Braukunst Live! Heute/2018/2019

Bierfreunde aufgemerkt! – heute (30.01.20) und morgen ist im Münchener MVG-Museum wieder Zeit für die Braukunst Live! Nachdem der Gründer dieser lobenswerten Veranstaltung (seit 2012) – Frank Böer – sein Werk im letzten Jahr an den Meininger Verlag verkauft hat, bin ich sehr gespannt ob sich etwas verändern wird. By the way – was macht Frank Böer eigentlich jetzt? Siehe hier!

Was ich gerne zur Vorbereitung mache? Erst einmal in den Rückspiegel blicken. Die Braukunst Live! 2018:

Almut Emma Zinn – Emma/Biere ohne Bart

Halbzeitpause auf dem Weg – Biere ohne Bart?

Bryan France – Yankee & Kraut
Susi, Markus und Christina Hoppe – Hoppebräu
Ohne Worte. Foto: Lars Peschke

Gurken Gose – ein Kollaborationssud Hertl mit Hopfmeister. Säuerlich. Salzig. Frisch. Sensationell!

Zum Finale ging es diesmal in die Augustiner Bräustuben in der Landsberger Straße 19:

Foto: Lars Peschke

Und natürlich war ich auch letztes Jahr – Braukunst Live! 2019 – dort:

Markus Hoppe mit dem Fingerzeig auf seine neuen Räumlichkeiten. Am 24. April 2019 war es dann tatsächlich so weit: Die Brauereigastronomie „Hoppebräus Zapferei“ sperrte auf. Und – ich war immer noch nicht dort… arrrrrrgh.

Sehr feine, hoch interessante Entdeckung: orca brau aus Nürnberg:

Felix vom Endt mit ? – orca brau

Steamworks Brewery aus Van­cou­ver mit dem feinen „Jasmine IPA“:

Ich kann sie – die Gurken Gose – nur empfehlen. Probieren. Probieren. Probieren!

Für mich der unbestrittene Primus in der Spielklasse „alkoholfrei“: Le Chauffeur von Nittenauer:

Mit ordentlich Hunger ging es am Abend in die Gaststätte Rumpler:

Gute Wirtshäuser muss man haben!

Wo ist es gut Gast zu sein? Der Slow Food Genussführer ist ein sehr hilfreicher Kompass dafür. Im kommenden Herbst erscheint die neue Ausgabe 2021/22. Die Testgruppe von Slow Food Ingolstadt ist deshalb aktuell und die nächsten Monate besonders aktiv. Wird es aus der Umgebung neue Aufnahmen geben? Bleiben alle bisher gelisteten Stätten an Bord? Man wird sehen …

Zurück zur Gegenwart. Gestern Abend gab es beim gastgebenden Beckerwirt in Böhmfeld die Urkunden für das laufende Jahr. Fast alle regionalen Genussführerwirte nahmen diese persönlich entgegen:

Maria u. Andrea Beck (Beckerwirt Böhmfeld), Uwe Rühl (Köschinger Waldhaus), Josef Stark (Gasthaus Stark Wolkertshofen), Anke Deiml (Neuwirt Neuburg), Renate u. Johann Bauer (Gasthof Bauer Rieshofen), Denise Amrhein (Fuchsbräu Beilngries). Urlaubsbedingt fehlten: Landgasthof Wagner (Unteremmendorf), Gasthaus Spitzer (Osterwaaal) u. maletter (Eichstätt).

Danach wurde … genossen!

Mit Stefan Spitzer (Gasthaus Spitzer, Osterwaal) und ganz frisch Anke Deiml (Neuwirt Neuburg) gibt es in der Region sogar zwei Mitglieder im Netzwerk der Slow Food Chef Alliance Deutschland.

Karl u. Anke Deiml (Neuwirt Neuburg)

Auch die Presse nahm Notiz. Siehe Donaukurier und Ingolstädter Stimme.

Burger in Ingolstadt? Postwagen!

Wo gibt es in Ingolstadt richtig gute Burger? Zwischen dem 11. November 2010 und dem 7. Mai 2019 war die Frage einfach zu beantworten: Im Golden! Das ist leider Geschichte. Die aber wohl ein neues Kapitel aufschlagen könnte. In der Kupferstraße 28 wird nämlich nach Monaten des Stillstands kräftig renoviert. Eine „Neueröffnung“ ist bereits angekündigt. Wir werden sehen…

Oft verhält es sich im Leben wie in einer Schleuse. Erst wenn eine Türe wirklich geschlossen ist, geht eine andere auf. Das ist dann sehr tröstlich. Bei der eingangs gestellten Burgerfrage ist es genau so gekommen. Nach nur drei Tagen ohne Golden, öffnete in der Milchstraße 15 der Postwagen seine Tür. Und ich lege mich gleich mal fest: Genau hier ist seitdem die Quelle für die besten Burger in Ingolstadt. Es ist deshalb wahrlich an der Zeit, dass der Postwagen im Blog Einzug hält. Und für viele da draußen dürfte es sich eh noch um einen Geheimtipp handeln.

Kurz zur Historie. Die Lokalität befindet sich im 1390(!) erbauten und denkmalgeschützten ehemaligen Seelhaus. Seit 1967 gibt es den Postwagen. Legendär – freilich ein gewisses Alter vorausgesetzt – waren sicher die Jahre 1974 bis 2012 unter den Wirtsleuten Horst Guliewicz und Ewald Nigl (hausgemachtes Tatar!). Dann folgte von 2015 bis 2018 ein südamerikanisches Intermezzo.

Hinter dem Postwagen steht Familie: Die Brüder Alex und Kosta Mantopoulos (beide in Ingolstadt geboren), zusammen mit ihrer Mutter Sylvia:

Alex, Sylvia und Kosta Mantopoulos

Die besten Burger der Stadt? Nun – sie schmecken köstlich! Und die Aufzählung ihrer inneren Werte verweist halt alles, was in Ingolstadt so als Burger daherkommt auf die Plätze. Zum Beispiel beim „Classic“: Frisches Fleisch vom Bio-Weiderind aus der Region (über Metzgerei Joseph Huber). Vor Ort gewolft. Bio-Cheddar. Selbst gebackenes Brot.

Die Bierauswahl (immer wieder auch Sonderbiere) lässt sich ebenfalls sehen:

Das Logo erfreut sicher jeden Quentin Tarantino Fan … Dr. King Schultz … Christoph Waltz … alles klar?!

Quelle: www.facebook.com/derpostwagen

Alex hat mir noch einige Fragen beantwortet. Auch dazu, was es sonst so Gutes gibt. Wann war Eröffnung? Ganz offiziell am 10.05.2019 – nach fünf Monaten Umbau.

Öffnungszeiten? Di bis Do ab 17:00 bis 0:00 Uhr, Fr bis Sa ab 17:00 bis 02:00 Uhr. Vielleicht nehmen wir bald den Sonntag mit rein. Auch mal über mittags? Ist in Planung. Meine Empfehlung: Donnerstag!

Kann man sich Burger auch mitnehmen (to go)? Natürlich. Burger to go gibt es in kompostierbaren Verpackungen.

Habt ihr Erfahrung in der Gastronomie? Kosta hat viele Jahre in diversen Bars, Spezialitäten-Cafés und Küchen gearbeitet. Und ich habe ein Jahr im Golden die Bar gemacht.

Wie kam es zur Idee den Postwagen wiederzubeleben? Wir sind beide Burger-Fanatiker. 2012 haben wir in Australien den Entschluss gefasst, irgendwann selber einen Laden zu machen, nachdem wir dort in mehreren Lokalitäten Burger mit sehr hochwertigen Produkten gegessen haben. Zusätzlich wollten wir Ingolstadt mit qualitativem Essen bereichern. Uns fehlten hier auch die Läden in denen man tolle Musik hat und dazu einen gut gemixten Drink genießen kann.

Gibt es eine Philosophie? Unsere Idee ist, dass wir eine kleine Küche sowie Bar mit hochwertigen Zutaten anbieten wollen. Deshalb gibt es z.B. unsere Burger eher in klassischen Varianten mit wenigen Zutaten, weil allein das für uns schon einen sehr guten Burger ausmacht. Wir versuchen auch so viel wie möglich selber zu produzieren, z.B. unser Falafel aus angekeimten Kichererbsen, die Burgerbrote & Focaccias backen wir im Haus, sowie einige Säfte und Sirups an der Bar machen wir auch selber. Außerdem wolfen wir unser Fleisch aus ausgewählten Fleischteilen vom Bio-Rind im Haus. Auch den Käse schneiden wir selber vom ganzen Bio-Cheddarleib ab. Wir binden uns weder an eine Brauerei, noch an einen Lebensmittellieferanten und können deshalb frei unsere Produkte rein nach Qualität auswählen und beziehen.

Wer ist die Zielgruppe? Es gibt keine spezielle Zielgruppe. Wir haben bisher eine tolle Kundschaft von ganz jung bis ganz alt und das finden wir auch gut so, weil es sonst zu eintönig ist.

Warum habt ihr den alten Namen belassen (Postwagen)? Weil der Laden und der Name Kult sind und es für uns eine Schande wäre ihn umzubenennen.

Wie kam es zur Idee des Logos? Eine Freundin von uns hatte die Idee und wir fanden sie ziemlich witzig.

Wer sind eure Lieferanten? Fleisch: Metzgerei Joseph Huber. Die meisten anderen Produkte: Alnatura und Landmann (= Biomärkte). Getränke: Leimi und Korn.

Was macht ihr selbst? Fleisch wolfen, Brote und Focaccias backen, Kichererbsen keimen lassen für Falafel und dann wolfen. Hähnchenbrust schneiden, marinieren, panieren. Manche Säfte und Sirups, Eiswürfel für ausgewählte Drinks.

Wie wichtig sind euch die Herkunft und die Qualität der Rohstoffe? Sehr wichtig, vor allem natürlich bei den Tierprodukten.

Ein paar Worte zur Bar? Unsere Bar kann alles bieten. Bevorzugt möchten wir klassische und einfache Drinks in hoher Qualität anbieten. Wir selber stehen nicht auf moderne Cocktails mit viel Sirup, Saft und Fusel. Wir pressen Zitronen, Limetten und Orangensaft frisch aus unbehandelten Früchten und machen manche Sirups selber. So haben wir einen besseren Geschmack, eine feinere Abstimmung und eine höhere Qualität.

Wird es Veranstaltungen (was auch immer) in den Räumlichkeiten geben? Ja auf jeden Fall. Wir versuchen alle paar Wochen etwas auf die Beine zu stellen.

Gibt es eine Website? Noch nicht, wird aber auch noch kommen. Bisher haben wir nur Facebook, Instagram und man findet uns über Google. Auch da sind wir noch im Aufbau.

Postwagen. Milchstraße 15, 85049 Ingolstadt.