Der Leberkäs (Leber-/Fleichkäse) ist eine gebackene Brühwurst. Und weit überwiegend ein Bayer. Der Kurfürst Karl Theodor (aus der Pfalz) übersiedelte aus erbrechtlichen Gründen vor knapp 250 Jahren nach München. Mit im Gefolge, sein Metzger aus Mannheim – so muss ein Gefolge aussehen … Dieser entwickelte alsbald aus fein gehacktem Schweine- und Rindfleisch einen Brät, der in Brotformen gebacken wurde – und wird. Ein guter Leberkäs – mit (wichtig!) gewissen zeitlichen Abständen – ist köstlich. Und wir lernen von ihm, dass die Wahrheit nicht immer in der Mitte liegt. Der Kundige schätzt nämlich seine knusprigen Endstücke (Scherzl). Auf die Hand – als Leberkäs-Semmel – ist er ein sehr verlässlicher Aufheller. Der Senf (süß oder scharf) liebt ihn – und wohl dem, der solche Freunde hat. Es gibt ihn in rot undWeiter Lesen

Ein Wirtshaus zu Fuß zu erreichen ist eine kluge Sache … erinnere nur Urlaube in den Bergen! Die Vorfreude auf Speis und Trank nimmt schrittweise zu. Man erscheint mit roten Bäckchen und gescheitem Hunger. Auf dem Rückweg kurbelt man wandernd die Verdauung an. Das großartige Kloster Plankstetten bietet sich für derartige Unternehmungen als sehr geeigneter Angelpunkt an. Zum Starten. So geschehen Anfang Dezember. 5,2 Kilometer ging es zur Post Berching. Anlass war eine Spezialität – hausgemachte Fish ’n‘ Chips vom Oberpfälzer Karpfen! – über die ich aber ein andermal berichten werde. Und zum Ankommen. So im Rahmen des gestrigen Spaziergangs mit Freunden zu Neujahr. Mit 5 Kilometern fast die identische Distanz vom Zentrum Beilngries aus. Unsere Vorfreude galt der dortigen Klosterschenke. Die Küche zeigte – wie immer – großes, frisches,Weiter Lesen

Treue Leserinnen und Leser wissen was jetzt kommt. Wer hingegen Hilfe benötigt – hier ist sie. 2020 – Überraschung! – gab es keine OLMA … Und damit auch kein Plakat. 2021 schaut die Sache so aus: Weil ich gerade im Thema bin, gibt es eine überfällige Nachlieferung aus dem Jahr 2017. Da feierte die OLMA ihre 75. Ausgabe. Dafür wurden 75 Botschafter ernannt. Es war mir eine Ehre! Unersetzlicher Bestandteil des Festmenüs nach dem Festumzug durch die St. Galler Innenstadt war natürlich eine OLMA-Bratwurst (mit Kartoffelgratin, grünen Bohnen und Karottenstängeli): Die lokale Brauerei Schützengarten kreierte zum Jubiläum einen eigenen Sud. Als Flaschenetiketten glänzten historische Plakate: Nach der OLMA stand ein Abstecher nach Zürich auf dem Programm. Das Hotelpersonal spendierte während der Anmeldung – Namen sind eben nicht Schall und RauchWeiter Lesen

Das wichtige Projekt „Arche des Geschmacks“ der Slow Food Stiftung für Biodiversität schützt weltweit regional bedeutsame Lebensmittel, Nutztierarten, Kulturpflanzen sowie traditionelle Zubereitungsarten vor dem Vergessen und Verschwinden. Nicht so oft schützt es sich angenehmer. Der rote Faden dafür lautet nämlich schlicht: Essen, was man retten will! Macht das niemand, verschwinden die Dinge … Dieser Tage gab es Gelegenheit gleich zwei Arche-Passagiere kennenzulernen. Schon ewig stand bei mir der Allgäuer Weißlacker auf der Liste. Eine Strafverteidigung vor dem Amtsgericht Kempten brachte mich in seine Nähe. Genauer gesagt, in den Hofladen der Allgäuer Hof-Milch GmbH in Sonthofen. Der zweite Kandidat ist das Gelbvieh. Eine – die – fränkische Rinderrasse. Deren Milch steht im Zentrum des Interesses der Familie Regus aus Dachsbach. Mit der Marke „Käse vom Fränkischen Gelbvieh“ und dem regionalen HerkunftsbegriffWeiter Lesen

Im Arbeitsrecht gibt es die Rechtsfigur der betrieblichen Übung. Durch regelmäßige Wiederholung bestimmter Verhaltensweisen des Arbeitgebers, entsteht beim Arbeitnehmer ein schutzwürdiges Vertrauen auf die Dauerhaftigkeit dieses Zustands. Im übertragenen Sinne verhält sich erfreulicherweise seit nunmehr vier Jahren (2018/2019) – um Pfingsten herum – das Leben mir gegenüber genau so. Und ich bin jemand der vertrauen kann … Dankbar und demütig werde ich also nächstes Jahr hier über Einsichten und Erkenntnisse aus Umbrien berichten, die ich demnächst erst noch gewinnen darf. Heute gibt es eine Nachschau auf eine gute Zeit im letzten Jahr. So pflegt man übrigens auch gekonnt Vorfreude. Die Partie war durchaus geprägt von Corona-Rahmenbedingungen. Niedrige Inzidenzwerte (<3) machten die lustvolle Geschichte überhaupt erst möglich. Es sollte 2020 die einzige Reise bleiben. Und wir hatten bescheidenes Wetter. Unter AgrotourismusWeiter Lesen

Es wird höchste Zeit, diesen wunderbaren Genussplatz hier einmal hochzuhalten. Am nordwestlichen Uferbereich des Baggersees steht, seit ich denken kann, eine Holzhütte. Ich weiß das. Meine Großeltern hatten unweit von dort, im Roten Gries, seit Mitte der 60er Jahre einen großen Garten. Dieser war der himmlische Traum meiner Kindheit und Jugend! Am benachbarten Seeabschitt machte ich erste Schwimmversuche … Die angesprochene Holzhütte spielte keine Rolle. Aus ihr heraus gab es – eigentlich durchgängig konstant – traurige Versuche der Bewirtung … Im letzten Frühjahr fielen mir im regelmäßigen Vorbeilaufen allerdings positive Veränderungen auf. Die Hütte war längere Zeit nicht geöffnet. Plötzlich zierte sie eine frische Holzverkleidung. In den Bäumen baumelten Lampions. Und keine Friteuse signalisierte bereits von weit her, woran man hier is(s)t. Ein Besuch war bereits fest eingeplant. Da kamWeiter Lesen

Sich etwas Gutes zu tun. Man nehme einen Salzlakenkäse, übergieße ihn mit Olivenöl und lasse darüber die Pfeffermühle kreisen. Dazu ein knuspriges Baguette, eine Handvoll Oliven und ein frischer Weißwein. Sie haben Ihr Ziel erreicht! Diese einfache (aber wirklich nicht zu unterschätzende) Spielart lässt sich natürlich steigern. In Form eines griechischen Salats etwa, der Kombis Feta|Wassermelone oder Feta|Pfirsich|Tomate. Schon mal Feta|Sesam|Honig probiert? In der Hauptrolle immer der Käse. Ein Feta? Kurz etwas juristisches zu ihm: „Nach der Verordnung (EG) Nr. 1829/2002 der EU-Kommission darf seit dem 15. Oktober 2002 nur noch in Salzlake gereifter weißer Käse aus Schaf- und/oder Ziegenmilch, der auf dem griechischen Festland und den Inseln der ehemaligen Präfektur Lesbos hergestellt worden ist, den Namen Feta tragen. Diese Verordnung der Kommission, die von Deutschland und Dänemark (mit UnterstützungWeiter Lesen

Zur Stunde nichts Fröhliches. Obwohl das Foto eigentlich etwas ganz anderes erzählt … Es entstand am 6. Mai 2017. In Weißenburg liefen die fränkischen Genusstage. Am Abend lud Ulrich Riedel vom Landgasthof Siebenkäs in Pleinfeld zu einem feinen Menü ein. Am Eingang hing die Urkunde zur Aufnahme des Wirtshauses in den Slow Food Genussführer. Ich entdeckte, dass darauf die Unterschrift der zuständigen regionalen Testgruppe fehlte … Unter den Gästen war auch Ursula Hudson. Als Vorsitzende von Slow Food Deutschland hat ihre Signatur immer recht! Und sie hatte sichtlich Spaß daran, die kleine Lücke zu schließen. Dabei schauten ihr über die Schulter – links im Bild, Wirt Ulrich Riedel und rechts, Bio-Metzgermeister Robert Prosiegel: Heute – spätestes heute – hat mein Foto etwas sehr trostloses. Das Wirthaus gibt es nicht mehr.Weiter Lesen

Der Weinstammtisch ist einer der vitalsten Treffpunkte von Slow Food Ingolstadt. Nach dem Stammtisch ist bekanntlich vor dem (nächsten) Stammtisch. Und so genieße ich ständige Vorfreude, unterbrochen nur von den tatsächlichen – angenehm wohligen – Zusammenkünften. Die Berichterstattung darüber ist leider auf der Strecke geblieben. Meine letzte Notiz datiert von einem rosaroten Abend im Sommer 2017 … Ich möchte das die nächsten Wochen nachholen. Nicht zuletzt als Chronik für die Teilnehmer. Und ich beginne gleich einmal mit dem letzten Treffen am vergangenen Freitag: Auf dem Programm stand das (geschätzte) Format „Best Bottle“ (Kategorie: Weißwein). Die Idee ist einfach: Jeder bringt einen aktuellen Lieblingswein mit, den er gerne anderen nahebringen möchte. Die jeweilige Flasche wird zunächst „blind“ verkostet. Dabei schildert jeder seine Eindrücke. Gerade dieser Austausch macht regelmäßig richtig Laune! AmWeiter Lesen

Wo ist es gut Gast zu sein? Der Slow Food Genussführer ist ein sehr hilfreicher Kompass dafür. Im kommenden Herbst erscheint die neue Ausgabe 2021/22. Die Testgruppe von Slow Food Ingolstadt ist deshalb aktuell und die nächsten Monate besonders aktiv. Wird es aus der Umgebung neue Aufnahmen geben? Bleiben alle bisher gelisteten Stätten an Bord? Man wird sehen … Zurück zur Gegenwart. Gestern Abend gab es beim gastgebenden Beckerwirt in Böhmfeld die Urkunden für das laufende Jahr. Fast alle regionalen Genussführerwirte nahmen diese persönlich entgegen: Danach wurde … genossen! Mit Stefan Spitzer (Gasthaus Spitzer, Osterwaal) und ganz frisch Anke Deiml (Neuwirt Neuburg) gibt es in der Region sogar zwei Mitglieder im Netzwerk der Slow Food Chef Alliance Deutschland. Auch die Presse nahm Notiz. Siehe Donaukurier und Ingolstädter Stimme.

„Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Nach einer Weile braucht er einen Drink.“ (Woody Allen) Beim Alkohol halte ich es gleichberechtigt mit Wein und Bier. Spirituosen spielen hingegen nur eine Nebenrolle. Freilich gilt es auch hier Sorgfalt walten zu lassen. Weiß man doch was einen richtig guten Film unter anderem ausmacht: Er ist bis in den Nebenrollen exzellent besetzt! Und so war ich vor einiger Zeit ganz aus dem Häuschen, als ich – noch dazu vor der regionalen Haustüre – die betörenden Destillate der Gebrüder Florian und Philipp Sochatzy entdeckte. Ihre Manufaktur für Destillate So&So in Eichstätt gibt es seit 2015. Hier entstehen – ausschließlich in Handarbeit – Brände (vergorene Maischen aus Früchten werden destilliert) und Geiste (neutraler Alkohol mazeriert die Aromen aus unvergorenen Früchten). Ende vergangenen Oktober kamWeiter Lesen

Es gibt Lücken, die sollte man schließen. So war ich zum Beispiel noch nie in Griechenland. Eine große Lücke! Philosophie, Geschichte, Architektur, Kunst, Natur, Geographie, Gesichter, Essen und Trinken. In vielen Lebensjahren hat sich dazu allerhand Kopfkino angesammelt. Und wir wollen die Gefühle nicht vergessen – ganz spontan: „Alexis Sorbas“, „Griechischer Wein“ und „Irgendwann bleib i dann dort“. Im Blog ging Griechenland schon mehrfach durchs Bild. Unter anderem bei einer besonderen Slow Food Festivität und beim Test Griechischen Joghurts. Diverse Weinproben warten noch auf eine Veröffentlichung. Und ein großer Feta-Test vor einigen Wochen – mit 20(!) verschienen Exemplaren. Letzterer diente auch der Pflege meiner Vorfreude. Denn letztes Jahr konnte ich die Hellas-Lücke endlich schließen. Es war unvergleichlich … Und schließlich sollte alles gesagt sein, wenn ich verkünde – noch diesenWeiter Lesen

Ein kurze Geschichte. Schon seit sehr lange Zeit möchte ich Mitglied beim Bund Naturschutz werden. Slow Food und der Bund Naturschutz haben eine sehr große Schnittmenge. Um es einmal bildlich zu machen: Letztes Jahr, auf der Demo Mia ham´s satt! in München traf ich natürlich den Vorsitzenden der Kreisgruppe Bund Naturschutz Ingolstadt – Michael Würflein: Im Frühjahr hatten wir es uns versprochen – er wird Mitglied bei Slow Food, ich beim Bund Naturschutz! Ende Juli haben wir es dann endlich geschafft. Gepflegt im Biergarten – der Schutterhof ist gutes Terrain dafür – bei Bier und Brezen wurden die Anträge befüllt: Gemeinsam stärker. Für eine genußvolle Zukunft. Wer auch an Bord kommen möchte – es gibt viel zu tun – ist wirklich herzlich willkommen! Keine Zeit für ein ehrenamtliches Engagement? MachtWeiter Lesen

Eine kleine Geschichte. Am Anfang steht eine Klassenfahrt vor über 30 Jahren. Am Ende eine Weinverkostung am kommenden Samstag (15.06.19). Zu letzterer lade ich hiermit schon einmal herzlich ein! In der 11. Klasse steht immer eine große Studienfahrt auf dem Programm. Damals, 1987 im Christoph-Scheiner-Gymnasium hatten wir die Wahl zwischen London und Paris. Ich weiß nicht mehr wie es dazu kam, aber wir – die Klasse 11b unter Leitung von Werner Kundmüller – fuhren vom 02. bis 10. April nach ……… Rom. Es war eine herrliche, eine wunderbare Zeit! An einem Tag besuchten wir die Sommerresidenz des Papstes in Castel Gandolfo und machten auch halt in Frascati. Dort gab es einen Stand mit Porchetta, gefüllt mit frischen Kräutern. Dazu ein Glas Frascati. Mir ist das bis heute in Erinnerung geblieben.Weiter Lesen

Neben allerlei anderer Aktivitäten trifft sich Slow Food Ingolstadt regelmäßig (eigentlich monatlich – siehe Termine) zum Stammtisch. Dabei sind wir immer woanders zu Gast. Zumeist in „unseren“ Genussführer-Wirtshäusern. Letzte Woche zum Beispiel im Neuburger Neuwirt: Hier pflegt man – unter anderem – die Kunst der Pause: En passant erhielten Anke und Karl Deiml ihre Urkunde für 2019:

Drei Schritte vor einem ordentlichen Steak steht das Tier. Rasse, Haltung, Fütterung, Schlachtung. Diese Serie beschäftigt sich – Rinder betreffend – damit. Zwei Schritte davor kommt das Metzgerhandwerk. Reifung, Zuschnitt. Die Einkaufsquelle in Ingolstadt, um bis hierher nicht aus dem sicheren Tritt zu geraten, ist die Metzgerei Joseph Huber. Auf deren Einladung fand vor zwei Wochen ein ausgezeichnetes Seminar für Fleischzerlegung und Garmethoden – dem letzten Schritt zum Teller – statt. Zu Gast: Philipp Sontag: Wie Joseph Huber ist Philipp Sontag Slow Food Unterstützer! Der Metzgermeister führt im Allgäu (Kissleg) in sechster Generation mit beachtlicher Leidenschaft seinen Betrieb – die Metzgerei Sontag. Daneben ist er Kolumnist für Fleischkunde des Grill-Magazins „Fire & Food“: Abschweif: Gar nicht schlecht das Heft. Nach aufmerksamen Durchblättern fällt das Bemühen um artgerechte Tierhaltung und NachhaltigkeitWeiter Lesen

Seit letztem Jahr suhlt sich das „Naturschwein“ genüsslich durch eine Vielzahl von Geschichten im Blog. Exemplarisch – was hat es mit diesem Schwein auf sich? – schaue man hier, da und dort. Am 14. Juli besuchten Slow Food Ingolstadt und viele Konsumenten – besser Ko-Produzenten 😉 – die auch gerne wissen wollen woher ihr Essen kommt, den Hof von Barbara und Michael Weichselbaumer in Pfaffenhofen/Thalhof. Mit von der Partie die Slow Food-Unterstützer: Claudia und Joseph Huber (Metzgerei Joseph Huber) sowie Christine und Wolfgang Speth (Schinken-Ambiente). Es war ein Fest für Kopf und Bauch! Nachhaltige, regional-bäuerliche Landwirtschaft – Hand in Hand mit echtem Lebensmittelhandwerk. Alles da – wenn man nur Augen und Ohren öffnet und endlich die widerliche Geiz-ist-geil-Mentalität in die Tonne tritt. Abschweif: Das geht auch auf Volksfesten. Freilich nichtWeiter Lesen

Österliche Schnipsel: Karfreitag. Spaziergang rund um das Felsentor in Unteremmendorf: Karfreitag und Unteremmendorf – schon kombiniert? Man wird in der Region keinen bessern Platz zum Fischessen finden, als den Landgasthof Wagner (ist im Slow Food Genussführer!). Keine Überraschung also im vollbesetzten Haus den ein oder anderen Fischschmecker anzutreffen (Grüße an Paul S. und Fritz S.). Auf der Karte ein schönes Programm: Geräucherter Lachs, Fischsuppe, gebackener Kabeljau, Zander, Waller, Forelle, Saibling und natürlich Karpfen. Meine Wahl nach der Fischsuppe: ein 1/2 Karpfen im Bierteig gebacken – köstlich (auch der Kartoffelsalat!). Karsamstag. Einkaufen: Bäcker, Wochenmarkt Ingolstadt, Osterschinken vom Joseph Huber, Wochenmarkt Eichstätt – Osterschinken vom Wolfgang Speth. Und natürlich Eier. Besuch an einer unserer Quellen dafür: Schließlich ging es noch in den Gerolfinger Eichenwald: Ziel war natürlich dieses wunderbare Gewächs – BärlauchWeiter Lesen

Ich erzähle Euch heute zwei kurze Geschichten. Die erste handelt von Janie und Jerry Murrell. Aus erster Ehe hat Jerry die Söhne Matt, Jim und Chad. Dann kam Ben dazu. 1986 eröffneten sie alle zusammen einen Burger-Grill in Arlington (Virginia/USA). Sie nannten sich – wohl unter großzügiger Duldung von Janie – Five Guys. Als schließlich noch Tyler auf die Welt kam, war der Name generationensicher. In den nächsten 15 Jahren (bis einschließlich 2001) wuchs das Geschäft – ganz slow – um weitere vier Läden. Alle im nördlichen Virginia und in Washington, D.C. Zwischen dem ersten und dem zweiten juristischen Staatsexamen ist das Rechtsreferendariat zu absolvieren. Ich weiß nicht ob das heute noch so ist, aber zu meiner Zeit umfasste die Ausbildung auch ein Pflichtwahlpraktikum. Dabei war man in seiner PlanungWeiter Lesen

Frische Bio-Kuhmilch aus der Region? Gibt es! In Adelschlag – ca. 25 km nordwestlich von Ingolstadt. Hier bewirtschaftet die Familie Hutter einen Biohof (Naturland). Dessen wichtigste Mitarbeiterinnen: 75 Kühe (Simmentaler Fleckvieh; dazu kommen derzeit 10 trächtige Jungrinder, 30 Kälber und ein Stier). Die Milch wird von Gabi und Andreas Hutter direkt vermarktet. Das wollte ich mir schon lange ansehen – „Shake the hand that feeds you!“. Vor knapp zwei Wochen, am Martinstag, war Slow Food Ingolstadt vor Ort. Die Milch wird lediglich pasteurisiert und ist damit eine Woche haltbar. Sie wird aber nicht homogenisiert. So naturbelassen rahmt sie auf. Auf der Website (in die Tage gekommen; die neue ist in Arbeit) der Hutters können die Lieferorte und -routen eingesehen werden. Die Milch kommt tatsächlich vor die Haustüre. Mir gehen dabeiWeiter Lesen

Letzter Septembertag. Ausflug von Slow Food Ingolstadt in die Hallertau. Nach Larsbach (bei Wolnzach). Der 2017er Hopfen ist eingebracht. Nachzügler lassen es vereinzelt noch einmal duften: Zu Besuch hatte zunächst Braumeister Gerhard Stanglmayr geladen. 1998 gründete er sein „Lampl Bräu“. Benannt nach dem Hausnamen des Bründlweg 1. Es werden vornehmlich – zumeist mit Naturdolden – Helles, Dunkles, Weißbier und Pils gebraut. Handwerklich versteht sich. Die Gärung erfolgt in offenen Bottichen. Eine Führung gab uns Einblick in alle Bereiche. Es gibt auch Experimente. So verkosteten wir neben einem ordentlichen Dunklen ein zwei Jahre gelagertes Helles (inklusive Milchsäuregärung!). Und im Kühlraum steht ein gebrauchtes Slyrs Whisky Fass. Darin ein Brauversuch mit erntefrischem Grünhopfen. Er reift noch. Bier gibt es ab Rampe. Vorher anrufen (08442-2068) und fragen, was verfügbar ist. Dann näherten wirWeiter Lesen

Der 10. Geburtstag von Slow Food Ingolstadt wurde pünktlich am 11. Mai 2017 begangen – siehe hier. Allerdings mit angezogener Handbremse. Diese wurde nun vergangene Woche im Ingolstädter Schutterhof bei einer standesgemäßen Festivät zum Jubiläum gelöst. Dabei feierten wir auch gleich noch 25 Jahre Slow Food Deutschland! Ich möchte mich namentlich kurz bedanken: Bei Andrea und Harald Mödl für deren Gastfreundschaft im Schutterhof. Die beiden sind jetzt Slow Food Mitglied 🙂 Bei Petra, Helga, Daniela, Ralf und Gunter sowie der frisch gekrönten Bayerischen Kartoffelkönigin Jacqueline I. für den hausgemachten Kartoffelsalat. Die Erdäpfel lieferte der Gemüsehof Wöhrl. Bei Barbara und Michael Weichselbaumer – ebenfalls herzlich willkommen bei Slow Food 🙂 – sowie Claudia und Joseph Huber für das gegrillte (köstliche!) Schwein. Dank ihres gemeinsamen Projekts „Naturschwein“ hatte es ein anständiges LebenWeiter Lesen

Im Münster wurde ich getauft. In der Piuskirche folgten die Erstkommunion, die Firmung und die Pfadfinderweihe. Meine eigentliche spirituelle Heimat aber fand ich schon früh in der Klosterkirche der Ingolstädter Franziskaner (heute Kapuziner). Das begann als kleiner Bub, als mir dort meine Oma allerlei schaurige Legenden zur „Schuttermutter“ – die Holzmadonna aus dem 15. Jahrhundert befindet sich in einem der Seitenaltäre  – erzählte. In einer davon wurde der Figur der Kopf abgeschlagen und der Torso in die Donau geworfen. Auf wundersame Weise landete die unversehrte Madonna dann am Ufer der Schutter (diese floss seinerzeit direkt an der Augustinerkirche vorbei – dort befand sich die Madonna ursprünglich). Im Fortgang kam dann meine Oma immer noch auf den Maxl zu sprechen – den legendären Alligator aus dem Ingolstädter Zoo „Wasserstern“ – derWeiter Lesen

Schöner monatlicher Stammtisch von Slow Food Ingolstadt. Wir sind dafür mal hier, mal dort zu Besuch. Gestern Abend im köstlichen Gasthaus Stark in Wolkertshofen (gelistet im Slow Food Genussführer). Diesmal mit dabei: Sylvia und Markus Hiermeier aus Wellheim: Eine Volltrefferentdeckung! Was ich bisher nur in der Steiermark fand (hier), wächst seit letztem Jahr auch bei uns im Altmühltal: Der schalenlose Ölkürbis! Die Hiermeiers sind schuld. Seht selbst: Wenn man sich vor Augen führt, dass das ihre erste Ernte ist, die wir verkosten durften – das Öl mundet bereits ausgezeichnet! – wo soll denn das hinführen mit einigen Jahren Erfahrung?! Peak Oil im Altmühltal ist weit, weit weg … Nicht zu verachten sind auch die ganzen Kerne. Es gibt sie in Natur und veredelt (mit Zimt, Chili-Kakao, Kaffee, Sesam sowie geröstetWeiter Lesen

Kurze Einschiebsel aus der vitalen Weingruppe von Slow Food Ingolstadt. Gleich von drei Zusammenkünften – uns scheint wahrlich die Sonne! Vorab – ganz vorne – ein herzliches Dankeschön an Daniel Engstler (und Heike). Für die Ideen, für die Organisation und für die eindrucksvolle Gastfreundschaft – Danke! Ende Oktober 2016 besuchten wir aufs Neue, diesmal zum Thema „Süditalien“, Marianne und Rüdiger Ahnfeldt in ihrem Ars Vivendi. Gemerkt habe ich mir diese beiden saftigen Weißen: Canteles Verdeca 2015 (Apulien) und Argiolas Nuragus di Cagliari S’elegas 2014 (Sardinien). Die Fotos hat Lars Peschke gemacht: Im November widmeten wir uns dann vornehmlich (neben zwei Barberas und einem Gelben Muskateller) der Nebbiolotraube. Konkret in ihrer Rolle als Barolo (sieben Flaschen von fünf Winzern). Mein Rennen machten natürlich die Geschöpfe von Giorgio Viberti (Cascina Ballarin). ZeitweiseWeiter Lesen

Anlässlich der letztjährigen Feierlichkeiten zum 500. Geburtstag des Reinheitsgebots, bespielte Slow Food Ingolstadt an drei Abenden das Museum für Konkrete Kunst und transformierte es dabei zunächst in einen Stammtisch – Reines Bier – und dann in eine Bäckerei – Reines Brot. Zuletzt ging es um die (reine) Wurst. Von diesem kultivierten Abend ist noch zu berichten: Am Tisch – die Gäste bewährt drumherum – nahmen dafür Platz: Landwirt Michael Weichselbaumer (hält Schweine), Ulla Eller (hält Murnau-Werdenfelser Rinder), die Metzgermeister Joseph Huber und Wolfgang Speth, sowie Gunter Wagner (als Moderator/Slow Food Ingolstadt) und meine Person. „Je weniger die Leute wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie!“ Das Zitat wird Otto von Bismarck zugeschrieben. Was die Gesetze angeht, stimme ich durchaus zu. Bei den Würsten muss ich hingegenWeiter Lesen

Die Freunde von Slow Food Augsburg haben sich – einer gewissen Folgerichtigkeit gehorchend – letztes Jahr verstärkt dem Erhalt des Augsburger Huhns angenommen. Siehe hier und dort. Die bildschöne Rasse ist auch an Bord der Arche des Geschmacks, einem weltweiten Projekt der Slow Food Stiftung für Biodiversität. Das Engagement der schwäbischen Nachbarn setzt sich erfreulicherweise dieses Jahr fort. Geht es ums Huhn, lasse ich mich nicht zweimal bitten. Zumal einem die gebratenen Tauben mit solchen Angeboten ja fast in den Mund fliegen. Am vergangenen Wochenende ging es also nach Augsburg auf den „Holler-Hof“ der Familie Zimmermann (Wellenburger Straße 102, 86199 Augsburg, Tel. 0821-9981904): Auf den Weiden rund um das Gut tummeln sich Gänse und Angusrinder (Mutterkuhhaltung): Die Hühner sind Chefinsache von Susanne Zimmermann. Bei der gemeinsamen Begehung im sehr großzügigenWeiter Lesen

Wie bereits im April – beim Reinen Bier – haben wir wieder einen Tisch ins Museum für Konkrete Kunst gestellt. Diesmal mittenrein, die Besucher der Veranstaltung drumherum. Daran Platz genommen haben: Franz-Josef Fischer (Müller in der Lehenmühle), Wolfgang Erhard (Bäcker in der Bäckerei Erhard), Max Kuttenreich (Bäcker in der Bäckerei Kuttenreich) und die beiden „Eigenbrötler“ und Hobbybäcker Matthias Fleige (Stellvertretender Leiter von Slow Food Ingolstadt und Mitglied der Einkaufsführer-Kommission Slow Food Deutschland) und Frank Martin Wille. Die Moderation lag bei Markus Hahnel (Leiter von Slow Food München). Ulla Eller versorgte die tätige Runde bewährt mit Speis und Trank. Die laufende Erntezeit verhinderte leider die Teilnahme eines Protagonisten vom Beginn der Wertschöpfungskette – Landwirt Franz Josef Mayer (Biohof Mayer). Mit viel Lust und Leidenschaft ging es durch alle denkbaren Themen unserWeiter Lesen

Anspiel der Biergartensaison 2016. Gleich zum Vatertag. Mit der Familie! Im Schutterhof. Frühling in der Luft. Und Allerlei der Jugendblasmusik Zuchering. Im Krug der Nordbräu 1516 Jubiläums-Sud. Es folgt ein wunderbares „Farm to table“ sowie „Shake the hand that feeds you“ Erlebnis: Im Mittelpunkt ein Angusochse. Aus Weidehaltung vor den Toren der Stadt. Biozertifiziert nach Naturland (Biohof Wagner). Er findet über die Metzgerei Joseph Huber seinen Weg auf den Holzkohle(!)grill der Familie Mödl. Und dann auf unseren Tisch. Mit viel besseren Knödeln als letztes Jahr. Mit am Tisch sitzen: Karola und Manfred Wagner, sowie Claudia und Joseph Huber. Doch, das geht!

Anfang Februar in Nürnberg, nach der heurigen Biofach, lernte ich Martin Seefried auf einer Party (Danke Florian Bailey!) kennen. Der ausgebildete Koch und Metzgermeister betreibt in Abenberg (mittelfränkischer Landkreis Roth) seine Naturmetzgerei. Hier verarbeitet und veredelt er handwerklich ausschließlich Fleisch von der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall. Unter der gewichtigen(!) Losung „Wissen wo’s herkommt“ organisierte Seefried für Ende April einen „Bauernbesuch“ bei seinen Lieferanten. Einen ganzen Tag dem guten, sauberen und fairen Essen nachspüren … In angenehmer Gemeinschaft … Mit einem umtriebigen Gastgeber … Und überhaupt wollte ich schon lange Rudolf Bühler, dem Gründer der Erzeugergemeinschaft, einen Besuch abstatten: Aus dem Stegreif ließ ich mich auf die Gästeliste setzen! Letzter Samstag – 9:00 Uhr – Treffpunkt bei den Seefrieds. Mit dabei Moritz, der(!) Ingolstädter Metzger Joseph Huber und dessen Tochter Pia. FürWeiter Lesen

Wie bespielt man mit Tiefsinn und Lust das weite Feld „Reines Bier“ am Vorabend seines großen Geburtstags? Noch dazu im Museum. Wir haben lange gegrübelt. Die rettende Idee hatte dann Ralf Trogus, als er laut nachdachte: „Ich sehe dafür immer einen Tisch.“ Ja klar! Wo ist der vollendete Platz (neben dem Biergarten) um dem Bier gut zuzusprechen? Im Wirtshaus. Und wo dort? Am Stammtisch! Nach diesem Ankerwurf machten wir uns auf den Weg. Mit einem achtbaren Plakat. Und wunderbarer Unterstützung vieler Helfer – herzlichen Dank dafür! Meine besondere Anerkennung geht an: Katrin und Max Krieger (Riedenburger Brauhaus) fürs Mitreden und für „Viva Bavaria“ und „Dolden Dark“. Bryan France (Yankee&Kraut) ebenfalls fürs Mitreden sowie dem Bier-Schmankerl für Bryans „Eden Pale Ale“ und die Kühlung. Andrea und Wolfgang Erhard (Bäckerei Erhard) für dasWeiter Lesen

23.04.1516. 499 Jahre und 363 Tage. 21.04.2016. Erlassen wurde das Reinheitsgebot bekanntlich in Ingolstadt. Wenn das keine Steilvorlage für Slow Food Ingolstadt ist. Und selbstverständlich nehmen wir den Ball auf!  Zwei Tage vor dem großen Geburtstag. Als guter Partner spielt das Museum für Konkrete Kunst mit. Wieder – siehe unsere Veranstaltung 20 + 1 im letzten Jahr. Was geschah am 23.04.1516? Und warum? Was wurde daraus? Und heute? Welche Biere schmecken Slow Food? Behindert das Gebot die Freiheit? Oder ist es gar steter Garant für Kreativität? Fragen und Antworten. Wir haben beides. Und zwei feine Biere danach. Und Brot und Wurst. Als Fingerzeig wie es weitergeht. Wir haben uns nämlich erlaubt, aus dem Thema gleich eine kleine Serie über das Jahr zu machen. Drei Partien vom Museum – Reine Farbe,Weiter Lesen

Februar-Stammtisch von Slow Food Ingolstadt (Termine immer hier). Zum ersten Mal in Pfaffenhofen. Das PAF´S Bar & Grill in der Scheyerer Straße 36 bietet eine angenehme Atmosphäre, eine tolle Küche, einen ausgezeichneter Service und eine beachtliche Bar: Küchenchef Andreas Welker (links) und Servicechef Robert Hülß (rechts): Ein hiesiger Stammgast ist intv-Redakteurin Melanie Alt. Interessiert hat sie seit letzten Dezember mitbekommen, dass sich das PAF´S für Slow Food engagiert. Schnell war bei ihr die Idee für eine kleine Serie über Slow Food in unserer Region geboren, die erfreulicherweise seit letzter Woche umgesetzt wird: Der erste Beitrag findet sich hier in der Mediathek.

Das erste Slow Food Magazin 2016 ist da! Wer Lust hat, kommt hier vorbei. Habe noch drei Freiexemplare. Reserviere diese bis Aschermittwoch. Vor gut zwei Wochen (wir hatten noch Schnee) traf sich der „harte Kern“ von Slow Food Ingolstadt in der Antoniusschwaige. Was machen wir 2016? Diese und ähnliche Fragen standen auf der Agenda. Im West-Salettl (mit prasselndem Schwedenofen!) lassen sich solche Sachen gut beratschlagen: Letzten Freitag zog unsere Weingruppe 11 verschiedene Gewürztraminer auf. Dafür benötigt man ausreichend Geschmacksneutralisierer … Diese drei machten das Rennen: 2004er Altenbourg Gewurztraminer von Paul Blanck/Elsass, der 2014er Nussbaumer Gewürztraminer der Cantina Tramin/Südtirol und der 2013er Gewürztraminer von Alois Lageder/Südtirol: Wer Interesse an der Weingruppe hat, kann sich hier bei Daniel Engstler melden. Am kommenden Donnerstag (11.02.) um 19:30 Uhr treffen wir uns zum erstenWeiter Lesen

Wer das Artusiana in meinem Blog sucht wird gut fündig. Seit der Eröffnung im März 2012 begleite ich Katia Garellis wohltuendes Wirken. Umwege eingeschlossen. Nun gilt es von einer Veränderung zu berichten! Ich bitte dazu aber zunächst um Geduld … Ein leider vernachlässigtes Thema sind Kindergeburtstage. Genauer: Essen auf Kindergeburtstagen. Es ist erstaunlich wie oft die Liebsten dabei das Schlechteste bekommen … Gerne würde ich in diesem Zusammenhang den 64 Grundregeln Essen von Michael Pollan eine weitere hinzufügen: Was Dir von einem Clown gereicht wird, ist kein Lebensmittel! Bisher wurden bei uns alle Wiegenfeste selbst bekocht. Dieses Jahr lockte Neuland. Selbst ist der Bub, das Mädchen! Eine Achterbande. Im Artusiana. Motto: Very Happy Meal: Gut. Sauber. Fair. … Extra. Prima. Good. Danke Katia! Die am Anfang angesprochene Veränderung fehlt noch.Weiter Lesen

Wirte und Produzenten zu finden, die im Sinne von Slow Food gut, sauber und fair arbeiten, ist die Aufgabenstellung des Produzenten– und Genussführers. Letzterer ist schon weit gediehen (Buch, 2. Ausgabe!), Ersterer (Mammutaufgabe!) steckt noch in den Kinderschuhen. An beiden Projekten arbeitet Slow Food Ingolstadt leidenschaftlich mit. Will man vor seiner Haustüre kehren, sollte man wissen, wo diese ist. Selbstbewusstsein ist gefragt: Für welche Region ist Slow Food Ingolstadt ganz konkret verantwortlich? In sehr freundschaftlicher Abstimmung mit unseren Nachbarconvivien (das sind im Uhrzeigersinn: Nürnberg, Niederbayern, München, Augsburg und Altmühlfranken) wurde die Frage beantwortet. Im Ergebnis bestätigten sich territorial zunächst 95% der seit Jahren gelebten Gefühlslage. Und en passant kam heraus, dass es nach Osten hin keine gemeinsame Grenze mit Slow Food Regensburg-Oberpfalz gibt … schade eigentlich. Zu Slow Food Ingolstadt gehörenWeiter Lesen

„Was ist ein gutes Lebensmittel?“ Der Titel des aktuellen Slow Food Magazins. Für Slow Food ist es gut, sauber und fair. Das bedeutet guter, natürlicher Geschmack – ökologische Nachhaltigkeit bei Urerzeugung, Verarbeitung und Genuss – sowie gerechte Teilhabe/Entlohnung aller an der Wertschöpfung Beteiligter. Der Regionaltisch Eichstätt von Slow Food Ingolstadt hat sich vorletzte Woche zum Kriterium „gut“ ein ganz besonderes Essen hingelegt: Pizza! Merke: „You can’t make everyone happy. You are not pizza.“ Wie kommt der Mensch auf den Geschmack? Zur Schulung der Sinneswahrnehmung ist ein Mittel der sensorische Vergleich einer Vielzahl von Produkten einer Gruppe. Ich mache das sehr gerne, um mein geschmackliches Koordinatensystem zu pflegen und zu entwickeln. Siehe z. B. Weißwurst, alkoholfreies Weißbier, Schweinshaxe, griechischer Joghurt, Krapfen, Lebkuchen oder Karottensaft. Unter dem Motto „Pizza ante portas“ beliefertenWeiter Lesen

Als ich bei der kürzlich tosenden Mai-Sause des Ingolstädter Stadttheaters die vielen Menschen beim Picknick halten beobachtete, fiel es mir wieder brennend ein: Ich brauche noch eine weiße Hose! Am kommenden Samstag – 20. Juni 2015 um 19:30 Uhr – gibt es nämlich das nächste “Dîner en blanc” in Ingolstadt. Und diesmal will ich endlich dabei sein. Zur Erklärung und Einstimmung empfehle ich zunächst meinen Bericht vom letzten Jahr – hier. Die Ingolstädter Organisatoren erklären auf ihrer Website: „Wir tafeln gemeinsam einmal im Jahr an einer großen weißen Tafel in unserer Stadt. Tafeln heißt, dass wir uns bewusst gegen die McDonalds-Papp-Kultur entscheiden. Gemeinsam erleben wir einen netten Abend miteinander und haben dabei nicht selten einen völlig fremden Tisch-Nachbarn. Wir zeigen, dass es ein solches gemeinsames Dîner nicht nur in FilmenWeiter Lesen

Nachtrag zur Veranstaltung “Slow Food – aus 20 + 1 Perspektiven” im Ingolstädter Museum für Konkrete Kunst (Vorbericht und Erklärung). Es war ein informativer, ein kurzweiliger, ein genussvoller Abend! Aus diesen zwanzig Blickwinkeln haben wir die Bewegung Slow Food und ihre Ideen anschaulich gemacht: Slow, Carlo Petrini, gut, sauber, fair, regional, saisonal, global, Handwerk, Kochen, Koproduzent, Ess- und Tischkultur, Genuss, Arche des Geschmacks, Genussführer, Youth Food, Teller statt Tonne, Geschmacksbildung, Terra Madre und Convivium. Allen Vortragenden ein leidenschaftliches Dankeschön! Nicht wenige haben zum ersten Mal vor so vielen Menschen gesprochen. Jeder hat das auf seine ganz persönliche Weise prima gemeistert. Und damit sympathisch auch ein grundlegendes Anliegen von Slow Food nachdrücklich bemerkbar gemacht: Die Vielfalt. Ein weiterer Dank geht an Dr. Simone Schimpf (Direktorin) und Miriam Fuggenthaler (Kuratorin). Für dieWeiter Lesen

Toskana an der Schutter – Klappe die Zweite! Nach der Premiere im letzten Jahr (meine Notizen dazu) hatten Ingrid und Andreas Ridder – Naturmöbel-Einrichtungshaus Ridder² – erneut die Fattoria La Vialla zu Gast. Herrliches Ambiente (ein Teil des Einrichtungshauses ist im ehemaligen Gewächshaus der Gärtnerei Stern untergebracht; direkt dahinter fließt die Schutter vorbei), herzliche Gastfreundschaft, gute Leute (kein VIP-Kasperltheater) sowie kulinarische Köstlichkeiten (die Fattoria ist Slow Food Mitglied in Italien und wird seit 1978 biodynamisch (Demeter) bewirtschaftet) – doch, ich habe schon schlechtere Tage erlebt … Gleich zwei neue Entdeckungen waren für mich dabei. Der ungefilterte „Barriccato Bianco“ 2013 (70% Chardonnay, 30% Malvasia). Verträgt (verlangt gar) einen eiskalten Auftritt – Sommerköstlichkeit: Und für das süße Leben: „Stracci“. Ein feines Gebäck aus Vollkornmehl, Rohrzucker, Weizenmehl, Rotwein, Olivenöl Extravergine von La ViallaWeiter Lesen

Es gibt eine Frage, zu der ich ein durchaus doppelbödiges Verhältnis habe. Sie lautet: „Was ist eigentlich Slow Food?“. Freude! Da will jemand etwas über diese wunderbare Bewegung wissen, die ich so sehr schätze. Bedenken! Wie erkläre ich in Kurzform – zumeist zwischen Tür und Angel – die Vielfalt und den Reichtum ihrer Ideen? Aus Anlass der aktuellen Ausstellung der Berliner Künstlerin Stephanie Senge – „Jetzt noch mehr Inhalt!“ – im Ingolstädter Museum für Konkrete Kunst (MKK) erreichte Slow Food Ingolstadt die Anfrage, ob man dabei mit einem Beitrag mitwirken wolle. Schöne Idee – aber gerne! Nach kurzer Überlegung entstand der Entwurf “Slow Food – aus 20 + 1 Perspektiven”. Dazu werden Mitglieder (vom 11-Jährigen über die Bio-Wirtin bis zum Bäcker- und Metzgermeister) aus unserem Convivium mit 20 individuellen KurzbeiträgenWeiter Lesen

Mit Kartoffelsalat und Apfelkuchen zum Nachtisch. Uwe Rühl – Genussführerwirt im Köschinger Waldhaus – lud dazu die Ingolstädter Slow Food Kochgruppe in seine Küche ein. Mit dabei: Metzgermeister Gerhard Schmidt aus Mendorf. Im Wurstbrät: Wildschwein, Reh, Damwild (alle aus dem Köschinger Forst) und für das Fett Hausschwein (bio). Bei zwei Varianten gaben wir einmal frischen Bärlauch und einmal scharfe Paprika dazu. Letztere Würste kamen in den Buchenrauch. Mitkochen? E-Mail schreiben. Herzlichen Dank Uwe!

Charles Philip Arthur George – Prince Charles – werden nicht viele auf der Rechnung haben, wenn es umnachhaltige Landwirtschaft geht. Eine Lücke! Der Mann leistet nämlich auf diesem Gebiet Beachtliches. Bereits 1985(!) stellte er seine im Herzogtum Cornwall gelegene „Duchy Home Farm“ auf biologische Bewirtschaftung um. 1990 gründete Prince Charles die Marke „Duchy Originals“. Unter diesem (Bio-)Label werden (auch) Produkte der „Duchy Home Farm“ vermarktet. Es sind (auch) die berühmten Kekse darunter. Dieses sehr feine Koch- und vor allem Warenkundebuch ermöglichte es mir Prince Charles bereits vor Jahren „richtig einzusortieren“ – wie auch schon einmal – hier – seine Mutter: „Ich hoffe, dass das Duchy Originals Kochbuch dazu beiträgt, dass sich mehr und mehr Menschen darüber Gedanken machen, was sie essen und woher ihre Nahrungsmittel kommen. Und natürlich wünsche ichWeiter Lesen

Schon drei Wochen her – aber der Erwähnung wert! Die Beteiligten sind durchweg gute, frische Bekannte in meinem Blog. Allen voran Katharina Seiser (esskultur). Sie versammelte in München die drei Autoren ihrer „vegetarisch“-Reihe – Meinrad Neunkirchner (Freyenstein), Stevan Paul (NutriCulinary) und Claudio Del Principe (Anonyme Köche) – um die Töpfe. Weil es hier so schön passt, mal wieder das Zitat von Jürgen Prochnow in “Das Boot“: “Gute Leute muss man eben haben. Gute Leute!” Ein genussvoller Abend nahm seinen Lauf. Katharina entlockte dem kochenden Trio allerhand Kurzweiliges über die jeweilige Länderküche und das Entstehen der Bücher. Es gab Fenchelsalat mit Orangen und Oliven-Crostini (Seite 131/Italien), Himmel & Erde (Seite 132/Deutschland) und Topfenknödel auf Hollerröster (Seite 251/Österreich). Kein Streichergebnis! Am Ende galt es trotzdem den Tagessieger zu wählen – die Veranstaltung hatteWeiter Lesen

Mitte November 2014. Nördliche Hallertau. Milder Spätherbst. Zwischen den leeren Hopfengärten blüht der Senf. Rauke wird gezupft, frischer Kren gerieben, Majoran und Zwiebel (Höri Bülle – Slow Food Archepassagier) geschnitten. Verschiedene Brotsorten gehen auf. Feine Bierflaschen ploppen. Köstliche Zwetschgen-Chutneys warten. Auf dem Feuer, im Kessel: Allerlei (Kronfleisch, Zunge, Leber, Herz) vom Murnau-Werdenfelser Rind (Slow Food Archepassagier; Danke an Ulla und Franz Eller sowie den Neuburger Neuwirt). Kurz: Slow Food Ingolstadt (Kochgruppe) war wieder einmal zu Gast bei Matthias. Was für ein Nachmittag/Abend! Danke!! Das Folgende ist selbsterklärend. Bis auf das letzte Bild. Wobei – an solchen Kraftplätzen darf mit allem gerechnet werden: … … …

Zuallererst ein herzliches Dankeschön an die Brüder des Kapuzinerklosters Ingolstadt. Für ihre tolle Gastfreundschaft! Wie schon zum fünfjährigen Bestehen von Slow Food Ingolstadt waren wir auch letzten Sonntag bei ihnen bestens aufgehoben. Willkommener Besuch aus einer besonderen Genussregion hatte sich angekündigt: Demeter-Winzer Michael Andert und Fleischhauer (so heißen die Metzger in Österreich) Martin Karlo. Beide sind Mitglieder bei Slow Food Burgenland und kommen aus Pamhagen. Die kleine burgenländische Gemeinde liegt zwischen dem Nationalpark Neusiedler See – Seewinkel und der ungarischen Grenze. Während Andert uns kurzweilig seine Weine und deren Lebensräume nahebrachte, schmurgelte Karlo in der Küche. Graues Steppenrind, Wasserbüffel und Mangalitza Schwein. Die stetig erfreulichen Ergebnisse von dort führten regelmäßig zum Öffnen neuer Flaschen. Das Genuss-Karussell drehte viele Runden … Im Besonderen hat sich Karlo dem Grauen Steppenrind verschrieben. DieWeiter Lesen

Fünf gute Nachrichten: 1. An Michaeli (Montag, 29. September 2014) erscheint der neue Slow Food Genussführer 2015. Es ist seine zweite Ausgabe (Erstausgabe). Das neue Gwand: 2. Im Vergleich zur Erstausgabe sind 126 neue Wirtshäuser dazu gekommen (23 sind rausgefallen). 3. Der Preis = 19,95 EUR ist gleich geblieben. 4. Es wird einen Genussführer 2016 geben. 5. Slow Food Ingolstadt steuert eine Neuaufnahme bei und hat damit diese sechs Wirtshäuser im Buch. Im Genussführer gelistete Genussstätten erkennt man am Aufkleber (klebende Wirte 1 und 2). Wer Vielfalt und Regionalität wertschätzt, kauft das Werk selbstverständlich beim lokalen Buchhändler (Motto: Essen was man schützen will – dort kaufen was man bewahren will – leider, leider macht am 31.12.14 die Thalia-Buchhandlung in der Fußgängerzone zu …). Unser Neuzugang? Das Gasthof Bauer in Rieshofen!Weiter Lesen

In der letzten Donaukurier-Beilage „Der Sonntag“ (9./10.08.) findet sich ein Bericht über das Picknick-Phänomen „Dîner en blanc“: Ich habe immer schon damit geliebäugelt, einmal an einem solchen teilzunehmen. Gemeinsames, lustvolles Tafeln – so viele offene Türen kann man bei einem Slow Foodler gar nicht einrennen! Freilich würde ich neben der weißen Garderobe besonders darauf achten, dass vor mir gutes Essen und Trinken steht … Das besondere Picknick ist eine Domäne der (weltweiten) Großstadt. Laut Donaukurier finden sich aber in unserer Region ebenfalls Tafelrunden zusammen. So wird aus Neuburg und Berching berichtet. Allein in Ingolstadt … Dabei gibt es seit 2009 einmal im Jahr vor Ort ein Abendessen in Weiß. Den Fotos nach fand dieses bisher abwechselnd im Planetenpark (Schlosslände), im Park vor dem Christoph-Scheiner-Gymnasium und im Park neben dem HerzogskastenWeiter Lesen

Irgendwann hält man zum ersten Mal einen Warenkatalog der Fattoria La Vialla in Händen. Nicht wenige dürften ihn nach dem Durchblättern mit der vollkommen nachvollziehbaren aber trügerischen(!) Erkenntnis – „Das ist ja alles gar nicht wahr“ – zur Seite legen. Zu schön um … Ich bestellte trotzdem. Wirkung: Seit ungefähr sieben Jahren vertrauen wir in der heimischen Speisekammer auf mindestens eine Grundausstattung von Produkten – Olivenöl, Pasta und Torbolone (= Cuvée aus Sangiovese, Cabernet Sauvignon und Merlot) – des in jeder Hinsicht mustergültigen Landguts der Familie Lo Franco. Weil der Zweifel aber die dicksten Bretter durchnagt, sind wir im Mai 2010 für eine Woche in die Toskana gefahren um zu begreifen. Nach Castiglion Fibocchi, gute 10 km nord-westlich von Arezzo gelegen. Unsere herrliche Unterkunft auf dem Anwesen, eine Wohnung imWeiter Lesen