Nachhaltiger als Karpfen geht beim Fisch nicht. Und richtig aufgezogen und zubereitet ist er ein köstlicher Schmaus. Ich bin sehr dankbar, das heute zu wissen. Meine Erhellung dafür erfuhr ich im Oktober 2008. Slow Food Ingolstadt unternahm damals eine kulinarische Reise durch den Aischgrund. Und da habe ich angebissen! Fortan kommt er mir zwischen September und April regelmäßig auf den Teller. Am liebsten gebacken, gerne geräuchert oder als Pfefferkarpfen. Mit Kartoffel- und Endiviensalat sowie Sahnemeerrettich. Um Ingolstadt herum empfehle ich dazu den Landgasthof Wagner und das Gasthaus Spitzer. Richtung Franken den Gasthof Winkler. Und natürlich die Fischerei Oberle – siehe Besuch 2021. Allesamt im Slow Food Genussfüher und auf meinem Einkaufszettel. In Erinnerung an den wunderbaren Ausflug 2008, besuchte Slow Food Ingolstadt zehn Jahre danach – Mitte November 2018 –Weiter Lesen

Bevor es nach Turin auf den Terra Madre Salone del Gusto 2022 geht – der wie 2016 wieder im Freien stattfinden wird – gilt es, sich gemütvoll auf die piemontesische Lebensart einzuschwingen. Das gelingt ganz ausgezeichnet etwas weiter südlich von Turin, in der Landschaft der Langhe. Bei herzlicher Gastlichkeit, köstlichem Essen, herrlichen Weinen und feinen Menschen. In vollkommener Abwesenheit von Luxus-Getue, Edel-Firlefanz und VIP-Mischpoke. So wie letztes Jahr, Anfang November: Mein Notizbuch hat Folgendes festgehalten. ➜ Zum Wein: Lusenti (Emilia-Romagna|guter Kontakt zum Fischmeister, Josef Bierbichler)|Ca’ d’ Gal|Rivetto|Simone Scaletta|Silvio Grasso|Livia Fontana|Cascina Ballarin. ➜ Beim Essen gab es Streichergebnisse … Ich erwähne freilich nur die Bringer: Dinzler (Anreiseklassiker)|Il Cortile|Osteria Veglio|Local|Repubblica di Perno|Per Bacco (Pizza)|Hosteria Viola (Lombardei – auf der Rückreise) ➜ glückliche Zugabe: Pasta d’Alba (Bio-Pasta|familiengeführt|großartige Auswahl)

Und wenn ich schon einmal dabei bin, gibt es nach der Notiz zu 2016 gleich noch eine Retrospektive vom Terra Madre Salone del Gusto 2018. Die wunderbare Vielfalt der Menschen – die es zu Treffen lohnt – besonders betonend. Was freue ich mich gerade darauf! Das Zeitalter des Eichhörnchens ist vorbei. Dieser Satz ist eine Extrawurst. Die Anzahl der Menschen, die ihn verstehen, kann der Zwei-Finger-Ede an seiner lädierten Hand abzählen. Beim Salone in einem „Laboratori del Gusto“ getroffen – auf der Rückfahrt in seinem Ristorante Laghi (Campogalliano|Emilia-Romagna) besucht: Paolo Reggiani

Nach einem genussvollen Wochenende in Wien gilt es das gewonnene innere Schweben möglichst lange zu erhalten. Eine unüberlegt geplante Heimfahrt kann da bereits schnell einiges ruinieren. Deshalb fragte ich beim mir wohlwollend verbundenen Philipp Braun (Leiter von Slow Food Oberösterreich) nach. Seine Empfehlung: Gasthof Klinger in Gaspoltshofen. Ich mache es kurz: ein Traum von Wirtshaus! In allen Disziplinen: Geschmack, regionale Herkunft der Zutaten, Saisonalität, Familienküche, Kochhandwerk, Gastlichkeit, Atmosphäre und Geschichte (Frittatensuppe|Thomas Bernhard). Eine kulinarische Institution Österreichs. Und ein Witz, dass ich dort noch nie war. Danke Philipp! Natürlich habe ich mich umgehend darauf eingerichtet, Österreich zukünftig möglichst oft über das Hausruckviertel zu bereisen … allein, meine Notiz endet tragisch. Seit vorgestern findet sich im Netz diese schlechte Nachricht: Bleibender Trost. Was für ein feines Kochbuch!

Ich benötigte unglaubliche 49 Jahre, um erstmals meinen Fuß auf griechischen Boden zu setzen. 2018 war es endlich soweit. Es folgte – trotzt ausgeprägter Erwartungshaltung – ein Urlaub aus dem Bilderbuch, dem ihr hier (Vorsicht – Gefahr spontanen Reisefiebers!) gerne nachspüren wollt. Solche Beglückung gelüstet verlässlich nach Wiederholung. Bereits im Folgejahr wurde dieser mit dem größten Vergnügen Raum gegeben. Gründe, die wir alle kennen, mahnten 2020 und 2021 zur Pause. Nicht so in diesem Jahr. Griechenland – wir kommen! Zur Einstimmung lasse ich im Folgendem einige Impressionen vom Sommer 2019 auflaufen. Zum guten Schluss macht Christos – einer unserer Gastgeber – Milchreis. Zur Schonung unserer Reisekasse sollte ihm das eigentlich verboten werden.

Um Pfingsten herum in Umbrien. Seit Wochen wälze ich Literatur. Vorzüglich zu Weingütern, Brauereien, Lebensmittelhandwerkern und Osterien. Vorfreude! Die schönste Vorbereitung ist allerdings immer die Durchsicht meiner Notizen und Fotos vom letzten Jahr. Das 2021er Destillat habe ich hier eingeschenkt. Inzwischen ergibt sich eine schöne Sequenz (Jahre 2018|2019|2020). Der Rahmen bleibt fortwährend unverändert – was mich sehr beruhigt: das fabelhafte Agriturismo und auf der Heimfahrt – natürlich noch in Italien – ein Stärkung zu Mittag. Ich bin dem lieben Gott dankbar, dass er für unsere Art keine Photosynthese vorgesehen hat. In unserem Domizil gibt es einen Esel. Er heißt Arcibaldo. Problemlos schlägt er jeden Hahn. Das bedarf der Gewöhnung. Aber Recht hat er – pflücke den Tag! Besuch der Antica Farmacia dei Monaci Camaldolesi nordöstlich von Arezzo (Toskana). Bei ManufactumWeiter Lesen

Ach Wien! Laut Wikipedia ist Sehnsucht „ein inniges Verlangen nach (…) Zuständen (…). Sie ist mit dem Gefühl verbunden, den Gegenstand der Sehnsucht nicht erreichen zu können.“ So betrachtet, ging es mir vor zwei Wochen prächtigst. Hatte ich doch den Gegenstand meiner Sehnsucht – diesen Traum einer Stadt – für ein Wochenende erreicht. Anlass – als bräuchte ich tatsächlich einen! – war die VieVinum in der Hofburg. In meinem Protokoll – das ich selbst in gehörigem Gebrauch habe – halte ich fest: Warm-up mit Kaffeehauskultur im Café Prückel|Abendbesuch der Meierei im Stadtpark. Endlich! Große Gastlichkeit. Unser Herr Ober nach dem ersten Gang (Kalbszunge mit Käferbohnen): „Ist der Einstieg gelungen?“ Ist er. Und wir sind auch nicht mehr ausgestiegen. Sehr, sehr gut das Kalbsbeuscherl mit Schnittlauch-Knödel und Majoran. Zum Käse (AuswahlWeiter Lesen

Gute Freunde sind gerade auf dem Weg – für einige Tage ins Berchtesgadener Land und nach Salzburg. Die letzte Zeit löcherten sie mich mit Fragen nach Empfehlungen. Für gewöhnlich verweise ich dann einfach auf einen entsprechenden Bericht hier im Blog. Weil es einen solchen für diese Ecke aber bisher nicht gab, habe ich auf die Schnelle ein bisserl was zusammengebastelt. Da fehlt noch so einiges – für den Moment soll es aber reichen; ich lege mich jetzt in die Sonne 😉 Die Fotos entstanden allesamt im August 2015. Zum Berchtesgadener Land mache ich es mir einfach. Hier findet sich eine Aufstellung aller Genussreisen im Slow Food Magazin ab 01|2014. Und siehe da – in der Ausgabe 02|2017 wird man fündig! Slow Food-Mitglieder bauen diese Quellen obligatorisch in ihre Planungen ein.Weiter Lesen

In Bayern gibt es derzeit 73 Amtsgerichte. In gut 2/3 von ihnen sollte meine Anwesenheit bereits im Protokoll vermerkt worden sein. Ich bin gespannt, ob ich bis zum Ruhestand alle schaffe … Letzte Woche gab es Neuland: ich hatte erstmals einen Termin vor dem Amtsgericht Ebersberg. Danach knurrte der Magen. Im nahe gelegenen Wasserburg war ich ebenfalls noch nie – wollte das aber schon lange mal ändern. Ich plante also dort mein Mittagessen. Und machte alles richtig! Wanderer, kommst du nach Wasserburg und hast Hunger, gehe in die Taverna Italiana. Die Lokalität fiel mir auf, weil sie Biere vom Baderbräu im Ausschank pflegt. Noch zu keiner Zeit habe ich diese probiert. Aber ich hege eine tiefe Sehnsucht nach ihnen – siehe unbedingt hier. Und dann war es tatsächlich soweit. EinWeiter Lesen

In Deutschland gibt es eine ganze Menge regionaler Slow Food Gruppen – schau. Zwei Mal im Jahr – im zeitigen Frühling und im Herbst kommen deren Leitungen zu einer Tagung zusammen. Ich schätze diese Zusammenkünfte sehr. Man schnuppert in viele Ecken unseres Landes und trifft dort gleichgesinnte „Verrückte“ mit Haltung und teilweise erheblicher örtlicher Färbung. Allein das bereichert ungemein – steht doch Slow Food für Vielfalt satt! Dazu kommt regelmäßig ein Wissens-Booster. Meine erste Tagung – als Vertreter von Slow Food Ingolstadt – war im Januar 2009 in Herrsching. Es folgten Beilngries, Nieheim, Freiburg, Andernach, Gießen, Bad Muskau, Würzburg, Baden-Baden, Erfurt, Heilsbronn, Michelstadt und drei Mal Berlin. Vergangenes Wochenende ging es nach Paderborn/Bad Lippspringe. Ich halte für mich fest: Besuch Heidschnuckenschäferei Senne|Tagungsort Prinzenpalais Bad Lippspringe|Abendessen in der Windmühle Fissenknick (GenussführerWeiter Lesen

Erste Ausgabe des Slow Food Magazins 2022. Kluge Hilfestellungen für Genuss & Verantwortung. Ein stetes Glanzstück darin: die Genussreise! Diesmal Tipps, Fingerzeige und Adressen im Sauerland. Hier finden sich alle Ziele der bisherigen Genussreisen im Slow Food Magazin seit 01|2014. Wie kommt man dazu? So.

In dieser Jahreszeit zieht es mich mächtig nach Mittelfranken. Sehr gerne in Begleitung meines Freundes Gunter. Uns verbindet das Wissen um dessen Schätze. Exemplarisch folgen zwei Ausritte. November 2016 und November 2021. 2016. Freitag ist Wochenmarkt in Treuchtlingen. Dort präsentierte Bernhard Hecht gute Tropfen aus seiner Brauerei in Pappenheim|Zimmern – Hechtbräu. Einer der besten Bäcker – überhaupt. Arnd Erbel. Seine Backstube findet sich in Dachsbach. (Auch) ein Lebkuchenmann. Der Höhepunkt. Karpfenessen! Ein Hochgenuss. Man kann dem viel Würde geben. Mitten im Aischgrund. Wir sind gleich zwei Mal eingekeht. Im Brauerei-Gasthof Zwanzger. Und in die Braugaststätte Prechtel. Jeweils in Uehlfeld. 2021. Bäckerei Arnd Erbel. Natürlich. Karpfenessen. An einem der besten Plätze dafür – überhaupt. In der Fischerei der Familie Oberle in Kosbach. Natürlich im Slow Food Genussführer aufgenommen. Eine gute BratwurstWeiter Lesen

Wie schon bei Piemont 2018 offenbart – die Zeit vor Ort vergeht vornehmlich mit Weinproben, die durch häufige Nahrungsaufnahmen unterbrochen werden … Man muss schließlich auch mal auf ein Opfer verzichten können! Zunächst am Irschenberg (ein Klassiker Richtung Süden) und dann in Südtirol gab es Zwischenstopps. Mein Notizbuch berichtet: Dinzler (Café/Restaurant|Irschenberg)|Manincor (Weingut|Kaltern)|Tröpfeltalhof (Weingut|Kaltern)|Il Cortile (Agriturismo/Osteria|Diano d’Alba)|Cascina Ballarin (Weingut|La Morra)|Brandini (Weingut|La Morra)|Repubblica di Perno (Osteria|Monforte d’Alba)|Ca’ d’ Gal (Weingut|Santo Stefano Belbo)|Local (Osteria/Laden|Bra)|Silvio Grasso (Weingut|La Morra)|Boccondivino (Osteria|Bra)|La Lanterna di Diogene (Osteria|Bomporto)

Im Herbst pflege ich für gewöhnlich einige Tage im Piemont zu verbringen (2011|2014). Genauer gesagt, darf ich meinen Freund Moni begleiten, der dieser Tradionen schon länger frönt. Die Zeit vergeht vornehmlich mit Weinproben, die durch häufige Nahrungsaufnahmen unterbrochen werden. Das Piemont ist dafür vortrefflich geeignet. 2020 waren wir nicht dort. Aber 2018 und 2019. Zum Vorglühen auf ganz bald, genehmige ich mir einen Blick in den Rückspiegel. Ohne viel Worte. Zu Beginn gelang gleich ein Glückstreffer. Auf dem Campus der von Slow Food gegründeten, weltweit ersten Universität der Gastronomischen Wissenschaften (Università di Scienze Gastronomiche di Pollenzo) trafen wir Carlo Petrini – den Gründer der Slow Food Bewegung. Mein Notizbuch berichtet: Local (Osteria/Laden|Bra)|Silvio Grasso (Weingut|La Morra)|Dacapo (Weingut|Agliano Terme)|Ca’ d’ Gal (Weingut|Santo Stefano Belbo)|Cascina Ballarin (Weingut|La Morra)|Da Gemma (Osteria|Roddino) Danach ging esWeiter Lesen

Treue Leserinnen und Leser wissen was jetzt kommt. Wer hingegen Hilfe benötigt – hier ist sie. 2020 – Überraschung! – gab es keine OLMA … Und damit auch kein Plakat. 2021 schaut die Sache so aus: Weil ich gerade im Thema bin, gibt es eine überfällige Nachlieferung aus dem Jahr 2017. Da feierte die OLMA ihre 75. Ausgabe. Dafür wurden 75 Botschafter ernannt. Es war mir eine Ehre! Unersetzlicher Bestandteil des Festmenüs nach dem Festumzug durch die St. Galler Innenstadt war natürlich eine OLMA-Bratwurst (mit Kartoffelgratin, grünen Bohnen und Karottenstängeli): Die lokale Brauerei Schützengarten kreierte zum Jubiläum einen eigenen Sud. Als Flaschenetiketten glänzten historische Plakate: Nach der OLMA stand ein Abstecher nach Zürich auf dem Programm. Das Hotelpersonal spendierte während der Anmeldung – Namen sind eben nicht Schall und RauchWeiter Lesen

Von Mitte Oktober bis Mitte November 1994 war ich zum ersten Mal in den USA. Ich verbrachte die Zeit – von einem Abstecher nach Washington, D.C. ausgenommen – ganz und gar in New York. Natürlich bin ich seither in diese Stadt verliebt. Ich war 25 und Student … was für eine herrliche Zeit! Wesentlichen Anteil daran hatte mein Freund und Gastgeber Bill. Heute besteht er ja auf William. Ich bleibe aber – und darf das auch – bei Bill. Auf der Überfahrt nach Liberty Island entstand dieses Foto. Anfang November 1994. Es war recht frisch. Bill zog meine schwarze Lederjacke an. In seinem Arm – Kirsten: Zwei Jahre später heirateten Bill und Kirsten. Ich war einer der Trauzeugen. Anfang Dezember 1996 entstand dieses Foto. Petra – meine ♥ Frau –Weiter Lesen

Im Arbeitsrecht gibt es die Rechtsfigur der betrieblichen Übung. Durch regelmäßige Wiederholung bestimmter Verhaltensweisen des Arbeitgebers, entsteht beim Arbeitnehmer ein schutzwürdiges Vertrauen auf die Dauerhaftigkeit dieses Zustands. Im übertragenen Sinne verhält sich erfreulicherweise seit nunmehr vier Jahren (2018/2019) – um Pfingsten herum – das Leben mir gegenüber genau so. Und ich bin jemand der vertrauen kann … Dankbar und demütig werde ich also nächstes Jahr hier über Einsichten und Erkenntnisse aus Umbrien berichten, die ich demnächst erst noch gewinnen darf. Heute gibt es eine Nachschau auf eine gute Zeit im letzten Jahr. So pflegt man übrigens auch gekonnt Vorfreude. Die Partie war durchaus geprägt von Corona-Rahmenbedingungen. Niedrige Inzidenzwerte (<3) machten die lustvolle Geschichte überhaupt erst möglich. Es sollte 2020 die einzige Reise bleiben. Und wir hatten bescheidenes Wetter. Unter AgrotourismusWeiter Lesen

Erste Wanderung im neuen Jahr. Gestern. Wunschprofil: Natur, Wasser, persönliches Neuland, nicht zu weit weg, wenig Menschen 😉 Als Ziel herausgekommen war: Der (große) Brombachsee in Mittelfranken. Wir sind einmal rum. Jahreszeit und Witterung sorgten für wohltuenden Minimalismus und Ästhetik in Pastell. Auf dem Rückweg passierten wir diesen Traum eines Wirtshauses. Noch nie bin ich hier einfach nur vorbeigefahren … noch einmal Neuland.

Was man nicht alles macht. Heute Abend vor zwanzig Jahren (20. Dezember 2000) habe ich mit sechs Gleichgesinnten (§ 56 BGB: „Die Eintragung soll nur erfolgen, wenn die Zahl der Mitglieder mindestens sieben beträgt.“) einen Verein gegründet. Sein Name: Ingolstädter Cigarren Collegium „All that Cigar“. Er existiert bis heute! „Es würde mir nicht im Traum einfallen, einem Klub beizutreten, der bereit wäre, jemanden wie mich als Mitglied aufzunehmen.“ Groucho Marx Der Donaukurier berichtete darüber mit dem schönen Aufmacher „Im aufsteigenden Tabakrauch gemeinsam die Seele baumeln lassen“. Sogar der Bayerische Rundfunk (Bayern 1) sendete einen kleinen Beitrag. „Auch der sinnloseste und unglückseligste Tag scheint am Ende gut verbracht, wenn man durch den blauen, wohlriechenden Rauch einer Havanna auf ihn zurückschaut.“ Evelyn Waugh Es soll kein langer Beitrag werden. Aber ich willWeiter Lesen

Ende Juli war ich in Eichstätt. Einer Verabredung wegen mit jemandem, den ich schon lange einmal kennenlernen wollte. Ich war zu früh. Zeit um eine Lücke zu schließen. Ich spazierte noch nie im Hofgarten. Dort erlebte ich große Aufmachung, Jagdszenen (Maus gefunden?) und Anmut: Erfrischt ging es zu meinem Stelldichein. Folgender Hintergund ist noch hilfreich. Sehr gerne besorge ich mir das jährlich erscheinende Magazin „DelikatEssen – Ausgehen in München“. So um die 30 AutorInnen nehmen darin mit klugem Sachverstand und feiner Feder die Gastroszene an der Isar unter die Lupe. Darunter ist Rozsika Farkas. Die Möglichkeit eines Gesprächs über ihre langjährige Arbeit an diesem Dauerprojekt interessierte mich. An die Altmühl war sie nunmehr im Auftrag des Slow Food Magazins gekommen. Für dessen Rubrik „Genussreise“ (siehe am Ende der Notiz alleWeiter Lesen

Kehre nicht an den Ort deiner Erinnerung zurück – denn du wirst ihn nicht (mehr) finden … Das habe ich mir mal von einer alten Schallplatte gemerkt. Und es stimmt eigentlich. Eine Erinnerung ist nämlich komplex. Sie kann – und tut das auch zumeist – sehr viel beinhalten. Man denke an Bilder, Düfte, Gesten, Stimmen, Worte, Geräusche, Temperaturen, Berührungen, Gefühle, … Sie wird in ihrer einmaligen Mischung so nicht mehr auftreten. Aber man kann sich ihr freilich annähern. Genau das steht dieser Tage für meine Familie und mich an. Wir haben Übung mit diesem speziellen Ort. Es ist nach 2010, 2013 und 2016 unser vierter Besuch. Entsprechend reich sind wir an schönen Erinnerungen … Es wird also nicht leicht. Dafür wird es neue Eindrücke geben! Da bin ich mir sicher.Weiter Lesen

Gleich ist es (wieder) so weit! Ich erlaube mir ein kurzes Vorglühen beim Blick in den Rückspiegel, zurück ins letzte Jahr … Sehnsucht ist – naht Befriedigung – etwas köstliches. Und Liebe geht durch den Magen. Pici ist die Pasta der Region. Mit einem guten Ragù kommen wir wieder einmal in die Nähe eines Gottesbeweises. Graziella – unsere herzlich, selbstbewußte Gastgeberin – zeigte uns, wie die dicke Nudel von Hand gerollt wird. Am Ende der Fotostrecke geht es rund! Prächtige Einkehrpunkte waren: Il Grillo è Buoncantore (Chiusi), Il Conte Matto (Trequanda), Osteria del Teatro (Cortona) und La Casa del Buono (Terranuova Bracciolini). In Sachen Wein gab es traditionell wenig Zurückhaltung. Wir besuchten: Podere Marella (Castiglione del Lago), Il Molinaccio (Montepulciano), Monacesca (Matelica), Tenuta dell’Ugolino (Castelplanio), Fattoria Colleallodole (Bevagna), Omero MorettiWeiter Lesen

Zur Zeit ist es Mode auf facebook „alte“ Fotos von sich zu posten. Heute ist der 1. April. Eigentlich wollte ich an Silvester 1999/2000 mit dem Rauchen von Zigaretten aufhören, womit ich irrwitzigerweise 1990 bei der Bundeswehr anfing … Das hat nicht wirklich geklappt. Aber mit kurzer Verzögerung in der Nacht vom 31. März auf den 1. April 2000 dann doch. Deshalb erfreue(!) ich mich heute daran 7.305 Tage oder 240 Monate oder 20 Jahre frei von diesem Schwachsinn(!!!) zu sein. Nach 12 Jahren gab es dazu bereits diesen Beitrag. Jetzt bringe ich zur Feier des Tages diese beiden Geschichten zusammen und poste ein „altes“ Foto von mir. Mit Zigarette. Aber nicht auf facebook, sondern hier. Das hält länger: Es entstand im Jahr 1991. Das Jurastudium war frisch angefangen. MitWeiter Lesen

Nächste Woche fahren gute Freunde nach Istrien. Auf der kroatischen Halbinsel lässt es sich Leben – namentlich als Slow Foodler! Ich weiß das. Um die fast gleiche Zeit vor zwei Jahren waren wir (zwei Familien) dort. „Hast du Empfehlungen, Michael?“ Ein bekanntes Setting, in dem ich dann gerne hier auf meine Notizen verweise. Leider komme ich (schon lange) nicht mehr dazu, diese zeitnah festzuhalten. Bliebe die Zeit stehen – ich hätte noch Material für Jahre … Das ist deshalb erwähnenswert, weil ich selbst mit Sicherheit einer meiner treuesten Leser bin. Der Blog ist mir nämlich tatsächlich ein ständiges Nachschlagewerk und damit eine gute Arbeitshilfe. Beim gestrigen Zusammenbasteln (Versprechen gehalten!) dieser Istrien-Notiz durfte ich leider – freilich nicht weiter verwunderlich – feststellen, dass in zwei Jahren viele Details (z. B. Badeplätze)Weiter Lesen

Es gibt Lücken, die sollte man schließen. So war ich zum Beispiel noch nie in Griechenland. Eine große Lücke! Philosophie, Geschichte, Architektur, Kunst, Natur, Geographie, Gesichter, Essen und Trinken. In vielen Lebensjahren hat sich dazu allerhand Kopfkino angesammelt. Und wir wollen die Gefühle nicht vergessen – ganz spontan: „Alexis Sorbas“, „Griechischer Wein“ und „Irgendwann bleib i dann dort“. Im Blog ging Griechenland schon mehrfach durchs Bild. Unter anderem bei einer besonderen Slow Food Festivität und beim Test Griechischen Joghurts. Diverse Weinproben warten noch auf eine Veröffentlichung. Und ein großer Feta-Test vor einigen Wochen – mit 20(!) verschienen Exemplaren. Letzterer diente auch der Pflege meiner Vorfreude. Denn letztes Jahr konnte ich die Hellas-Lücke endlich schließen. Es war unvergleichlich … Und schließlich sollte alles gesagt sein, wenn ich verkünde – noch diesenWeiter Lesen

Eigentlich müsste es ja 2019 heißen. Aber die Tour steht uns erfeulicherweise noch bevor. Und wie es hier zwischenzeiltlich oft gute Übung ist, habe ich mir die Eindrücke aus dem letzten Jahr hingelegt. Zur Vorbereitung und zur Steigerung der Vorfreude! Lage und Name unseres Domizils vor Ort – ein wunderbares Agriturismo – darf ich nicht verraten. Ich stehe im Wort gegenüber seinem Entdecker. Und mit dem werde ich es mir nicht verscherzen. Tut mir leid. Die besuchten Weingüter bekomme ich aber hin: Tenuta dell’Ugolino, Fattoria Colleallodole und Podere Marella. Die angesteuerten Osterien wiederum nicht mehr ganz (schwer zu glauben). Dabei waren jedenfalls die Osteria del Teatro in Cortona, die Piccola Trattoria Guastini in Torrita di Siena und auf der Heimfahrt La Laterna di Diogene in Bomporto (Emilia-Romagna). Letztere ist wahrscheinlichWeiter Lesen

Eine kleine Geschichte. Am Anfang steht eine Klassenfahrt vor über 30 Jahren. Am Ende eine Weinverkostung am kommenden Samstag (15.06.19). Zu letzterer lade ich hiermit schon einmal herzlich ein! In der 11. Klasse steht immer eine große Studienfahrt auf dem Programm. Damals, 1987 im Christoph-Scheiner-Gymnasium hatten wir die Wahl zwischen London und Paris. Ich weiß nicht mehr wie es dazu kam, aber wir – die Klasse 11b unter Leitung von Werner Kundmüller – fuhren vom 02. bis 10. April nach ……… Rom. Es war eine herrliche, eine wunderbare Zeit! An einem Tag besuchten wir die Sommerresidenz des Papstes in Castel Gandolfo und machten auch halt in Frascati. Dort gab es einen Stand mit Porchetta, gefüllt mit frischen Kräutern. Dazu ein Glas Frascati. Mir ist das bis heute in Erinnerung geblieben.Weiter Lesen

Was ist das? Die Älteren unter uns kennen sicher noch die in den Dritten Programmen ausgestrahlte Hobbythek und dessen lebhaft-heiteren Frontmann Jean Pütz („Ich hab da mal was vorbereitet“). Sendebegleitend erschien regelmäßig ein „Hobbytipp“, den man sich zuschicken lassen konnte. Später kamen Hobbythek-Bücher dazu. Schon immer einmal wollte ich hier eine Passage aus einem dieser Bücher – nämlich „Darm & Po“ – bringen: „Von einigen Menschen wird das Gefühl, das beim Einlauf entsteht, als unangenehm empfunden. Versuchen Sie sich deshalb in einer bequemen Stellung zu entspannen. Es empfiehlt sich die Seitenlage. Schützen Sie unbedingt ihr Bett oder Ihre Couch … Sie können die Prozedur auch im Sitzen … Sollte dies alles für Sie zu schwierig sein, so genieren Sie sich nicht, sondern bitten Sie ein Familienmitglied oder einen Freund bzw.Weiter Lesen

This is a short post especially for my (very!) good friends Kirsten, Caroline and William. They live in Sarasota, Florida/USA. We last saw each other in 2015, when we had a blast while being their guests. Next year they will come to Europe again – hopefully. Miss you guys! William (Bill) was the one, who offered me my first dry hopped beer – that was in New York in the early nineties … Well – these days I discovered (here) a very special beer. What a surprise! Have a look: The writing on the bottle can be translated like this: „Sarasota Summer Ale dry hopped. Inspired by warm and long summer nights in Sarasota, Florida, while sipping our unfiltered summer ales, you will find the sweetness of aromatic fruits andWeiter Lesen

Ich erzähle Euch heute zwei kurze Geschichten. Die erste handelt von Janie und Jerry Murrell. Aus erster Ehe hat Jerry die Söhne Matt, Jim und Chad. Dann kam Ben dazu. 1986 eröffneten sie alle zusammen einen Burger-Grill in Arlington (Virginia/USA). Sie nannten sich – wohl unter großzügiger Duldung von Janie – Five Guys. Als schließlich noch Tyler auf die Welt kam, war der Name generationensicher. In den nächsten 15 Jahren (bis einschließlich 2001) wuchs das Geschäft – ganz slow – um weitere vier Läden. Alle im nördlichen Virginia und in Washington, D.C. Zwischen dem ersten und dem zweiten juristischen Staatsexamen ist das Rechtsreferendariat zu absolvieren. Ich weiß nicht ob das heute noch so ist, aber zu meiner Zeit umfasste die Ausbildung auch ein Pflichtwahlpraktikum. Dabei war man in seiner PlanungWeiter Lesen

Zurück aus dem wohlverdienten(!) Urlaub. Eine Woche Südtirol. Einfach richtig gut. Unzählbare Wohltaten und Eindrücke für Kopf, Herz und Bauch. Immerhin > 1.600 Fotos im Dateiordner. Ob und wann ich die werde im Blog umsetzen können? Wenn sich dafür Zeit und Lust finden … Zur schonenden Alltagsklimatisierung ging es gestern gleich zu unseren Spargelbauern – Familie Rehm. Vor dem Urlaub fand sich dafür tatsächlich keine Muße (aber auch keine Alternative!). Und noch eine wunderbare Nachricht für die Zukunft! Siehe diese Anzeige in der aktuellen Wochenendausgabe des Donaukuriers:

Anfang Februar in Nürnberg, nach der heurigen Biofach, lernte ich Martin Seefried auf einer Party (Danke Florian Bailey!) kennen. Der ausgebildete Koch und Metzgermeister betreibt in Abenberg (mittelfränkischer Landkreis Roth) seine Naturmetzgerei. Hier verarbeitet und veredelt er handwerklich ausschließlich Fleisch von der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall. Unter der gewichtigen(!) Losung „Wissen wo’s herkommt“ organisierte Seefried für Ende April einen „Bauernbesuch“ bei seinen Lieferanten. Einen ganzen Tag dem guten, sauberen und fairen Essen nachspüren … In angenehmer Gemeinschaft … Mit einem umtriebigen Gastgeber … Und überhaupt wollte ich schon lange Rudolf Bühler, dem Gründer der Erzeugergemeinschaft, einen Besuch abstatten: Aus dem Stegreif ließ ich mich auf die Gästeliste setzen! Letzter Samstag – 9:00 Uhr – Treffpunkt bei den Seefrieds. Mit dabei Moritz, der(!) Ingolstädter Metzger Joseph Huber und dessen Tochter Pia. FürWeiter Lesen

Letztes Wochenende in Berlin. Bei der Verleihung der Berlinale Kamera an Alice Waters (Köchin, Food-Aktivistin, Vize-Präsidentin Slow Food International) und Carlo Petrini (Slow Food Häuptling) war ich leider außen vor … In Sachen la dolce vita dafür aber mittendrin! Der ultimative Tipp für meister-fabel-märchenhafte Kuchen: Princess Cheesecake – Tucholskystraße 37/Berlin Mitte: Letztes Jahr begeisterte Chefin Cornelia Suhr mit ihren Kreationen „German Pastry-Making: Sweet Berlin“ auch auf dem Salone del Gusto in Turin (Bericht). Von nichts kommt nichts – so geht sie nämlich an die Sache heran: Berlin listet derzeit leider nur drei Wirtshäuser im Slow Food Genussführer. Irgendwie waren uns diese bei der Planung entglitten … Auf der Suche nach Einkehr war uns dann aber das Glück des Tüchtigen vergönnt. In der Rochstraße 2. Auf der Rechnung wurde unser köstlichesWeiter Lesen

In den Tiefen meiner to-publish-Liste schlummerten noch Beweismittel wunderbarer Tage in Wien. Vergangenen Sommer. Wien … Sie erblicken hiermit das Licht. Einmal als Knoten im Schnupftuch für mich (to-do-Liste) und natürlich, weil man doch eigentlich nie genug dienliche Fingerzeige bekommen kann?! Es gibt viele gute Gründe den Prater zu meiden. Und zwei sehr gute um ihn aufzusuchen. Nummer eins, selbsterklärend: Und Nummer zwei – Karl Kolariks Schweizerhaus (tatsächlich … im Slow Food Guide Österreich gelistet). Mit frisch geriebenem Kren und einem langsam gezapften Budweiser Budvar. Achtung Winterpause (bis einschließlich 14. März): Fenster auf! Ich will mich richtig weit rauslehnen: Eines der besten Frühstücke, die es weltweit zu haben gibt! Wo? Landstraßer Hauptstraße 4, Joseph – Bäckerei Patisserie Bistro. Drei Übernachtungen. Drei Mal fuhren wir mit der U-Bahn durch die halbeWeiter Lesen

Noch einmal Berlin. Aufregend, vielfältig, pulsierend, sexy – wie eh und je. Schnell gelangt man – bei entsprechender Bereitschaft – von einer Welt in eine völlig andere. Bitte bleib so! Am letzten Tag traf ich Tigran Tatintsian, Anna Glodde und Jakob Wagner. Unter dem Zeichen Urban Industrial suchen die drei deutschland- wenn nicht zwischenzeitlich europaweit (scheinbar) betagte Gebrauchsobjekte zusammen. Gründlich entstaubt werden sie in einem 9-stöckigen Hochhaus in Köpenick Mitte zum Verkauf angeboten. Das Areal (mit großem Innenhof) ist ein Gesamtkunstwerk für sich. Nach dem straßenseitigen Eingang empfehle ich erst einmal einen (ausgezeichneten) Schweizer Kaffee einzunehmen … Es wird nicht das Letzte sein, was einem an diesem speziellen Ort (positiv) überrascht! Ich fahre ziemlich auf Industriemöbel ab. Das MAK Wien (Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst) veranstaltete dazu imWeiter Lesen

La dolce vita am nächsten Tag in der Markthalle Neun – Naschmarkt! „Hochwertige süße Leckereien aus kleinen Manufakturen in Berlin und Brandenburg, auf traditionelle Weise liebevoll mit der Hand hergestellt, mit guten, natürlichen Zutaten möglichst aus der Region und nach der Saison, bevorzugt aus biologischem Anbau und fairer Produktion/Handel. Auf gentechnisch veränderte Rohstoffe, synthetische Zusatz-, Konservierungs-, Aroma- und Farbstoffe, Süßungsmittel, Geschmacksverstärker und Prozesshilfen wird verzichtet.“ Wie passend: 2. Advent – heute(!) –  ist wieder Naschmarkt – Lebkuchen, Plätzchen, Schokolade, Kuchen, Torten, Macarons, Cakepops oder Marmelade … – von 12 -18 Uhr. Fortsetzung

Anfang September 2014. Eine Abordnung des Ingolstädter Cigarren Collegiums „All that Cigar“ fuhr nach Berlin. Wir waren zu Gast beim Cigarrenclub „Unter den Linden“. Auf einem Lounge-Schiff ging es vier Stunden auf der Spree durch die Szenerie. Der Blick auf diese wunderbare Stadt – vom Wasser aus – war mir neu. Absolute Empfehlung! Am nächsten Morgen dann galt es endlich eine schmerzliche Lücke zu schließen: Ich war noch nie in der Markthalle Neun … Hier in Kreuzberg ist derzeit mit Sicherheit einer der spannendsten Ort für Kulinarik, Esskultur und Genuss der Republik. Seht selbst: Stadt Land Food, Street Food Thursday oder Cheese Berlin. Selbstredend mischt Slow Food Berlin kräftig mit! Und natürlich habe ich beim Big Suff Smoked BBQ von Anna Lai & Tobias Bürger gegessen – mehrfach! Fortsetzung

Wieder im Piemont. Zunächst einige Tage Landpartie. Dann ging es nach Turin zu Salone del Gusto und Terra Madre – den großen Treffen (alle zwei Jahre) von Slow Food. 2009 hatte ich es einmal nach Bra auf die „Cheese“ geschafft. Letztes Jahr dann auf die „Slow Fish“ nach Genua. Jetzt endlich – der Salone! Mit den unzähligen wunderbaren Eindrücken und Erlebnissen schreibt man ein Buch und veröffentlicht mindestens einen Fotoband. Oder man belässt alles im Kopf und Herzen. Der Versuch eines Mittelwegs: Unterkunft bezogen wir in einem Agriturismo südlich von Alba. Es ist Trüffelzeit … Die Weinlese ging hingegen wenige Tage vor unserer Ankunft zu Ende. Überall fanden sich noch Gerätschaften – Erntekörbe wurden gewaschen. Die herrschende Meinung rundum: Aufgrund des sommerlichen Dauerregens gab es dieses Jahr Reifeverzögerungen und beachtlicheWeiter Lesen

Vergangenes Wochenende war in Bremen die Slow Fisch. Ich war leider nicht dort. Die Idee von Slow Food, den Fisch in den Mittelpunkt einer Messe zu stellen, macht erfreulicherweise die Runde: Mutter und Vorbild dafür war und ist die alle zwei Jahre (2013 zum sechsten Mal) in Genua stattfindende Slow Fish. Motto heuer: „Das Meer gehört allen“: Dieses Jahr habe ich es endlich geschafft! Anfang Mai machte ich mich in sehr freundschaftlicher Begleitung auf den Weg nach Ligurien. Die Erlebnisse und Eindrücke der reizvollen Reise würden viele Blogposts füllen. Dem entsage ich zeitbedingt. Es folgt vielmehr ein Bilderbogen mit Randbemerkungen. So wie es vielen Ortsfremden mit Ingolstadt gehen mag, ging es mir mit Genua. Ich habe die Stadt unterschätzt. Reduziert auf die Schwerindustrie. Ingolstadt und Genua … In umgekehrter FließrichtungWeiter Lesen

Zu gutem Essen außer Haus führen meiner Erfahrung nach sechs Wege: Der in die eigene Restauration. Die Einladung zum Gastmahl bei Lebenslüstlern. Persönliche Lokalkenntnis. Der Ratschlag von Wissenden. Der Zufall. Zwischen Flensburg und Oberstdorf der Blick in den Slow Food Genussführer. Auf dem Programm stand ein Besuch in Leipzig. Und so sehr ich diese prächtige Stadt schätze, die Ziffern 1 bis 3 fielen hier leider gleich aus. Ziffer 1 eigentlich weltweit. Hätte ich allerdings eine, der Weg würde sich lohnen! Der Blick in Ziffer 6 trifft in Ostdeutschland (noch) auf viele der sprichwörtlichen weißen Flecken. Leipzig gehört dazu. Der Tüchtige hat es mit Ziffer 5 nicht schwer. Nikolaistraße 12 – 14, gleich neben der Nikolaikirche (Herbst 1989!). Es ist schon spät. Wir bummeln zum Hotel. Eine alte Slow Food ZeitungWeiter Lesen

Felix Austria! Heute: Die Südsteiermark. Gerade beglückt mit einer Influenza und des Winters langsam müde, blicke ich zur Stützung und Erbauung zurück: Mein Langstreckenradar hatte schnell ein Domizil für die Familie ausgemacht. Die kurze Rückversicherungnachfrage – ein Hoch auf für gewöhnlich gut unterrichtete Kreise – bei Katharina Seiser wurde so beantwortet: „du wirst’s nicht glauben, aber wir waren letzte woche von di bis sa im … weingut tauss!“ Sagenhaft. Selten habe ich schneller gebucht. August 2012. Volltreffer! Alice und Roland Tauss waren feine Gastgeber und setzen damit meine großartigen Erfahrungen mit BIO-Hotels nahtlos fort. Das biologisch-dynamisch bewirtschaftete Weingut ist Mitglied der zukunftweisenden Wertegemeinschaft Schmecke das Leben von fünf steirischen Bio-Winzerfamilien. Darunter ist auch Sepp Muster – zuletzt gesehen auf der Messe der K&U Weinhalle. Morgenstund hat Gold im Mund – demWeiter Lesen

Endlich hat es geklappt – am 20. Oktober 2012 war ich auf meiner Messe! Und die St. Galler haben sich nicht lumpen lassen  – es gab Freikarten. Noch einmal lieben Dank dafür. Die Anreise erfolgte über Kreuzlingen mit einem Zwischenstopp bei Urs Portmann – dem Rauchgenuss-Dealer meines Vertrauens. Und dann – die Mutter der Heimspiele! Ich verspreche, ich habe wirklich nur einen Bruchteil der Namenzug-Spielarten festgehalten: Wir hatten traumhaftes Herbstwetter und es war der Samstag des Schlusswochenendes. Man stelle sich einfach das zweite Oktoberfest-Wochenende vor – und das Ganze dann hoch zwei. Es war rappelvoll – aber sowas von. Die (sicher sehr interessanten) Degustationshallen waren leider bereits am Nachmittag wegen Überfüllung nicht mehr zugänglich. Nach einem kurzen Interview traf ich die regierende Schweizer Milchprinzessin und dann traf mich der Schlag.Weiter Lesen

Ein Butterbrot mit etwas Salz und frisch geschnittenem Schnittlauch. Slow Food erster Güte! Bezieht sich das slow doch nicht – wie aber irrtümlich oft angenommen – auf die Zeit der Zubereitung. Diese ist hier ja sehr fast. Slow Food grenze ich deshalb auch lieber gegen Junk Food ab. Zurück zum slow. Damit soll das Werden des Essens beschrieben werden. Zeit zum Wachsen, zum Reifen. Im Einklang mit seiner und der Natur. Handwerklich verarbeitet. Aus der Region. Mit Saison. Bedenkt man jetzt nur einmal die Beschleunigung eines Discounter-Backautomaten-Brots … Die weltweite Vielfalt ist überwältigend. Beim Runterfallen landet es immer auf der falschen Seite. In der Hauptstadt heißt es Stulle. John Montagu, 4. Earl of Sandwich adelte es. Die Turiner Spielart hat es mir besonders angetan: Das Tramezzino. Der aufmerksame Leser weißWeiter Lesen

Mein Lieblings-Food-Blog? Ganz einfach, weil ganz großartig: esskultur von Katharina Seiser. Weil so vieles. Man mag für den ersten Eindruck dort nur mal in die fortlaufende Serie Sonntagssinnessammlung blicken, um zu spüren welch acht- und aufmerksamer Mensch da wirkt. Von mir daraus willkürlich zusammengebastelt, schwelgt man hier – einem wohlige Gänsehaut und Speichelfluss bereitend – in Lieblingsbildern, angenehm umgeben von glatter Damast-Bettwäsche, im betörenden Duft der Schnittfläche eines Marmorgugelhupfs beim feinen Geräusch aufschäumender Butter … Die große Bandbreite an Themen zur Kulinarik wird mit Sachverstand, Witz und einer mitunter (nicht unangenehm) brachialen Leidenschaft für die Sache gänzlich ausgelotet. Und weil die Augen mitessen, führen Fotos, Grafik und Layout diese auf eine satte Weide. Ab damit in die Lesezeichen! Am 05.05.2012 feierte die esskultur nun ihren fünften Geburtstag. Dazu lud KatharinaWeiter Lesen

Der padrone schätzt Bio. Eine besondere Disziplin in diesem Bereich ist das Biohotel. Unter der Dachmarke „BIO-Hotels“ haben sich eigenständige(!) Hotels aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Frankreich zur gemeinsamen Vermarktung zusammengeschlossen. Erstmals – wenn auch nur indirekt – bin ich mit den BIO-Hotels über die Biohotel Tafernwirtschaft Hörger, Hohenbercha 38, 85402 Kranzberg in Berührung gekommen. Der Hörger liegt von Ingolstadt kommend auf halber Strecke nach München. Ich kenne und empfehle ihn gerne als ausgezeichnetes Wirtshaus. Er ist Slow Food Mitglied und auch im Genussführer geführt. Im Bett eines BIO-Hotels habe ich mich dann im Herbst 2008 erstmals im Naturhotel Chesa Valisa, Gerbeweg 18, A-6992 Hirschegg, Kleinwalsertal ausgestreckt. Ich bin sehr gerne wiedergekommen und komme wieder … Der nächste bleibende Eindruck im Herbst 2010: Das Naturhotel Grafenast, Am Hochpillberg, A-6130 Schwaz,Weiter Lesen

Die Marktgemeinde Podersdorf am Neusiedler See hat zwei Leuchttürme. Einen echten. Er steht am kleinen Hafen, ist unbemannt und etwa 12 Meter hoch. Und einen der Wirtshauskultur! Dieser befindet sich in der Hauptstraße 39 und heißt Gasthaus zur Dankbarkeit. Seine Größe ist nicht abschätzbar. Er ist in jeder Hinsicht imponierend! Und er hat „Wärter“: Josef Lentsch und seine Frau Heidi. Was soll ich sagen? Das Netz ist voll mit Geschichten über die Dankbarkeit. Ich erzähle einfach kurz meine. An einem Freitagabend Ende Juli 2011 gegen 19 Uhr betrete ich das Gasthaus. Ohne Reservierung … Der Eingangsbereich birgt vier rustikale Holztische und die Schank. Jeder kennt das Gefühl – hoffentlich. Und jeder der es kennt, sehnt sich danach. Immer wieder. Man betritt ein Wirtshaus und kommt unmittelbar an. Gerade und auch bei sich selbst. AufWeiter Lesen

Im Burgenland habe ich bei der Familie Varga residiert. Die Vargas betreiben unter ihrem Namen im Weinort Gols DAS Fischrestaurant am Neusiedler See: Varga, Untere Hauptstraße 123, 7122 Gols. Seit 1972 gibt es das familiengeführte Restaurant. Im Sommer lockt eine schöne Sonnenterrasse (mit Baumschatten). Das kongeniale bei den Vargas ist aber, dass sie die Fische nicht nur außergewöhnlich köstlich zubereiten, sondern auch selbst fangen! Und das in der jetzt vierten Generation. Begonnen damit hat Matthias Haas im ungarischen Groisbach. Nach dem Krieg übersiedelte die Familie in das österreichische Gols. Hier lernte Emmerich Varga senior, ebenfalls aus Ungarn stammend, die Tochter von Haas kennen und heiratete sie. Sein Schwiegervater lernte ihm das Fischen auf dem See. Das Wissen gab er bei Zeiten seinem Sohn, Emmerich Varga junior, weiter. Dieser führt heute, zusammenWeiter Lesen