Zum Stammtisch

Neben allerlei anderer Aktivitäten trifft sich Slow Food Ingolstadt regelmäßig (eigentlich monatlich – siehe Termine) zum Stammtisch. Dabei sind wir immer woanders zu Gast. Zumeist in „unseren“ Genussführer-Wirtshäusern. Letzte Woche zum Beispiel im Neuburger Neuwirt:

Hier pflegt man – unter anderem – die Kunst der Pause:

En passant erhielten Anke und Karl Deiml ihre Urkunde für 2019:

Slow Wine 2019

Es ist ein angenehmer Brauch. Gestern besuchte ich in München bereits zum sechsten Mal die Slow Wine Degustation. Die Veranstaltung fand diesmal ausschließlich in der Enoteca des Eataly statt.

Wie immer notiere ich nachfolgend kurz meine Entdeckungen. Und bin froh, sie hier stetig zu finden. Ihr glaubt gar nicht, wie oft ich sie nachschlage – gerade bei der Planung von Landpartien in die Weinregionen.

Piemont. Agricola Brandini. Langhe Nebbiolo Filari Corti 2016 (toll!) und Barolo Annunziata 2014. Hochgehalten von Giovanna Bagnasco, die zusammen mit ihrer Schwester Serena den Bio-zertifizierten Betrieb führt:

Piemont. Azienda Agricola Guido Porro. Barolo Vigna Lazzairasco 2014. Hochgehalten von Guido Porro:

Sizilien. Feudo Disisa. Monreale Catarratto Lu Bancu 2017.

Apulien. Gianfranco Fino. Es 2016 (100% Primitivo). Hochgehalten von Simona Natale:

Friaul-Julisch Venetien. Damijan Podversic. Kaplja 2014 (Chardonnay, Friulano, Malvasia). Hochgehalten von Tamara Podversic.

Naturschönheit in Bayern

Das Volksbegehren Artenvielfalt & Naturschönheit in Bayern „Rettet die Bienen!“ kann man an Wichtigkeit eigentlich nicht überschätzen. Seine Notwendigkeit liegt in sträflichsten Versäumnissen und einer aberwitzig falschen Interessengewichtung der Politik über viele Jahrzehnte hinweg. Eine stetig wachsende Zahl an Menschen hat es satt. Auf der Zielgeraden entdecken die aufgeschreckten Gegner des Begehrens (an deren Spitze CSU und Bauerverband) plötzlich die „Kleinbauern“ für sich und versuchen der Entwicklung mit Panikmache, Desinformation und den ewig gestrigen (wie nutzlosen) Appellen an die Freiwilligkeit zu begegnen. Echte Bauernvertretung – gerade auch für konventionelle Betriebe! – findet man längst hier, bei der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft. Diese hat gegen die mühsame Stimmungsmache hilfreiche Richtigstellungen formuliert. Und in der Politik glaubt die CSU wohl offensichtlich immer noch, dass sie bei den letzten Wahlen nur Stimmen an die (sogenannte) AfD verloren hat.

Dass Slow Food ein Gefühl für Zeit hat, ist eh ausgemachte Sache… Auf den Punkt zum Start des Volksbegehrens ist das aktuelle Slow Food Magazin Februar/März 2019 erschienen. Auf der Rückseite des Hefts findet sich:

Da werden die Slow Food Feunde außerhalb Bayerns Augen machen! Dass diese Geschichte – derzeit 😉 – nur in Bayern zu haben ist, steht nirgends… Seht es als Fingerzeig für den Rest der Republik!

Seit heute (31.01.19) Morgen (8:00 Uhr) kann man sich bei den örtlichen Eintragungsstellen für das Volksbegehren einschreiben. Noch bis zum 13.02. Um ein Eintragungslokal in der Nähe zu finden, gibt es hier (Rathausfinder) ein nützliches Werkzeug. Achtung! Man kann sich auch an den beiden Samstagen (02.02. und 09.02.) einschreiben. So hat Ingolstadt sein Rathaus dafür jeweils von 9:00 – 12:30 Uhr geöffnet. Und vergesst nicht euren Ausweis!

Wo ich heute um kurz nach 8:00 Uhr war, muss ich wohl nicht weiter betonen…

Mitmachen! Und andere dafür begeistern! Auf gehts!

PS: Der Beruf des Landwirts (nicht selten ist es eine Berufung) ist für mich einer der drei wichtigsten die es gibt. Ich begegne ihren Angehörigen deshalb stets mit großer Wertschätzung, manchmal sogar mit ein bisserl Neid. Wer mein Engagement für die Ziele von Slow Food kennt und sich auch nur ein wenig durch den Blog liest, weiß das. Damit gilt aber auch: Wenn eine Position wichtig ist, hat ihr Inhaber in Regel auch eine besondere Verantwortung. Und es besteht das Risiko mehr falsch machen zu können, respektive haben hier Fehler größere Wirkungen.