Schanzer Biertour

Wenn man in der Ingolstädter Altstadt arbeitet – genauer in der Hohe-Schul-Straße (gleich neben Georgianum und Bierbrunnen) – dann entkommt man ihm unmöglich: Oswin Dotzauer. Stimmgewaltig und mit ureigener Diktion schlüpft er vor Ort und in den angrenzenden Vierteln durch den ganzen Jahreslauf in fast unzählige Rollen. Einmal taucht er im Umfeld von Dr. Frankenstein auf, dann wieder als Nachtwächter. Geht es um Bier, trifft man Dotzauer als Mönch, Bierkutscher und – wohl in seiner bekanntesten Verkleidung – als Herzog Wilhelm IV:

Im Netz unter „Ingolstadt erleben“ kann jedermann sich ganz offiziell in seine und weitere Gesellschaften begeben. Vor knapp zwei Wochen habe ich das (endlich) einmal getan – als Teilnehmer bei der Schanzer Biertour:

Auch wenn ich als Nachbar bereits seit vielen Jahren reichlichst Augen- und Ohrenzeuge der Geschichten war, darf ich gerne bekunden, dass es eine kurzweilige, liebevoll gemachte Veranstaltung ist. Außerdem weiß ich jetzt, woher genau der Ausdruck „Zwickelbier“ herrührt. Das war mir bisher tatsächlich unbekannt.

Aufgemerkt! – am Ende der Runde hat man ca. eine Maß verkostet… Aufgeteilt in vier verschiedene Proben: Ein (um die Ecke) hausgebrautes Helles, ein Weißbier, ein dunkler Bock (der vor Ort nicht so einfach zu haben ist) und ein heller Doppelbock. Einige Impressionen:

Von diesem (feinen) dunklen Bock „Koźlak“ durfte ich vor einigen Jahren schon mal ein Flascherl probieren. Er wird in Ingolstadt gebraut – für den polnischen Markt:

Wer jetzt Lust bekommen hat. Heute – vor genau 503 Jahren – wurde bekanntlich das Reinheitsgebot in Ingolstadt verkündet. Siehe übrigens hier, was sich Slow Food Ingolstadt zu diesem runden Jubiläum vor drei Jahren hat einfallen lassen. Zurück ins Heute: Ab 17:00 Uhr kommen aus dem Bierbrunnen in der Hohe-Schul-Straße 100 Liter Freibier (Gerhard Polt: “The idea of Freibier in Bavaria is deeply religious!”). Ein Blick aus dem Fenster – die Ersten warten schon… 😉

Und ab Freitag tagt für drei Tage wieder das „Fest zum Reinen Bier“ (hier ein Bericht zur Premiere im Jahr 2014):

Zum Stammtisch

Neben allerlei anderer Aktivitäten trifft sich Slow Food Ingolstadt regelmäßig (eigentlich monatlich – siehe Termine) zum Stammtisch. Dabei sind wir immer woanders zu Gast. Zumeist in „unseren“ Genussführer-Wirtshäusern. Letzte Woche zum Beispiel im Neuburger Neuwirt:

Hier pflegt man – unter anderem – die Kunst der Pause:

En passant erhielten Anke und Karl Deiml ihre Urkunde für 2019:

Fingerzeig (52) – Pam Pam Ida

Gestern Abend gab es zwei Premieren für mich. Zum ersten Mal war ich in der Eventhalle am Westpark. Eine gute Location! Nicht unangenehm – es gibt dort Gutsbräu. Der Grund des Besuchs und damit das zweite Neuland: Ein Konzert von Pam Pam Ida (mit dem Silberfischorchester):

Eine tolle Entdeckung! Gute Musik, gute Texte, guter Stil und vor allem sehr angenehme, frische Typen:

Die 2015 gegründete Band (Andreas Eckert – Sänger und Komponist, Christian Winkler, Thomas Thumann, Daniel Randlkofer, Jürgen Neumeier und Julian Menz) ist ein herrlich regionales Gewächs. Sie kommt aus dem Schambachtal (Sandersdorf/Altmannstein).

2017 veröffentlichten die Jungs ihr erstes Album „Optimist“ und hatten auf der Bühne der Neuen Welt ihr erstes Konzert. Jetzt im Januar folgt der zweite Streich mit „Sauber“:

Pam Pam Ida hat die allerletzten Phase als Geheimtipp verlassen und schickt sich gerade an ein bayerisches Aushägeschild zu werden. Zu Recht! Auf ihrer aktuellen Tour gastieren sie am 14. März 2019 wieder heimatnah in Neuburg.

(51) – Fingerzeig – (53).