Unser Bollerwagen steht seit viele Jahren unangetastet im Schuppen. Dieser Tage habe ich ihn rausgeholt. Er hat wieder eine Aufgabe! Hilfe bei der Nahversorgung mit einem fundamentalen Lebensmittel. Bier! Hand- und Spanndienste im eigenen Interesse. Erhellende Nebenbemerkung: Gemäß § 65 I S. 3 StVZO ist bei Bollerwagen eine Bremse nicht erforderlich. Der Franz Rottenkolber hat in seiner Altstadtbrauerei (Griesmüllers) jetzt die Möglichkeit, seine Köstlichkeiten in die Flasche zu bringen. Erster Kandidat ist erfreulicherweise sein Schutter Export. Die 12er Tragl werden aus bayerischem Holz und sozial einwandfrei gefertigt. Der Chef befüllte persönlich. Wir bollerten einmal ums Münster und die feine Fracht war geborgen.

So einfach ist das manchmal: „Alles was Sie sehen, verdanke ich Spaghetti“, sagt Sophia Loren. Wie gerne würde ich dazu jetzt ein Bild von ihr posten. Ich habe keines. Aber Ersatz – ohne die (höchste) Spielklasse verlassen zu müssen. Nicht aus Rom, sondern aus Città di Castello. Ich bin überzeugt – auch sie ist der Pasta dankbar: Monica Bellucci. Ein Schnappschuss aus Cannes (2017): Meine ultimative Buchempfehlung zum Thema vorweg: „Pasta“ von Anna und Catherine Pearson. Und im Netz – noch einmal Schweiz – der wunderbare Claudio Del Principe. Man suche in seinen Blog Anonyme Köche nach … Pasta. Was für eine köstliche Kulturleistung der Menschheit! Unzählige Formen. Zwei Sorten. Mit Mehl und Wasser (Pasta di grano duro|eher Süditalien) oder mit Mehl und Eiern (Pasta all´uova|eher Norditalien). Eierpasta eignet sichWeiter Lesen

Heute geht es um Kartoffeln. Mit Erdäpfeln verwenden die Österreicher – wie nicht selten (Paradeiser!) – die schönere Bezeichnung … Ich verschmähe sie durchaus nicht. Aber sie haben es nicht leicht bei mir. Kommt z.B. Soße ins Spiel – führt an Nudeln, Reis und Spätzle kein Weg vorbei. Mein Vater sieht das gänzlich anders – er liebt Kartoffeln. In zwei Rollen glänzen die Knollen aber auch auf meinem Teller: Als Kartoffelsalat und als Pommes. Ja – Pommes. Aufgemerkt! „Sollte es etwas Köstlicheres geben als heiße, salzige Pommes mit einem eiskalten Bier – ich habe es noch nicht gefunden“ – Nigel Slater in „Einfach gut essen“. Und es gibt noch einen großen Auftritt: Bratkartoffeln! Sie kommen gleich ins Bild. Ich habe mir nämlich endlich ein Utensil gekauft, das sie vollendet. BekanntlichWeiter Lesen

Filz aus Schafswolle – Wollfilz – ist ein herrliches Naturmaterial. Denke ich an Filz, denke ich zunächst an München. Dort in der Dienerstraße (am Marienplatz) gibt es nämlich diesen kleinen Laden, vor dessen Auslage ich immer für einen Moment verweile. Er heißt: Johanna Daimer – Filze aller Art. Ein Foto aus dem Jahr 2015 findet endlich Verwendung: München ist weit. Und das Gute liegt oft näher als man denkt. In Eichstätt zum Beispiel! Hier führen Carola Langscheid und Dunja Bauer-Knopp seit 2006 eine Manufaktur für Filzdesign: Ihr Atelier Zwirn & Zwille. Schnitt … In meinem Alltag trage ich sehr oft Flaschen. Vom Keller in den Kühlschrank zum Beispiel. Vom Kühlschrank in das Esszimmer. In den Garten. Oder zu Freunden. Vornehmlich Bier- und Weinflaschen. Und das ein oder andere Kracherl. VorWeiter Lesen

Eine kleine Lustfrage. Zumeist in der ersten Tageshälfte. Was fehlt hier? Nun ja – das war nicht schwer: Eine Breze! Die Kombination Laugengebäck und Butter wird im Paradies nicht fehlen – anderenfalls wäre es keines. An dieser Stelle will ich eine neue Errungenschaft präsentieren. Lange habe ich danach gesucht und jetzt an ungewohnter Stelle gefunden. Ein Brezenschneider. Seine Herkunft versuche ich regelmäßig für Mandanten zu vermeiden … Er kommt nämlich aus dem Gefängnis. Schaut euch dazu – ausdrückliche Empfehlung! – mal auf Haftsache um. Hier gibt es eine beachtliche Auswahl von wertigen Gebrauchsdingen die von Gefangenen in bayerischen Justizvollzugsanstalten handwerklich gefertigt werden. So auch der Brezenschneider. Er ist aus Buchenholz und kommt aus der JVA Straubing: Seine Funktion ist tadellos – verhindert insbesondere zuverlässig das Auseinanderfallen des Gebäcks. Bei reschenWeiter Lesen

Dieser Tage ist es mir gelungen eine ewige Baustelle zu schließen. Es geht um Messer. Konkreter – um ihre klassische Erscheinungs- und Zustandsform in unserer Küche: Nicht scharf. Schaue ich der Realität wirklich tief ins Auge: Eigentlich stumpf … Natürlich habe ich (fast) alles versucht. Mit dem Wetzstahl. Mit allerlei „Durchziehgeräten“, die sich Messerschärfer nennen. Meine Ergebnisse damit waren bestenfalls immer nur ausreichend, Tendenz zu mangelhaft. Zum Schleifen mit Wassersteinen konnte ich mich nie durchringen. Am Ende hat es dann regelmäßig der Messerschleifer auf dem Ingolstädter Pfingst- oder Herbstfest gerichtet. Ein weiterer Ausweg ist der Schleif- & Schärfdienst Johann Kuffer in Demling. Das Ganze erinnert mich gerade an die Zeit ohne vernünftige Käsereibe. Sie ist seit dieser Entdeckung vorbei. Mein neuer Scharfmacher – und ich nehme das Wichtigste gleich vorweg,Weiter Lesen

Will man in Ingolstadt gute Schuhe einkaufen, begibt man sich am besten ins Internet. Oder – im Uhrzeigersinn – nach Nürnberg, Regensburg, München und Augsburg. Das ist leider so. Will man Schuhe (auch gute) in Ingolstadt reparieren lassen, schaut es dagegen gar nicht schlecht aus. Meine Empfehlungen für echtes und gutes Handwerk in dieser Disziplin: Christian Joswig, Kreuzstraße 4, 85049 Ingolstadt (keine Website), Thomas Deiser, Ziegelbräustraße 10, 85049 Ingolstadt, Bernhard Schießl, Ingolstädter Straße 6, 85080 Gaimersheim und – meine Neuentdeckung! – Ingrid B. Neumann, Münchener Straße 131, 85051 Ingolstadt: Frau Neumann hat soeben meine ziemlich desolaten Budapester (Sohlen und Absätze) zurück ins Leben geholt. Und das hat sie gut gemacht: Jetzt kann ich sie wieder putzen. Einen (kleinen) Punktabzug gibt es aber leider: Leder nimmt schnell fremde Gerüche an. IchWeiter Lesen

In einem weißen Hemd feierlich einen Teller ragù alla bolognese zu genießen ist eine Herausforderung. Insbesondere dann, wenn die Oberbekleidung unbefleckt bleiben soll. Ähnlich verhält es sich, sobald man in der Küche nachdrücklich zum Kochen schreitet. Die (einfache) Lösung: Eine Schürze! Slow Food Deutschland hat eine solche kürzlich in Auftrag gegeben. Für gewöhnlich machen es sich Auftraggeber in der Disziplin Merchandising unverantwortlich leicht – kommt ein weißes Schiff aus Hongkong … Und das ist eigentlich ein dicker Hund. Trägt jenes Produkt doch nicht weniger als den Namen der Unternehmung – und das gewollt laut und deutlich. Ein schönes Beispiel wie es auch anders geht, habe ich hier einmal hochgehalten. Und Slow Food Deutschland wäre nicht meine Bewegung, wenn sie hier nur kleckern würde – das Ergebnis kann sich sehen undWeiter Lesen

Während Vincent (John Travolta) und Jules (Samuel L. Jackson) in der Garage mit einer Fahrzeuginnenreinigung beschäftigt sind, fragt Wolf (Harvey Keitel) im Schlafzimmer Jimmie (Quentin Tarantino): Ich persönlich mag Eiche. Was ist mit Ihnen Jimmie? Sind Sie ein Eichenmann?“ Jimmie: „Eiche ist schön.“ Der Kenner weiß längst Bescheid – wir sind in einer Szene von „Pulp Fiction“. Da es sich hier um eine Schlafzimmerausstattung handelt, hätte ich diese Frage verneint. Würde mich Mr. Wolf aber in der Küche fragen, ob ich ein Eisenmann bin, wäre meine Antwort – ja! Aber noch nicht lange. Erst kurz vor dem letzten Weihnachten zog in unseren Haushalt ein Bräter aus Gusseisen ein. Endlich! Nach einer ausgewachsenen Markterhebung haben wir uns für die Firma STAUB entschieden. Konkret für einen ovalen (33 cm) Cocotte. Seine FeuertaufeWeiter Lesen

Marcella Hazan „Die klassische italienische Küche“ legt uns nahe: „Bei der ganzen Pastazubereitung ist kein Schritt so wichtig wie das Wenden in der Sauce. Bis zu diesem Zeitpunkt sind Pasta und Sauce zwei ganz verschiedene Dinge. Das Wenden verbindet sie innig […] Haben Sie die Pasta in der Sauce gewendet, servieren Sie sie sofort und fordern Sie Familie oder Gäste auf, die Unterhaltung abzubrechen und mit dem Essen anzufangen“. Ich bin wahrlich kein Freund der Überfrachtung. Im Gegenteil. Und die geschilderte Szenerie genügt sich eigentlich selbst. Trotzdem. Diese kleine Lücke – zwischen dem Servieren und dem Essen – kann man doch noch sehr sinnvoll füllen! Es fördert in den allermeisten Fällen sogar den unmittelbar bevorstehenden Genuss nicht unerheblich. Ich spreche vom frischen Reiben eines Hartkäses über den Teller mit derWeiter Lesen

…von Peter Maffay (1985). Und von Sonnenglas – einem großartigen Fair-Trade Produkt aus Südafrika. Vier solarbetriebene LED-Leuchten erzeugen mit der gesammelten Energie des Tages ein angenehmes Licht. Gut so. Die Nächte werden seit 7 Tagen ja wieder länger… Die Geschichte gibt es in Ingolstadt im feinen Weltladen in der Sauerstraße 7b. Sogar günstiger als im Laden von Jeff Bezos! Die Glasfüllungen sind nicht ganz unwesentlich für die Gesamtstimmung. Ich habe es mal mit Korken und dann mit Kieselsteinen probiert. Illuminiert wurden bisher eine Zigarre zum wohlverdienten Feierabend und Nachklänge vom kürzlich verbrachten Urlaub (ebenfalls wohlverdient) in der Provence. Dazu gehört auch, dass meine Boule-Kugeln jetzt wieder rostfrei sind… Ich bin sicher, es wird nicht unser einziges Sonnenglas bleiben. Die Dinger sind klasse! Allerdings finden auch sie ihren Meister. Dieser lässtWeiter Lesen

Es gibt Dinge, die sind so nützlich und praktisch – man fragt sich, wie man ohne sie vorankam. Ist Fisch die häufige Antwort auf die berühmte Frage nach ebendiesem oder Fleisch, und kommt noch eine Vorliebe für das Grillen hinzu, dann darf ich denjenigen gleich ein Utensil präsentieren, ohne das es eigentlich nicht vernünftig geht. Wahrscheinlich wissen das diese Leute aber längst … Ein kurzer Sonnenauftritt am Samstag – es regnet dieser Tage für gewöhnlich … – ermöglichte jedenfalls seine Premiere bei mir zu Hause: Es ist ein Fischhalter oder Fischkorb. Damit kommt der ganze Fisch auf den Rost, seine Haut bleibt heil und knusprig und die Wendung gelingt tatsächlich im Handumdrehen. Gleichzeitig können ganz einfach Kräuter, Früchte oder Gemüse eng zusammen mit dem Fisch gebrutzelt werden. Ich werkle mitWeiter Lesen

Was ist das genialste Spielzeug der Welt? Ich würde meinen: Lego! Weil das mein Bub auch so sieht, haben wir zu Hause beachtliche Bevorratungen an Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat (= der Kunststoff aus dem die wunderbaren Teile gefertigt werden). 2010 wurde die Minifiguren-Serie eingeführt. Jede Reihe besteht aus 16 – mehr (siehe unten) oder weniger (z. B. „Wo ist meine Hose“ – Mann) gelungenen – Einzelfiguren. Aktuell ist die Serie 15 im Verkauf: Darin ein Höhepunkt der bisherigen Veranstaltung. Ein Vertreter des wohl wichtigsten Berufs der Welt: Ein Bauer! An seiner Seite ein Schwein. Der Fellzeichnung nach entweder ein Buntes Bentheimer, ein Havelländer Apfelschwein, ein Turopolje, ein Oxford Sandy Black oder ein Pietrain. Das Pärchen passt sehr gut in meinen Blog: Vielleicht fange ich jetzt doch noch an  – ganz ausgewählte, für michWeiter Lesen