Der Leberkäs (Leber-/Fleichkäse) ist eine gebackene Brühwurst. Und weit überwiegend ein Bayer. Der Kurfürst Karl Theodor (aus der Pfalz) übersiedelte aus erbrechtlichen Gründen vor knapp 250 Jahren nach München. Mit im Gefolge, sein Metzger aus Mannheim – so muss ein Gefolge aussehen … Dieser entwickelte alsbald aus fein gehacktem Schweine- und Rindfleisch einen Brät, der in Brotformen gebacken wurde – und wird. Ein guter Leberkäs – mit (wichtig!) gewissen zeitlichen Abständen – ist köstlich. Und wir lernen von ihm, dass die Wahrheit nicht immer in der Mitte liegt. Der Kundige schätzt nämlich seine knusprigen Endstücke (Scherzl). Auf die Hand – als Leberkäs-Semmel – ist er ein sehr verlässlicher Aufheller. Der Senf (süß oder scharf) liebt ihn – und wohl dem, der solche Freunde hat. Es gibt ihn in rot undWeiter Lesen

Zur Stunde nichts Fröhliches. Obwohl das Foto eigentlich etwas ganz anderes erzählt … Es entstand am 6. Mai 2017. In Weißenburg liefen die fränkischen Genusstage. Am Abend lud Ulrich Riedel vom Landgasthof Siebenkäs in Pleinfeld zu einem feinen Menü ein. Am Eingang hing die Urkunde zur Aufnahme des Wirtshauses in den Slow Food Genussführer. Ich entdeckte, dass darauf die Unterschrift der zuständigen regionalen Testgruppe fehlte … Unter den Gästen war auch Ursula Hudson. Als Vorsitzende von Slow Food Deutschland hat ihre Signatur immer recht! Und sie hatte sichtlich Spaß daran, die kleine Lücke zu schließen. Dabei schauten ihr über die Schulter – links im Bild, Wirt Ulrich Riedel und rechts, Bio-Metzgermeister Robert Prosiegel: Heute – spätestes heute – hat mein Foto etwas sehr trostloses. Das Wirthaus gibt es nicht mehr.Weiter Lesen

Die Firma Weltquartett hat verschiedene absonderliche Kartenspiele entwickelt – siehe hier. Es ist häufig keine schlechte Idee, ganz und gar unlustigen Dingen bewusst mit Humor zu begegnen … Bei einem kürzlichen Besuch in Eichstätt – der Grund dafür ist einer gesonderten Notiz vorbehalten – habe ich den bemerkenswerten Krimskrams-Laden Franz Xaver entdeckt. In der dortigen Auswahl steckt viel Mühe und Geist. Als Beute habe ich mir zwei Sachen gegönnt. Einmal dieses Quartett: Gestern Abend haben wir es sogleich ausprobiert. Was soll ich sagen? Ich habe – dem Thema wahrlich angemessen – verloren! Ehrenwort. Meine beiden Mitspieler halte ich – man will ja nicht kompromittieren – bedeckt. Und dieses Schweinderl. Es ist nicht alleine zu Hause. Ich bekenne eine kleine Schwäche für Tierskulpturen aus Metall: Seht ihr den unversehrten(!) Ringelschwanz? LeiderWeiter Lesen

Eine (kleine) Fleißarbeit. In süß-sauren Zeiten. ➜ Schnipsel 16 Wir empfangen situationsbedingt physisch keine Mandanten mehr in der Kanzlei. Haben aber – Gott sei Dank – genug Arbeit. Und das Ergebnis der Stichwahl zum Oberbügermeister in Ingolstadt in einem Bild: ➜ Schnipsel 17 Er ist wieder da! Aber nur für kurze Zeit … Der wunderbare Maibock vom Riedenburger Brauhaus. Gleich zwei Kisten? Na ja – auch gleich an die Lebkuchenzeit(!) denken – siehe hier. ➜ Schnipsel 18 Auch wenn der Wohnungseinbruchdiebstahl (§ 244 I, III StGB) seit 2017 als Verbrechen (§ 12 I StGB) gilt, ist das hier (gesehen in der Altstadt) doch sehr leichtsinnig 😉 ➜ Schnipsel 19 Im Garten. Mähroboter müssen draußen bleiben! Das zeigt bienenfreundliche Wirkung: ➜ Schnipsel 20 Beim Zeitungslesen entdeckt. Die von Gerhard Schick gegründeteWeiter Lesen

Samstagmorgen-Einkauf bei meinem Haus- und Hofmetzger – Joseph Huber. Es gibt da was Neues! Eine Salami mit Kürbiskernen. Fleisch und Fett für die Wurst ist natürlich vom Naturschwein. Die Kerne kommen aus dem Altmühltal – von der Familie Hiermeier. Beide sind bei Slow Food engagiert – ein schönes Zusammenwirken. Sehr, sehr fein – probieren! Übrigens. Am 29. Juni 2019 besucht Slow Food Ingolstadt die Familie Hiermeier in Wellheim – siehe hier. Mitkommen! (52) – Fingerzeig – (54)

Das mit dem Atheismus kann schnell in die Hose gehen – ist doch eine gute Bratwurst ein Gottesbeweis! Die vom Joseph Huber sind verdammt gut – Naturschwein! Und eigentlich schmeckt eine heiße Bratwurst – wenn es draußen schön kalt ist – noch einmal besser. Liegt dann auch noch Schnee…

Drei Schritte vor einem ordentlichen Steak steht das Tier. Rasse, Haltung, Fütterung, Schlachtung. Diese Serie beschäftigt sich – Rinder betreffend – damit. Zwei Schritte davor kommt das Metzgerhandwerk. Reifung, Zuschnitt. Die Einkaufsquelle in Ingolstadt, um bis hierher nicht aus dem sicheren Tritt zu geraten, ist die Metzgerei Joseph Huber. Auf deren Einladung fand vor zwei Wochen ein ausgezeichnetes Seminar für Fleischzerlegung und Garmethoden – dem letzten Schritt zum Teller – statt. Zu Gast: Philipp Sontag: Wie Joseph Huber ist Philipp Sontag Slow Food Unterstützer! Der Metzgermeister führt im Allgäu (Kissleg) in sechster Generation mit beachtlicher Leidenschaft seinen Betrieb – die Metzgerei Sontag. Daneben ist er Kolumnist für Fleischkunde des Grill-Magazins „Fire & Food“: Abschweif: Gar nicht schlecht das Heft. Nach aufmerksamen Durchblättern fällt das Bemühen um artgerechte Tierhaltung und NachhaltigkeitWeiter Lesen

Seit letztem Jahr suhlt sich das „Naturschwein“ genüsslich durch eine Vielzahl von Geschichten im Blog. Exemplarisch – was hat es mit diesem Schwein auf sich? – schaue man hier, da und dort. Am 14. Juli besuchten Slow Food Ingolstadt und viele Konsumenten – besser Ko-Produzenten 😉 – die auch gerne wissen wollen woher ihr Essen kommt, den Hof von Barbara und Michael Weichselbaumer in Pfaffenhofen/Thalhof. Mit von der Partie die Slow Food-Unterstützer: Claudia und Joseph Huber (Metzgerei Joseph Huber) sowie Christine und Wolfgang Speth (Schinken-Ambiente). Es war ein Fest für Kopf und Bauch! Nachhaltige, regional-bäuerliche Landwirtschaft – Hand in Hand mit echtem Lebensmittelhandwerk. Alles da – wenn man nur Augen und Ohren öffnet und endlich die widerliche Geiz-ist-geil-Mentalität in die Tonne tritt. Abschweif: Das geht auch auf Volksfesten. Freilich nichtWeiter Lesen

Sechs Tage haben ihr gefehlt. Meiner Großtante Anni. Nur sechs Tage – zu ihrem 104. Geburtstag! Zum 100. hatte ich ein kleines Problem. Geboren am 25. Juni 1914 – ein Tag an dem der Begriff Weltkrieg – geschweige denn dessen Nummerierung – noch Theorie war. Am 19. Juni 2018 ist sie friedlich eingeschlafen … Vergangen Freitag war ich mit meinem Vater auf ihrer Beerdigung in Kreuzwertheim. Ein Ereignis, das mich dann doch mehr berührte, als ich es mir auf der Hinfahrt ausmalte … Der (heute) unterfränkische Familienteil hat der Begegnung eine ergreifende Tiefe und Würde verliehen. Annis Leben zog noch einmal an uns vorbei. Absolut prägend – 1944 die Flucht aus Oberschlesien. Anni, ihre ersten beiden Kinder, ihre Schwester (meine Oma) mit meinem gerade geborenen Vater und seinem einjährigen BruderWeiter Lesen

Ein Schweineleben in Deutschland – von den Machern dummdreist „moderne Landwirtschaft“ genannt: Niemals die Sonne gesehen. Spaltenböden. Importiertes, gentechnisch verändertes Futter. Die Eckzähne abgeschliffen, der Ringelschwanz abgeschnitten. 0,75 Quadratmeter Platz. Das Tier vollständig in jeder Lebenssekunde der Agrarindustrie unterworfen. Der Alltag von 99%(!) aller in Deutschland gehaltenen Schweine. Das wollt Ihr nicht? Einverstanden. Aber ich nehme Euch beim Wort! Zum Ausgang: 2016 beschlossen die Pfaffenhofener Barbara und Michael Weichselbaumer die Landwirtschaft ihren Schweinen anzupassen – ihnen als minimalstes Danke ein gutes Leben zu ermöglichen. Es entstand ein freiluftiger, neuer Stall. Mit Auslauf, Sonne, geschlossenen Böden, hofeigenem Futter und viel, viel Stroh. Achtung! 800 g pro Tag und Tier. Es gibt Trittbrettfahrer die ihren „Strohschweinen“ 15 g auf den Spaltenboden dekorieren  – „da hat jeder Goldhamster mehr“ – pflegt Michael WeichselbaumerWeiter Lesen

Meine Serie geht in den vierten Teil! Hier der Beginn. Diesmal lief mir die Herde tatsächlich zufällig über den Weg. Vorletztes Wochenende – nach einem köstlichen Mittagessen bei einem ganz heißen neuen Kandidaten für den Slow Food Genussführer (wird derzeit nicht verraten) – wollte die Familie noch einen ausgiebigen Spaziergang machen. Es ging Richtung Wellheim. Plötzlich tauchte auf einer Stallung dieses Schild auf: Der Spaziergang wurde (natürlich) umgehend modifiziert. Es folgte eine Umschreitung der wunderschönen, großzügigen Weidefläche (11 Hektar). Wir befinden uns im sogenannten Urdonautal. Zwei Millionen Jahre lang floss die Urdonau, von Süden her kommend, durch das Wellheimer Trockental ins heutige Altmühltal ab. Ich wusste, dass in dieser Gegend ein spezielles Beweidungsprojekt auf einem Niedermoor am Werk ist und wollte mir das auch schon länger ansehen. An diesem TagWeiter Lesen

Nachdem ich die Limousin-Rinder in Linden und die Highland-Cattle in Hagau auf ihren Weiden besucht hatte, war es diesmal umgekehrt. Ich war schon dort und wartete mit Spannung auf die Ankunft der heutigen Protagonisten: Murnau-Werdenfelser! Eine durch und durch bayerische Angelegenheit. Das beginnt mit der Stammheimat der Rasse. Sie liegt im Werdenfelser Land, im Alpen- und Voralpengebiet um Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald, Oberammergau und Murnau sowie im Karwendel- und Wettersteingebirge. Und setzt sich fort mit der Winterresidenz der Tiere meiner Slow Food-Freunde Ulla und Franz Eller. Sie verbringen die kalte Jahreszeit nämlich in den Stallungen des Wittelsbacher Ausgleichsfonds im Gut Rohrenfeld (ca. 10 km östlich von Neuburg a. d. Donau). Am 19. April war es endlich soweit: Der Weidegang stand an! Bei alles andere als frühlingshaften Temperaturen. Mit 4 Grad erreichte dieWeiter Lesen

Gestern war der 100. Jahrestag der Oktoberrevolution. Gelegenheit ein Vorschaubild auf einen noch zu schöpfenden Bericht über einen kürzlichen Zürichaufenthalt auszuhängen. Ich bin an dem Haus zufällig vorbeigekommen und staunte nicht schlecht: Mit dem Herrn und insbesondere seinem Wirken habe ich absolut nichts am Hut. Gestern Abend kommentierte (sehr treffend) Wolf Biermann den Jahrestag im heute-journal (ZDF). Ich greife davon fragmentarisch einen Satz heraus und spanne dann einen weiten Bogen: „Wir müssen es lernen, … die Welt nicht zu retten …, sondern wir müssen sie verbessern. Und das macht Mühe. Und damit sind wir schwer beschäftigt.“ Das gefällt mir. Es erlöst uns vom Absoluten. Vom Perfekten. Von Leuten mit dem Patentrezept. Das gibt es nämlich in einer Welt – dessen einzige Konstante die Veränderung ist – überhaupt nicht. Gleichzeitig gibtWeiter Lesen

Das maletter am Domplatz 1 in Eichstätt will ich nicht mehr missen! Seit meinem ersten Besuch gab es eine Menge gegenseitiger Kontakte zwischen den Machern – Elisabeth Gabler-Hofrichter und Sohn Andreas Hofrichter (er kocht, ganz wunderbar!) – und Slow Food Ingolstadt. Und die waren regelmäßig angenehm fruchtbar. Die Testgruppe des Genussführers hat ein sehr interessiertes Auge in die Töpfe geworfen… Verschiedene Tapas (die bleibende gute Kernidee) gibt es seit einiger Zeit wahlweise auch als Hauptgericht. Die Namen der Lieferanten zieren erfreulich zunehmend die Speisekarte. Warum sollte man solche Hochkaräter (schaut mal unten nach) auch nicht benennen?! Einmal im Monat ist Kartenwechsel. Immer am ersten Dienstag. Ein Auszug vom Juli 2017: Und das war der gerade zu Ende gehende August. Man kann auch draußen sitzen … Was meint Metzgermeister Joseph HuberWeiter Lesen

Am vergangenen Donnerstag (06.07.17) fand der erste Ingolstädter Abendmarkt in der Ludwigstraße (beginnend am Schliffelmarkt) statt. Es ist ihm eine erfolgreiche Zukunft zu wünschen – denn er bereichert die Altstadt mit einem qualitativ beachtlichen Angebot. Nachdem wir LEIDER keine feste, dauerhafte Markthalle haben, kommt die Schanz mit dem neuen Format wenigstens an 50% der Werktage (mit dem Wochenmarkt am Mittwoch und Samstag) in den Genuss frischer, regionaler Lebensmittel direkt vom Erzeuger. Mein persönliches Highlight: Das Schinken-Ambiente ist (endlich) in der Stadt! Köstliche, handgemachte Spezialitäten aus gutem Ursprung von Slow Food Unterstützer und Freund Wolfgang Speth: Und so liebe Ingolstädter, kann man zur Premiere auf Sendung gehen! Am Stand gibt es gleich auch das wunderbare Kürbiskernöl der Familie Hiermeier aus dem Altmühltal: Frisches Obst und Gemüse bieten der Biohof Hundszell und derWeiter Lesen

Mitte Mai 2017. Ich bin unterwegs in der Hallertau. „Der Hopfen will jeden Tag seinen Herrn sehen.“ Sprich, er macht viel Arbeit. Zurzeit steht in den Hopfengärten das – nur per Hand mögliche – An- und Nachleiten der Triebspitzen auf dem Plan: Ein sehr passendes Einfallstor in diese herrliche Landschaft bietet – ungefähr auf Höhe von Pfaffenhofen – die Autobahnabfahrt beim (ehemaligen) Rasthaus Holledau: „Ich möchte die Geschichte einer Speise kennen. Ich möchte wissen, woher die Nahrung kommt. Ich stelle mir gerne die Hände derer vor, die das, was ich esse, angebaut, verarbeitet und gekocht haben“ – sagt Carlo Petrini, Gründer und internationaler Präsident von Slow Food. Damit war der Samstag vor zwei Wochen ein Paradetag für mich! Ich ergreife diese Hände nämlich auch sehr gerne – „Shake the handWeiter Lesen

Anlässlich der letztjährigen Feierlichkeiten zum 500. Geburtstag des Reinheitsgebots, bespielte Slow Food Ingolstadt an drei Abenden das Museum für Konkrete Kunst und transformierte es dabei zunächst in einen Stammtisch – Reines Bier – und dann in eine Bäckerei – Reines Brot. Zuletzt ging es um die (reine) Wurst. Von diesem kultivierten Abend ist noch zu berichten: Am Tisch – die Gäste bewährt drumherum – nahmen dafür Platz: Landwirt Michael Weichselbaumer (hält Schweine), Ulla Eller (hält Murnau-Werdenfelser Rinder), die Metzgermeister Joseph Huber und Wolfgang Speth, sowie Gunter Wagner (als Moderator/Slow Food Ingolstadt) und meine Person. „Je weniger die Leute wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie!“ Das Zitat wird Otto von Bismarck zugeschrieben. Was die Gesetze angeht, stimme ich durchaus zu. Bei den Würsten muss ich hingegenWeiter Lesen

Ich will – längst überfällig – meine Serie über Weiderinder in unserer Region fortsetzen. Und ich verspreche, dass es zur nächsten Herde nicht mehr so lange dauern wird. Der erste Teil beschäftigte sich mit Limousin in Linden. Diesmal bleibe ich ganz in der Nähe der Stadt Ingolstadt. Richtung Auwald zur Donau auf den Fluren nördlich von Hagau. Überhaupt Hagau – viele schöne Kindheitserinnerungen gehen mir durchs Bild … Eine traumhaft schöne Landschaft, die hoffentlich niemals(!!!) Bühne für aberwitzige(!!!) Donaubrücken- oder Donautunnelprojekte wird. Die Gegend ist mitunter fest in Händen von Reitern. Es gibt nicht wenige Reitställe hier. Es ist Anfang Dezember. Spätherbstsonne. Atemwolken in klarer, kalter Luft. Und dann, mittendrin ist die Augenweide perfekt: Majestätisch, würdevoll, fast schon mystisch: Schottische Hochlandrinder! Den Highland Cattle sehr ähnlich sind die ebenfalls ausWeiter Lesen

Ich will es gleich zugeben: Ich bin hochbefangen! Ich wertschätze Klöster im Allgemeinen. Im Besonderen das in Plankstetten. Warum dem ganz persönlich so ist, habe ich hier beschrieben. Und wenn es überhaupt etwas zu beklagen gibt, dann nur indirekt. Es betrifft den Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke. Er war von 1993 bis 2006 Abt in Plankstetten. In seinem neuen Amt ist er mir (viel) zu leise. Seit heute gibt es – zu meiner großen Freude – ein leibhaftiges Stück echte klösterliche Mission in Ingolstadt. Sie wird der Stadt gut tun! Jeden Mittwoch von 8:00 bis 12:30 Uhr kommt deren Marktwagen auf den Ingolstädter Wochenmarkt. Randvoll mit Köstlichkeiten aus der Bäckerei, Gärtnerei und Metzgerei des Klosters. Das, en passant erwähnt, Unterstützer von Slow Food Deutschland ist! Selbstverständlich habe ich mir dieWeiter Lesen

Anspiel der Biergartensaison 2016. Gleich zum Vatertag. Mit der Familie! Im Schutterhof. Frühling in der Luft. Und Allerlei der Jugendblasmusik Zuchering. Im Krug der Nordbräu 1516 Jubiläums-Sud. Es folgt ein wunderbares „Farm to table“ sowie „Shake the hand that feeds you“ Erlebnis: Im Mittelpunkt ein Angusochse. Aus Weidehaltung vor den Toren der Stadt. Biozertifiziert nach Naturland (Biohof Wagner). Er findet über die Metzgerei Joseph Huber seinen Weg auf den Holzkohle(!)grill der Familie Mödl. Und dann auf unseren Tisch. Mit viel besseren Knödeln als letztes Jahr. Mit am Tisch sitzen: Karola und Manfred Wagner, sowie Claudia und Joseph Huber. Doch, das geht!

Anfang Februar in Nürnberg, nach der heurigen Biofach, lernte ich Martin Seefried auf einer Party (Danke Florian Bailey!) kennen. Der ausgebildete Koch und Metzgermeister betreibt in Abenberg (mittelfränkischer Landkreis Roth) seine Naturmetzgerei. Hier verarbeitet und veredelt er handwerklich ausschließlich Fleisch von der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall. Unter der gewichtigen(!) Losung „Wissen wo’s herkommt“ organisierte Seefried für Ende April einen „Bauernbesuch“ bei seinen Lieferanten. Einen ganzen Tag dem guten, sauberen und fairen Essen nachspüren … In angenehmer Gemeinschaft … Mit einem umtriebigen Gastgeber … Und überhaupt wollte ich schon lange Rudolf Bühler, dem Gründer der Erzeugergemeinschaft, einen Besuch abstatten: Aus dem Stegreif ließ ich mich auf die Gästeliste setzen! Letzter Samstag – 9:00 Uhr – Treffpunkt bei den Seefrieds. Mit dabei Moritz, der(!) Ingolstädter Metzger Joseph Huber und dessen Tochter Pia. FürWeiter Lesen

Es sind diese scheinbaren Kleinigkeiten, für die leider viel zu wenig Menschen einen Blick haben, die aber so wichtig sind und die den Unterschied machen. Sie zu verkünden ist eine stete Herzensangelegenheit von extra prima good. Unter uns – irgendjemand muss es machen! Gestern Abend war im diagonal Stammtisch von Slow Food Ingolstadt. Die beiden Wirte Norbertus von Jordans und Reinhard Maier nahmen dies zum Anlass, endlich eine empfindliche Lücke in ihrer Speisekarte zu schließen. In meinem Lobgesang auf ihre Currywürste hatte ich sie klar ausgemacht: „Das Schnitzel kommt, schön wellig in Butterschmalz gebraten, aus der Pfanne. Auch seine Herkunft soll in Zukunft – das wurde mir versprochen 🙂 – erwähnenswert sein. Ich bestehe darauf! Speisekarten sind dem Mannschaftssport zuzurechnen. Da ist Geschlossenheit gefragt.“ Das Versprechen ist erfüllt – Danke!!!Weiter Lesen

Licht und Schatten auf dem Ingolstädter Bürgerfest. Aber viel, viel mehr Licht (man erkläre mir trotzdem einmal, warum es dabei Verkaufsstände mit Sonnenbrillen oder Handytaschen geben muss …). In meinem Foto der Festivität umhüllt selbst der Lichtkegel noch einen schönen Schatten! Auch für die Ohren war schön angerichtet. Mein absolutes Highlight – gleich zwei Mal (Freitag Kreuztor und Samstag MKK) – Men Under Cover. Sehr, sehr geil! In den roten Blickfängen oben steht übrigens die Bassistin von Fat Toni. Wer auf dem Bürgerfest Hunger bekommt, hat hoffentlich eine gute Brotzeit dabei … Oder begab sich in den Schutterhof. 2013 hatte ich schon einmal über dieses deliziöse Phänomen berichtet: Fleischrasse. Weidehaltung (Gras!). Vor den Stadttoren. Bioland (Biohof Wagner). Geschlachtet vor Ort. Metzgerhandwerk von und mit Joseph Huber. Zubereitet von Andrea undWeiter Lesen

Wirte und Produzenten zu finden, die im Sinne von Slow Food gut, sauber und fair arbeiten, ist die Aufgabenstellung des Produzenten– und Genussführers. Letzterer ist schon weit gediehen (Buch, 2. Ausgabe!), Ersterer (Mammutaufgabe!) steckt noch in den Kinderschuhen. An beiden Projekten arbeitet Slow Food Ingolstadt leidenschaftlich mit. Will man vor seiner Haustüre kehren, sollte man wissen, wo diese ist. Selbstbewusstsein ist gefragt: Für welche Region ist Slow Food Ingolstadt ganz konkret verantwortlich? In sehr freundschaftlicher Abstimmung mit unseren Nachbarconvivien (das sind im Uhrzeigersinn: Nürnberg, Niederbayern, München, Augsburg und Altmühlfranken) wurde die Frage beantwortet. Im Ergebnis bestätigten sich territorial zunächst 95% der seit Jahren gelebten Gefühlslage. Und en passant kam heraus, dass es nach Osten hin keine gemeinsame Grenze mit Slow Food Regensburg-Oberpfalz gibt … schade eigentlich. Zu Slow Food Ingolstadt gehörenWeiter Lesen

Letztes Wochenende in Berlin. Bei der Verleihung der Berlinale Kamera an Alice Waters (Köchin, Food-Aktivistin, Vize-Präsidentin Slow Food International) und Carlo Petrini (Slow Food Häuptling) war ich leider außen vor … In Sachen la dolce vita dafür aber mittendrin! Der ultimative Tipp für meister-fabel-märchenhafte Kuchen: Princess Cheesecake – Tucholskystraße 37/Berlin Mitte: Letztes Jahr begeisterte Chefin Cornelia Suhr mit ihren Kreationen „German Pastry-Making: Sweet Berlin“ auch auf dem Salone del Gusto in Turin (Bericht). Von nichts kommt nichts – so geht sie nämlich an die Sache heran: Berlin listet derzeit leider nur drei Wirtshäuser im Slow Food Genussführer. Irgendwie waren uns diese bei der Planung entglitten … Auf der Suche nach Einkehr war uns dann aber das Glück des Tüchtigen vergönnt. In der Rochstraße 2. Auf der Rechnung wurde unser köstlichesWeiter Lesen

Gestern Mittag. Bergheim – kurz vor Neuburg. Der Wohlgeruch in Wolfgang Speths Manufaktur ist überwältigend! Ausschließlich Fleisch vom Schwäbisch-Hällischen Landschwein + Handwerk + Leidenschaft + Zeit (slow!). So lautet die hier praktizierte Genussformel. Und ab sofort bekennt sich das Schinken-Ambiente vor aller Augen für das Gute, Saubere und Faire: Slow Food Deutschland hat einen neuen Unterstützer – herzlich willkommen! Seit gut einer Woche gibt es nicht nur Schinken. Speth hat nämlich angefangen zu wursten – gut so! Die erste Kreation: Krakauer. Über offenem Buchenfeuer heiß geräuchert. Verfügbar im Ring oder als Stange. Köstlich! @ Wolfgang – die Variante mit Chilli darf gerne deutlich schärfer sein! Lust auf Wurst? Dann nächstes Wochenende (08.02.15) ab nach Berlin! Slow Food Berlin veranstaltet zum zweiten Mal in der Markthalle Neun: Wurst & Bier.

Die 1895 gegründete Ingolstädter Tischgesellschaft „Moosgmoa“ hat einen Leitspruch der jedem Veränderer, jedem, der in der Zukunft eine neue Chance sieht, wie ein Amboss auf den Kopf fällt: „Es bleibt beim Alten!“ Hauptquartier der Moosgmoa ist das „Mooshäusl“. Und tatsächlich – hier fließt die Zeit tatsächlich anders (das Foto ist von vorgestern!): Seit dem 6. Januar 1981 führen die Wirtleute Sieglinde und Josef Lögl das Haus und vor allem den kleinen, sehr feinen Biergarten. Ungezählte – immer gemütliche – Sommerabende habe ich hier verbringen dürfen. Und als die Kanzlei noch in der nahen Brodmühle residierte, wahrlich nicht wenige Mittage: Es ist der Ort – ein Kraftplatz. Aber unbedingt auch die unaufgeregte, liebenswürdige Art und Weise wie die Lögls ihn bespielten. Einmal fragte ich ihn, woher er seinen Presssack bezieht. „DenWeiter Lesen

Zuallererst ein herzliches Dankeschön an die Brüder des Kapuzinerklosters Ingolstadt. Für ihre tolle Gastfreundschaft! Wie schon zum fünfjährigen Bestehen von Slow Food Ingolstadt waren wir auch letzten Sonntag bei ihnen bestens aufgehoben. Willkommener Besuch aus einer besonderen Genussregion hatte sich angekündigt: Demeter-Winzer Michael Andert und Fleischhauer (so heißen die Metzger in Österreich) Martin Karlo. Beide sind Mitglieder bei Slow Food Burgenland und kommen aus Pamhagen. Die kleine burgenländische Gemeinde liegt zwischen dem Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel und der ungarischen Grenze. Während Andert uns kurzweilig seine Weine und deren Lebensräume nahebrachte, schmurgelte Karlo in der Küche. Graues Steppenrind, Wasserbüffel und Mangalitza Schwein. Die stetig erfreulichen Ergebnisse von dort führten regelmäßig zum Öffnen neuer Flaschen. Das Genuss-Karussell drehte viele Runden … Im Besonderen hat sich Karlo dem Grauen Steppenrind verschrieben. DieWeiter Lesen

Eine gute Bratwurst ist ein Gottesbeweis. Die nordafrikanische Variante ist die Merguez. Mit scharf gewürztem Lamm-Hackfleisch-Brät. Dass es sie in Ingolstadt gar nicht gibt, habe ich schon beklagt. Weil ich weiß, dass hier einige (gute!) Metzger mitlesen und sogar der ein oder andere Schäfer, will ich das Thema am Laufen halten 😉 Dank Der Mut anderer weiß ich wenigstens um eine brauchbare Quelle in München. Es ist die tunesische Metzgerei OASIS in der Landwehrstraße 9 (Tel: 089/59908199): Gefertigt werden die Würste von einem irakischen Metzger. Es gibt sie täglich frisch aus gleichen Anteilen Lamm und Rind. Die Tiere kommen – so die Antwort auf meine Frage – aus Deutschland. Gewürzt mit Knoblauch, Koriandersamen, Fenchelsamen, Paprika, Salz und Harissa. Die Probe für den heimischen Grill war zu klein, weil sehr gutWeiter Lesen

An nicht wenigen der sprichwörtlichen Ecken gibt es zwischenzeitlich Burger in Ingolstadt. Man möchte daher meinen, es wäre jetzt ein Leichtes, auf diesem schmackhaften Feld begeisterter Zeuge intelligenter und feiner Spielzüge zu werden. Leider weit gefehlt. Statt sich gegenseitig im lässigen Auskontern der maroden Systemgastronomie-Aufstellung zu übertreffen, setzt man unisono auf die gleiche traurige Behandlung der Spielgeräte. Zwischenfazit: Das Endspiel um die besten Burger der Stadt bleibt eine einsame, weil bereits gegnerlose Angelegenheit. Selbstverständlich ist die fehlende Satisfaktionsfähigkeit der Konkurrenz dem Oberburgermeister nicht vorzuwerfen. Goldrichtig geht dieser seinen Weg. Zwischenzeitlich sogar – goes vegan – beidbeinig anspielbar. Ganz aktuell erfuhr der Fleischeinkauf im Golden eine Modifikation zu noch mehr Regionalität. Kam das Bio-Rindfleisch bisher aus dem Allgäu, liefert nunmehr – täglich frisch – die biozertifizierte Ingolstädter Metzgerei Joseph Huber dasWeiter Lesen

Schinken. Parma, San Daniele, Culatello, Serrano oder Pata Negra. Aber Italien und Spanien sind weit. Dabei hängt der Gute auch so nah. Zwischen Ingolstadt und Neuburg – in Bergheim! Nicht gewusst? Ein Paradebeispiel für die leichtfertige Unkenntnis der eigenen Region … Beim Januar-Stammtisch von Slow Food Ingolstadt im Neuwirt machten uns unsere Gastgeber Anke und Karl Deiml mit Wolfgang Speth bekannt: Dieser ist gelernter Metzgermeister. Sein wohl zu blutleerer momentaner Arbeitsschwerpunkt im Außendienst als Anwendungstechniker entfachte eine tiefe Sehnsucht nach den handwerklichen Wurzeln seines Berufes. Es gibt Menschen, die aufbrechen, ihr Verlangen zu stillen. Speth ist ein solcher. Er entschied sich in Schinken zu machen. Wir dürfen uns darüber freuen! Fruchtbar und erhellend wie die Zusammentreffen von Slow Food regelmäßig sind, besuchten wir Ende April – nach der Fastenzeit 😉Weiter Lesen

Vielleicht esse ich irgendwann einmal kein Fleisch (mehr). Vielleicht. Keinesfalls werde ich mehr davon essen. Sehr wahrscheinlich (noch) weniger. Für sichere Orientierung in ungewisser Lage sorgen Leuchttürme. Nicht immer stehen sie an der Küste. Brennen für die Sache tun diese aber auch. Noch vor der Fastenzeit – ein Nachtrag also – hatte ich erstmals ein wahrlich richtungsweisendes Kotelett in der Pfanne. Herkunft: Biohof Wagner. Deutsches Angus. Mutterkuhhaltung. Ganzjähriger Weidegang auf 20 Hektar Donaumoosweiden (nur 15 km südlich von Ingolstadt), die als Naturschutzflächen ausgewiesen sind. Ökologische Bewirtschaftung. Naturland zertifiziert. Schlachtung in Ingolstadt. Handwerkliche Verarbeitung und Veredelung: Metzgerei Joseph Huber. Vorschlag: Fleischbudget stehen lassen. Seltener (Richtung „zurück zum Sonntagsbraten“) Fleisch kaufen. (Dafür) ordentliches (gut, sauber, fair) Fleisch haben: Vor oder nach der Zubereitung salzen? Hier ist eigentlich alles dazu gesagt. Ich salzeWeiter Lesen

Nach 46 Tagen (Fastenzeit) Verzicht auf Fleisch, war bereits der Einkauf eine Freude. Ostersamstag. Wochenmarkt Ingolstadt. Altmühltaler Lamm von der Schäferei Wörlein. 5 Stelzen: Das Rezept kommt aus Wien. Von einer Metzgerei, die ihre eigene Grillkohle hat und ihre Kunden darüber informiert, was das für eine Kohle ist, woher sie kommt und wer sie gemacht hat! Wenig(er) Fleisch essen. Gutes Fleisch essen. Am 13.09.2014 besucht Slow Food Ingolstadt übrigens einen Hüteschäfer. Wer Lust hat dabei zu sein: Die aktuellen Termine des Conviviums. Wie geschaffen für geschmortes Lamm – Giordanos Barbaresco Cavenna (Einkaufsquelle). Heute Abend gibt es Resteessen – ein Haxl ist noch da. Freu!

Kochen ist Notwehr. Hat mal jemand gesagt. Betrachten wir die mit dem scheinbar unvermeidlichen Attribut l e c k e r allgegenwärtig geführten Angriffe der billigen Aufwärmer aus Lebensmittelindustrie, Systemgastronomie und Konsorten, drängt sich tatsächlich deren Erforderlichkeit auf. Am 16. März ist Kommunalwahl in Bayern. Beliebt bei zur Wahl stehender Kandidaten in Ingolstadt ist die Aufforderung des Wählers zur Satzergänzung: „Wenn ich Oberbürgermeister(in) von Ingolstadt wäre, dann …“ Ich habe die Frage schon mehrfach beantwortet. Ich würde eine öffentlich geförderte Kochschule auf den Weg bringen! In feiner Lage. Geräumig und hell – mit großen Fenstern und sehr niedriger Schwelle. Obige Jongleure haben (auch) deshalb so leichtes Spiel, weil immer weniger Menschen kochen können. Überlassen wir den scheinheiligen Helfern nicht das Feld. Selbstredend gehört für mich deshalb Kochen auch in dieWeiter Lesen

Ein bisschen Blog-Fastenzeit liegt hinter mir. Der letzte Post ist tatsächlich 25 Tage alt … Natürlich stimmt das nicht wirklich mit der Abstinenz. Ist die Veröffentlichung eines Beitrags doch lediglich ein Klick. Vorher muss gesät und geerntet werden. Hinter den Kulissen wurde also nicht geschlafen. Und auch nicht gehungert, wie gleich zu zeigen sein wird. Wobei ich den Beginn der Fastenzeit in 56 Tagen bereits im Auge habe. Zu einer Uraufführung: Endlich haben wir zu Hause Schäufele gemacht! Für gewöhnlich lasse ich sie mir ja hier schmecken. Einkaufsquelle: Der Metzger meines Vertrauens: Joseph Huber. Nummer des Schlachthofs: ES 1686 = Ingolstadt! Die Schäufele gelangen zur vollsten Zufriedenheit. Schwein gehabt!

Unsere Erde ist in etwa 4,6 Milliarden Jahre alt. Seit Beginn der Sesshaftigkeit und dem Ackerbau vor vermutlich 20.000 Jahren bis vor ungefähr 75 Jahren waren weltweit alle Produkte der Landwirtschaft Bio-Lebensmittel. Alle. Ausnahmslos. Seit dem Aufkommen (sogenannter) Pflanzenschutzmittel, dem Kunstdünger und der grünen Gentechnik, vor allem aber der Idee, Tiere nicht mehr so zu behandeln wie es ihrer Art entspricht sondern vielmehr den Bedürfnissen der Industrie zu unterwerfen, müssen sich ausgerechnet Bio-Lebensmittel erklären und durch (teure) Zertifizierungen legitimieren. Es ist als ob die Dinge nach oben fallen …  arrrgh. Solange die Schwerkraft hier also schwächelt, bleiben wir ganz geerdet am Boden und erfreuen uns an gelungenen Legitimationen. Als erster(!) Metzger Ingolstadts hat Joseph Huber seine Metzgerei jetzt einer entsprechenden Zertifizierung unterzogen. Joseph Huber (ich sage immer Joseph dazu, weilWeiter Lesen

Die besten Burger in Ingolstadt, so habe ich im Sommer 2011 hier geschrieben, gibt es im Golden. Davon ist nichts zu revidieren. Im Gegenteil! Das Golden hat sich kulinarisch in eine Richtung (weiter)-entwickelt, die beachtlich ist. Wir haben hier ein Musterbeispiel dafür, wie es Schritt für Schritt möglich ist, das Gastro-Elend der Stadt hinter sich zu lassen. Zur Erinnerung: Im November 2010 eröffnete Wolfgang Kratzer in der Kupferstraße 28 sein Golden. Von Beginn an, setzte er zwei Schwerpunkte. Das Ambiente. Und die ausschließliche Verwendung von Bio-Rindfleisch für die Burger. Sehr positiv ist mir ebenfalls gleich aufgefallen (der Slow Foodler kann nicht anders), dass er die Burger-Brötchen von der kleinen familiengeführten Bäckerei Mirz in Zuchering fertigen lässt. Wer so was macht, ist eh auf dem Weg … In der Folgezeit sindWeiter Lesen

„Slow Food bringt Produzenten, Händler und Verbraucher miteinander in Kontakt.“ So steht es geschrieben. Ein kleines Beispiel dazu aus der Praxis: Er war Finalist bei den QUERDENKER-Awards 2012. Für seinen „Vetschie“ – bestehend aus Quark, Reis, Maismehl, Wasser, Honig, Öl, Tomatenmark, Salz und Gewürzen. Als Metzgermeister! Robert Prosiegel ist ein guter solcher. Ein sehr guter. Mit Herz und Hirn werkelt er in seiner Bio-Metzgerei im mittelfränkischen Berolzheim. Und er fördert in der Conviviumleitung des im letzten Jahr gegründeten Slow Food Conviviums Altmühlfranken (extra prima good berichtete) das Gute, Saubere und Faire der Region. Nicht zu vergessen sein “Sauwohl in Altmühlfranken” – Projekt. Ende Juni lud Prosiegel zu einer Kurzpräsentation in seine Metzgerei. In angenehmer Begleitung eines Ingolstädter Metzgermeisters besuchte ich ihn. Die Schutzgemeinschaft altmühlfränkische Wurstspezialitäten hat für die altmühlfränkische BratwurstWeiter Lesen

Rinder sind Lauf- und Herdentiere. Ihr Leibgericht: Im Sommer frisches Gras und Kräuter, im Winter Heu. Mit Weidehaltung wird man also – in jeder Hinsicht – ihrer Art gerecht. Und belohnt. 2012 belegte eine Studie der Universität Gießen nach Analyse der zehn größten Buttermarken Deutschlands, dass Weidemilch mit Abstand die beste Fettzusammensetzung (mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Omega-3 und 6) sowie den höchsten Vitamingehalt (Beta-Carotin, Vitamine A und E) hat. Am optimalsten hat eine Butter aus Irland (Kerrygold) abgeschnitten. Die dafür verwendete Milch stammt von Kühen, die 10 Monate im Jahr auf der Weide grasen. Die Antwort der Industrie? Weniger Kraftfutter für Wiederkäuer, kein gentechnisch verändertes Soja mehr aus Südamerika, weniger Stall, mehr Grünland – von wegen! Bald soll Gentechnik bei Kühen die Produktion von Omega-3 Fettsäuren in deren Milch anregen. EsWeiter Lesen

Getrennte Wege gingen wir. Seit Jahren. Ingolstädter Bürgerfest? Ein Grund die Stadt zu verlassen. Die Argumente kennt jeder, der Freude an Finesse und Raffinement hat. Die letzten beiden Jahre war ich (bereits) angenehm überrascht. Seit diesem Wochenende marschieren wir wieder gemeinsam! Freilich gibt es (nach wie vor) beschwerliche, ja qualvolle Bereiche… aber eben auch (wieder) Erbauung und Erfrischung: An der Donau, hinter dem Theater, im Park beim Museum für konkrete Kunst oder an der Hohen Schule. Zwei Geschichten bekommen meinen stehenden Beifall: Zwischen den kleinen Läden und dem Pfeifturm gibt es oberhalb der Moritzstraße eine kleine Terrasse. Diese hat Klaus Richters „entdeckt“ und der Öffentlichkeit als Lounge zugänglich gemacht. Bravo! Möge uns dieses Plätzchen bitte auch außerhalb des Bürgerfests erhalten bleiben: Das Bürgerfest ist l e i d e rWeiter Lesen

Dieser Post wird fortlaufend aktualisiert. Weißnichtwurscht is! Alles über die feine Brühwurst – aus Ingolstädter Perspektive – findet sich gesättigt hier: ➜ Metzgerei Listl – extra prima good Gedächtnispreis|hier➜ Start Weißwursttest|hier➜ Ausgewurstelt|hier➜ Ranking|hier➜ Weiße am Würstelstand|hier➜ Wer hat´s erfunden? Weißwurst in München! Metzgereien Bauch, Wallner und Hirschvogel|hier➜ Weiße am Würstelstand (2)|hier➜ Audi-Weißwurst!|hier➜ Finale Weißwursttest – Ingolstadts beste Weißwurst|hier➜ Weißwurst-Mekka – Metzgerei Wittmann in Neumarkt|hier Und dann begegnet Ihr nachfolgend natürlich dem Weißwurst-Testranking aller Metzgereien die in Ingolstadt eine Filiale unterhalten: Note 1- ➜ (1.) Metzgerei Geier|Ingolstadt/10.09.2011/8,90 EUR/kg|Test➜ (2.) Metzgerei Joseph Huber|Ingolstadt/05.08.2011/11,40 EUR/kg|Test➜ (3.) Metzgerei Wagner|Ingolstadt/20.08.2011/10,90 EUR/kg|TestDie obige Reihenfolge ist Ergebnis des Abschlusstests Note 2+ ➜ Metzgerei Pauleser|Kasing/04.06.2011/7,99 EUR/kg|Test➜ Metzgerei Pauleser|Böhmfeld/24.09.2011/8,50 EUR/kg|Test➜ Metzgerei Schneider|Eichstätt/22.09.2011/9,20 EUR/kg|Test➜ Metzgerei Zehentbauer|Ingolstadt/30.12.2011/8,90 EUR/kg|Test Note 3+ ➜ Metzgerei Bauer|Kösching/25.06.2011/10,60 EUR/kg|Test Note 3 ➜ Metzgerei Geyer|Ingolstadt/08.10.2011/7,90 EUR/kg|Test➜ Metzgerei Walk|Berching/09.07.2011/10,90 EUR/kg|Test Note 3-Weiter Lesen

Am vergangenen Freitag hatte das Slow Food Convivium Altmühlfranken Geburtstag. Ohne Voranstellung einer Zahl. Als Leiter des angrenzenden Conviviums Ingolstadt (zudem nördlich auch der Landkreis Eichstätt gehört) war ich dazu eingeladen. Eine schöne Geste. Ihre Reverenz erwiesen auch Dr. Rupert Ebner (Schatzmeister im Vorstand Slow Food Deutschland) und Claus Fesel (Leiter Convivium Nürnberg). Die Gründung fand im mittelfränkischen Gnotzheim statt. Im dortigen Stadtteil Spielberg findet sich der Gasthof Gentner. Traumhaft auf einer Anhöhe gelegen, gibt es hier wunderschöne, sehr gemütliche Räumlichkeiten und eine vorzügliche Küche. Natürlich ist das Wirtshaus im Slow Food Genussführer gelistet. Zum Conviviumleiter wählten die anwesenden Gründungsmitglieder Dieter Popp. Sein Stellvertreter ist Robert Prosiegel. Letzterer ist Metzgermeister. Seine Metzgerei ist in Berolzheim. Er ist Vater des „Sauwohl in Altmühlfranken“ – Projekts (weitere Infos). Interessierte Kunden übernehmen dabeiWeiter Lesen

Ich esse gerne Weißwurst. Deutliche Spuren in extra prima good zeugen davon. Hier laufen sie alle zusammen. Im Kreisen um die weiße Wurst ist mir immer wieder die Metzgerei Wittmann im oberpfälzischen Neumarkt durchs Bild gegangen. Warum? Weil diese eine Papierform hat, die ihresgleichen sucht! Der Magerfleischanteil besteht aus reinem Kalbfleisch (100%). Dieses kommt ausnahmslos von Tieren aus Biohöfen in Berching und Bayreuth. Der Schweinespeck stammt ausschließlich vom Schwäbisch-Hällischen Landschwein der vorbildlich arbeitenden  Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall. Die Gewürze sind allesamt bio, ebenfalls die Zitrone. Von dieser kommt die ganze Schale in den Kutter. Selbstverständlich sind keine Geschmacksverstärker oder Zusatzstoffe in der Pelle. Diese Wurst muss ich kosten – diesem Metzger will ich die Hand schütteln! Zusammen mit meinem Vater (freu!) geht es nach Neumarkt. Wir werden erwartet. Was erwartet uns?Weiter Lesen

Paprika als Gewürz. Knoblauch. Wurst am Stück. Aufheller für den padrone. In Kombination eine Stellenbeschreibung wie gemacht für el chorizo – die spanische Nationalwurst. Ich schätze sie sehr! Unser Verhältnis ist aber leider auch problembehaftet: Wo bekomme ich – uniforme Industriemassenkreationen dankend ausschlagend – eine gute? Im Ideal in Ingolstadt? Seht ihr … Die Vorspeisenplatte der Kaltmamsell ist eine meiner – aus vielen guten Gründen – regelmäßig angesteuerten Wasserstellen im Netz. Die Hausmeisterin des Blogs hat spanische Wurzeln. Diese Eigenschaft, in Verbindung mit einer eher beiläufigen Erwähnung der Wurst in einem Post, ließen mich aufmerken. Langer Rede kurzer Sinn, die Kaltmamsell gab mir eine Einkaufsquelle. Anfang des Monats haben wir diese jetzt endlich aufgesucht. München, Schwabing – der Elisabethmarkt: Ein guter Platz. Aber eine andere Geschichte. Auf jeden Fall hatWeiter Lesen

Mein Lieblings-Food-Blog? Ganz einfach, weil ganz großartig: esskultur von Katharina Seiser. Weil so vieles. Man mag für den ersten Eindruck dort nur mal in die fortlaufende Serie Sonntagssinnessammlung blicken, um zu spüren welch acht- und aufmerksamer Mensch da wirkt. Von mir daraus willkürlich zusammengebastelt, schwelgt man hier – einem wohlige Gänsehaut und Speichelfluss bereitend – in Lieblingsbildern, angenehm umgeben von glatter Damast-Bettwäsche, im betörenden Duft der Schnittfläche eines Marmorgugelhupfs beim feinen Geräusch aufschäumender Butter … Die große Bandbreite an Themen zur Kulinarik wird mit Sachverstand, Witz und einer mitunter (nicht unangenehm) brachialen Leidenschaft für die Sache gänzlich ausgelotet. Und weil die Augen mitessen, führen Fotos, Grafik und Layout diese auf eine satte Weide. Ab damit in die Lesezeichen! Am 05.05.2012 feierte die esskultur nun ihren fünften Geburtstag. Dazu lud KatharinaWeiter Lesen

Was im Juni 2011 begann, fand nach 15 Tests am Silvestervortag sein Ende. Dem Schlussranking ist zu entnehmen, dass drei Metzgereien die Note 1- erreicht haben. Die glückliche Spitzengruppe: Die Meister Geier, Joseph Huber und Wagner. Dicht dahinter mit der Note 2+ kommt das Verfolgerfeld mit den Metzgereien Pauleser (Kasing), Pauleser (Böhmfeld), Schneider und Zehentbauer. Die Schwankungsbreite von Tagesformen – des Metzgers und des padrone – kann bei den genannten aber zu jedem denkbaren Positionswechsel führen … allein das Ranking steht jetzt aber nun mal stramm. Bei der Spitzengruppe hat es mich aber gelüstet herauszufinden – schließlich haben wir mit den Spielen in London auch ein olympisches Jahr – wer auf dem Treppchen ganz oben steht, wo es also die beste Weißwurst in Ingolstadt gibt. Das steht seit heute (21.01.2012) für mich fest.Weiter Lesen

Der letzte Test (Wo gibt es Ingolstadts beste Weißwurst?) ist genau elf Wochen her. Es gibt nur noch einen Kandidaten. Er soll noch 2011 ins Ziel kommen. Mit der Rückennummer 15 geht also die Metzgerei Zehentbauer ins Rennen. Das Stammgeschäft befindet sich im westlichen Ingolstadt, in Gerolfing, Hangstraße 12. Es gibt keine Website, daher hier die Telefonnummer: 0841/82171. In Friedrichshofen steht eine Filiale. Der Familienbetrieb hört auf das Kommando von Metzgermeister Simon Zehentbauer. Am 30.12.2011 betrete ich das sich mitten im Wohngebiet befindliche Geschäft. Es ist schön, wenn die Grundbedarfsquellen (Bäckerei, Metzgerei) noch dort sprudeln, wo die Menschen wohnen! Abschweif: Der padrone hat sich deshalb sehr gefreut, als er dieser Tage der Tagespresse entnehmen durfte, dass es im kommenden Frühjahr in Appertshofen (nördlich von Stammham) einen Dorfladen geben wird. Eine schöneWeiter Lesen

Es gibt ein Grundrecht auf ein anständiges Wirtshaus. Der Beckerwirt in Böhmfeld ist ein  solches. Schmackhafte regionale und saisonale Küche – ausschließlich unter Verwendung von Erzeugnissen aus ökologischer Landwirtschaft. Dazu eine Wirtsfamilie mit Herz und Verstand! Viele Gewerbetreibende fahren in den Großmarkt. Etliche Produkte von dort werden dann in deren „Küchen“ (nur noch) erwärmt. Es gibt aber – Gott sei Dank – auch noch Wirte. Und die reißen sich Hände und Füße für ihre Gäste aus. Wie schaut dieser Gliederverlust beim Beckerwirt aus? Beim Schlachttag am 22.11.2011 durfte ich dabei sein. Auf dem Programm: Eine Sau und zwei Spanferkel werden komplett verwertet. Die Verarbeitung und Veredelung ergibt Bratwürste – klein, groß und im Glas. Blutwurst, Leberwurst und Leberstreichwurst. Weiter Schinken zum Räuchern sowie Braten- und Schnitzelstücke – im genau benötigten Zuschnitt für dieWeiter Lesen

Spezialtest. Ingolstadt. Für nicht wenige ist das ein Synonym für Audi. Das ist natürlich Unsinn! Audi baut sehr gute und schöne Autos. Ich mag Audi. Aber Ingolstadt ist viel mehr. Gott sei Dank. Gäbe es einen Satelliten, der Weißwurstansammlungen erfassen könnte, würde er auf Ingolstadt ausgerichtet, über dem Werksgelände der Audi AG deren größte Konzentration in der Region messen. Hier arbeiten mehr als 35.000 Menschen. Eine Stadt in der Stadt. Mit eigener Metzgerei! Und die fertigt natürlich auch Weißwürste. Ca. 1.000 kg pro Woche! Ein Weißwursttest in Ingolstadt – wenn auch wie der des padrone nur auf die 15 öffentlichen Metzgereien begrenzt – sollte diesen Umstand würdigen. Die Audi-Weißen gibt es außerhalb des Werks nicht zu kaufen (deshalb erfolgt auch keine Listung vom Testergebnis im Ranking). Sie trotzdem zuhause im TopfWeiter Lesen