Lebkuchen mit … Bier!

Lebkuchen genießen. Die einen machen sich dazu Kaffee. Anderen Tee. Und wieder andere, schenken sich ein Glas Milch ein. Gestern habe ich eine ganz neue Begleitung für das vorweihnachtliche Gebäck entdeckt und ausprobiert:

Starke Biere! Zur Annäherung der scheinbar ungleichen Paare habe ich mir die Sorten „Elisen“, „Caramel-Krokant“ und „Kokos-Ananas“ (alle von hier) hingelegt. Dazu zwei frische Winterbiere – den Weizenbock von Gutmann (7,2%) und den Weizen-Doppelbock „Zerberus“ von Hofmühl (7,5%) – das Porter „Dolden Dark“ vom Riedenburger Brauhaus (6,9%) und eines meiner letzten Fläschchen „Maibock“, ebenfalls aus Riedenburg (6,8%).

Eine überraschend gute Kombination! Der Maibock harmonisierte zu allen Lebkuchen am besten. Mit Abstand. Gut, dass er länger haltbar ist. Im nächsten Frühjahr werde ich also bei der Bevorratung im Mai auch kurz an die Vorweihnachtszeit denken… Die Weizenböcke (mit Vorsprung Gutmann) passten ebenfalls rundum. Das Porter tat sich dagegen schwerer – nicht aber mit dem fruchtigen „Kokos-Ananas“.

Ausprobieren! Berichtet mir gerne über eure Pairings.

Tea Time!

Ich trinke sehr gerne Tee. Abseits vom Schwarztee schätze ich besonders die Mischungen von Sonnentor. Der im österreichischen Waldviertel gelegene Betrieb ist eine echte Perle – man werfe zum Beleg dafür einfach mal einen Blick in deren Gemeinwohlbericht. Hut ab!

Das Kundenmagazin „Freude“ erscheint zwei Mal jährlich. Die aktuelle Ausgabe „Brot“ liegt noch ungelesen auf meinem Nachtisch. Der Frühjahrsausgabe 2019 mit dem Schwerpunktthema „Ohr“ konnte ich u. a. dieses schöne Zitat – „Traue keinem Ort, an dem kein Unkraut wächst“ – entnehmen. Und die Entdeckung der Website „Conserve the sound“, einem Online-Archiv für verschwindende Geräusche. Herrlich!

Das große Angebot an verschiedenen Tees stellt mich regelmäßig vor die Qual der Wahl (was für ein Luxus!). Zusammen mit meinem Sohn – er hatte zu meiner Freude interessiert zugesagt – wollte ich mich deshalb über den Sommer durch das Sortiment schmecken. Erleichtert wurde dieses Vorhaben durch die angebotenen Probierpakete. Vier verschiedene haben wir gefunden. Trotz doppelter Befüllungen hatten wir zum Start immerhin 46(!) verschiedene Sorten:

Die Teebeutel ruhten – unser Esszimmer angenehmt beduftend – zwischen Bücherrücken für ihren (fast) täglichen Einsatz. Dieser erfolgte jeweils am Morgen. Nach spontanem Gusto. Immer ungezuckert, um den Geschmack unverfälscht zu ergründen. Danach wurde die Verpackung geteilt und je nach Gefallen an den Küchenschränken den vier Kategorien – „sehr gut“, „gut“, „na ja“ und der mir bis dato unbekannten Schublade „Bruder muss los“ – zugeordnet:

Die langen Abende können nun kommen! Ein „sehr gut“ (wir waren wirklich streng) erreichten: „Elefantenstarkes Bengelchen“ und „Happiness Kind bleiben“:

Übereinstimmend „gut“ schnitten diese Kandidaten ab:

Zwei Tees – „Heavy Metal“ und „Laune gut, alles gut“ – fanden sich am Ende in der Wertung „Bruder muss los“.

Alles hochsubjektiv versteht sich. Hat Spaß gemacht! Auf Nachfrage bei Sonnentor – es steht nämlich nirgends – erhielten wir diese Richtschnur für die Zubereitung: „Generell empfehlen wir für einen Beutel eine Wassermenge von 250ml. Je nach Geschmack kann man natürlich mehr oder weniger nehmen oder den Tee kürzer oder länger ziehen lassen.“

Ausgewählte Sorten von Sonnentor gibt es in den jeweilgen Bio-Märkten. Das ganze Sortiment in deren Online-Shop oder – Tipp – in den Sonnentorläden am Stachus in München und in der Altstadt von Regensburg.

Weißbiertest: Die Alkoholfreien – Update (5)

Viele rote Fäden ziehen sich durch den Blog. Seit April 2012 so auch der mit alkoholfreien Weißbieren. Geschmacklich keine einfache Disziplin. Bisher habe ich 17 verschiedene (11, 2, 1, 1, 2) probiert. Jetzt kommen gleich vier weitere dazu:

Die Kandidaten (von links nach rechts): Die Bio Weisse aus Salzburg. 0,33 Liter in der Bügelflasche. Gefunden im Basic-Biomarkt (Levelingstraße 3, 85049 Ingolstadt). Schlossbrauerei Stein – Heinz vom Stein Bio-Linie (Naturland). 27 kcal/100 ml. Brauerei Kühbach. 16 kcal/100 ml. Weihenstephaner. 16 kcal/100 ml.

Keines hat Hopfenextrakt in der Flasche. Gut! Zu den säuerlich-wässrigen Typen gehören das Kühbacher und das Weihenstephaner. Beide sind (deshalb) nicht mein Fall. Die Salzburger Bio-Weisse macht eine recht ordentliche Figur. Der Heinz vom Stein gar eine bella figura. Beide herrlich frisch mit durchaus Körper. Letzteres mit einem leichten Honigton.

Tipp zum Biereinkauf in der Region (drei der Weißbiere stammen von dort): Das familiengeführte Sulzberger Bierhaus, Hohenwarter Straße 95, 85276 Pfaffenhofen:

sulzberger2

Christine Binder, Hartmut u. Waltraud Sulzberger

Es verwandelte sich in den letzten Jahren vom konventionellen Getränkemarkt

sulzberger1zum Fachgeschäft für Bierspezialitäten mit einer wirklich beachtlichen Auswahl von Craft-Bieren:

Dazu gibt es hier regelmäßige Verkostungen und im Sommer ein (kleines) Craft-Bier-Festival. Ich wüsste nicht, wo man in der Region ein größeres Angebot findet.

Kennt jemand neben den jetzt 21 probierten alkoholfreien Weißbieren noch eines, das hier fehlt?