Schaue ich in unserer Kanzlei aus dem Fenster neben meinem Schreibtisch, erblicke ich vis-à-vis die Heimstätte des Georgischen Kammerorchesters Ingolstadt und das Heimatmuseum Niemes und Prachatitz. Letzters hat diesen interessanten Ansprechpartner und eine überschaubare Öffnungszeit – jeden 2. Sonntag im Monat von 14:00 bis 16:00 Uhr. Eintritt und Führung sind kostenlos! Gegenwärtig allerdings ist die Lage eine andere. Die Museumsleitung bringt dies in einer köstlichen Mischung aus Weite, Bestimmtheit und Hoffnung zum Ausdruck: (9) – Kostproben aus Ingolstadt – (11)

Der Mensch war Jäger und Sammler. Und ist er es immer noch. Und er schätzt Ordnungen. An einer Hauswand in meinem Viertel häufen sich gerade die Beweise dafür (der ansprechende Anblick ist leider meistens durch parkende Autos verstellt): Sogleich hatte ich wieder nachfolgende Zeilen im Sinn. Sie stammen aus der heilsamen Serie „Was mein Leben reicher macht“ (DIE ZEIT). Die Zuschrift war so Oktober oder November letzten Jahres im Druck: „Ich bringe meinen Enkel zum Kindergarten. Großstadt, viel Verkehr, doch irgendwo findet Paul einen Stock: Der Wert ist gleich erkannt, er wird mitgenommen! Kaum 200 Meter weiter: noch ein Stock. Die beiden werden ausgiebig miteinander verglichen, dann fällt die Entscheidung: Der zweite Stock ist besser! Kurz darauf ein dritter: noch dicker, noch länger! Meine Überlegung unterdessen: Wie, um Himmels willen,Weiter Lesen

Ich arbeite und wohne in der Ingolstädter Altstadt. Beides genieße ich. Es gibt tierische Kinderstuben die sind brav und zivilisiert. Ich denke da z.B. an die treuen Kohlmeisen in unserem Garten. Und es gibt Kinderstuben, da regieren Spektakel, Alarm und stete Aufregung. Familie Steinmarder wäre hier zu nennen. In einem Dachboden der Nachbarschaft sind drei Junge seit einigen Tagen soweit, die Welt da draußen zu erkunden. Und sie lassen ab Einbruch der Dämmerung keinen Zweifel daran aufkommen, dass die Welt ihre fröhliche Existenz ganz sicher zur Kenntnis nimmt. Die Schanzer Altstadt – allen Unkenrufen zum Trotz – sie lebt! (7) – Kostproben aus Ingolstadt – (9)

Kunst und Kultur sehen. Obwohl sie scheinbar verschollen sind. Im Rahmen der vielfältigen Online-Initiative trotzdemjetzt wird gegenwärtig die Ingolstädter Fußgängerzone samt Umfeld mit der Freilicht-Kunstaktion EXPO bespielt. 73 Banner gilt es zu entdecken und zu genießen. Hier sind alle versammelt. Ich rate aber unbedingt dazu, sich ebenfalls Wind und Wetter auszusetzen … Gestern habe ich mir daraus ein kleines Spiel gemacht. Ein Motiv legte ich zur Seite. Welche fünf der übrigen Werke sprechen mich spontan (Tagesform) besonders an? Die Qual der Wahl. Und ich musste freilich ausblenden, dass ich beachtlich viele Künstler persönlich kenne. Hier meine aktuellen Take Five: Bleibt noch dieser gleich zur Seite gelegte Banner. Hier konnte ich nichts ausblenden 😉 (6) – Kostproben aus Ingolstadt – (8)

Mindestens zweimal die Woche komme ich daran vorbei. Am Bootshaus vom Donau-Ruder-Club Ingolstadt. Es liegt am nördlichen Donauufer des Stausees. Sport machend. An Land. Ich laufe (nur). Manchmal habe ich dabei einen Durchhänger. Dann erfahre ich genau hier unsichtbare Hilfe. Von keinem Geringeren als dem amtierenden Weltmeister(!) im Rudern (Einer) – Oliver Zeidler. Ich stelle mir nämlich vor, dass auch er soeben trainiert, womöglich gar in unmittelbarer Nähe … Sein Ziel ist der Gipfel – Olympisches Gold im Sommer in Tokyo. Eine solche – wenn auch nur spirituelle Trainingsgemeinschaft – gibt Kraft! Sein Bezug zu Ingolstadt ist mir dabei nicht ganz klar. Weder ist er hier geboren, noch lebt er hier. Jedenfalls ist sein Verein der Donau-Ruder-Club … Und dieser wünscht ihm – wie auch ich – viel Glück! VielleichtWeiter Lesen

Am 31.05.2020 ist Christo gestorben. Seine Verhüllungen sind wahrlich in Fleisch und Blut übergegangen. Nur ein Blick heute Morgen von der Moritzstraße auf das Pfeifturm-Eck – und er war da … Also seine Technik. Wobei – er war auch da. Ich meine er. Christus. Als Figur. Und doch wieder nicht. Man kann ihn zumindest nicht mehr sehen. Aber man kennt ihn ja, da oben. Offensichtlich wird das kleine Dächlein über ihm ausgebessert. Und ihn lässt man nicht im Regen steht … Wer die Figur („Erbärmdechristus“ – ca. 420 Jahre alt!) nicht kennt – er schaue hier (erstes Bild, oben links). Und es gibt eine Sage zu erzählen. Schon mal oben gewesen – auf dem Pfeifturm? (4) – Kostproben aus Ingolstadt – (6)

Am Treidelweg. Da hat jemand – gut! – aufgepasst: In Deutschland ist ein Alphabetisierungsgrad >99,9% erreicht. Schaut also gut aus … Wer hätte jemals gedacht, dass ausgerechnet die Insekten einmal unsere volle Aufmerksamkeit benötigen? Und erfreulicherweise auch bekommen. Siehe das letzte Volksbegehren in Bayern. Oder unseren – garantiert mähroboterfreien – Garten dieser Tage: Dass es schon viel zu lange viel zu trocken ist, dürfte zwischenzeitlich die Runde gemacht haben. Großer Durst herrscht im gesamten Tierreich. Wasserstellen werden deshalb sehr gerne genommen! (1) – Kostproben aus Ingolstadt – (3)

Eindrücke. Gefühle. Sich auf den Weg machende Gedanken. Kurz und knapp. Von mir. In Ingolstadt. Ab sofort in diesem Format. In loser Folge. Ich beabsichtige in der Regel wohlschmeckende Kost zu servieren. Heute – am Karfreitag 2019 – geht es los: Der (kurze) Zeitraum, in dem die vier Linden auf dem Platz vor der Hohen Schule ausschlagen. Man durch das zarte Grün gegenüber noch das Eppelein-Fresko erkennen kann. Die Bühne für das „1516 – Fest zum Reinen Bier“ (26. bis 28. April) steht schon: Im hölzernen Winterschutz vom Marabu-Brunnen harren die Vögel geduldig auf Freigang: Mein heutiges Abendprogramm. Eine spontane Entscheidung. Wie so oft sind diese gut: Kostproben aus Ingolstadt – (2)