Heute geht es auf den Hohenloheberg (Hohenloher Berg). Er liegt südlich der Staatsstraße zwischen Irgertsheim und Dünzlau. Ziel sind dort zwei Eichen, die sich gemeinsam die Nummer 22 der Naturdenkmäler Ingolstadts teilen. Ihre Dreiwortadresse lautet: striche.ruhigen.hühnchen Am 07.11.2021 herrschte trübes Licht. „Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben, wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben und wird in den Alleen hin und her unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.“ (Rainer Maria Rilke) Diese Serie beginnt hier mit der Nr. 19. Alle bisherigen Folgen – 12 Stück – auf einen Blick. (11) – Naturdenkmäler in Ingolstadt – (13)

Ein bisserl frisches Grün in die grauen Tage. Maigrün – mein Besuch von Nr. 13 war am 14.05.2021. Die Eiche mit dem dreigeteilten Stamm hat die Dreiwortadresse: achtung.teile.einmal Die Serie – Naturdenkmäler Bäume der Stadt Ingolstadt – beginnt hier mit der Nr. 19. Alle bisherigen Folgen – 11 Stück – auf einen Blick. (10) – Naturdenkmäler in Ingolstadt – (12)

In der zehnten Folge (hier bisher alle) gibt es erstmals einen Doppelpack. Es handelt sich um zwei mächtige Eichen am südlichen Ortsrand von Dünzlau. Sie bestaunen sich gegenseitig schon sehr lange. Und sie tragen tatsächlich die von der Stadt Ingolstadt vergebenen Nummern 1 und 2. Insgesamt wurden von dort bisher 37 Nummern (bei 49 Einzelbäumen) vergeben. Die Serie dauert also noch eine Weile. Ein Baum macht auch ohne Blätterkleid stets eine bella figura. Nackt hat oft was … Und es kommt dabei auf seine Umgebung an. Die Nummer 20 zum Beispiel, würde man begrünt kaum wahrnehmen. Mit dem 14.02.2021 habe ich einen Tag mit Speckwetter erwischt. Erinnerlich – diese Notiz hält ihn weiter fest – ein herrlicher Spaziergang. Die Szenerie wurde – wie bisher alle – natürlich gänzlich ohne AutoWeiter Lesen

Heiliger Abend. Habe gerade die Familienkrippe aufgebaut (Geschichte dazu). Zur heutigen Szene führt uns der Solnhofener Wanderschäfer Lukas Baumann – zusammen mit seinen beiden Hunden Maja und Annamirl. Und natürlich seine fast 500 Tiere starke Herde aus Schafen und Ziegen, die von Frühling bis Herbst vom Urdonautal über Neuburg nach Ingolstadt und zurück zieht. Ich treffe die Truppe regelmäßig beim Laufen auf dem Damm nördlich des Ludlgrabens. Die Fotos stammen aus den Jahren 2018 und 2019. Juli 2018: Mai 2019: Heiliger Abend 2021. Zu unserer Krippe. Die Hirten hören die Worte „Fürchtet Euch nicht“ (Lukas 2,10) … Tut das auch nicht – frohe Weihnachten!

Heute gibt es einen Kontrapunkt zum greislichen Wetter derzeit. Es geht nach Gerolfing. Zur einzigen Kastanie (Rosskastanie) unter den Naturdenkmälern der Stadt Ingolstadt. Sie trägt die Nummerierung 5 und erscheint linker Hand nach dem östlichen Ortseingang. Ihre Dreiwortadresse lautete: sahne.schreibtisch.erheben. Wann fotografiert man eine Kastanie am besten? Natürlich in voller Blütenpracht! Ich war am 22.05.2021 dort. (8) – Naturdenkmäler in Ingolstadt – (10)

Es ist an der Zeit für ein weiteres Ingolstädter Naturdenkmal. Für Nr. 15 (Nummerierung der Stadt Ingolstadt). Die Eiche steht südlich des St. Monika Kindergartens. Ihre Dreiwortadresse lautete: schublade.gerührt.mittag. Am 14.05.2021 habe ich sie für meine Serie eingefangen. (7) – Naturdenkmäler in Ingolstadt – (9)

Ich arbeite und wohne in der Ingolstädter Altstadt. Beides genieße ich. Es gibt tierische Kinderstuben die sind brav und zivilisiert. Ich denke da z.B. an die treuen Kohlmeisen in unserem Garten. Und es gibt Kinderstuben, da regieren Spektakel, Alarm und stete Aufregung. Familie Steinmarder wäre hier zu nennen. In einem Dachboden der Nachbarschaft sind drei Junge seit einigen Tagen soweit, die Welt da draußen zu erkunden. Und sie lassen ab Einbruch der Dämmerung keinen Zweifel daran aufkommen, dass die Welt ihre fröhliche Existenz ganz sicher zur Kenntnis nimmt. Die Schanzer Altstadt – allen Unkenrufen zum Trotz – sie lebt! (7) – Kostproben aus Ingolstadt – (9)

Die kleine Serie hat zwischenzeitlich sieben Folgen. Siehe hier. Und ist damit noch weit in der ersten Halbzeit. Was gut ist – habe ich doch richtig Freude damit, diesen besonderen Lebewesen zu begegnen. Heute wird es allerdings unangenehm. Wir erreichen mit dieser Notiz sicher den traurigen Tiefpunkt der gesamten Reihe. Ich schreibe gleich über einen Baum, den es nicht mehr gibt. Hinter der laufenden Nummer 10 verbarg sich eine hundertjährige Rotbuche. Sie war als „Museumsbuche“ bekannt. Wobei dieser Name nicht wirklich ein geläufiger Begriff sein konnte. Der Baum stand nämlich zwischen der Technischen Hochschule und der Halle der ehemaligen „Königlich Bayerischen Geschützgießerei und Geschoßfabrik“ (1885-1919). Ihre Dreiwortadresse lautete: vergraben.essig.angegeben. Diese Halle wird – nach Abschluss sehr aufwendiger Bauarbeiten … – in Zukunft Teil des Museums für Konkrete Kunst und DesignWeiter Lesen

Landwirtschaftlich genutzte Flächen sind mal mehr, mal weniger Augenweiden. In einer sehr frühen Notiz von mir ging die Fahrt ins Blaue. Da war die Sache klar. Und das ist sie auch, wenn es auf die Felder der Wellheimer Familie Hiermeier geht. Ob Ölkürbis, Hanf, Sonnenblumen oder Mohn – das Auge freut sich! Im Juni letzten Jahres – genau am 03.06.20 – stand ich zum ersten Mal in einem blühenden Mohnfeld. In Deutschland unterliegt der Anbau von Mohn dem Betäubungsmittelgesetz (§ 3 I Nr. 1, Anlage III BtMG). Die Bundesopiumstelle [sic!] in Köln erteilt auf Antrag für morphinarmen Sorten eine Anbauerlaubnis. Davon gibt es derzeit drei. Die Wintermohnsorte „Zeno Morphex“ und die Sommermohnsorten „Viola“ sowie „Mieszko“. Alle drei Sorten sind Blaumohne (Papaver somniferum). Familie Hiermeier (Slow Food Mitglied) nutzt den lilaWeiter Lesen

Am 14.05.2021 ging es zu einem der wohl bekanntesten Baum-Naturdenkmäler dieser Serie. Der Eiche am Auwaldsee. Sie trägt die Nummerierung 12 und hat eine eigene rundumlaufende Bank. Ihre Dreiwortadresse lautet: aufnimmt.zimt.nirgends (4) – Naturdenkmäler in Ingolstadt – (6)

Die Dekade ist vollendet! Hätte mich jemand am 15. Mai 2011 gefragt, ob extra prima good in zehn Jahren noch lebendig, frisch und fröhlich ist, ich hätte ihm wohl geantwortet: Warum nicht?! Status quo! Das heurige Geburtstagsbild: Zur Feier des Tages gab es eine sehr feine Wanderung. Dazu kam es so: Vergangenen Dienstag begeisterte mich im Donaukurier ein Foto aus dem Naturpark Altmühltal. Steile Landschaft mit einer schönen Kiefer. Der genaue Ort war nicht angegeben. Nachfrage bei Michael Würflein. Dieser wendete sich an seinen Bruder Christoph. Et voilà! Ein Gulasch schmurgelt im Eisenbräter. Gleich wird es befreit. Dazu Spezialbiere. Dem Geburtstag angemessen. Liebe Filippa (mein Patenkind, auf den Tag genau so jung wie der Blog) – ich stoße auf dich an. Herzlichen Glückwunsch!

Am 11.04.2021 besuchte ich gleich auch noch die Nr. 4 (hier beginnt die Serie). Es ist eine Schwarzpappel. Zu ihr führt kein Weg. Man muss sich südöstlich von Etting einen Feldrain suchen. Die Pappel steht unmittelbar am Retzgraben (entspringt in Eitensheim). Um den Baum zu umrunden, gilt es zwei beherzte Sprünge über den Wasserlauf zu vollbringen … Die Stadt Ingolstadt erklärt: „Der Baum ist ein Relikt aus Zeiten, wo es am Retzgraben noch einen ausgedehnten Auwald gab. Daher ist ein Exemplar dieser Größe in dem Gebiet einzigartig.“ Ein kleiner Auwald wäre eigentlich wieder ganz schön. Jedenfalls ein genügender Gewässerrandstreifen … Die Dreiwortadresse lautet: sitz.aufrecht.abbiegen (3) – Naturdenkmäler in Ingolstadt – (5)

Kirschblüte in Gietlhausen! Das kleine Dorf nördlich von Neuburg an der Donau hat hier wirklich etwas zu bieten. Wenn es auch in solcher Konkurrenz nicht auftaucht. Und endlich habe ich es einmal geschafft dabei zu sein. Am letzten Apriltag 2021 – zwischen Licht und Schatten. Zuvor geht es aber kurz noch ganz ins Dunkel. Ebenfalls in Gietlhausen. Hier lagern die prächtige Erdäpfel von Biobauer Alfred Reng. Die festkochende Ditta hatte er noch da. Wir deckten uns sogleich für die unmittelbar bevorstehende Spargelsaison (von plastikfreien Feldern!) ein. Nach dem Probeessen ging die Quelle sofort auf meinen Einkaufszettel. Es folgte die Kür. Flanieren, Staunen und Verweilen zwischen und unter Augenweiden. Daneben immer wieder ein Blick hinüber auf die traumhafte obere Altstadt von Neuburg. Im Juni sind die Kirschen reif. Auch das werdeWeiter Lesen

Besuch am 11.04.2021 bei Nr. 34. Der ersten Platane. Sie steht im Schulhof dieser Schule. Ist es nicht schön, wenn wir solche Kraftquellen bei unseren Kindern wissen?! Die Dreiwortadresse lautet: laufend.radweg.bande (2) – Naturdenkmäler in Ingolstadt – (4)

Das Ausschauhalten nach Frühlingsboten ist dieser Tage besonders befriedigend. Der Bärlauch ist da. Angestachelt von ersten im Internet präsentierten Funden, machte ich mich am Mittwoch lustvoll auf zu meinen bewährten Jagdgründen. Vor Ort allerdings – Pustekuchen! Auf Ingolstädter Fluren fehlt er bisher. Also ging es tags darauf zu einem heurigen Finder. Donauaufwärts – nach Joshofen (Danke Dieter). Auf dem Weg liegt Bergheim. Dort gibt es donnerstags feinen Schinken: Und dann tatsächlich – er ist doch schon da! Nur wenige Kilometer Richtung Westen. Erstaunlich was Mikroklima ausmachen kann. Winzer schmunzeln jetzt. Für meinen First Flush genügten mir 187 Gramm. Ausgangspunkt meiner Rezeptur für ein Pesto. Den Anteil Sommenblumenkernöl besorgte diesmal erstmals eine Pressung der Familie Hiermeier aus Wellheim. Schon mal Sommenblumenkernöl probiert, dass wirklich genau danach schmeckt?!!! Der Wein – sizilianischerWeiter Lesen

Der zweite Auftritt. Heute mit Nr. 20. Im Morgennebel des 21.02.2021. Wieder eine Eiche. Auch sie steht auf der Fohlenweide, am östlichen Ende. Die Dreiwortadresse lautet: heimliche.wolle.alten. Ihr Standort ist bei der Auflistung der Stadt Ingolstadt mit Nr. 19 (Stand heute) leider vertauscht. (1) – Naturdenkmäler in Ingolstadt – (3)

Heute geht es um Kartoffeln. Mit Erdäpfeln verwenden die Österreicher – wie nicht selten (Paradeiser!) – die schönere Bezeichnung … Ich verschmähe sie durchaus nicht. Aber sie haben es nicht leicht bei mir. Kommt z.B. Soße ins Spiel – führt an Nudeln, Reis und Spätzle kein Weg vorbei. Mein Vater sieht das gänzlich anders – er liebt Kartoffeln. In zwei Rollen glänzen die Knollen aber auch auf meinem Teller: Als Kartoffelsalat und als Pommes. Ja – Pommes. Aufgemerkt! „Sollte es etwas Köstlicheres geben als heiße, salzige Pommes mit einem eiskalten Bier – ich habe es noch nicht gefunden“ – Nigel Slater in „Einfach gut essen“. Und es gibt noch einen großen Auftritt: Bratkartoffeln! Sie kommen gleich ins Bild. Ich habe mir nämlich endlich ein Utensil gekauft, das sie vollendet. BekanntlichWeiter Lesen

Naturdenkmäler sind nach dem Gesetz „Einzelschöpfungen der Natur … deren Erhaltung wegen ihrer hervorragenden Schönheit, Seltenheit oder Eigenart oder ihrer ökologischen, wissenschaftlichen, geschichtlichen, volks- oder heimatkundlichen Bedeutung im öffentlichen Interesse liegt.“ (Art. 9 I BayNatSchG) Dazu gehören in Ingolstadt neun Naturdenkmäler Flächen. Und – auf sie möchte ich im Fortgang mein Augenmerk richten – die Naturdenkmäler Bäume. Die Stadt listet auf ihrem Gebiet immerhin 37 (entspricht konkret 49 Einzelbäumen) solcher Schöpfungen auf. Ich habe mir vorgenommen sie alle einmal zu besuchen – einige kenne ich freilich schon. Ich will sie in Augenschein nehmen. Genießen. Als Solitär und in ihrer Verbindung zur Umgebung. Unter ihnen verweilen. Mich anlehnen. Unbedingt auch berühren. Vielleicht umarme ich sie ja auch … Los geht es mit Nr. 19. Es ist eine Eiche. Sie wurzelt aufWeiter Lesen

Erste Wanderung im neuen Jahr. Gestern. Wunschprofil: Natur, Wasser, persönliches Neuland, nicht zu weit weg, wenig Menschen 😉 Als Ziel herausgekommen war: Der (große) Brombachsee in Mittelfranken. Wir sind einmal rum. Jahreszeit und Witterung sorgten für wohltuenden Minimalismus und Ästhetik in Pastell. Auf dem Rückweg passierten wir diesen Traum eines Wirtshauses. Noch nie bin ich hier einfach nur vorbeigefahren … noch einmal Neuland.

Gestern fand ich nach Feierabend auf unserer Terrasse eine kleine Biene. Sie lag am Boden, trug Reste eines Spinnennetzes am Hinterleib und bewegte sich nur noch in Zeitlupe. Ich befreite sie zunächst aus ihrem Schlamassel und setzte sie dann auf einen Unterteller. Dort verharrte sie ganz ruhig. Als ich etwas Honig neben ihr auf den Teller tropfte, war sie sofort zur Stelle und machte eine lange Zunge (Schmetterlinge saugen, Bienen und Hummeln lecken). Sie ließ sich Zeit. Danach folgte ein Strecken, Dehnen, Recken und akribisches Putzen rundherum, wie ich es noch nie erlebt habe. Nach ca. 20 min – ich hatte nicht die geringste Langeweile dabei – hob sie zum Abflug an, drehte tasächlich eine kleine Runde und verschwand. Zufrieden und aufgeräumt zog ich mir eine Flasche Wein auf. (61)Weiter Lesen

Im Rahmen der Bio-Erlebnistage 2020 gab es am Sonntag im Ingolstädter Süden großes Kino. Zunächst nutzte ich aber die letzte Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung „Mensch|Tier|Natur“ im Bauerngerätemuseum. Tipp! Am 27.09.2020 von 10 bis 17 Uhr findet dort der alljährliche Öko-Bauernmarkt statt. Danach – nur eine gute Minute zu Fuß vom Museum – ging es zur Probststraße 7. Hier liegt der Auenhof (Bioland) der Familie von Rebekka Roth-Meyer und Martin Meyer (Mitglieder bei Slow Food). Sie organisierten federführend eine wunderbare kleine Radltour von Hundszell zur Rosenschwaig: Entlang der Strecke (schöne neue Wege entdeckt!) warteten auf die Teilnehmer folgende Stationen: Gewächshaus, Gemüsefeld, Erdbeerfeld, Hühner-Mobilstall, Kartoffelernte, Petersilie|Rinder, Karottenernte, Rote Beete und Foodtruck|Picknick. Da steckte sehr viel Vorbereitung und Engagement drin. Aber es lohnte sich. Durchweg alle staunten ob der landwirtschaftlichen Schätze, dieWeiter Lesen

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet des Buchsbaums liegt weitgehend in Europa. Der Buchsbaumzünsler hingegen kommt originär aus Ostasien. Als blinder Passagier im internationalen Pflanzenhandel gelangte er buchstäblich vor unsere Haustüren. Er ist eines der vielen hässlichen Kinder der „Geiz ist geil“-Mentalität …! Der Buchsbaumzünsler hat keine Freunde. Daran ist er selbst schuld. Das verheerendste Bild auf seinem Weg vom Ei zum Falter gibt er dabei als blattvertilgende Raupe ab. Mein Bericht will aber auf etwas anderes hinaus. Er möchte ein dankbares Hoch auf ein anderes Insekt singen, dass zu Unrecht leider nur wenig Freunde hat: Die Wespe! Sie ist in Mitteleuropa mit elf Arten vertreten. Freilich – ich gebe es ja zu – sie nervt beim Zwetschgendatschi. Aber das ist nur ein Blickwinkel. Seit Jahren beobachte ich nämlich genussvoll ihren Umgang mitWeiter Lesen

Gestern Abend. Ein warmer Sommerabend. Der Juni neigt sich dem Ende. Ein Schwirren. Ein plötzlicher Anstoß … da ist das Schlamassel: Und mit ihm sogleich dieser wunderbare Text von Franz Kafka: „Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt. Er lag auf seinem panzerartig harten Rücken und sah, wenn er den Kopf ein wenig hob, seinen gewölbten, braunen, von bogenförmigen Versteifungen geteilten Bauch, auf dessen Höhe sich die Bettdecke, zum gänzlichen Niedergleiten bereit, kaum noch erhalten konnte. Seine vielen, im Vergleich zu seinem sonstigen Umfang kläglich dünnen Beine flimmerten ihm hilflos vor den Augen.“ (Die Verwandlung) Es ist hohe Zeit für den Gerippten Brachkäfer (Amphimallon solstitiale) – im Volksmund Junikäfer, in Bayern gar Junibummerl genannt. Ich reiche ihmWeiter Lesen

In Eichstätt verfügt Fritz Schäffler um die Begnadung das Gras wachsen zu hören. Insbesondere wenn es Geschehen betrifft, die Berührung mit den schönen Ideen von Slow Food haben. So überrraschte es mich nicht wirklich, als er mir bereits frühzeitig vom „Schäferwagen an der Bruck“ erzählte. Es geht dabei um einen Imbiss. Wer jetzt zusammenzuckte, braucht sich nicht zu schämen. Die Lebenserfahrung ermahnt uns doch gerade bei dieser Spielart der Gastronomie zu besonderer Reserviertheit. Leider! Essen auf die Hand ist sehr häufig Essen für die Seele. Es kann einen ganzen Tag retten. Dabei darf es freilich gerne von guter Herkunft und Machart sein … Der Schäferwagen an der Bruck ist wahrlich traumhaft gelegen. Wir finden ihn nördlich der Altmühlschleife zwischen Obereichstätt und Breitenfurt. An dieser Stelle eine dringliche Bitte. Die WegeWeiter Lesen

„Alea iacta est“. In diesem Fall beide Würfel – sonst klappt das mit der Neun nicht. Und ich muss noch ein „Tempus fugit“ hinterherrufen. Denn heute sind es wahrhaftig neun Jahre, seitdem extra prima good im Spiel ist: Zahlenspiele. Am 15. Mai 2012 – extra prima good gibt es ein Jahr – war ich 43 Jahre alt. 2,33 % meiner Lebenszeit begleitete mich bis dahin mein Blog. Heute zähle ich 51 Jahre. Und die gemeinsame Wegstrecke beträgt bereits 17,65 % meiner Jahre. Die 50 % werde ich – so ich und Gott will – am 15. Mai 2053 mit 84 Jahren erreichen … Unwahrscheinlich ist das nicht. extra prima good hat keinen geringen Anteil daran, dass ich mich ausgesprochen wohl und lebendig fühle. Das stete Entdecken und Sammeln von gutemWeiter Lesen

Es ist Mai geworden. Die Lust auf Spargel war wirklich nicht mehr zu bändigen! Also ging es gestern bei fürwahr Aprilwetter auf Landpartie – na wohin wohl? – nach Linden zum Spargelhof der Familie Rehm. Kenner nehmen sich Zeit – auf beiden Seiten, Bauer und Kunde. Der Augenschein plastikfreier Felder ist saisonbedingt sogar Startbild auf meinem Telefon. Lagebericht von Josef Rehm: Alles – trotz Virus – gut in diesem Jahr. Die fehlende Nachfrage aus der Gastronomie wird prächtig vom Endverbraucher aufgefangen. Ein bisserl mehr Regen wäre schön. Die Serie „Beim Grasen der Rinder“ – ab hier – mahnt mich auf der Rückfahrt (endlich) auch zwei weitere tierische Sozialverbände aus dem Donaumoos aufzunehmen. Einmal die in Kaltenherberg (bei Brunnen) grasenden Galloways. Auf einer Weide tummelten sich gestern die Jung-, auf derWeiter Lesen

Eine (kleine) Fleißarbeit. In süß-sauren Zeiten. SCHNIPSEL 16:Wir empfangen physisch keine Mandanten mehr in der Kanzlei. Haben aber – Gott sei Dank – genug Arbeit. Und das Ergebnis der Stichwahl zum Oberbügermeister in Ingolstadt in einem Bild: SCHNIPSEL 17:Er ist wieder da! Aber nur für kurze Zeit… Der wunderbare Maibock vom Riedenburger Brauhaus. Gleich zwei Kisten? Weiterer Tipp – dabei auch an die Lebkuchenzeit(!) denken – siehe hier. SCHNIPSEL 18:Auch wenn der Wohnungseinbruchdiebstahl (§ 244 I, III StGB) seit 2017 als Verbrechen (§ 12 I StGB) gilt, ist das hier (gesehen in der Altstadt) doch sehr leichtsinnig 😉 SCHNIPSEL 19:Im Garten. Mähroboter müssen draußen bleiben. Das zeigt bienenfreundliche Wirkung: SCHNIPSEL 20:Beim Zeitungslesen entdeckt. Die von Gerhard Schick gegründete Bürgerbewegung Finanzwende. Bitte mal reinsehen. Sehr gut – und soooo wichtig! SCHNIPSELWeiter Lesen

Seit 20. März gilt in Bayern bekanntlich eine Ausgangsbeschränkung. Sie lag in der Luft. Deshalb begab sich die Familie am Vortag noch in ihre Jagdgründe für den First Flush des Jahres. Zwischenzeitlich kursieren für Bärlauchpesto zu Hause verschieden Rezepturen. Für meine pflückte ich diesmal 380 Gramm (hier die Anleitung). Im Pastateller mische ich momentan sehr gerne einen Löffel Crème fraîche dazu. Da tropft der Zahn! Die drei Gläser sollten eigentlich die Ausgangsbeschränkung überdauern. 1 1/2 sind schon weg …

Beim Nachschauen ob der Bärlauch schon austreibt – tut er noch nicht! – fanden sich andere Zeichen. Sie erinnern und verheißen. Ursache und – shake it – Wirkung. Immer noch hohe Zeit für Ramen.

SCHNIPSEL 11:Die Wahrnehmung erfolgt im Vorbeifahren nur über die Augenwinkel. Das schöne Motto bliebt hängen. Wenigstens bei mir. Es könnte auch „Tits and Beer“ oder „Tits and Pizza“ lauten. Auf jeden Fall kommt es darauf an, was man daraus macht … Leider bin ich nächsten Freitag nicht in der Stadt. Es handelt sich übrigens um die Anzeigentafel (schöne alte Schule) der Kunst- und Kulturwerkstatt KAP94 in Ingolstadt – Kaponniere 94, Jahnstraße 1a: SCHNIPSEL 12:Wie schlechter Atem verbreitet sich im Vorfeld der Kommunalwahl (15. März 2020) mal hier und mal da die aberwitzige Idee, im Westen von Ingolstadt durch den Donauauwald und/oder Gerolfinger Eichenwald eine Trasse für eine weitere Donauquerung oder Untertunnelung zu schlagen. Man muss diesen Wahn im Auge behalten – auch wenn es nur einige wenige sind, dier hierWeiter Lesen

Am Treidelweg. Da hat jemand – gut! – aufgepasst: In Deutschland ist ein Alphabetisierungsgrad >99,9% erreicht. Schaut also gut aus … Wer hätte jemals gedacht, dass ausgerechnet die Insekten einmal unsere volle Aufmerksamkeit benötigen? Und erfreulicherweise auch bekommen. Siehe das letzte Volksbegehren in Bayern. Oder unseren – garantiert mähroboterfreien – Garten dieser Tage: Dass es schon viel zu lange viel zu trocken ist, dürfte zwischenzeitlich die Runde gemacht haben. Großer Durst herrscht im gesamten Tierreich. Wasserstellen werden deshalb sehr gerne genommen! (1) – Kostproben aus Ingolstadt – (3)

Wer wie ich seinen Blog mit einer Bärlauch-Sequenz (Bilder von hier) eröffnet, kann der gegenwärtigen Jahreszeit – im besten Sinne des Wortes – eine Menge abgewinnen. Und wer die Suchfunktion (oben rechts) mit „Bärlauch“ füttert, macht ebenfalls reiche Ernte. Seit gestern ist nun endlich die erste Pflückung des Jahres im Glas! 363 g fanden sich im Korb. Auf dieser Grundlage ergeben sich nach meinem Pesto-Rezept die Mengen der weiteren Zutaten. Zum verwendeten Ölivenöl gibt es noch eine kleine Geschichte. Ein lieber Slow Food Verbündeter brachte mir vor einiger Zeit eine großzügige Kostprobe – auch auf diesem Weg noch einmal Danke Günther! – eines Öls aus Italien mit: Das Öl – „Il Madonnino“ – kommt von einer Genossenschaft in der Alta Maremma (Grosseto/Toskana). Es ist durchweg mild (und damit ein verständigerWeiter Lesen

Astrid hat heute Geburtstag. Sie ist gerade mit ihrer Familie (bis auf Tochter Marie-Luise – die in Kanada weilt – hier ihr Reise-Blog) in den Donau-Auen beim Bärlauch sammeln. Sie bat mich um mein Rezept für Bärlauchpesto. Ich habe die letzten Jahre dazu viel ausprobiert und experimentiert. Nachfolgende Variation scheint sich als persönlicher Prototyp zu festigen. Zutaten: Bärlauch, Öl – zu gleichen Teilen mildes Olivenöl (Bio) und Sonnenblumenkernöl (Bio), „Nüsse“ – zu gleichen Teilen Cashewkerne (Bio) und Sonnenblumenkerne (Bio), Käse – Parmigiano Reggiano (meistens) oder Pecorino (jeweils Bio), Salz (ein Hauch), einige Spritzer Zitronensaft (Bio). Nach der Pflückung wiege ich den Bärlauch. Sein Gewicht ist der Maßstab für die restlichen Zutaten. Bärlauch = 100%. Dann 90% davon Öl, 45% davon „Nüsse“ und 45% davon Käse. Vor einigen Tagen (First FlushWeiter Lesen

Österliche Schnipsel: Karfreitag. Spaziergang rund um das Felsentor in Unteremmendorf: Karfreitag und Unteremmendorf – schon kombiniert? Man wird in der Region keinen bessern Platz zum Fischessen finden, als den Landgasthof Wagner (ist im Slow Food Genussführer!). Keine Überraschung also im vollbesetzten Haus den ein oder anderen Fischschmecker anzutreffen (Grüße an Paul S. und Fritz S.). Auf der Karte ein schönes Programm: Geräucherter Lachs, Fischsuppe, gebackener Kabeljau, Zander, Waller, Forelle, Saibling und natürlich Karpfen. Meine Wahl nach der Fischsuppe: ein 1/2 Karpfen im Bierteig gebacken – köstlich (auch der Kartoffelsalat!). Karsamstag. Einkaufen: Bäcker, Wochenmarkt Ingolstadt, Osterschinken vom Joseph Huber, Wochenmarkt Eichstätt – Osterschinken vom Wolfgang Speth. Und natürlich Eier. Besuch an einer unserer Quellen dafür: Schließlich ging es noch in den Gerolfinger Eichenwald: Ziel war natürlich dieses wunderbare Gewächs – BärlauchWeiter Lesen

Meine Serie geht in den vierten Teil! Hier der Beginn. Diesmal lief mir die Herde tatsächlich zufällig über den Weg. Vorletztes Wochenende – nach einem köstlichen Mittagessen bei einem ganz heißen neuen Kandidaten für den Slow Food Genussführer (wird derzeit nicht verraten) – wollte die Familie noch einen ausgiebigen Spaziergang machen. Es ging Richtung Wellheim. Plötzlich tauchte auf einer Stallung dieses Schild auf: Der Spaziergang wurde (natürlich) umgehend modifiziert. Es folgte eine Umschreitung der wunderschönen, großzügigen Weidefläche (11 Hektar). Wir befinden uns im sogenannten Urdonautal. Zwei Millionen Jahre lang floss die Urdonau, von Süden her kommend, durch das Wellheimer Trockental ins heutige Altmühltal ab. Ich wusste, dass in dieser Gegend ein spezielles Beweidungsprojekt auf einem Niedermoor am Werk ist und wollte mir das auch schon länger ansehen. An diesem TagWeiter Lesen

Bayern hat zwei Nationalparke. Seit 1970 den Nationalpark Bayerischer Wald und seit 1978 den Nationalpark Berchtesgaden. Ein dritter Nationalpark soll auf den Weg gebracht werden. Freude! Mit in der Auswahl ist die Region, in der ich lebe: Die „Gebietskulisse Donauauen“ erstreckt sich nämlich von der Lech-Mündung über Neuburg a. d. Donau bis nach Ingolstadt. Große Freude!! Im heutigen (09.01.18) Beitrag des Donaukuriers „Alles im Fluss“ zum möglichen Nationalpark Donau-Auen kommt unter anderem der Bürgermeister von Burgheim – Herr Michael Böhm – zu Wort. In seiner persönlichen Wahrnehmung vor Ort vernimmt er überwiegend Zustimmung zum Nationalpark, konstatiert aber zugleich die Unüberhörbarkeit der Gegner des Projekts: „Eine Minderheit vermittelt lautstark den Eindruck der Mehrheit und die schweigende, friedvolle Masse hat deshalb Hemmungen.“  Im (schweigenden, friedvollen) Netz fand ich tatsächlich nicht was ichWeiter Lesen

Nachdem ich die Limousin-Rinder in Linden und die Highland-Cattle in Hagau auf ihren Weiden besucht hatte, war es diesmal umgekehrt. Ich war schon dort und wartete mit Spannung auf die Ankunft der heutigen Protagonisten: Murnau-Werdenfelser! Eine durch und durch bayerische Angelegenheit. Das beginnt mit der Stammheimat der Rasse. Sie liegt im Werdenfelser Land, im Alpen- und Voralpengebiet um Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald, Oberammergau und Murnau sowie im Karwendel- und Wettersteingebirge. Und setzt sich fort mit der Winterresidenz der Tiere meiner Slow Food-Freunde Ulla und Franz Eller. Sie verbringen die kalte Jahreszeit nämlich in den Stallungen des Wittelsbacher Ausgleichsfonds im Gut Rohrenfeld (ca. 10 km östlich von Neuburg a. d. Donau). Am 19. April war es endlich soweit: Der Weidegang stand an! Bei alles andere als frühlingshaften Temperaturen. Mit 4 Grad erreichte dieWeiter Lesen

In Wolnzach (Landkreis Pfaffenhofen) hält eine Familie zur Selbstversorgung ein paar Hühner und einen Hahn. Nachbarn fühlen sich durch das Krähen des Hahns belästigt. Sie bemühten die Justiz und klagten dagegen. Jetzt hat das Amtsgericht Pfaffenhofen entschieden: Der Gockelhalter hat „Maßnahmen zu ergreifen, die es ausschließen, dass von seinem Grundstück Beeinträchtigungen durch Hahnkrähen ausgehen“. Das Gericht stufte das Krähen als „nicht ortsüblich“ ein. Willkommen in der Pathologie! Aber das Gericht hat wohl (zwischenzeitlich) recht. Was ist nämlich (heute) ortsüblich? Zumal vor Ort im Landkreis Pfaffenhofen? Im nur ca. 5 km südwestlich von Wolnzach gelegenen Eschelbach wurde im Juli 2017 die Baugenehmigung für die größte(!) Hühnermastanlage in Bayern (145.000 Tiere) erteilt. Im Nachbarsgarten kräht nach dem Urteil kein Hahn mehr. In Eschelbach sowieso nicht. Diese (neue) Ortsüblichkeit kotzt mich an! (51)Weiter Lesen

Die Bärlauchzeit 2017 ist ja schon länger durch. Zumindest die klassische Ernte betreffend. In der Folge bot sich aber noch eine limitierte Spielart. Es geht um die Blütenknospen, auch „Falsche Kapern“ oder Bärlauchkapern genannt. Das Zeitfenster dafür ist jedoch nur sehr kurz. Die Knospen sollten bereits voll ausgebildet sein, aber noch nicht geblüht haben. Das erwischt man nicht so leicht. Dieses Jahr hat es endlich geklappt! Wir waren zur richtigen Zeit – 15. April – am richtigen Platz – Gerolfinger Eichenwald: Zunächst ordentlich gewaschen, habe ich sie auf kleinere Gläser verteilt und diese dann mit einem aufgekochten Sud aus Weißweinessig, Zucker und Lorbeerblättern aufgefüllt. Gute zwei Wochen haben sie durchgezogen. Die nach wie vor bissfesten Knospen landen jetzt peu à peu mal auf dem Butterbrot, im Salat oder Frischkäse oderWeiter Lesen

Letzten Freitag durchkreuzte ein Blick in den Wetterbericht endgültig meine Hoffnung auf ein baldiges Schwelgen im Spargelüberfluss. Ein Anruf bei Familie Rehm, den Spargelbauern meines Vertrauens im Schrobenhausener Land, bestätigte die wetterbedingt brenzlige Angebotssituation. Sie trifft zuallererst jene Landwirte, die auf plastiküberzogene Felder verzichten. „Ein kleiner Rest wäre als Extrawurst noch zu haben“, so Christine Rehm. Sie wollte ihn für mich vom eh schon viel zu geringen Wochenmarktkontingent abzwacken. Ein Angebot, das ich natürlich nicht abschlagen konnte. Den ganzen Tag in der Kanzlei sitzend, beschloss ich aus einem kleinen Anflug von Übermut noch am Spätnachmittag mit dem Fahrrad zu fahren. Es war herrlich klar, aber windig und saukalt … Die Partie über die Felder wurde jedoch belohnt. Die Begegnung mit Meister Adebar ist für mich noch immer etwas Besonderes: AngekommenWeiter Lesen

Nach der Ernte ist vor der Ernte! So kommentierte Slow Food-Freundin Theresia einmal meine Header-Collage: Eigentlich ein Provisorium – das sich dauerverwendet von der Jahreszeitlichkeit gelöst fast schon zum fehlenden Bloglogo befähigt hat. Gerade passt sie freilich (wieder) perfekt. Den ersten Allium ursinum futterte ich bereits letzte Woche bei Neuburger Freunden. Jetzt also der persönliche First Flush 2017. Ritual. Diesmal eine Pflückung südlich vom Hopfenwehrl (Nähe Baggersee-Zulauf): Derzeit im Golden – verlässlich sicher auf der Höhe der Zeit:

Ich will – längst überfällig – meine Serie über Weiderinder in unserer Region fortsetzen. Und ich verspreche, dass es zur nächsten Herde nicht mehr so lange dauern wird. Der erste Teil beschäftigte sich mit Limousin in Linden. Diesmal bleibe ich ganz in der Nähe der Stadt Ingolstadt. Richtung Auwald zur Donau auf den Fluren nördlich von Hagau. Überhaupt Hagau – viele schöne Kindheitserinnerungen gehen mir durchs Bild … Eine traumhaft schöne Landschaft, die hoffentlich niemals(!!!) Bühne für aberwitzige(!!!) Donaubrücken- oder Donautunnelprojekte wird. Die Gegend ist mitunter fest in Händen von Reitern. Es gibt nicht wenige Reitställe hier. Es ist Anfang Dezember. Spätherbstsonne. Atemwolken in klarer, kalter Luft. Und dann, mittendrin ist die Augenweide perfekt: Majestätisch, würdevoll, fast schon mystisch: Schottische Hochlandrinder! Den Highland Cattle sehr ähnlich sind die ebenfalls ausWeiter Lesen

Sie bevorzugen den Halbschatten, am liebsten in Kiefernwäldern. Sie sind nicht so lange haltbar wie ihre kultivierten Schwestern aus Amerika und auch kleiner als diese. Dafür aber schmecken sie im Vergleich deutlich aromatischer, wachsen vor der Haustüre und machen – Kinder schätzen so etwas 😉 – blaue Finger, Lippen und Zähne. Und sie haben gerade Hochsaison – Blaubeeren! Für gewöhnlich verrät man seine Jagdgründe nicht. Hier lässt der erfreuliche Überfluss eine Ausnahme zu. Der „Dürnbucher Forst“, östlich von Ingolstadt, bietet ideale Bedingungen: Von der Hand in den Mund, gerne in diesem Kuchen, vor allem aber in Begleitung einer meiner größten Helden auf dem Frühstückstisch – Porridge!

Anfang Februar in Nürnberg, nach der heurigen Biofach, lernte ich Martin Seefried auf einer Party (Danke Florian Bailey!) kennen. Der ausgebildete Koch und Metzgermeister betreibt in Abenberg (mittelfränkischer Landkreis Roth) seine Naturmetzgerei. Hier verarbeitet und veredelt er handwerklich ausschließlich Fleisch von der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall. Unter der gewichtigen(!) Losung „Wissen wo’s herkommt“ organisierte Seefried für Ende April einen „Bauernbesuch“ bei seinen Lieferanten. Einen ganzen Tag dem guten, sauberen und fairen Essen nachspüren … In angenehmer Gemeinschaft … Mit einem umtriebigen Gastgeber … Und überhaupt wollte ich schon lange Rudolf Bühler, dem Gründer der Erzeugergemeinschaft, einen Besuch abstatten: Aus dem Stegreif ließ ich mich auf die Gästeliste setzen! Letzter Samstag – 9:00 Uhr – Treffpunkt bei den Seefrieds. Mit dabei Moritz, der(!) Ingolstädter Metzger Joseph Huber und dessen Tochter Pia. FürWeiter Lesen

Es ist Frühling! Einer meiner liebsten Verkünder dieser Jahreszeit hat endlich die Bühne betreten: Probiert habe ich ihn ja schon vor zwei Wochen. Was da jetzt auch kommen mag – und kommen wird! – Knödel und Pasta, gegrillter Fisch, Fleisch und Burger, Tomatenbrote … – sieben volle Gläser köstliches Pesto warten auf Euch im heimischen Kühlschrank. 655 Gramm haben wir dafür geerntet: Frage in die Runde: Welche Weine, welche Biere, welche anderen Getränke passen nach Eurem Gusto gut zum Bärlauch?

Werbesprüche nerven in der Regel. Dieser gefällt mir! Der Händler für Lebensmittel aus biologischem Landbau – Alnatura – stellt zunächst fest: „Die Nachfrage nach Bio wächst schneller als die Bio-Anbaufläche: In Deutschland gibt es rund 23.000 Bio-Betriebe; etwa sieben Prozent aller deutschen Landwirte wirtschaften nach ökologischen Richtlinien. Doch während immer mehr Menschen in Deutschland biologische Lebensmittel kaufen möchten, stellen immer weniger Bauern auf Bio um.“ Und reagiert darauf mit einem gezielten Förderprogramm bei der Umstellung von Höfen auf Bio. Sein Name: Gemeinsam Boden gut machen. Großartig! Nebenbei: Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2015 zum „Internationalen Jahr des Bodens“ ausgerufen. (36) – Marginalie – (38)