Endlich Griechenland – 2018

Es gibt Lücken, die sollte man schließen. So war ich zum Beispiel noch nie in Griechenland. Eine große Lücke! Philosophie, Geschichte, Architektur, Kunst, Natur, Geographie, Gesichter, Essen und Trinken. In vielen Lebensjahren hat sich dazu allerhand Kopfkino angesammelt. Und wir wollen die Gefühle nicht vergessen – ganz spontan: „Alexis Sorbas“, „Griechischer Wein“ und „Irgendwann bleib i dann dort“. Im Blog ging Griechenland schon mehrfach durchs Bild. Unter anderem bei einer besonderen Slow Food Festivität und beim Test Griechischen Joghurts. Diverse Weinproben warten noch auf eine Veröffentlichung. Und ein großer Feta-Test vor einigen Wochen – mit 20(!) verschienen Exemplaren. Letzterer diente auch der Pflege meiner Vorfreude. Denn letztes Jahr konnte ich die Hellas-Lücke endlich schließen. Es war unvergleichlich… Und schließlich sollte alles gesagt sein, wenn ich verkünde – noch diesen August geht es genau wieder dorthin!

Eine Insel sollte es sein. Übersichtlich – nicht zu groß. Mit sehr wenig Touristen. Und faktisch keinen Autos. Mit abwechslungsreichen Küsten. Grün. Ruhig und slow. Event- und nightlifefrei. Eine familiengeführte, kleine Unterkunft. Echte Wirtshäuser mit frischer, einfacher Küche. Ein Pool. Für die Nacht eine Klimaanlage. Platz zum Boulespiel. So etwas gibt es eigentlich nicht (mehr). Soviel werde und darf ich verraten: Doch!

Bitte nicht böse sein – aber mehr Infos gibt es nicht. Ganz im Gegensatz zu sonst… Ich habe es meinem Tipp-Geber versprochen.

Noch eine kleine Geschichte zum Insel-Tempo: Es gibt eine feine, handwerklich arbeitende Bäckerei dort. Ich wollte von der Familie ein Foto machen. Jeden Tag fragte ich beim einkaufen danach. Und jeden Tag erwiderten sie höflich, dass sie darüber noch keine Entscheidung gefällt haben. Einmal erklärte mir der Bäcker: „Michael – you have to understand – we are slow people“. 🙂 Kurz vor Ende des Urlaubs präsentierten sie sich eines Morgens freudestrahlend zum Gruppenbild. Danach baten sie mich, das Foto bitte nicht auf meinem Blog zu posten. Ihr werdet es also nicht finden.

Ich pflege dann mal weiter meine Vorfreude:

Nach Athen gab es nur einen kurzen Abstecher. Mit sportlichem Schwerpunkt (Panathinaiko-Stadion) und sehr kurzer Nacht. Der Chef des zufällig entdeckten (durchaus empfehlenswerten) Gyros-Ladens Kalos Tous schaut aus wie der junge Manfred Krug und hat einige Jahre bei einem Griechen in Beilngries(!) gearbeitet.

Von echten Liebhabern

Leben im Einklang mit den Jahreszeiten. Warten können! Auf Lebkuchen, Kirschen, Tomaten, usw. Dem echten Liebhaber von Erdbeeren schlägt erst dieser Tage das Herz bis zum Hals. Er behielt einen kühlen Kopf als man ihn verarschen und veräppeln wollte. Und ließ auch die bereits seit vielen Wochen von nicht wenigen Bäckern angebotenen Erdbeerschnittchen links liegen. Liebhaber die etwas auf sich halten, vermeiden den ejaculatio praecox…

Seit gestern gibt es hingegen ein untrügliches Zeichen zum Anker lichten: Das hochverehrte mundgerecht bietet seine ersten Erdbeer-Köstlichkeiten an. Die können warten. Und wissen warum! Gewachsen in Ingolstadt. Unter freiem Himmel. Plastikfrei. In Bioland-Qualität. Aus dieser feinen Quelle. Eine gelungene Mittagspause!

Und auch hier kann man warten: Beim hochgeschätzten Spargelhof der Familie Rehm im Schrobenhausener Land. Anbau ohne Plastikfolien. Zeit für Geschmack und Nachhaltigkeit! Mit ihnen haben erfreulicherweise auch Gastwirte die Ruhe weg – was bei leider viel zu vielen hochnervösen Gästen tatsächlich unter Mut zu buchen ist. Dazu gehören z.B. der Gasthof Stark und das Köschinger Waldhaus. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Landidee (Mai/Juni 2019) gibt es zur schmackhaften Zusammenarbeit der Rehms mit den Starks einen schönen achtseitigen(!) Bericht (Auszug).

Und jetzt haben sie es sogar auf das Titelbild(!) und in die Rubrik „Food Hero“ der druckwarmen Ausgabe des Slow Food Magazins 2019/03 geschafft – ich freue mich sehr für Euch!

Lebkuchen 2018

In bewährter Umgebung (Gewächshäuser der Gärtnerei Trögl) gab heute die Bäckerei Erhard für 2018 den Startschuss in die Lebkuchensaison:

Die Meldung hat Tradition – siehe 2014, 2015, 2016 und 2017. Zu den wichtigsten Fragen: Welche Sorte gibt es neu? Mocca-Vanille:

Ein guter Wurf! Mit kleinen Splittern von Kaffeebohnen. Ausgelaufen sind dafür Cocos-Mango (ganz persönlich: Macht nix) und der Neuling vom letzten Jahr – Kürbis-Chili (ganz persönlich: Himmel, Herrgott, Sakrament – der wird mir fehlen!). Gut, dass es diesen immer geben wird:

Spezialwissen: Schon gemerkt? Die Sorte Mohn wechselte letztes Jahr von weißer Schokolade zu Zartbitter.

Ab morgen gibt es die Lebkuchen in allen Erhard-Filialen. Ich warte brav bis zur Adventszeit 😉