Von Freunden, Digitalisierung und alten Schätzen

Was ist das?

Die Älteren unter uns kennen sicher noch die in den Dritten Programmen ausgestrahlte Hobbythek und dessen lebhaft-heiteren Frontmann Jean Pütz („Ich hab da mal was vorbereitet“). Sendebegleitend erschien regelmäßig ein „Hobbytipp“, den man sich zuschicken lassen konnte. Später kamen Hobbythek-Bücher dazu.

Schon immer einmal wollte ich hier eine Passage aus einem dieser Bücher – nämlich „Darm & Po“ – bringen: „Von einigen Menschen wird das Gefühl, das beim Einlauf entsteht, als unangenehm empfunden. Versuchen Sie sich deshalb in einer bequemen Stellung zu entspannen. Es empfiehlt sich die Seitenlage. Schützen Sie unbedingt ihr Bett oder Ihre Couch … Sie können die Prozedur auch im Sitzen … Sollte dies alles für Sie zu schwierig sein, so genieren Sie sich nicht, sondern bitten Sie ein Familienmitglied oder einen Freund bzw. eine Freundin um Hilfe.“

That’s what friends are for – ein Hoch auf die Freundschaft! So. Endlich hat das mal geklappt. Zurück zu meiner bisher unbeantworteten Eingangsfrage. Das Teil oben ist ein Must-have für jeden Kamera-Besitzer. Ein Blasebalg zur schonenden Reinigung von Objektiven und Okularen… 😉

Ich habe ihn dieser Tage aber zweckentfremdet. Keine Sorge, es geht nicht noch einmal in das alte Kopfkino zurück! Vielmehr ging es meinen Dias an den Rahmen. Endlich hatte ich die Muse gefunden, sie zu digitalisieren. Dazu wurde jedes Einzelne – es waren fast 2.000 Stück – in der Vorbereitung mit dem Blasebalg von möglichem Staub befreit.

Dias. Der geliebte Nachwuchs hat das nicht mehr auf dem Schirm. Nur bis zu 36 Bilder passten auf einen Film. Die Betätigung des Auslösers wollte daher wohl überlegt sein. Wäre ein wirksamer Schutz vor end- wie sinnlosen Selfie-Strecken… Und nicht zu vergessen. Das festgehaltene Ereignis gab es meist erst Wochen später aus dem Fotolabor. Eine gänzlich andere Dramaturgie. Slow. Von Dia-Abenden mal ganz abgesehen.

Ein Jahr vor dem Abitur fing ich mit der Fotografiererei an. Mit einer Nikon F-801. Unter keinen Umständen wollte ich meine alten Schätze zur Digitalisierung irgendwohin verschicken. Das Risiko des Verlusts auf dem Postweg war mir zu groß – shit happens. Nach einiger Suche fand ich den Geräte-Miet-Service Max Dowrtiel in München. Meine Wahl fiel hier auf den Dia-Scanner Reflecta DIGITDIA 6000. Im Netz gibt es für das Gerät hilfreiche Anleitungen. Nach Absprache kommt der Scanner nach Hause. Zur Rücksendung liegt ein vorbereiteter Adressaufkleber im Paket. Ein tadelloser Service, den ich hiermit gerne weiterempfehle. Das Scannen zieht sich. Ich habe mich für eine 2.500 dpi Qualität entschieden. Sie schlägt pro Dia mit 2:21 Minuten zu Buche. Eine Woche hat es gerattert.

Bei Lust und Laune werde ich hier das ein oder andere Foto der Welt da draußen zeigen. Ich beginne mit zwei Straßenszenen. In Bangkok (06/07-1990):

Und in New York (10/11-1994):