Handschlag im Biergarten

Ein kurze Geschichte. Schon seit sehr lange Zeit möchte ich Mitglied beim Bund Naturschutz werden. Slow Food und der Bund Naturschutz haben eine sehr große Schnittmenge. Um es einmal bildlich zu machen: Letztes Jahr, auf der Demo Mia ham´s satt! in München traf ich

Michael Olma – Leiter Slow Food Ingolstadt

natürlich den Vorsitzenden der Kreisgruppe Ingolstadt Michael Würflein:

Michael Würflein – Leiter Kreisgruppe Ingolstadt/Bund Naturschutz

Im Frühjahr hatten wir es uns versprochen – er wird Mitglied bei Slow Food, ich beim Bund Naturschutz! Ende Juli haben wir es dann endlich geschafft. Gepflegt im Biergarten – der Schutterhof ist gutes Terrain dafür – bei Bier und Brezen wurden die Anträge befüllt:

Gemeinsam stärker. Für eine genußvolle Zukunft. Wer auch an Bord kommen möchte – es gibt viel zu tun – ist wirklich herzlich willkommen! Keine Zeit für ein ehrenamtliches Engagement? Macht nichts. Lediglich durch den (sehr überschaubaren) jährlichen Mitgliedsbeitrag können bereits viele wichtige Anliegen der Bewegung unterstützt werden. Also frisch ans Werk! Hier kann man Mitglied beim Bund Naturschutz und hier bei Slow Food werden.

Die Ingolstädter Kreisgruppe gehört zum „Bund Naturschutz in Bayern e.V.“ Dieser ist der bayerische Landesverband des „Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.“ Slow Food Ingolstadt ist die regionale Repräsentanz von „Slow Food Deutschland e.V.“

Lieben Dank meiner Frau Petra für die Fotobegleitung!

Endlich Zitrone!

Milcheis oder Fruchteis? Zumeist lande ich beim Milcheis. Habe hier dann aber keinen echten Favoriten. Anders beim Fruchteis. Ganz klar Zitrone! Und ausgerechnet damit hat mich meine ultimative Quelle in der bisherigen Eiszeit 2019 auf Entzug gesetzt. Dieser ist nun endlich vorbei!

Anna!

Aus/mit sizilianischen Bio-Zitronen. Ganz fein – die kleinen Stückchen Schalenabrieb in der Eismasse. „Mit ein Fitzelchen Zitron von die Schal“ sozusagen… (Serge in Beverly Hills Cop).

Wo? Die Eismacher – Steuartstraße 2, 85049 Ingolstadt. Passend – im druckfrischen Slow Food Magazin 04/2019 spielt Eis auch eine Rolle.

Marginalie (56) – Oscar der Landwirtschaft

Bei so viel Lob und Superlativen hier im heutigen Donaukurier – dazu bei einem Leib- und Magenthema von mir, der Landwirtschaft – ist mir gleich richtig warm ums Herz geworden!

Ein Schweinehalter bei Eichstätt wird zitiert: „Das Tierwohl ist uns sehr wichtig“ … deshalb baute er einen Schweinestall „mit besonders artgerechter Tierhaltung“. Nun wurde er für „die bedeutendste Auszeichnung in der Landwirtschaft im deutschsprachigen Raum“ vorgeschlagen, den „Oscar der Landwirtschaft“ … „Schon die Nominierung gilt als so etwas wie ein Ritterschlag“ … und er „zählt damit schon jetzt, zu den 33 besten Landwirten im deutschsprachigen Raum‘, wie der Veranstalter mitteilt“. Die Rede ist vom sogennanten „CeresAward“. Vergeben wird dieser von „agrarheute“, einem Medium des Deutschen Landwirtschaftsverlags. Schirmherr der Geschichte ist Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes …

Ernüchterung bei mir kommt bereits bei den beiden den Artikel begleitenden Fotos auf. Spaltenböden. Kein Stroh. Kupierte Schwänze. Zur Meidung von Missverständnissen: Das ist hinlänglich praktizierte industrielle Landwirtschaft – nicht weniger aber auch nicht mehr! Der genannte Landwirt ist mit Sicherheit kein Negativbeispiel seiner Zunft. Wie man damit aber zu den handverlesen besten Landwirten im deutschsprachigen Raum aufsteigt, ist mir mehr als schleierhaft. So wie Loriot eigentlich unnachahmlich feststellte, „Ach das ist gestreift?!“ mag man sich sagen hören, „Ach das ist besonders artgerechte Tierhaltung?!“

Es wäre schön gewesen, wenn der Donaukurier hier die PR-Kulissen für die schöngesprochene „Moderne Landwirtschaft“ ein wenig zur Seite geschoben hätte. Dann wäre er der Frage nachgegangen, gemäß welchen Kriterien man für den „Oscar der Landwirtschaft“ vorgeschlagen wird. Von wem? Und wer überhaupt zum Auswahlkreis gehört. Ein zukunftsweisender, hoffnungsmachender Wettbewerb scheint es nicht wirklich zu sein. Ich bleibe zur Einfachheit gleich mal in der Region. Wann ist z.B. diese Bauernfamilie aus Thalhof bei Pfaffenhofen im Rennen der „Kategorie Schweinehalter“ ausgeschieden?

Sollte man als Schwein können und dürfen – der Wink mit dem Ringelschwanz!

(55) – Marginalie – (57).