Letztes Jahr, Ende April, schrieb ich hier: „Das nächste Oktoberfest ist vom 18.09. bis 03.10.2021 vorgemerkt. Bis dahin sollte Corona das Zeitliche gesegnet haben. Hoffentlich.“ Tja. Soeben erfolgte die Absage für 2021. Die Entscheidung ist natürlich genauso richtig wie die im letzten Jahr. Ein weiteres Plakat nur für das Archiv: Für die Wiesn 2022 (17.09. bis 03.10.) nehme ich ab sofort Wetten an. Bis zum 30.06.2021. Sie findet statt! (65) – Marginalie – (67)

Gleich zu Beginn wird es eng auf der Bühne. Ich mache mal ein bisserl Platz. Krawallidioten in Berlin und Hamburg fliegen sofort runter. Die anderen schiebe ich zur Seite. Die Gewerkschaftler, die Maitänzerinnen, die Walpurgisnächtler und die Maibaumaufsteller. Ganz vorsichtig, die Marienverehrer. Was bleibt?! (64) – Marginalie – (66)

Es ist Herbst geworden. Das Corona-Drehbuch fordert einen Lockdown light. Die Gastronomie ist dabei voll gesetzt. „Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, …“. Tage um den Wirten des Vertrauens noch einmal Rückendeckung zu geben. Selbstredend unter Gebrauch der AHA+L-Formel. Heute im diagonal. Mit dem besten Schnitzel im Umkreis! Hoffnung ist der Anker der Welt. (63) – Marginalie – (65)

Das ist Paul Kleebinder. Ich habe ihn Anfang März bei einer Slow Food Veranstaltung in der Meisterei getroffen und kennen gelernt: Paul leistet gerade Bundesfreiwilligendienst in der Berliner Geschäftsstelle von Slow Food Deutschland. Er kommt aus Ingolstadt. Dieser Tage hat er sich in einem Interview – „Essen ist Beziehungsstifter“ – viele schlaue Gedanken zu den Themen von Slow Food und Slow Food Youth gemacht: „Slow Food … will die Verbindung zwischen Genuss und Politik schaffen. Genuss geht nur über Verantwortung. Ich muss wissen, wo mein Essen herkommt. Ich bin darüber hinaus auch verantwortlich dafür und das muss mir bewusst sein – wie ich die Welt um mich herum, durch das was ich esse, forme. Das klingt erst mal abstrakt. Aber das Essen, was wir uns jeden Tag auf die GabelWeiter Lesen

Gestern fand ich nach Feierabend auf unserer Terrasse eine kleine Biene. Sie lag am Boden, trug Reste eines Spinnennetzes am Hinterleib und bewegte sich nur noch in Zeitlupe. Ich befreite sie zunächst aus ihrem Schlamassel und setzte sie dann auf einen Unterteller. Dort verharrte sie ganz ruhig. Als ich etwas Honig neben ihr auf den Teller tropfte, war sie sofort zur Stelle und machte eine lange Zunge (Schmetterlinge saugen, Bienen und Hummeln lecken). Sie ließ sich Zeit. Danach folgte ein Strecken, Dehnen, Recken und akribisches Putzen rundherum, wie ich es noch nie erlebt habe. Nach ca. 20 min – ich hatte nicht die geringste Langeweile dabei – hob sie zum Abflug an, drehte tasächlich eine kleine Runde und verschwand. Zufrieden und aufgeräumt zog ich mir eine Flasche Wein auf. (61)Weiter Lesen

Die Firma Weltquartett hat verschiedene absonderliche Kartenspiele entwickelt – siehe hier. Es ist häufig keine schlechte Idee, ganz und gar unlustigen Dingen bewusst mit Humor zu begegnen … Bei einem kürzlichen Besuch in Eichstätt – der Grund dafür ist einer gesonderten Notiz vorbehalten – habe ich den bemerkenswerten Krimskrams-Laden Franz Xaver entdeckt. In der dortigen Auswahl steckt viel Mühe und Geist. Als Beute habe ich mir zwei Sachen gegönnt. Einmal dieses Quartett: Gestern Abend haben wir es sogleich ausprobiert. Was soll ich sagen? Ich habe – dem Thema wahrlich angemessen – verloren! Ehrenwort. Meine beiden Mitspieler halte ich – man will ja nicht kompromittieren – bedeckt. Und dieses Schweinderl. Es ist nicht alleine zu Hause. Ich bekenne eine kleine Schwäche für Tierskulpturen aus Metall: Seht ihr den unversehrten(!) Ringelschwanz? LeiderWeiter Lesen

Das größte Volksfest der Welt fällt heuer aus. Eine richtige Entscheidung! Es schmerzt natürlich ein bisserl. Der Sommer geht zur Wiesnzeit sehr häufig nahtlos in einen goldenen Herbst über. Speckwetter. Deshalb sind beim Ammer zur Mittagswiesn die Fenster geöffnet. Auf dem Balkon wird handgemachte Volksmusik gepflegt. Die Menschen sind tiefenentspannt. Sie sitzen frohen Mutes an weiß eingedeckten Tischen. Die frische Augustiner-Mass geht runter wie Öl. Da kommt das knusprige Bio-Hendl. Die Wiesn – sie ist das, was du draus machst! Im Sog der Wiesn-Absage gibt es freilich 2020 auch keinen Raum mehr für andere Volksfeste. Damit habe ich meine Mobilmachung für Bio-Hendl auf der Schanz (Pfingst- und Herbstfest) ebenfalls kassiert. Und aufgemerkt! Mit dem neuen Stadtrat stehen die Chancen für 2021 eh sehr viel besser 😉 Das nächste Oktoberfest istWeiter Lesen

Ein kleiner Versuch zur grundsätzlichen Verortung. Zur allgemeinen Handlungsfreiheit kann man zwei Modelle unterscheiden. Einmal: „Es ist alles verboten was nicht erlaubt ist.“ Das wäre wahrlich nicht lebenswert. Daher pflegen wir erfreulicherweise das andere Modell: „Es ist alles erlaubt, was nicht verboten ist.“ Soweit so gut. Aber wisst ihr was liebe Leute? Es liegt in der Natur dieses alternativen Gefüges – es ist gar, wenn es gedeihliches Zusammenleben und menschliche Zukunft ermöglichen soll, sein einziger Zweck – dass dann regelmäßig auch tatsächlich etwas VERBOTEN wird. Ständiges empörtes Erschrecken darüber lässt erhebliche Zweifel aufkommen ob man in der Lage ist, neben seiner Komfortzone auch das große Ganze zu betrachten. Eine gepflegte Kultur des Verbietens ist für mich die Garantin einer möglichst großen Freiheit. Zur Meidung von Missverständnissen. Von allen Grundwerten istWeiter Lesen

Manchmal – aber wirklich nur manchmal, ich bin schließlich Optimist! – überkommt mich der Gedanke, unsere Gesellschaft verblödet langsam. Ursächlich dafür sind interessanterweise nicht in erster Linie die großen Verdachtstatbestände. Also z. B. die Ursachen für die globale Erwärmung, der Erfolg angeblicher Alternativen für unser Land, oder die schlichte Existenz des Fernsehformats „Shopping Queen“. Nein, es sind vielmehr harmlos daherkommende, für gewöhnlich kaum wahrnehmbare Erscheinungen, die mir signalisieren, dass Wachsamkeit geboten ist. Freilich eine gänzlich andere, als im soeben entdeckten Beipackzettel für das 2019er Ingolststäder Bürgerfest formal beabsichtigt: Von dem Aufsteller (in der Theresienstraße) erfährt der ein oder andere unangenehm überrascht, dass Waffen und Drogen auf dem Bürgerfest verboten sind … Der Knaller aber ist – und dafür sollten wir alle ehrlich dankbar sein, dieser wichtige („BITTE BEACHTEN“) Hinweis: EinWeiter Lesen

Zum gestrigen (13.07.19) Christopher Street Day in München erstahlte die Spielstätte des FC Bayern München so: Das (selbstverständliche) Anliegen ist wahrlich – zumindest bei uns – in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Um es mit Klaus Wowereit zu sagen: “ … – und das ist auch gut so!“ Der Tag heißt übrigens nur in deutschsprachigen Ländern so. International wird er als Gay Pride begangen. (56) – Marginalie – (58)

Bei so viel Lob und Superlativen hier im heutigen Donaukurier – dazu bei einem Leib- und Magenthema von mir, der Landwirtschaft – ist mir gleich richtig warm ums Herz geworden! Ein Schweinehalter bei Eichstätt wird zitiert: „Das Tierwohl ist uns sehr wichtig“ … deshalb baute er einen Schweinestall „mit besonders artgerechter Tierhaltung“. Nun wurde er für „die bedeutendste Auszeichnung in der Landwirtschaft im deutschsprachigen Raum“ vorgeschlagen, den „Oscar der Landwirtschaft“ … „Schon die Nominierung gilt als so etwas wie ein Ritterschlag“ … und er „zählt damit schon jetzt, zu den 33 besten Landwirten im deutschsprachigen Raum“, wie der Veranstalter mitteilt. Die Rede ist vom sogennanten „CeresAward“. Vergeben wird dieser von „agrarheute“, einem Medium des Deutschen Landwirtschaftsverlags. Schirmherr der Geschichte ist Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes … Ernüchterung bei mirWeiter Lesen

Eine wunderbare Weisheit ist mir dieser Tage (wieder) begegnet. Beim Blättern in einem Reisebuch. Auf einem Foto trug sie ein junger Mann auf seinem T-Shirt. Sie stammt von Robert Baden-Powell, dem Gründer der Pfadfinderbewegung. Manchmal braucht man einen Kompass, einen Leuchtturm. Hier ist einer: Im Original lautet das Zitat: „But the real way to get happiness is by giving out happiness to other people. Try and leave this world a little better than you found it“. Ich habe es gleich mal auf der Fußleiste (unten) des Blogs festgenagelt. Ende der 70er Jahre war ich Wölfling im Stamm St. Pius der DPSG (Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg). Eine schöne Zeit! Dieser Stunden hat der Weltbiodiversitätsrat der Vereinten Nationen einen Bericht zur globalen Artenvielfalt veröffentlicht. Sein Tenor: Die Zahl der Arten nimmt drastisch(!)Weiter Lesen

Es war im Jahr 1994, als ich in einem Kino in New York saß. Aufgeführt wurde der Film „Mary Shelley’s Frankenstein“ (Regie: Keneth Branagh). Als die Handlung zum ersten Mal in eine kleine Stadt an der Donau führte, stand brettlbreit auf der Leinwand „Ingolstadt“. Wenn ich es auch nicht kontrollieren konnte, ich bin mir absolut sicher, ich hatte als einziger im Saal deshalb ein breites Grinsen im Gesicht. Für einen kurzen Moment fühlte ich mich ganz persönlich, selbst im Big Apple, sehr bedeutend. Im Strafrecht gibt es die sogenannte Garantenpflicht. Sie bezeichnet die Verpflichtung, dafür einzustehen, dass ein bestimmter tatbestandlicher Erfolg nicht eintritt (§ 13 StGB). Sie ist Voraussetzung für eine Strafbarkeit wegen Unterlassens. Die verpflichtete Person heißt Garant. Jetzt lassen wir das Strafgesetzbuch einmal beiseite, halten aber die IdeeWeiter Lesen

Bayern hat zwei Nationalparke. Seit 1970 den Nationalpark Bayerischer Wald und seit 1978 den Nationalpark Berchtesgaden. Ein dritter Nationalpark soll auf den Weg gebracht werden. Freude! Mit in der Auswahl ist die Region, in der ich lebe: Die „Gebietskulisse Donauauen“ erstreckt sich nämlich von der Lech-Mündung über Neuburg a. d. Donau bis nach Ingolstadt. Große Freude!! Im heutigen (09.01.18) Beitrag des Donaukuriers „Alles im Fluss“ zum möglichen Nationalpark Donau-Auen kommt unter anderem der Bürgermeister von Burgheim – Herr Michael Böhm – zu Wort. In seiner persönlichen Wahrnehmung vor Ort vernimmt er überwiegend Zustimmung zum Nationalpark, konstatiert aber zugleich die Unüberhörbarkeit der Gegner des Projekts: „Eine Minderheit vermittelt lautstark den Eindruck der Mehrheit und die schweigende, friedvolle Masse hat deshalb Hemmungen.“  Im (schweigenden, friedvollen) Netz fand ich tatsächlich nicht was ichWeiter Lesen

In Wolnzach (Landkreis Pfaffenhofen) hält eine Familie zur Selbstversorgung ein paar Hühner und einen Hahn. Nachbarn fühlen sich durch das Krähen des Hahns belästigt. Sie bemühten die Justiz und klagten dagegen. Jetzt hat das Amtsgericht Pfaffenhofen entschieden: Der Gockelhalter hat „Maßnahmen zu ergreifen, die es ausschließen, dass von seinem Grundstück Beeinträchtigungen durch Hahnkrähen ausgehen“. Das Gericht stufte das Krähen als „nicht ortsüblich“ ein. Willkommen in der Pathologie! Aber das Gericht hat wohl (zwischenzeitlich) recht. Was ist nämlich (heute) ortsüblich? Zumal vor Ort im Landkreis Pfaffenhofen? Im nur ca. 5 km südwestlich von Wolnzach gelegenen Eschelbach wurde im Juli 2017 die Baugenehmigung für die größte(!) Hühnermastanlage in Bayern (145.000 Tiere) erteilt. Im Nachbarsgarten kräht nach dem Urteil kein Hahn mehr. In Eschelbach sowieso nicht. Diese (neue) Ortsüblichkeit kotzt mich an! (51)Weiter Lesen

Wer keinen Bock hat, der hat keine Lust. Es ist Frühling. Da hat man Bock! Namentlich im Mai. Der eine – von den Benediktinern aus Scheyern – ist recht ordentlich. Der andere – von den Benediktinern aus Plankstetten – ist dieses Jahr ein Traum (großes Kompliment Max). Er geht – so am 1. Mai bereits an der Quelle festgestellt – runter wie Öl. Das gilt auch noch für heute, den 31. Mai. Und weil er so herrlich zu langsam und lange Gegrilltem mundet – diese Saison fängt gerade erst richtig an – habe ich im Keller noch eine ganze Herde. Beruhigend. Er ist nämlich restlos ausverkauft 😉 (50) – Marginalie – (52)

Müsste ich eine Lieblingslimonade benennen – es wäre diese. Hier mein Loblied. Ich ahnte dabei immer, dass ihr Platz im now-Sortiment nicht unumstritten ist… Sie ist speziell. Seit einiger Zeit scheint sie immer ausverkauft. Das habe ich mir natürlich nicht vorgemacht. Sie haben es tatsächlich getan! Eine Nachfrage an der Quelle brachte Bestätigung: „Leider ist es wirklich so, dass wir Ende 2016 unsere Lammsbräu Birne-Hopfen ausgelistet haben. Der Grund hierfür sind die steigenden Absatzrückgänge der letzten Monate.“ „Steigende Absatzrückgänge“. Banausen! Ein ordentlicher Abschied sollte Trost verschaffen. Mein Aufruf in den Facebook-Freundeskreis brachte schnelle Hilfe. Im Hofladen vom Gemüsehof Niederfeld schlummerten noch Restbestände. Ich sicherte mir einen Kasten. Dieser wird jetzt mit steigendem Wehmut geleert. Lange wird es eh nicht dauern – mein Sohn schätzt das Kracherl nämlich auch sehr. UndWeiter Lesen

The year after. Das Jahr eins nach den letztjährigen Feierlichkeiten zum 500. Geburtstag des Reinheitsgebots. Erster Eindruck: An der Donau nichts Neues. Ingolstadt vollzog soeben zum vierten Mal sein „Fest zum Reinen Bier“. Mit dabei: Danielbräu, Herrnbräu, Nordbräu, Schwalbenbräu, Hofbrauhaus Freising, Gutmann, Riedenburger, Schneider (Essing), Weltenburger und – erstmalig – Yankee & Kraut. Die Zeit um 1516 gab und gibt den Takt vor: In Musik, Gewand und Unterhaltung. Eine solide Veranstaltung. Gut und aufwendig organisiert. Soweit so bekannt. Damit wird es aber wohl nicht (mehr) gelingen den Bogen neugierig und glaubwürdig ins Heute zu spannen. In eine quicklebendige, kreativ-pulsierende Bierszene, die der lange vergessenen Vielfalt des wunderbaren Tranks Respekt zollt. Das gewählte Format stößt hier an Grenzen. Das zeigt sich bereits an einem nicht zu unterschätzenden Detail. Für alle ausgeschenktenWeiter Lesen

Einkaufen letzten Freitag. Ein Supermarkt in der Berliner Straße. Zur saisonalen Orientierung: Es ist Mitte Februar. Es ist Winter. Auf dem Parkplatz – unübersehbar – diese Botschaft: Verwirrung. Mir geht der „kurze Feldweg“ durch den Kopf – der sieht in Ingolstadt (idealerweise) so aus. Donnerwetter! Hier werden die Kunden also bereits +/- vier Monate vor der Erdbeerzeit auf Frische und Regionalität eingeschworen. Etwas übertrieben finde ich. Andererseits – warum eigentlich nicht? Saisonalität und lokale Wertschöpfung sind sehr wichtig. Und Vorfreude die bekanntlich Schönste. Die Schiebetüren öffnen sich. Gleich rechts, noch vor dem eigentlichen Eingang, dann dieses Angebot: „SanLucar Erdbeeren“ aus der südspanischen Region Huelva … arrrgh. Lupenreine Kundenverarsche! Auf Kosten der Umwelt und des Geschmacks. Letzteres ist freilich subjektiv. Frau Kellyanne Conway dürfte mit diesen alternative facts sicher zufrieden sein.Weiter Lesen

In meiner Referendarszeit durfte ich für die Vertretung der Stadt von New York beim US-Kongress ein sechswöchiges Praktikum in Washington D.C. absolvieren. Am 20. Januar 2001 konnte ich deshalb bei der Vereidigung von George W. Bush – Al Gore wäre mir lieber gewesen 😉 – dabei sein. Warm greetings to Kirsten and William!!! Ich bin auch deshalb dieser Tage gedanklich sehr häufig über dem Atlantik. Ach Amerika! Zur Stunde genieße ich das letzte Weilchen unter obiger Adresse einen sympathischen, vernunftbegabten und stilsicheren Menschen in politischer Verantwortung zu wissen. Und es ist ja nicht nur er allein 🙂 Das Buch – ich habe es mir kürzlich für den Nachgeschmack gekauft – passt ganz hervorragend hierher! Auf Seite 252 findet sich ein anziehendes Rezept für „cauliflower mac and cheese“ und auf SeiteWeiter Lesen

Interview im Ingolstädter Donaukurier mit Christian Schmidt (Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft). Frage der Zeitung: Zur nicht unwichtigen Präzisierung: Die 0,75 Quadratmeter beziehen sich auf ein Schwein mit bis zu 110 kg … ! Die Antwort des Ministers: Ich probiere es mal. Gemäß Schmidt gewährleisten die gesetzlich festgeschriebenen Mindeststandards eine tiergerechte Haltung. Und Platz im Stall, der über diese gesetzlichen Standards hinausgeht, führt zum Tierwohl(label). Demnach gehört also das Wohl der Tiere beim Mindeststandard nicht zur tiergerechten Haltung. Einen anderen Schluss kann ich dem ministrabelen Klimmzug nicht entnehmen. Und damit hätte er sogar Recht. Die Mindeststandards für die Haltung von Schweinen in Deutschland (auch jenseits der reinen Platzfrage) haben mit deren Wohlergehen (gar einem Sauwohl) nichts gemein! Im Gespräch stellte Schmidt dann aber gleich noch klar, dass mit dem (nochWeiter Lesen

Noch ein Nachtrag zum neuen Slow Food Genussführer. Seine Schokoladenseite zeigt er untrüglich von vorne: Sein Rücken sieht so aus: Kommen wir schließlich zum Blickwinkel, der Grund für diese Zeilen ist – sein Vorderschnitt: Der Genussführer ist noch jung. Es ist erst seine dritte Veröffentlichung. Das bedingt eine große Dynamik. In der ersten Ausgabe waren 300 Wirtshäuser vertreten, in der zweiten bereits 400, und jetzt sind es schon über 500. Dazu kommt, dass noch nicht jedes regionale Slow Food Convivium überhaupt eine Testgruppe gebildet hat, die Empfehlungen für das nationale Gemeinschaftswerk abgibt. Und es gibt natürlich Testgruppen, die fleißiger sind als andere. Trotzdem! Ein bisschen Stolz darf sein. Man konzentriere sich dazu auf die zwölf farbigen Registermarken im Buchschitt. Für den praktischen Schnellzugriff (man kennt das ja von Telefonbüchern) wurdenWeiter Lesen

Meine Regelbeziehung zur Werbung: Sie nervt. Im Postfach und Briefkasten – selbstredend trotz Junk-Filter und Stopp-Aufkleber. Sie unterbricht Filme – ein Grund warum ich kein Privatfernsehen schaue. Findet gar – entwürdigend – Einzug in den Namen von Sportvereinen… Ein weiterer Regelfall: Es geht um Produkte und Dienstleistungen, die ich sowieso nicht nachfragen werde. Wie gut, dass ich mich zum Entladen, zum von der Seele reden, hier in meinem Blog gelegentlich auf die Couch legen kann. 😉 Es gibt dafür zwischenzeitlich einige Beispiele – wer Lust hat: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, oder 9. Wo Schatten ist, gibt es natürlich auch Licht: Hier, dort und da. Heute eine ganz geerdete, aber vielleicht gerade deshalb gelungene Werbung. Jedenfalls hat sie mich angesprochen. Und das heißt was, bin ich dochWeiter Lesen

Heute war die Einweihung des Sportbades in Ingolstadt. Es hat das alte Hallenbad nun auch tatsächlich abgelöst (wehmütiger Abschied). Felix Ingolstadt! Gekonnt eingebettet in das Glacis, entstand am Rand der historischen Altstadt ein prächtiges Bad mit 50 x 25 Meter-Sportschwimmbecken (durch zwei Hubwände in drei 25-Meter-Becken aufteilbar) samt 25 x 12,5 Meter-Lehrschwimmbecken. Das dürfte 2016 selbst in weiten Teilen unseres sehr wohlhabenden Landes als Science-Fiction gelten. Was für ein Glück! Felix Austria hält dagegen gerade offensichtlich inne. Beim ersten Wahlgang der gestrigen Bundespräsidentenwahl waren ein bisserl viel Nichtschwimmer unterwegs … Zurück nach Ingolstadt. Der reguläre Bade- und Saunabetrieb im Sportbad beginnt morgen mit dem Frühschwimmen ab 06.30 Uhr. (42) – Marginalie – (44)

Ich fand das Nachdenken darüber erquicklich. Friedrichshofen. Am Zaun der Thomas-Kindertagesstätte. Der Spruch stammt vom emeritierten Limburger Bischof Franz Kamphaus (der leider einen sehr mühsamen Nachfolger hatte): (40) – Marginalie – (42)

Nach dem Kauf von SABMiller durch Anheuser-Busch InBev (für 96 Milliarden Euro…) fragt Spiegel Online gerade „Zu welchem Konzern gehört mein Bier?“. Als Hilfe gibt es Erklärgrafiken zum Anklicken. Selten eine so nutzlose Handreiche bekommen … Mein Bier wird niemals ein Konzern brauen 😉 (39) – Marginalie – (41)

Volksfeste haben es heute nicht leicht. Anno dazumal im ereignisarmen Arbeitsjahr von allen sehnsüchtig erwartet um ungezügelter Lebensfreude endlich Raum zu geben, wurde ihnen bereits seit geraumer Zeit (auch) durch eine penetrante allgegenwärtige Spaß-, Party- und Eventkultur der Rang abgelaufen. Die vielen fast jederzeit zugänglichen Freizeitparks erschweren ihnen das Leben zusätzlich. Stellt man sich diesen Veränderungen nicht, wird man nach hinten durchgereicht. Dort ist für mich das Ingolstädter Volksfest angekommen. Egal ob Pfingsten oder jetzt im Herbst. Nach dem eröffnenden – regelmäßig gelungenen! – Festzug versinkt die Veranstaltung für den Rest ihrer Zeit in Lieblosigkeit und Ballermann-Anmutung. Natürlich habe ich dabei im Besonderen zunächst das Essen im Auge. Eine nicht unwesentliche Zutat für Lebensfreude! Dieser unglücklich formulierte Bericht (Überschrift und Einleitungssätze) hat mir vergangenen Freitag Hoffnung und Lust gemacht. VorWeiter Lesen

Kann es einem zu gut gehen? Ich weiß es nicht. Die Wenigsten würden es jedenfalls beklagen. Ingolstadt – und das ist gut – geht es gut. Sehr gut. Zu gut? Und wäre das dann schlecht? Ich weiß es nicht. Gleichwohl habe ich heute darüber nachgedacht … Gegenwärtig wird nämlich die Fassade unserer Hohen Schule (Sitz der ersten bayerischen Landesuniversität!) renoviert. Und dazu wurde der Ostseite (die mit Eppeleins Fresko) tatsächlich dieses Umstandskleid spendiert: Nachtrag (15.09.2015). Die Nordseite: (37) – Marginalie – (39)

Werbesprüche nerven in der Regel. Dieser gefällt mir! Der Händler für Lebensmittel aus biologischem Landbau – Alnatura – stellt zunächst fest: „Die Nachfrage nach Bio wächst schneller als die Bio-Anbaufläche: In Deutschland gibt es rund 23.000 Bio-Betriebe; etwa sieben Prozent aller deutschen Landwirte wirtschaften nach ökologischen Richtlinien. Doch während immer mehr Menschen in Deutschland biologische Lebensmittel kaufen möchten, stellen immer weniger Bauern auf Bio um.“ Und reagiert darauf mit einem gezielten Förderprogramm bei der Umstellung von Höfen auf Bio. Sein Name: Gemeinsam Boden gut machen. Großartig! Nebenbei: Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2015 zum „Internationalen Jahr des Bodens“ ausgerufen. (36) – Marginalie – (38)

Man kommt dem Thema einfach nicht aus: Ich bin damit aber vollkommen einverstanden. Schließlich war der Wittelsbacher Otto Friedrich Ludwig von 1832 bis 1862 erster König von Griechenland. Für mich der mit Abstand beste Grieche der Stadt: Restaurant Aphrodite, Kreuzstraße 4, 85049 Ingolstadt, Tel. 0841/32886: Gemessen daran, dass Griechenland eine der köstlichsten Länderküchen der Welt bietet und es dem Aphrodite in Ingolstadt faktisch an satisfaktionsfähiger Konkurrenz fehlt, wäre aber noch einiges an Luft nach oben drin … Ich sage das, weil ich den Laden von Jiorgos mag! PS: Leider habe ich immer noch keine (sichere) Einkaufsquelle für meinen Lieblings-Ouzo „Pitsiladi“ – siehe unter WANTED. (35) – Marginalie – (37)

In einer Welt des schönen Scheins ist es wohltuend, wenn selbst der dritte Blick den ersten anmutigen Eindruck bestätigt. Ein lobenswertes Beispiel für Gewissenhaftigkeit: Das Riedenburger Brauhaus handwerkt mit Rohstoffen aus ökologischem Landbau. Die Ergebnisse sind großartig … Der dritte Blick: Was ist mit den Werbeartikeln? Sie tragen nicht weniger als den Namen der Unternehmung – und das gewollt laut und deutlich: Die Kriegers arbeiten bei ihrer Promotion-Bekleidung mit Produkten des dänischen Labels Neutral. Alle Artikel sind aus 100% Bio-Fairtrade-Baumwolle: Wie sagte Friedrich von Schiller so schön: „Ein guter Abgang ziert die Übung.“ (34) – Marginalie – (36)

„Wie ein Wetterfähnchen drehst du dich im Wind. Woher der gerade weht ist dir egal, die Hauptsache ist, es ist der neueste Wind“ (Textzeile aus Wellenreiter von BAP). Heute im Donaukurier. Auf einer Anzeigenseite für die Gastronomie: „Restaurant …Regional – Saisonal – Lecker. Spargel und Erdbeeren“. Was soll das? Aufgrund des schönen Wetters hat tatsächlich die Spargelzeit begonnen. Aber Erdbeeren? Mitte April? Wohlgemerkt – der Wirt wirbt mit Regionalität und Saisonalität … Nepper, Schlepper, Bauernfänger. Heute ist vieles ganz schnell regional und saisonal … Daher bitte hinterfragen! Das Thema und die Idee dahinter sind es wert. Ein anderer Wirt aus der Region macht das sehr löblich so! (33) – Marginalie – (35)

Das Trommelfeuer der Werbung nervt. Wie sinnvoll ist dagegen so mancher Kropf … Aktueller Gipfel des Schwachsinns: Wie ein Discounter(!) uns weismachen will, woran man gutes Essen erkennt … Der Fall ist aber einfach gelagert: Von Lidl sollte es schon mal nicht sein! Umso größer ist die seltene Freude gute Reklame in Händen zu halten. Ein Beispiel dafür ist das aktuelle Kundenmagazin des feinen, inhabergeführten (Roland Muck) Spezialgeschäfts SPORT IN: Die unaufdringliche, freundliche und hochkompetente Art des Hauses setzt sich hier einfach schwarz auf weiß fort. Nach der kurzweiligen Lektüre hat man Lust auf draußen! Und sollte dafür etwas fehlen …! Besonders gefallen haben mir die vielen Tipps für Unternehmungen vor der Ingolstädter Haustüre. Es gibt aber auch Fingerzeige bis in den marokkanischen Hohen Atlas. Am Ende des Hefts stehtWeiter Lesen

Seit September porträtiert der Donaukurier alle 14 Tage Menschen unserer Region in einer sehr großzügigen Wochenendbeilage. Die Publikation trägt den Titel „Hier!“ Die Ausgabe 05/2014 war dem Benediktinermönch (Kloster Plankstetten) Andreas Schmidt gewidmet. Wo er Recht hat, hat er Recht: (31) – Marginalie – (33)

Der Bericht vor dem Mittagessen war jetzt vielleicht doch ein bisserl viel Burgenland … Österreich… Oder zu wenig? Zu wenig! Solche Sehnsuchtsanfälle – namentlich wenn dann auch noch Wien ins Spiel gerät – sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wohl dem, der jetzt weiß wo er – ohne die Koffer zu packen – schnelle Tröstung und Erbauung erfährt: Pfarrgasse 6 – „Patisserie Chocolaterie mundgerecht“: Geretttet! En passant – viele Läden reden heute von der Verwendung regionaler Produkte. Ein Blick auf die Website von mundgerecht zeigt, wie das wirklich geht – Respekt! (30) – Marginalie – (32)

Wie schwach ist das denn? Nach etwas Bewegung Ende 2012 = Antrag Stadtratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – folgte erst einmal Stillstand im gesamten Jahr 2013. Und auch kein Stadtratsbeschluss … 2014 zu Pfingsten ging dann die Türe einen Spalt auf – das erste Bio-Hendl auf einem Ingolstädter Volksfest. Ein Anfang. Am Freitag war ich auf dem Herbstfest. Da gibt es immer nur ein Festzelt (Pfingsten zwei). Diesmal: Nordbräu (Festwirt: Lanzl). In der Karte findet sich „eine Portion Bio-Bergkäse“. Bio-Hendl? Jetzt ratet mal: Blieb der Fuß in der Tür? Weitete sich der Spalt gar? Leider ist es die noch mögliche dritte Variante. Die Tür ist (wieder) zu. Was für ein Elend! Wir hatten eine Buchberger-Brezn mit etwas Emmentaler vom Mittl. Morgen aber gibt es Hendl! Dort wo man offenbar zaubern kann …Weiter Lesen

Spielzeitbeginn 2014/15 des Stadttheaters Ingolstadt: „Komm! ins Offene, Freund!“. Seit Jahren gibt es keinen Turm aus Elfenbein (mehr). Das Haus und seine schöpferischen Menschen öffnen sich – neben der klassischen Bühnenpräsenz – mit einer Vielzahl an frischen Aktivitäten in und für die Stadt. So auch am Wochenende. Ein Traum, eine Gnade, dieses Theater in der Stadt zu haben! Was für eine Inszenierung. Was für eine Arbeit. Es war absolut fantastisch! Die Kamera blieb daheim. Ich wollte mich entspannen und unmittelbar präsent sein. Mein Old School Mobile hatte aber einen Blick für Gulliver: André Heller hätte seine Freude gehabt! Ich musste während des Spaziergangs oft an ihn denken. Schon ewig wollte ich ihn auf dem Blog einmal fallen lassen. Es passt gerade. Diese Scheiben schließen Räume auf! Treibstoff für Abenteuer imWeiter Lesen

In der letzten Donaukurier-Beilage „Der Sonntag“ (9./10.08.) findet sich ein Bericht über das Picknick-Phänomen „Dîner en blanc“: Ich habe immer schon damit geliebäugelt, einmal an einem solchen teilzunehmen. Gemeinsames, lustvolles Tafeln – so viele offene Türen kann man bei einem Slow Foodler gar nicht einrennen! Freilich würde ich neben der weißen Garderobe besonders darauf achten, dass vor mir gutes Essen und Trinken steht … Das besondere Picknick ist eine Domäne der (weltweiten) Großstadt. Laut Donaukurier finden sich aber in unserer Region ebenfalls Tafelrunden zusammen. So wird aus Neuburg und Berching berichtet. Allein in Ingolstadt … Dabei gibt es seit 2009 einmal im Jahr vor Ort ein Abendessen in Weiß. Den Fotos nach fand dieses bisher abwechselnd im Planetenpark (Schlosslände), im Park vor dem Christoph-Scheiner-Gymnasium und im Park neben dem HerzogskastenWeiter Lesen

Gewusst? „Der Oktober ist eine Frau.“ Im Ankündigungstext für die 20. Ingolstädter Künstlerinnentage (28.09. bis 30.10.2014) steht ein scheinbar unscheinbarer Satz: „Der Vorverkauf für die Veranstaltung mit Monika Gruber findet exklusiv am Samstag, 26. Juli, von 11 bis 14 Uhr in der Kleinkunstbühne Neue Welt statt.“ Respekt! 11:15 Uhr heute vor Ort: Für Freunde der Abendkasse (muahahaha!): Der Auftritt der Gruber ist am 01.10.2014 um 20:00 Uhr im Stadttheater. (26) – Marginalie – (28)

Der Kuchen ist (hoffentlich) groß genug. Ich meine, wenn sich Brüssel, Berlin und München ihre Stücke abgeschnitten haben … Auf jeden Fall ist er uns am nächsten. Und deshalb ist es gut, dass heute unser Stadtrat diesen Mann zum neuen Umweltreferenten der Stadt Ingolstadt gewählt hat: Rupert Ebner. Auf dieser Position ein Slow Food Mitglied, einen Conviviumleiter (von München), gar einen Vorstand von Slow Food Deutschland zu wissen, ist extra prima good! Lieber Rupert – herzlichen Glückwunsch. Und jetzt mach hin! (25) – Marginalie – (27)

Es gibt Dinge, die benötigt man höchst selten. Die minimale Auswahl – was rede ich eigentlich – nix Auswahl, ein Angebot habe ich gefunden, spricht dann auch für diese zulässige Verallgemeinerung. Der Anlass ist hingegen hoch erfreulich! Ich war heute auf der Suche nach einer Geburtstagskarte. Morgen wird nämlich meine Großtante (die Schwester meiner Oma väterlichseits) – in unserem Teil der Großfamilie allgemein als „Tante Anni“ anerkannt – tatsächlich 100 Jahre alt! Mich beschäftigte sogleich die Frage: Wie viele Hundertjährige (und darüber) gibt es in Deutschland eigentlich? Die aktuellsten Zahlen des Statistischen Bundesamts dazu stammen vom „Zensus 2011“ (Stichtag 9. Mai 2011): Es waren 13.445. Immerhin. Ich hätte gedacht es wären weniger. 1956 waren es nur 100 … Liebe Tante Anni – von Herzen alles Gute! Ob sie morgen aus dem FensterWeiter Lesen

Es gibt für mich 123 Gründe hier nicht Gast zu sein. Seit diesem Monat lässt der Junk-Food-Konzern McDonald’s den Einsatz von gentechnisch veränderten Futtermitteln in der Hähnchenmast wieder zu. Jetzt sind es 124. By the way – ich bin mir zwischenzeitlich sicher: Mülleimer wissen ganz genau was sie lieben. Seht selbst: (22) – Marginalie – (24)

Gutes Essen ist gar nicht hoch genug zu bewerten. Seht mal her: Elizabeth Alexandra Mary besuchte gestern Jorge Mario Bergoglio. Meldungen zu Protagonisten aus europäischen Adelshäusern gehe ich für gewöhnlich standhaft aus dem Weg. Heute mache ich eine Ausnahme. Die konstitutionelle Monarchin von 16 souveränen Staaten und Oberhaupt des 53 Staaten umfassenden Commonwealth of Nations sowie weltliches Oberhaupt der anglikanischen Church of England – Elisabeth II. – trifft in Rom den monarchischen Souverän der Vatikanstadt, Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche und Bischof von Rom, Hirte der Universalkirche, den irdischen Stellvertreter Jesu Christi – Papst Franziskus. Protokollarisch lässt sich diese Luft kaum noch atmen … Was hat sie ihm mitgebracht? Einen Korb mit Bioprodukten aus königlichen Anwesen. Darin – die Meldungen variieren – Marmelade, Eier, ein Glas Honig aus dem Garten desWeiter Lesen

Ich war mal bei der Mehrheit. Selbstverständlich! Heute gehöre ich zu einer Minderheit. Unglaublich. Mein gerade zum Ausdruck gebrachtes Selbstverständnis signalisiert Besorgnis. Das Minoritätendasein hat nämlich an Qualität gewonnen – wir sind noch weniger geworden. Das ist nicht gut. Habe ich etwas falsch gemacht? Nein. Im Gegenteil. Mein Tun lies mich mit Jahrgang 1969 in den Jahren 1990, 1996 und 2002 ganz natürlich zur Mehrheit gehören. Doch plötzlich 2008 – und ich habe nichts geändert – gehörte ich zu den Wenigeren = 47,32%. Gestern nun, haben nur noch 42,36% der wahlberechtigten Ingolstädter ihre Stimme bei der Kommunalwahl abgegeben. Unheimlich! Ich will – unter Beibehaltung meiner Affinität zum bestimmungsgemäßen Gebrauch von Wahlurnen – wieder zur Mehrheit gehören. Bitte! Allen Gewählten gilt mein Glückwunsch – vor allem den Debütanten. Ich wünsche mirWeiter Lesen

Neun Parteien/Vereinigungen bewerben sich derzeit um die 50 Plätze im Ingolstädter Stadtrat – acht Kandidaten wollen Oberbürgermeister werden. „Bitte keine Werbung“ steht auf unserem Briefkasten. Einschließlich vorgestern haben das alle, bis auf eine mühsame Gruppe am rechten Rand der Tauglichkeit, akzeptiert. Diese Kameraden setzten sich dreist über unseren kundgegebenen Willen hinweg und beglückten uns mit ihrem Müll. Das ist nichts anderes als eine Eigentums- und Besitzstörung sowie eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts. Ausdrücklich auch bei Wahl- und Parteienwerbung! Siehe dazu exemplarisch Kammergericht Berlin (Urteil vom 21.09.2001, 9 U 1066/00), Oberlandesgericht Köln (Urteil vom 07.08.1991, 6 U 32/91), Oberlandesgericht Frankfurt (Urteil vom 01.11.1990, 6 U 136/88) oder Landgericht Bremen (Urteil vom 30.11.1989, 2 O 1457/89). Gestern gesellte sich leider nun eine zweite Gruppierung, mühsam agierend am linken Rand der Tauglichkeit, dazu. GleichesWeiter Lesen

Ich muss und will es unumwunden eingestehen – es hat leider nicht gewirkt. Von wegen „Ende einer Frage“ … Als wäre nichts unternommen, fordert man weiterhin eine Antwort von mir. Wohlerzogen wie ich bin, wissend dass der weisungsgebundene Fragesteller keine wirkliche Wahl hat, gebe ich sie. Ohne Zirkus. Hilfe könnte jetzt ein Geburtstagsgeschenk leisten. Dem lieben Gönner ist es hoch anzurechnen – beantwortet er die Frage doch regelmäßig mit nur zwei Buchstaben. Ich rechne deshalb übrigens fest damit, dass ihm der Kauf Punkte gebracht hat! (18) – Marginalie – (20)

Dieser Aufkleber findet sich auf unserem Briefkasten: Er bringt in Bild und Schrift ein ganz konkretes Anliegen unmissverständlich zum Ausdruck. Ich finde, man darf ihn ob seiner einfachen Klarheit sogar als überaus gelungen bezeichnen. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat bereits 1988 (Urteil vom 20.12.1988, VI ZR 182/88) entschieden, dass der Einwurf von Werbematerial trotz eines erklärten entgegenstehenden Willens (Aufkleber!) eine Eigentums- und Besitzstörung sowie eine Verletzung des Persönlichkeitsrechts darstellt. Daraus resultiert ein Unterlassungs- und Abwehranspruch aus § 823 I BGB i.V.m. § 1004 BGB bzw. §§ 903, 1004, 862 BGB. Das Bestreben „keine Werbung“ umfasst ausdrücklich auch Wahl- und Parteienwerbung. Siehe dazu exemplarisch Kammergericht Berlin (Urteil vom 21.09.2001, 9 U 1066/00), Oberlandesgericht Köln (Urteil vom 07.08.1991, 6 U 32/91), Oberlandesgericht Frankfurt (Urteil vom 01.11.1990, 6 U 136/88) oder Landgericht BremenWeiter Lesen