Heute bin ich sehr gut in den Tag, und damit ins Wochenende gekommen. Nämlich so: Neben den etablierten Ständen auf dem Ingolstädter Wochenmarkt, gibt es gelegentlich Kleinstanbieter mit wunderbaren Offerten. Die Familie von Alexandra Schmidt aus Irgertsheim betrieb früher eine eigene Landwirtschaft. Die Flächen sind heute verpachtet. Auf einem der Felder steht mittig ein Walnussbaum. Von diesem prächtigen Blickfang – und nur(!) von diesem – kann man sich derzeit hier mit Nüssen versorgen. Was für eine herrrlich kleine Welt in der großen da draußen. Die Walnuss ist meine Königin der Nüsse. Den Baum werde ich unbedingt einmal besuchen. Dass ich sehr gerne unter Bäumen bin, ist ja hinlänglich bekannt. Er steht genau hier: begründeten.pflegt.angedacht. Seine Gaben schmecken köstlich. Alexandra knackt am Stand die frischen Nüsse mit der Hand(!) auf undWeiter Lesen

Lebensmittel zeitigen manchmal Entwicklungsschritte, die man für gewöhnlich nicht kennt. Was könnte das sein? Kürzlich in Griechenland kamen wir damit in Kontakt. Die Steinfrüchte sind noch umhüllt von ihrem Fruchtfleisch. Darunter befindet sich die (bekannte) Schale, die bei der weiteren Trocknung aufplatzt und den schmackhaften Samen offenbart. Es sind Pistazien! Mit großer Erheiterung durfte ich beobachten (und hören!), wie der Unkundige die Frucht einfach so – also mit Schale – verspeiste … Das weltweit größte Anbaugebiet liegt im Iran. Wikipedia gibt zu Europa bekannt: „Anbaugebiete in Griechenland sind die Inseln Ägina […] Die Pistazien aus Ägina stammen aus einer eigenen, kleinfruchtigen, jedoch überdurchschnittlich nähr- und eiweißreichen Sorte […] und zählen zu den besten Sorten weltweit. Sie waren über lange Zeit landesweit namensgebend für Pistazien allgemein […] Ägina-Nuss, heißt die FruchtWeiter Lesen

Zur Gefühlslage habe ich hier bereits alles gesagt. Diese Woche gab es von einer Mandantin Haselnüsse. Aus der Hallertau, vom Biohof Hilz. Mein Beruf hat mit dem Knacken von Nüssen viel gemein. Auch in ihrem Mandat besteht daran kein Mangel … Und es ist noch nicht einmal beendet – wohl damit ich nicht aus der Übung komme. Gemeinhin gelten Nüsse überdies als Nervennahrung. Alles richtig gemacht. Danke! Fortsetzung hier.

Landwirtschaftlich genutzte Flächen sind mal mehr, mal weniger Augenweiden. In einer sehr frühen Notiz von mir ging die Fahrt ins Blaue. Da war die Sache klar. Und das ist sie auch, wenn es auf die Felder der Wellheimer Familie Hiermeier geht. Ob Ölkürbis, Hanf, Sonnenblumen oder Mohn – das Auge freut sich! Im Juni letzten Jahres – genau am 03.06.20 – stand ich zum ersten Mal in einem blühenden Mohnfeld. In Deutschland unterliegt der Anbau von Mohn dem Betäubungsmittelgesetz (§ 3 I Nr. 1, Anlage III BtMG). Die Bundesopiumstelle [sic!] in Köln erteilt auf Antrag für morphinarmen Sorten eine Anbauerlaubnis. Davon gibt es derzeit drei. Die Wintermohnsorte „Zeno Morphex“ und die Sommermohnsorten „Viola“ sowie „Mieszko“. Alle drei Sorten sind Blaumohne (Papaver somniferum). Familie Hiermeier (Slow Food Mitglied) nutzt den lilaWeiter Lesen

Im März 2017 lernte ich bei einem Stammtisch von Slow Food Ingolstadt Sylvia und Markus Hiermeier aus Wellheim kennen (Bericht). Mit und durch sie kam eine Köstlichkeit in mein Leben, die ich bisher nur in der Südsteiermark verortete (Reisebericht) – Kürbiskernöl. Aber eben aus der Region! In sehr guter Qualität. Anfang Mai 2019 startete ihr wertiger Hofladen in Wellheim, der Altmühltaler Kern Stod´l. Seine Öffnungszeiten sind: Mittwoch 16-18 Uhr und Samstag 9-12 Uhr. Im Internet (mit Shop) sind sie schon länger. Ende Juni stand nun endlich ein Besuch von Slow Food Ingolstadt vor Ort an. Stets umgeben von echter, herzlicher Gastfreundschaft gab es jede Menge Informationen zur landwirtschaftlichen Tätigkeit und schmackhafte, hausgemachte Kostproben. Ganz neu – und sehr erfreulich – war die Ankündigung, dass die Hiermeiers nunmehr auch eine Bio-ZertifizierungWeiter Lesen

Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah! Wissen muss man es halt. Zur heutigen Erhellung sei deshalb erklärt: In Bayern wird seit 2001 landwirtschaftlich der Haselnussanbau kultiviert. 2004 pflanzte in (unserer) Hallertau die Familie Neumeier ihre ersten Büsche. Die ehemaligen Hopfenbauern erkannten die besondere Geeignetheit des Regionalklimas auch für die Haselnuss und nahmen sich dieser vielseitigen wie wohlschmeckenden Köstlichkeit an. Mit Leib und Seele. Von Beginn an arbeiten sie mit einer Bio-Zertifizierung! Die unterschiedlichen Produkte der „Holledauer Haselnuss“ werden seit 3 Jahren unter der Marke „Eichhörnchen“ vertrieben. Ihren Ursprung hat die zu den Birkengewächsen gehörende Haselnusspflanze (Lambertshasel) an der türkischen Schwarzmeerküste. Noch heute kommen ca. drei Viertel der weltweiten Ernte von hier. In freudiger Erwartung einer frischen, regionalen Alternative machte sich Slow Food Ingolstadt im vergangenenWeiter Lesen

Morgens esse ich meistens Müsli. Mal mit Milch, mal mit Joghurt. Früchte nach Saison. Auch mal getrocknete. Immer wieder gerne mit verschiedenen Nüssen. Kürzlich habe ich Mohn als schmackhaften Mitspieler entdeckt – ausprobieren! Hafer – gibt Pferdestärken. Dinkel, Buchweizen, und so weiter. Abwechslung beugt vor – vielem. Eine Konstante habe ich aber. Kein Müsli ohne Leinsamenöl! Leinsamenöl hat bei mir gleich drei Steine im Brett. Erst einmal schmeckt es sehr gut. Es ist goldfarben und riecht angenehm nach Heu. Im Mund schmeckt es schön nussig und (auch) nach Heu. Für Heugeruch gehe ich gerne in die Knie. Zweitens hat es eine außergewöhnliche ernährungsphysiologische Bedeutung. Mit ca. 55 % Anteil an der essentiellen Omega-3-Fettsäure α-Linolensäure (ALA) steht es an der Spitze der diese beinhaltenden Lebensmittel. Insbesondere Herz, Kreislauf, Gehirn und Gemüt gefallenWeiter Lesen