhaftes Essen und seine nachhaltige Herkunft beherzt einzutreten – man schaue sich nur mal um… Sage mir was du isst und ich sage dir, was du dir wert bist. Aufgemerkt – deine Nahrung wird Teil von dir. Von welcher anderen Sache kann man das auch sagen? Weil Essen und seine Erzeugung eine beachtliche politische und kulturelle Dimension haben – was wir nachfragen wird angeboten. Weil wir die vielfältige Geschichte mit Freude und Genuss angehen. Weil man bei Slow Food ganz wunderbare Menschen trifft. Und keine Sorge – wem die Zeit für ein persönliches Engagement fehlt (bei Greenpeace sitzen auch nicht alle Mitglieder im Schlauchboot), der unterstützt nicht minder wichtig durch seinen Mitgliedsbeitrag die vielfältigen Ziele der Bewegung. Durch diese Art der Finanzierung wird dann auch die vollständige Unabhängigkeit von Slow Food – ein hohes Gut in diesen Zeiten – bewahrt. Ich weiß, dass sich viele die diese Zeilen lesen, schon länger mit dem Gedanken tragen an Bord zu kommen. Es ist angerichtet – hier. Herzlich willkommen!

Meinen Zeilen zum fünften Geburtstag (lesen!) 2012 ist im Übrigen nichts hinzuzufügen.

Heute Abend – ab 19:30 Uhr – ist (dramaturgisch goldrichtig) unser monatlicher Stammtisch. Diesmal beim Beckerwirt in Böhmfeld. Selbstredend werden wir (ein bisserl) feiern. Gäste sind – wie immer – gerne gesehen. Eine größere Festivität zum Zehnjährigen wird es am 14. Juli im Schutterhof geben.

Fingerzeig (37) – Ran an den Speck! Für Amatrice.

„Pasta all’amatriciana“ ist ein traditionelles Gericht der italienischen Region Latium. Es besteht aus den Zutaten Guanciale (Speck aus der Schweinebacke), Tomaten, Zwiebeln, Pecorino, Peperoncini, Olivenöl und natürlich Pasta (Spaghetti oder Bucatini).

In der kleinen Gemeinde Amatrice – nach dem die Amatriciana benannt ist – wird immer am letzten Wochenende im August die „Sagra degli Spaghetti all’amatriciana“ gefeiert.

Dieses Jahr – zwei Tage vor den Festivitäten – am 24. August  bebte in Amatrice die Erde und forderte fast 300 Menschenleben. Das sind mehr als 10% der Gemeindeeinwohner… viele Hunderte wurden verletzt, 3.000 verloren ihre Wohnungen.

Umgehend startete Slow Food Gründer Carlo Petrini die Initiative Eine Zukunft für Amatrice (#unfuturoperamatrice):

„Mittels dieses Gerichts, welches das gastronomische Wahrzeichen von Amatrice ist, möchten wir auch die Werte der Solidarität und Gemeinschaftlichkeit verbreiten, die prägend für die bäuerliche Kultur dieser Gemeinde sind. Wir schließen uns damit den spontanen Initiativen an, die momentan überall in Italien entstehen, und rufen die Restaurantbetreiber auf der ganzen Welt ein ganzes Jahr lang zur solidarischen Teilnahme auf. Wer diese Tragödie miterlebt hat, muss die Möglichkeit bekommen, so schnell wie möglich zur Normalität zurückzukehren; die Hilfe muss konstant und dauerhaft sein“.

sf-amatriceHeute Vormittag erreichte mich die schöne Nachricht, dass der Slow Food Unterstützer Fuchsbräu in Beilngries die Botschaft gehört hat und ab sofort zur Praxis übergeht:

fuchs-amatriceMein Kompliment an die Familie Amrhein! Ein zeitnaher, außerordentlicher Stammtisch von Slow Food Ingolstadt ist unausweichlich 🙂 Und liebe Wirtsleute – das Beispiel darf gerne Schule machen 😉

Nachtrag: Aus unserer Region macht das Ristorante Romeo e Giulietta, Münchener Straße 49, 85051 Ingolstadt auch mit. Danke für den Tipp Angela Mayr!

„Wie bereits angekündigt wollen wir unseren Landsleuten in Amatrice helfen! Darum kommt vorbei, bestellt eine leckere Portion Spaghetti Amatriciana und 1,- des Preises von 9,50 € (plus 1,- von uns) wird an die Opfer des Erdbebens gespendet.“

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Quelle: www.facebook.com/RomeoeGiulietta.Ingolstadt/

(36) – Fingerzeig – (38).

ZEIT Kochtag beim Schäfer

„In ganz Deutschland wollen wir die Menschen dazu anregen, selbst zu kochen und sich mit ihrem Essen bewusst auseinanderzusetzen“. So lautete das wichtige Motto zum ZEIT Kochtag am 17. April 2015. Beim gemeinsamen Kochen und Essen immer gerne dabei: Slow Food Deutschland.

zeit kochtagGastgeber einer der erfreulich vielen Veranstaltungen dazu war am vergangenen Freitag die Schäferei Eichhorn in Schernfeld: „Tiere essen – aber richtig. Schutz durch Nutzung“ so der Titel des zweiten Slow Food Kuttelgeprächs (was ist denn das?). Dabei: Schäfer Alfred Eichhorn, Günther Czerkus (Vorsitzender des Bundesverbands Berufsschäfer), Michael Jobst (Küchenchef Antonius-Schwaige Ingolstadt), Ursula Hudson (Vorsitzende von Slow Food Deutschland) und Rupert Ebner (Mitglied im Vorstand von Slow Food Deutschland). Ich durfte die Geschichte moderieren. Der Donaukurier berichtete.

Nach viel interessanter Theorie folgte die schmackhafte Praxis: Ganzes Lamm vom Grill – Lammzunge mit Senf und Meerrettich verfeinert in Schwarzbrotpanade – Kartoffelschmarrn mit Frühlingszwiebeln.

Kompliment an DIE ZEIT, die am Thema Essen & Trinken fundiert dran ist. Siehe hier oder exemplarisch bei diesem gewaltigem Bericht von Manfred Klimek über eine Schweine-Hausschlachtung im niederösterreichischen Göllersdorf.

Für die nachfolgenden Fotos ein herzliches Dankeschön an Holger Riegel! Wer noch viel mehr sehen will geht auf seine Foto-Website. Und der Mann (ebenfalls Mitglied im Vorstand von Slow Food Deutschland) arbeitet an einem Blog… sein Geburtstag wird sehnsuchtsvoll erwartet!

Foto: Holger Riegel

Foto: Holger Riegel

Foto: Holger Riegel

Foto: Holger Riegel

Foto: Holger Riegel

Foto: Holger Riegel

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Foto: Holger Riegel

Foto: Holger Riegel

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Foto: Holger Riegel

Foto: Holger Riegel

Foto: Holger Riegel

Foto: Holger Riegel

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Foto: Holger Riegel

Foto: Holger Riegel

Foto: Holger Riegel

 

Langsam ist das neue Schnell

Zweimal jährlich treffen sich alle Leiter der deutschen Slow Food Convivien. Vergangenes Wochenende war das Fuchsbräu in Beilngries unser angenehmer Gastgeber. Anregende Menschen, belebende Gespräche, frische Ideen. Was bin ich froh in dieser Bewegung Rädchen zu sein!

Unser Logo ist die Schnecke. Am 25. April kommt der Film „slow – Langsam ist das neue Schnell – Ein Schnecken-Tag“ in die Kinos. „Eine cineastische Gehmeditation in die mystische Welt jener sagenhaften Geschöpfe, die wir gemeinhin als Schnecken bezeichnen“.

 

Slow Food Convivium Ingolstadt 2011

Es fehlt noch ein bisserl aus dem Jahr 2011. Unser Tatendrang 2010 ist hier dokumentiert.

Kochen am 18.03.2011.

Vorspeise:

Hühnchenleber (von Schönacher/Ingolstadt) auf geröstetem Weißbrot

Hauptgang:

Forelle (von Lang/Regelmannsbrunn) im Salzteig mit Pesto und Fenchel

Nachspeise:

Birnen mit Honig, Ziegenfrischkäse und Pecorino

Weine:

  • Furstentum 2002, Gewürztraminer, Andre Blanck, Elsass und
  • Patergarten 2002, Riesling, Paul Blanck, Elsass

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21.01.2011 – Weinstammtisch – Thema Spätburgunder in Rheinhessen (Gegenprobe Baden/Burgund)

  • Battenfeld-Spanier, Hohen-Sülzen: Spätburger „Holzfass“ 2007
  • Battenfeld-Spanier, Hohen-Sülzen: Kirchenstück 2007 GG
  • Weingut Kühling-Gillot, Bodenheim: Oppenheim Kreuz 2007 GG
  • Weingut Ludi Neiss, Kindenheim: Glockenseil 2008 GG
  • Weingut Keller Flörsheim-Dalsheim: Spätburgunder trocken „S“ 2006 GG
  • Weingut Bernhard Huber, Malterdingen: Bombacher Spätburgunder trocken 2007
  • Domaine Dupont-Tisserandot, Cote-D´Òr: Gevrey-Chambertin 2000

 25.03.2011 – Thema Lieblingsweine

Weinstammtisch am 25.03.2011. Thema: Persönliche Empfehlungen!

Zu Gast waren wir bei Ulla und Franz in Neuburg. Es gab Rinderzuge vom Murnau-Werdenfelser mit Bärlauchpesto (erste Ernte 2011), Nudeln mit Hackfleisch- und/oder Bärlauchsugo, Käse, Schokoladen von Zotter und Schwarze Nüsse.

Alle waren zur richtigen Zeit am richtigen Platz – ein wunderschöner Abend. Herzlichen Dank an Ulla und Franz!

Getrunken wurden – in dieser Reihenfolge:

  • Ruinart, Champagner brut, Champagne
  • Vinchio – Vaglio Serra, Langhe Nebbiolo, Piemont
  • Fontanafredda, Dolcetto d’Alba, 2009, Piemont
  • Rivetto, Dolcetto d’Alba Ercolino, Piemont
  • Hannes Reeh, Zweigelt Unplugged, 2009, Burgenland
  • Domaine Clos Marie, Cuvée Simon, 2002, Languedoc-Roussillon
  • Au Bon Climat Pinot Noir Santa Maria Valley „La Bauge Au-dessus“, 2006, Kalifornien
  • Fattoria di Milziade Antano, Montefalco Sagrantino Colleallodole, 2003, Umbrien
  • Tschida Angerhof, Beerenauslese Sämling 2006, Burgenland

01.07.2011 – Thema Chardonnay

Weinstammtisch am 01.07.2011. Thema Chardonnay Frankreich und Kalifornien.

Gastgeber: Die Olmas. Getrunken wurden:

  • Tinaquaic Vineyard, Foxen 2009, Kalifornien
  • Domaine Bugude, L ‚Etoile 2007, Languedoc Roussillon
  • Four Wines Naked, Chardonnay 2009, Kalifornien
  • Domaine de Valensac, Cuvée Lafon 2009, Languedoc Roussillon
  • Stépane Tissot, Les Graviers 2006, Jura
  • Au Bon Climat, Chardonnay 2007, Kalifornien

25.11.2011 – Thema Chenin Blanc

Weinstammtisch am 25.11.2011 mit Rohmilchkäse aus London.

Verkostet wurden folgende Weine:

  • Spier Stellenbosch: Inspire 2010
  • Domaine Touchais: Coteaux du Layon
  • Domaine de Belliviere: Les Rosiers 2006 und Calligramme 2006
  • Domaine Huet, Vouvray: Clos du Bourg Sec 2010 und Le Mont Sec 2010

30.06.2012 – Thema Roséweine

Verkostet wurden folgende Weine:

  • Chateau de Roquefort, Corail, Cotes de Provence, 2011
  • Manincor, La Rose de Manincor, 2011
  • Fred Loimer, Rose Zweigelt, 2011
  • Sven Leiner, Fusion Rose, 2011
  • Domaine la Courtade, Rose Alycastre, Cotes de Provence, 2011
  • Zenato, Chiaretto, 2011

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So – geschafft!  Was auch immer jetzt mit der Slow Food Deutschland Website geschieht – die Chronik ist gerettet. Alle Berichte zu den weiteren Aktivitäten des Slow Food Conviviums Ingolstadt wurden vom padrone zugleich auch hier auf dem Blog extra prima good veröffentlicht. Es sind dies zur Stunde: Kochen Reh, Weinstammtisch Riesling-Blindverkostung, Südliche Rhône, Riesling-Blindverkostung (2) und die Veranstaltungen Hopfen, Juliusbräu, Lehenmühle, Biohof Mayer, Gärtnerei Ziegler, Tafelrunde und zuletzt Donaufisch.