Was begleitet einen Schweinsbraten in Bayern auf dem Teller am besten? Ich höre Knödel. Kartoffelknödel. Und so hält es dann auch Anton Wittmann in seiner Antonius-Schwaige. Gestern reichte er allerdings Semmelknödel. Der Grund dafür ist seeehr speziell. In einem Satz: Weil der Schimpanse einen auf der Gabel hat! Hier, dann dort und schließlich da, gibt es Erhellung (ohne diese ist die Geschichte nicht wirklich zu verstehen). Da hängt er jetzt also. In der Schwoag, seinem neuen Zuhause. Seit gestern. Und hoffentlich für die Ewigkeit. Der Ersteigerer Thomas Hackner hat WortWeiter Lesen

Die schwerste Strafe, die der deutsche Rechtsstaat kennt, ist der Entzug der persönlichen Freiheit – die Haftstrafe (ohne Bewährung). Das geschieht in Justizvollzugsanstalten. In Bayern gibt es davon immerhin 37 Stück (verschiedener Schwerpunkte) mit insgesamt 12.034 Haftplätzen. Info und Statistik dazu hier. Über brauchbare und schöne Haftsachen für jedermann, habe ich bereits berichtet. Als Rechtsanwalt in Ingolstadt, der seinen erwachsenen männlichen Mandanten in Untersuchungshaft besuchen möchte, darf man längere Wege nicht scheuen. Werden diese doch sehr häufig in der über 80 km entfernten JVA Augsburg-Gablingen untergebracht. Früher kam dafür in derWeiter Lesen

Letzten Samstag auf dem Ingolstädter Wochenmarkt. Kathrin Wörlein – stellvertretend für die gesamte großartige (bitte unbedingt ansehen) Schäferei Wörlein (+ Michael, Moritz und Maria Wörlein) – zeigt als neue Unterstützerin Flagge für die Slow Food Familie. Herzlich willkommen! Am Sonntag dann vergewisserte ich mich mit einer Blindprobe. Darunter versteht man im Bereich der qualitativen chemischen Analyse ein Vorgehen, das die Funktionstüchtigkeit und Gebrauchstauglichkeit der gewählten Nachweismethode sicherstellen soll. Bei der positiven Blindprobe wird die nachzuweisende Substanz dem Analysegemisch zugesetzt. Daher muss die Nachweisreaktion eintreten ➜ Ist sie. Die ganze Familie hat es bestätigt –Weiter Lesen

Es regnet und regnet … Zum besseren Verständnis empfehle ich gerne Teil 1 dieses erfreulichen Tages in München. Am Ende lebt der Mensch doch nicht von der Kunst alleine. Hunger machte sich bemerkbar. Und der Wunsch Platz zu nehmen. Erfreulicherweise hatten wir vorgesorgt. Von der Pinakothek der Moderne waren es fußläufig weniger als 15 Minuten zu unserer Reservierung. Ausgemacht für einen gastronomischen Ort, der im Sprachgebrauch immer auch als Kult, Institution oder Legende gewürdigt wird. Ich bin – jedenfalls zum Essen – noch nie dort gewesen. Ein sehr großes Versäumnis,Weiter Lesen

➜ Schnipsel 66 Besuch bei einer lieben Slow Food Freundin. Umgeben von unzählbaren Slow Food Logo-Tieren. Im Juni 2015 – tempus fugit … Sie hatte einen köstlichen Anti-Diät Kuchen gemacht. War ein sehr schöner Nachmittag. Und noch ein Kuchen vom Juli 2019 kommt ins Bild. Ich weiß, sie wird sich über diese Notiz freuen. Deshalb schreibe ich sie. Herzlichen Gruß Helga!Postskriptum. Und ich habe weitere Fotos von einem Besuch im September 2019 gefunden. Die kommen aber in einen zukünftigen Schnipsel … ➜ Schnipsel 67 Gekochtes Rindfleisch mit Spargel (+ KartoffelWeiter Lesen

Auf dem Ingolstädter Wochenmarkt ist man als Einkäufer gut aufgehoben. Es gibt ein prächtiges Angebot. Einen Stand möchte ich heute besonders hervorheben: Schäferei Wörlein´s Lammspezialitäten. Ich habe dafür zwei Gründe. Einmal sind das die fabelhaften Produkte, die wir hier besorgen dürfen. Herkunft, Entstehung, Geschmack – jeweils volle Punktzahl! Und dann wegen Kathrin Wörlein – eine menschliche Wärmelampe. Herzlich, echt, großzügig – einfach wunderbar! Dazu kommt ihr schöner Sound – sanftmütiges frängisch. Es gibt vom Lamm ➜ Fleischteile: Keule, Lende, Filet, Steaks und Koteletts, Schulter, Haxen, Hals, Rollbraten und Rippe ➜Weiter Lesen

Was ich jetzt mache, macht man eigentlich nicht. Jedenfalls dann nicht, wenn man den Schuss ins eigene Knie vermeiden will. Ich halte nämlich einen (immer noch) Geheimtipp hoch. Und riskiere damit mehr Gedränge an einer köstlichen Labstelle, als mir lieb sein könnte. Allein – ich kann nicht anders. Außerdem gilt die beabsichtigte Aufmerksamkeit einer Person, die sie sich wirklich, wirklich verdient hat: Floarea Dop. Frau Dop – hochsympathisch! – kommt aus Rumänien, hat sich jedoch mit ihrem Jamón & Vino ganz und gar der spanischen Kulinarik verschrieben. Und das seitWeiter Lesen

Und genau so soll es sein! ➜ Maibockfest im Kloster Plankstetten. Köstliche Spezialitäten aus den eigenen Klosterbetrieben (Bioland). Während des 30.04. drehte sich Weideochs Andreas am Spieß. Ich kam diesmal allerdings nicht an den Schweinshaxen vorbei … eine Knusper-Libertinage. Dazu ein – wie immer himmlischer – Maibock. Kompliment! – lieber Max Krieger (Riedenburger Brauhaus). Neben gemütlicher (echter!) Volksmusik gab es zwischendurch von den Krüzsteinguggis aus Oberried fetziges Gebläse auf die gespitzten Ohren – pure Lebensfreude! ➜ Mai-Sause des Stadttheaters Ingolstadt am 04.05. Eine immer noch unterschätzte Festivität (Musik, Gesang, Lesung,Weiter Lesen

Seit fast 20 Jahren – erster Bericht 2011 – lasse ich mir – in zwischenzeitlich unterschiedlichen Mannschaftsaufstellungen – im Gasthaus Schmidt in Euerwang eine vorweihnachtliche Gans schmecken. Der Spaziergang hin steigert die Vorfreude und macht Appetit. Aus der Kälte geht es in die warme Stube. Jeder hat sofort rote Bäckchen … Nach dem Schmaus unterstützt der Weg zurück die Peristaltik. Scheint dabei – wie heute Nachmittag – die Wintersonne, stellt sich wohlige Wunschlosigkeit ein. Danke an den ganz großen Regisseur! Es folgt eine kleine Bilderbeute aus 2019, 2021 und heute.Weiter Lesen

Die Kulturlandschaft der Hallertau ist bekanntlich das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt. Hier dreht sich alles um Bier und es gibt unzähliche Brauereien, denen die Dolden direkt in die Sudkessel wachsen ….. schön wärs! Gemessen am Weltmeistertitel schaut es in Sachen Bier leider recht mau aus. Freilich gibt es wunderbare Ausnahmen. Und wen man dafür auch nicht schimpfen darf, sind die Bürger von Attenkirchen. Mit viel ehrenamtlichem Engagement wird hier nämlich seit 2010 alle zwei Jahre das Hallertauer Bierfestival ausgerichtet. 2016 war ist zum ersten Mal dabei. Und natürlich 2018:Weiter Lesen

Ach Wien! Laut Wikipedia ist Sehnsucht “ein inniges Verlangen nach (…) Zuständen (…). Sie ist mit dem Gefühl verbunden, den Gegenstand der Sehnsucht nicht erreichen zu können.” So betrachtet, ging es mir vor zwei Wochen prächtigst. Hatte ich doch den Gegenstand meiner Sehnsucht – diesen Traum einer Stadt – für ein Wochenende erreicht. Anlass – als bräuchte ich tatsächlich einen! – war die VieVinum in der Hofburg. In meinem Protokoll – das ich selbst in gehörigem Gebrauch habe – halte ich fest: Warm-up mit Kaffeehauskultur im Café Prückel|Abendbesuch der MeiereiWeiter Lesen

Am vergangenen Wochenende beglückte ich mich mit einem Besuch des Maibockfestes im Kloster Plankstetten. Ich war dort tatsächlich etwas fotofaul. Das macht aber nix. Die Gründe, diese wunderbare Veranstaltung aufzusuchen, sind nämlich immer die schönen gleichen: Das gastfreundliche, lebenslustige Kloster, der hochgradig-süffige Maibock vom Fass, die erdend-ausgleichende Blechmusik, das erquickliche Schwätzchen mit Katrin und Max Krieger vom Riedenburger Brauhaus, der köstliche klostereigene Weideochs vom Spieß (mit himmlischen Knödeln) und überhaupt. Deshalb gibt es jetzt einfach die Bilder vom letzten Maibockfest. Das war 2019. Für Freunde des Details: der Ochs amWeiter Lesen

Auf der Suche nach Naturdenkmälern radelte ich im Ingolstädter Süden herum. Zwischen Winden und Zuchering – mehr als versteckt – entdeckte ich einen Wegzeiger zu einem Biohof. Einem mir bisher unbekannten Biohof … das Beste im Leben ist sowieso, sich ständig selbst zu überraschen! Wenige Minuten später war ich bereits im lebendigen Gespräch mit Simon Kuttenreich. Vor uns seine Schweine, auf Stroh, in der frischen Luft, die mit ihrem Ringelschwanz wedelten – dummerweise eine Seltenheit. Seit 2016 ist der Biohof Kuttenreich auf ökologische Bewirtschaftung (Naturland) umgestellt. Gerade einmal 0,7 ProzentWeiter Lesen

➜ Schnipsel 59 Wildtiere in der Ingolstädter Altstadt. Nach den Steinmardern, letzte Woche ein ungemütlicher Türsteher vor einem unserer Nistkästen: der Sperber. Er sitzt wirklich ungünstig … Die bereits brütenden Kohlmeisen waren not amused. Trotzdem eine großartige Begegnung. ➜ Schnipsel 60 Ich bleibe bei den Greifvögeln. Letztes Jahr verfolgte ich gespannt die Kinderstube einer Familie von Turmfalken in Beilngries. Das Elternpaar hat tatsächlich alle sechs geschlüpften Küken durchgebracht! Zu meiner Freude findet auch dieses Jahr wieder ein Livestream statt. Man kann dabei zwischen zwei Kameras wählen: einer Außenansicht des NistkastensWeiter Lesen

Eine von mir regelmäßig aufgesuchte Wasserstelle im Internet ist das Tagebuch von Vincent Klink. Eine Empfehlung von ihm brachte mich zu den großartigen(!) Kochgenossen. Und bei diesen sprang mich dann das Estragon-Henderl an. Und wie! Man kennt das gelegentlich ja. Aus dem Nichts heraus entsteht ein Bedürfnis, das hartnäckigst nach Stillung verlangt. In meinem Fall übermannte mich sogar eine wahrliche Sehnsucht nach Estragon. Durchaus überraschend, hatte ich doch das frische Kraut bisher nicht wirklich auf dem Schirm. Ans Werk also. Gutes Huhn aus dieser Quelle. Eine Flasche Noilly Prat (OriginalWeiter Lesen

Im Ofen. Der Duft im ganzen Haus hatte allerdings bereits etwas Großes angekündigt. Ein Schweinsbraten (vom Naturschwein) gebettet auf Zwiebeln: Im Schuppen. Hat gerade so reingepasst. Der kürzliche Nachschub. Hochsommerlicher Party Pooper: In guten vier Monaten ist Weihnachten … In der Donaustraße 11. Noch bis Oktober. Schöpfungen im Rahmen des streetArtig international II (Kunst und Kultur Bastei e.V.). Mein Primus stammt vom Argentinier Eduardo Relero und heißt “Muela del jucio. Final con Fredda”: In der Flasche. Bisher eine meiner feinsten Entdeckung im laufenden Jahr. “Ventus” – von der Bodega VentaWeiter Lesen

Es ist Herbst geworden. Das Corona-Drehbuch fordert einen Lockdown light. Die Gastronomie ist dabei voll gesetzt. “Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, …”. Tage um den Wirten des Vertrauens noch einmal Rückendeckung zu geben. Selbstredend unter Gebrauch der AHA+L-Formel. Heute im diagonal. Mit dem besten Schnitzel im Umkreis! Hoffnung ist der Anker der Welt. (63) ᐊ Marginalie ᐅ (65)

Die Firma Weltquartett hat verschiedene absonderliche Kartenspiele entwickelt – siehe hier. Es ist häufig keine schlechte Idee, ganz und gar unlustigen Dingen bewusst mit Humor zu begegnen … Bei einem kürzlichen Besuch in Eichstätt – der Grund dafür ist einer gesonderten Notiz vorbehalten – habe ich den bemerkenswerten Krimskrams-Laden Franz Xaver entdeckt. In der dortigen Auswahl steckt viel Mühe und Geist. Als Beute habe ich mir zwei Sachen gegönnt. Einmal dieses Quartett: Gestern Abend haben wir es sogleich ausprobiert. Was soll ich sagen? Ich habe – dem Thema wahrlich angemessenWeiter Lesen

Mir braucht ihr das nicht zu erzählen. Dass man Wirte und deren Bühnen braucht, um ein gutes Leben zu führen! Der Virus hat uns einander weggenommen. Seit gestern dürfen wir wieder. Achtsam. Zunächst nur draußen. Gott sei Dank ist Mai … Wir sind in unserem Kiez geblieben. Und ich habe beim Anschub geholfen. Mit einem Obazdn. Die Bühne stand zunächst im Vordergrund. Und hier darf man ihn ja mitbringen – in den Schutterhof zu Andrea und Harald Mödl. Biergartenzeit 2020! Und weil es so schön war, gab es heute gleichWeiter Lesen

Eine (kleine) Fleißarbeit. In süß-sauren Zeiten. ➜ Schnipsel 16 Wir empfangen situationsbedingt physisch keine Mandanten mehr in der Kanzlei. Haben aber – Gott sei Dank – genug Arbeit. Und das Ergebnis der Stichwahl zum Oberbürgermeister in Ingolstadt in einem Bild: ➜ Schnipsel 17 Er ist wieder da! Aber nur für kurze Zeit … Der wunderbare Maibock vom Riedenburger Brauhaus. Gleich zwei Kisten? Na ja – auch gleich an die Lebkuchenzeit(!) denken – siehe hier. ➜ Schnipsel 18 Auch wenn der Wohnungseinbruchdiebstahl (§ 244 I, III StGB) seit 2017 als VerbrechenWeiter Lesen

Wo gibt es in Ingolstadt richtig gute Burger? Zwischen dem 11. November 2010 und dem 7. Mai 2019 war die Frage einfach zu beantworten: Im Golden! Das ist leider Geschichte. Die aber wohl ein neues Kapitel aufschlagen könnte. In der Kupferstraße 28 wird nämlich nach Monaten des Stillstands kräftig renoviert. Eine “Neueröffnung” ist bereits angekündigt. Wir werden sehen … Oft verhält es sich im Leben wie in einer Schleuse. Erst wenn eine Türe wirklich geschlossen ist, geht eine andere auf. Das ist dann sehr tröstlich. Bei der eingangs gestellten BurgerfrageWeiter Lesen

➜ Schnipsel 11 Die Wahrnehmung erfolgt im Vorbeifahren nur über die Augenwinkel. Das schöne Motto bliebt hängen. Wenigstens bei mir. Es könnte auch “Tits and Beer” oder “Tits and Pizza” lauten. Auf jeden Fall kommt es darauf an, was man daraus macht … Leider bin ich nächsten Freitag nicht in der Stadt. Es handelt sich übrigens um die Anzeigentafel (schöne alte Schule) der Kunst- und Kulturwerkstatt KAP94 in Ingolstadt – Kaponniere 94 (KAP94), Jahnstraße 1a: ➜ Schnipsel 12 Wie schlechter Atem verbreitet sich im Vorfeld der Kommunalwahl (15. März 2020)Weiter Lesen

Vor einigen Stunden ging das Ingolstädter Herbstfest 2019 zu Ende. Eigentlich wollte ich dazu schon am Eröffnungswochenende so richtig auf die Pauke hauen. Aus Frust. Sie (da stehen viele Köche am Brei) haben es nämlich wieder einmal nicht geschafft! Eine Abwatschorgie von A bis Z sollte es werden. Allein – ich habe heute keine Lust mehr dazu. Es ist ja auch schon lange alles gesagt – man suche im Blog (rechts oben) nur mal nach „Bio-Hendl“. Eines will ich mir aber nicht ersparen. Fürs Protokoll die kurze Dokumention des StatusWeiter Lesen

Seit vielen Jahren arbeite ich mich am Thema “Bio-Hendl” auf dem Ingolstädter Volksfest ab. Sie fehlen dort leider. Exemplarisch sei nach hier verwiesen. Zu Pfingsten 2014 ging dann endlich eine Tür für die Premiere auf. Beim folgenden Herbstfest war aber schon wieder Schluss damit – arrrgh. Es folgten die Jahre 2015-2018. Ingolstädter Tunnelblick, ohne Vorsprung für Genuss … Blicke aber für das gute Beispiel nach Pfaffenhofen. Letzte Woche fragte ich auf facebook in einer Melange aus Hoffnung mit Frust: “Wenn jemand auf dem Ingolstädter Pfingsvolksfest ein knuspriges Hähnchen sichtet, dasWeiter Lesen

Das mit dem Atheismus kann schnell in die Hose gehen – ist doch eine gute Bratwurst ein Gottesbeweis! Die vom Joseph Huber sind verdammt gut – Naturschwein! Und eigentlich schmeckt eine heiße Bratwurst – wenn es draußen schön kalt ist – noch einmal besser. Liegt dann auch noch Schnee…

Zum ersten Mal habe ich den Gasthof Bauer vor über sechs Jahren – damals noch als Geheimtipp – hier (lesen!) in meinem Blog erwähnt. Ein solcher ist er schon lange nicht mehr. Taucht dieser Leuchtturm der echten Wirtshauskultur zwischenzeitlich doch schon mal in Publikationen wie “Servus in Bayern” auf. Aktuell in der Novemberausgabe 2018: Dabei ist er – Gott sei Dank! – der Alte geblieben. Und soweit ich Renate und Johann Bauer kenne, wird sich daran auch nichts ändern. Ihre eigene Milchvieh- und Schweinehaltung haben sie mittlerweile jedoch aufgegeben. DieWeiter Lesen

Drei Schritte vor einem ordentlichen Steak steht das Tier. Rasse, Haltung, Fütterung, Schlachtung. Diese Serie beschäftigt sich – Rinder betreffend – damit. Zwei Schritte davor kommt das Metzgerhandwerk. Reifung, Zuschnitt. Die Einkaufsquelle in Ingolstadt, um bis hierher nicht aus dem sicheren Tritt zu geraten, ist die Metzgerei Joseph Huber. Auf deren Einladung fand vor zwei Wochen ein ausgezeichnetes Seminar für Fleischzerlegung und Garmethoden – dem letzten Schritt zum Teller – statt. Zu Gast: Philipp Sontag: Wie Joseph Huber ist Philipp Sontag Slow Food Unterstützer! Der Metzgermeister führt im Allgäu (Kissleg)Weiter Lesen

Seit letztem Jahr suhlt sich das “Naturschwein” genüsslich durch eine Vielzahl von Geschichten im Blog. Exemplarisch – was hat es mit diesem Schwein auf sich? – schaue man hier, da und dort. Am 14. Juli besuchten Slow Food Ingolstadt und viele Konsumenten – besser Ko-Produzenten 😉 – die auch gerne wissen wollen woher ihr Essen kommt, den Hof von Barbara und Michael Weichselbaumer in Pfaffenhofen/Thalhof. Mit von der Partie die Slow Food-Unterstützer: Claudia und Joseph Huber (Metzgerei Joseph Huber) sowie Christine und Wolfgang Speth (Schinken-Ambiente). Es war ein Fest fürWeiter Lesen

Ich musste es mir einmal vor Ort selbst ansehen. Also machte ich kürzlich beim Motorradfahren einen kurzen Abstecher nach Das kleine Dorf empfängt einen mit seiner Schokoladenseite. Ich wollt ich wär ein Huhn – bis dahin gerne in Eschelbach: Kurz nach dem Ortsausgang war es mit der imaginierten Inkarnation als Huhn auch schon wieder vorbei. Gleich zwei dieser Unappetitlichkeiten lagern hier: Kinderteller! Blick nach rechts: Das personifizierte Grauen erscheint – die größte(!) Hühnermastanlage in Bayern (für 145.000 Tiere): Ich ahnte ja was kommt. Trotzdem war ich für einen Moment wirklichWeiter Lesen

Ein Schweineleben in Deutschland – von den Machern dummdreist “moderne Landwirtschaft” genannt: Niemals die Sonne gesehen. Spaltenböden. Importiertes, gentechnisch verändertes Futter. Die Eckzähne abgeschliffen, der Ringelschwanz abgeschnitten. 0,75 Quadratmeter Platz. Das Tier vollständig in jeder Lebenssekunde der Agrarindustrie unterworfen. Der Alltag von 99%(!) aller in Deutschland gehaltenen Schweine. Das wollt Ihr nicht? Einverstanden. Aber ich nehme Euch beim Wort! Zum Ausgang: 2016 beschlossen die Pfaffenhofener Barbara und Michael Weichselbaumer die Landwirtschaft ihren Schweinen anzupassen – ihnen als minimalstes Danke ein gutes Leben zu ermöglichen. Es entstand ein freiluftiger, neuer Stall.Weiter Lesen

Österliche Schnipsel: Karfreitag. Spaziergang rund um das Felsentor in Unteremmendorf: Karfreitag und Unteremmendorf – schon kombiniert? Man wird in der Region keinen bessern Platz zum Fischessen finden, als den Landgasthof Wagner (ist im Slow Food Genussführer!). Keine Überraschung also im vollbesetzten Haus den ein oder anderen Fischschmecker anzutreffen (Grüße an Paul S. und Fritz S.). Auf der Karte ein schönes Programm: Geräucherter Lachs, Fischsuppe, gebackener Kabeljau, Zander, Waller, Forelle, Saibling und natürlich Karpfen. Meine Wahl nach der Fischsuppe: ein 1/2 Karpfen im Bierteig gebacken – köstlich (auch der Kartoffelsalat!). Karsamstag.Weiter Lesen

Meine Serie geht in den vierten Teil! Hier der Beginn. Diesmal lief mir die Herde tatsächlich zufällig über den Weg. Vorletztes Wochenende – nach einem köstlichen Mittagessen bei einem ganz heißen neuen Kandidaten für den Slow Food Genussführer (wird derzeit nicht verraten) – wollte die Familie noch einen ausgiebigen Spaziergang machen. Es ging Richtung Wellheim. Plötzlich tauchte auf einer Stallung dieses Schild auf: Der Spaziergang wurde (natürlich) umgehend modifiziert. Es folgte eine Umschreitung der wunderschönen, großzügigen Weidefläche (11 Hektar). Wir befinden uns im sogenannten Urdonautal. Zwei Millionen Jahre lang flossWeiter Lesen

Während Vincent (John Travolta) und Jules (Samuel L. Jackson) in der Garage mit einer Fahrzeuginnenreinigung beschäftigt sind, fragt Wolf (Harvey Keitel) im Schlafzimmer Jimmie (Quentin Tarantino): Ich persönlich mag Eiche. Was ist mit Ihnen Jimmie? Sind Sie ein Eichenmann?” Jimmie: “Eiche ist schön.” Der Kenner weiß längst Bescheid – wir sind in einer Szene von “Pulp Fiction”. Da es sich hier um eine Schlafzimmerausstattung handelt, hätte ich diese Frage verneint. Würde mich Mr. Wolf aber in der Küche fragen, ob ich ein Eisenmann bin, wäre meine Antwort – ja! AberWeiter Lesen

Nachdem ich die Limousin-Rinder in Linden und die Highland-Cattle in Hagau auf ihren Weiden besucht hatte, war es diesmal umgekehrt. Ich war schon dort und wartete mit Spannung auf die Ankunft der heutigen Protagonisten: Murnau-Werdenfelser! Eine durch und durch bayerische Angelegenheit. Das beginnt mit der Stammheimat der Rasse. Sie liegt im Werdenfelser Land, im Alpen- und Voralpengebiet um Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald, Oberammergau und Murnau sowie im Karwendel- und Wettersteingebirge. Und setzt sich fort mit der Winterresidenz der Tiere meiner Slow Food-Freunde Ulla und Franz Eller. Sie verbringen die kalte Jahreszeit nämlichWeiter Lesen

Frische Bio-Kuhmilch aus der Region? Gibt es! In Adelschlag – ca. 25 km nordwestlich von Ingolstadt. Hier bewirtschaftet die Familie Hutter einen Biohof (Naturland). Dessen wichtigste Mitarbeiterinnen: 75 Kühe (Simmentaler Fleckvieh; dazu kommen derzeit 10 trächtige Jungrinder, 30 Kälber und ein Stier). Die Milch wird von Gabi und Andreas Hutter direkt vermarktet. Das wollte ich mir schon lange ansehen – „Shake the hand that feeds you!“. Vor knapp zwei Wochen, am Martinstag, war Slow Food Ingolstadt vor Ort. Die Milch wird lediglich pasteurisiert und ist damit eine Woche haltbar. SieWeiter Lesen

Gestern war der 100. Jahrestag der Oktoberrevolution. Gelegenheit ein Vorschaubild auf einen noch zu schöpfenden Bericht über einen kürzlichen Zürichaufenthalt auszuhängen. Ich bin an dem Haus zufällig vorbeigekommen und staunte nicht schlecht: Mit dem Herrn und insbesondere seinem Wirken habe ich absolut nichts am Hut. Gestern Abend kommentierte (sehr treffend) Wolf Biermann den Jahrestag im heute-journal (ZDF). Ich greife davon fragmentarisch einen Satz heraus und spanne dann einen weiten Bogen: “Wir müssen es lernen, … die Welt nicht zu retten …, sondern wir müssen sie verbessern. Und das macht Mühe.Weiter Lesen

Es ist wirklich ein Zufall – es geht noch einmal in die Hallertau. Im Gegensatz zu gestern aber diesmal aus gutem Grund. Das Gasthaus Spitzer hatte am vergangenen Donnerstag zum zweiten “Meet & Eat” geladen (Erstaufführung). Diesmal zu Gast: Theresa Lehner aus Wolnzach. Zur geschätzten Lieferantin machen sie ihre Aberdeen Angusrinder. Die Herde – Mutterkuhhaltung (derzeit 12 Kühe) mit Stier (Natursprung!) – weidet direkt am Hof der Lehners. Das Winterfutter (Silage und Heu) stammt ausschließlich von eigenen Feldern. Schlachtung? Weideschuss! Und – wir sind in der Hallertau – Hopfenbauern sindWeiter Lesen

Zweifelsohne Grund für eine Notiz: Das Pfaffenhofener Volksfest 2017. Diesmal ist nämlich zum ersten Mal das Kloster Scheyern mit dabei! Es bespielt mit seinem herrlichen “Hopfazupfa Festbier” und Erzeugnissen aus der eigenen Landwirtschaft vom Prielhof (Bio-Eier, Bio-Nudeln, Bio-Hendl und Bio-Ochsen) das Traditionszelt. Dazu kommt Bergkäse von der (eigenen) “Geitauer Alm” (über Bayrischzell). Richtig gehört. Diese hat das Kloster vor zwei Jahren gekauft und im letzten Jahr wieder hergerichtet. Und das mit dem Bio dürfte auch noch nicht so bekannt sein – wie es aber sollte! Seit Jahresanfang 2016 wurde derWeiter Lesen

Das maletter am Domplatz 1 in Eichstätt will ich nicht mehr missen! Seit meinem ersten Besuch gab es eine Menge gegenseitiger Kontakte zwischen den Machern – Elisabeth Gabler-Hofrichter und Sohn Andreas Hofrichter (er kocht, ganz wunderbar!) – und Slow Food Ingolstadt. Und die waren regelmäßig angenehm fruchtbar. Die Testgruppe des Genussführers hat ein sehr interessiertes Auge in die Töpfe geworfen… Verschiedene Tapas (die bleibende gute Kernidee) gibt es seit einiger Zeit wahlweise auch als Hauptgericht. Die Namen der Lieferanten zieren erfreulich zunehmend die Speisekarte. Warum sollte man solche Hochkaräter (schautWeiter Lesen

Donnerstag. Mittagszeit. Wo war ich? Natürlich im Golden. Wenn die nicht gerade umbauen würden … Ab dem 22. Juli haben sie aber wieder offen. Donnerstag? Genau! Da gibt es ja jetzt den Abendmarkt – hier. Und dort war ich heute eh, weil es galt ein Foto zu machen – als Einstimmung für die Festivität zum 10-jährigen von Slow Food Ingolstadt am 14. Juli ab 18:00 Uhr im Schutterhof – Gäste sind herzlich willkommen! Auf Burger konditioniert probierte ich sogleich die “Zupfte Sau” (Pulled Pork) derer von Harpfenburg (Philip und MaximilianWeiter Lesen

Am vergangenen Donnerstag (06.07.17) fand der erste Ingolstädter Abendmarkt in der Ludwigstraße (beginnend am Schliffelmarkt) statt. Es ist ihm eine erfolgreiche Zukunft zu wünschen – denn er bereichert die Altstadt mit einem qualitativ beachtlichen Angebot. Nachdem wir LEIDER keine feste, dauerhafte Markthalle haben, kommt die Schanz mit dem neuen Format wenigstens an 50% der Werktage (mit dem Wochenmarkt am Mittwoch und Samstag) in den Genuss frischer, regionaler Lebensmittel direkt vom Erzeuger. Mein persönliches Highlight: Das Schinken-Ambiente ist (endlich) in der Stadt! Köstliche, handgemachte Spezialitäten aus gutem Ursprung von Slow FoodWeiter Lesen

Mitte Mai 2017. Ich bin unterwegs in der Hallertau. “Der Hopfen will jeden Tag seinen Herrn sehen.” Sprich, er macht viel Arbeit. Zurzeit steht in den Hopfengärten das – nur per Hand mögliche – An- und Nachleiten der Triebspitzen auf dem Plan: Ein sehr passendes Einfallstor in diese herrliche Landschaft bietet – ungefähr auf Höhe von Pfaffenhofen – die Autobahnabfahrt beim (ehemaligen) Rasthaus Holledau: “Ich möchte die Geschichte einer Speise kennen. Ich möchte wissen, woher die Nahrung kommt. Ich stelle mir gerne die Hände derer vor, die das, was ichWeiter Lesen

Gibt es einen Lieblingsmonat? Ich mag mich nicht entscheiden. Jede Jahreszeit – und gerade auch deren Übergänge – haben ihre ganz eigenen Verlockungen. Wie so oft macht es die Vielfalt! Müsste ich mich aber auf einen Monat festlegen – es wäre der Mai. Es existiert eine Vielzahl von Ritualen ihn zu beginnen. Ein wirklich gut gemeinter Vorschlag folgt zugleich. Wenn auch erst wieder für 2018: Frischer Maibock aus dem Hause Riedenburger, zusammen mit einem köstlichen Weideochsen aus dem Klostergut Plankstetten. Der 2017er Bock geht runter wie Öl. Und der gestrigeWeiter Lesen

Anlässlich der letztjährigen Feierlichkeiten zum 500. Geburtstag des Reinheitsgebots, bespielte Slow Food Ingolstadt an drei Abenden das Museum für Konkrete Kunst und transformierte es dabei zunächst in einen Stammtisch – Reines Bier – und dann in eine Bäckerei – Reines Brot. Zuletzt ging es um die (reine) Wurst. Von diesem kultivierten Abend ist noch zu berichten: Am Tisch – die Gäste bewährt drumherum – nahmen dafür Platz: Landwirt Michael Weichselbaumer (hält Schweine), Ulla Eller (hält Murnau-Werdenfelser Rinder), die Metzgermeister Joseph Huber und Wolfgang Speth, sowie Gunter Wagner (als Moderator/Slow FoodWeiter Lesen

Ich will – längst überfällig – meine Serie über Weiderinder in unserer Region fortsetzen. Und ich verspreche, dass es zur nächsten Herde nicht mehr so lange dauern wird. Der erste Teil beschäftigte sich mit Limousin in Linden. Diesmal bleibe ich ganz in der Nähe der Stadt Ingolstadt. Richtung Auwald zur Donau auf den Fluren nördlich von Hagau. Überhaupt Hagau – viele schöne Kindheitserinnerungen gehen mir durchs Bild … Eine traumhaft schöne Landschaft, die hoffentlich niemals(!!!) Bühne für aberwitzige(!!!) Donaubrücken- oder Donautunnelprojekte wird. Die Gegend ist mitunter fest in Händen vonWeiter Lesen

Die Freunde von Slow Food Augsburg haben sich – einer gewissen Folgerichtigkeit gehorchend – letztes Jahr verstärkt dem Erhalt des Augsburger Huhns angenommen. Siehe hier und dort. Die bildschöne Rasse ist auch an Bord der Arche des Geschmacks, einem weltweiten Projekt der Slow Food Stiftung für Biodiversität. Das Engagement der schwäbischen Nachbarn setzt sich erfreulicherweise dieses Jahr fort. Geht es ums Huhn, lasse ich mich nicht zweimal bitten. Zumal einem die gebratenen Tauben mit solchen Angeboten ja fast in den Mund fliegen. Am vergangenen Wochenende ging es also nach AugsburgWeiter Lesen

Anspiel der Biergartensaison 2016. Gleich zum Vatertag. Mit der Familie! Im Schutterhof. Frühling in der Luft. Und Allerlei der Jugendblasmusik Zuchering. Im Krug der Nordbräu 1516 Jubiläums-Sud. Es folgt ein wunderbares “Farm to table” sowie “Shake the hand that feeds you” Erlebnis: Im Mittelpunkt ein Angusochse. Aus Weidehaltung vor den Toren der Stadt. Biozertifiziert nach Naturland (Biohof Wagner). Er findet über die Metzgerei Joseph Huber seinen Weg auf den Holzkohle(!)grill der Familie Mödl. Und dann auf unseren Tisch. Mit viel besseren Knödeln als letztes Jahr. Mit am Tisch sitzen: KarolaWeiter Lesen

Anfang Februar in Nürnberg, nach der heurigen Biofach, lernte ich Martin Seefried auf einer Party (Danke Florian Bailey!) kennen. Der ausgebildete Koch und Metzgermeister betreibt in Abenberg (mittelfränkischer Landkreis Roth) seine Naturmetzgerei. Hier verarbeitet und veredelt er handwerklich ausschließlich Fleisch von der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall. Unter der gewichtigen(!) Losung “Wissen wo’s herkommt” organisierte Seefried für Ende April einen “Bauernbesuch” bei seinen Lieferanten. Einen ganzen Tag dem guten, sauberen und fairen Essen nachspüren … In angenehmer Gemeinschaft … Mit einem umtriebigen Gastgeber … Und überhaupt wollte ich schon lange Rudolf Bühler,Weiter Lesen

Es sind diese scheinbaren Kleinigkeiten, für die leider viel zu wenig Menschen einen Blick haben, die aber so wichtig sind und die den Unterschied machen. Sie zu verkünden ist eine stete Herzensangelegenheit von extra prima good. Unter uns – irgendjemand muss es machen! Gestern Abend war im diagonal Stammtisch von Slow Food Ingolstadt. Die beiden Wirte Norbertus von Jordans und Reinhard Maier nahmen dies zum Anlass, endlich eine empfindliche Lücke in ihrer Speisekarte zu schließen. In meinem Lobgesang auf ihre Currywürste hatte ich sie klar ausgemacht: “Das Schnitzel kommt, schönWeiter Lesen