Gute Freunde sind gerade auf dem Weg – für einige Tage ins Berchtesgadener Land und nach Salzburg. Die letzte Zeit löcherten sie mich mit Fragen nach Empfehlungen. Für gewöhnlich verweise ich dann einfach auf einen entsprechenden Bericht hier im Blog. Weil es einen solchen für diese Ecke aber bisher nicht gab, habe ich auf die Schnelle ein bisserl was zusammengebastelt. Da fehlt noch so einiges – für den Moment soll es aber reichen; ich lege mich jetzt in die Sonne 😉 Die Fotos entstanden allesamt im August 2015. Zum Berchtesgadener Land mache ich es mir einfach. Hier findet sich eine Aufstellung aller Genussreisen im Slow Food Magazin ab 01|2014. Und siehe da – in der Ausgabe 02|2017 wird man fündig! Slow Food-Mitglieder bauen diese Quellen obligatorisch in ihre Planungen ein.Weiter Lesen

Mein letzter Bericht über Spargel ist tatsächlich schon etwas her – Anfang Mai 2020. Neben einer Salsa ging es darin auch um Rindviecher und Störche. Was sich seither zur Thematik ereignete, folgt sogleich: ein kleiner Spargeltest, gute alte Bekannte im Schrobenhausener Land, eine Neuentdeckung im Abensberger Land und der erste Spargel in der Arche des Geschmacks. En passant. Mein allererster Bericht auf extra prima good – vor fast genau elf Jahren am 15. Mai 2011 – hatte den Titel … Spargelzeit. Es tut gut, wenn der Schmerz nachlässt. Darum beginnen wir hässlich. Mit einer Plastikorgie. Eingefangen exemplarisch im Schrobenhausener Land 2019. Niemand braucht so etwas, wenn er kurz nachdenkt und wenn er warten kann. Es ist genau so einfach. Nebenbei bemerkt – der Rohstoff von Plastik ist Erdöl. Die HerstellungWeiter Lesen

Auf der Suche nach Naturdenkmälern radelte ich im Ingolstädter Süden herum. Zwischen Winden und Zuchering – mehr als versteckt – entdeckte ich einen Wegzeiger zu einem Biohof. Einem mir bisher unbekannten Biohof … das Beste im Leben ist sowieso, sich ständig selbst zu überraschen! Wenige Minuten später war ich bereits im lebendigen Gespräch mit Simon Kuttenreich. Vor uns seine Schweine, auf Stroh, in der frischen Luft, die mit ihrem Ringelschwanz wedelten – dummerweise eine Seltenheit. Seit 2016 ist der Biohof Kuttenreich auf ökologische Bewirtschaftung (Naturland) umgestellt. Gerade einmal 0,7 Prozent (2020) der Schweine in Deutschland dürfen so Leben. Dummerweise. Es besteht ein Hofladen (Fleisch gibt es nach Vorbestellung). Irina Kuttenreich ist Kräuterpädagogin. Die schöne Quelle habe ich sogleich auf meinem Einkaufszettel vermerkt. Am nordöstlichen Ortseingang von Unsernherrn erfreut dieser HinweisWeiter Lesen

Zurückhaltung und Verzicht als Quelle für einen besonderen Genuss. Das ist dem gegenwärtigen (seit 2. April) islamischen Fastenmonat zu verdanken. Ich spreche natürlich von meiner großartigen Entdeckung der Bäckerei Güroglu im letzten Jahr – bitte schaut. Der Clou: nur während des Ramadan ist diese für die Öffentlichkeit zugänglich und man kann hier ein speziell gebackenes Fladenbrot (neben anderen Leckereien) erstehen. Gute Stimmung im Verkaufsraum. Was für ein Duft! Was für eine Textur! Was für ein Geschmack! Noch bis zum 1. Mai … Und dann erst wieder ab 23. März 2023. Ramadan Mubarak!

Damals, beim Weißwursttest, fiel mir erstmals so richtig auf, wie viele Ingolstädter Metzgereien gar nicht mehr da sind … Wenigstens an einem Ort – hier – wollte ich an sie erinnern. Es entstand eine Liste aus dem Gedächtnis. Das Ende der Bäckerei Buchberger erinnerte mich daran, dass eine Aufzählung der verschwundenen Ingolstädter Bäckereien ebenfalls angebracht wäre. Auch für sie fand sich bisher kein Ort der Erinnerung. Ich machte mich ans Werk. Hilfe bekam ich von Lesern und insbesondere von Manfred Kloos (4. Generation Bäckerei Heiglbeck/Reichertshofen). Dieser ließ mir die Mitgliederliste der Bäcker-Innung Ingolstadt-Schrobenhausen vom 28.05.1974 zukommen. Wir arbeiteten sie gemeinsam ab. Danke! Zwischenzeitlich brachte ich auch das Verzeichnis der Metzgereien weiter voran – behilflich war hier Metzger Joseph Huber – Danke! Und dann ergab sich eine großartige Gelegenheit. Ein gemeinsamesWeiter Lesen

Dieser Post wird fortlaufend aktualisiert. Der Anlass dieser Notiz ist ein trauriger. Das kürzliche Ende der Bäckerei Buchberger (Alstadtbäckerei). Ein Verlust! Wer mir eine neue Quelle für gute, handwerklich gemachte Volksfestbrezen verraten will – er soll bitte nicht zögern. Ich gebe meinem zeitweiligen Bäckerei-Blues bei einem Blick in den Rückspiegel noch ein bisserl Raum. Die älteste, mir bekannte Bäckerei in Ingolstadt befand sich in der Proviantstraße 1. Es ist die ehemalige Kriegsbäckerei des königlichen Proviantamtes. Deren Verlust, zumindest als Kriegsbäckerei ist freilich zu begrüßen. Bei mir um die Ecke gab es die Bäckerei Westenthanner. Sie verschwand Mitte der 70er Jahre. Eine schöne Hausinschrift erinnert an sie. Der Wegfall der Bäckerei Feigel hat mich versuchen lassen, die Zeit zurückzudrehen. Es ist tatsächlich – seht selbst – gelungen! Die Bäckerei Wöhrl warWeiter Lesen

In der Ingolstädter Kanalstraße 14 befindet sich die Altstadtbäckerei der Familie Buchberger. Eine meiner Quellen für Glattsemmeln, Baguette, Krapfen (Platz zwei in meinem Test) und Nusshörnchen. Vor allem aber für Brezen – gerne in Form ihrer großen Volksfest-Exemplare. Seit Monaten ist die Bäckerei jetzt schon geschlossen … Erinnerlich ist sie nicht mehr aus der Sommerpause 2021 gekommen, bin mir da aber nicht ganz sicher. Zu Anfang konnte man noch durch das Fenster schauen. Dieses ist zwischenzeitlich abgeklebt. Fällt in China der berühmte Sack Reis um, gibt es dazu Breaking News und gelegentlich Sondersendungen. Zur Altstadtbäckerei gibt es … nichts. Die Website ist – Stand heute – online und verspricht „Öffnet am Montag um 06:00“. Schön wärs! Genau gegenüber, in der Kanalstraße 3, haben wir 2009 bereits diesen schweren Verlust hinnehmenWeiter Lesen

In dieser Jahreszeit zieht es mich mächtig nach Mittelfranken. Sehr gerne in Begleitung meines Freundes Gunter. Uns verbindet das Wissen um dessen Schätze. Exemplarisch folgen zwei Ausritte. November 2016 und November 2021. 2016. Freitag ist Wochenmarkt in Treuchtlingen. Dort präsentierte Bernhard Hecht gute Tropfen aus seiner Brauerei in Pappenheim|Zimmern – Hechtbräu. Einer der besten Bäcker – überhaupt. Arnd Erbel. Seine Backstube findet sich in Dachsbach. (Auch) ein Lebkuchenmann. Der Höhepunkt. Karpfenessen! Ein Hochgenuss. Man kann dem viel Würde geben. Mitten im Aischgrund. Wir sind gleich zwei Mal eingekeht. Im Brauerei-Gasthof Zwanzger. Und in die Braugaststätte Prechtel. Jeweils in Uehlfeld. 2021. Bäckerei Arnd Erbel. Natürlich. Karpfenessen. An einem der besten Plätze dafür – überhaupt. In der Fischerei der Familie Oberle in Kosbach. Natürlich im Slow Food Genussführer aufgenommen. Eine gute BratwurstWeiter Lesen

Wie schon bei Piemont 2018 offenbart – die Zeit vor Ort vergeht vornehmlich mit Weinproben, die durch häufige Nahrungsaufnahmen unterbrochen werden … Man muss schließlich auch mal auf ein Opfer verzichten können! Zunächst am Irschenberg (ein Klassiker Richtung Süden) und dann in Südtirol gab es Zwischenstopps. Mein Notizbuch berichtet: Dinzler (Café/Restaurant|Irschenberg)|Manincor (Weingut|Kaltern)|Tröpfeltalhof (Weingut|Kaltern)|Il Cortile (Agriturismo/Osteria|Diano d’Alba)|Cascina Ballarin (Weingut|La Morra)|Brandini (Weingut|La Morra)|Repubblica di Perno (Osteria|Monforte d’Alba)|Ca’ d’ Gal (Weingut|Santo Stefano Belbo)|Local (Osteria/Laden|Bra)|Silvio Grasso (Weingut|La Morra)|Boccondivino (Osteria|Bra)|La Lanterna di Diogene (Osteria|Bomporto)

Im Herbst pflege ich für gewöhnlich einige Tage im Piemont zu verbringen (2011|2014). Genauer gesagt, darf ich meinen Freund Moni begleiten, der dieser Tradionen schon länger frönt. Die Zeit vergeht vornehmlich mit Weinproben, die durch häufige Nahrungsaufnahmen unterbrochen werden. Das Piemont ist dafür vortrefflich geeignet. 2020 waren wir nicht dort. Aber 2018 und 2019. Zum Vorglühen auf ganz bald, genehmige ich mir einen Blick in den Rückspiegel. Ohne viel Worte. Zu Beginn gelang gleich ein Glückstreffer. Auf dem Campus der von Slow Food gegründeten, weltweit ersten Universität der Gastronomischen Wissenschaften (Università di Scienze Gastronomiche di Pollenzo) trafen wir Carlo Petrini – den Gründer der Slow Food Bewegung. Mein Notizbuch berichtet: Local (Osteria/Laden|Bra)|Silvio Grasso (Weingut|La Morra)|Dacapo (Weingut|Agliano Terme)|Ca’ d’ Gal (Weingut|Santo Stefano Belbo)|Cascina Ballarin (Weingut|La Morra)|Da Gemma (Osteria|Roddino) Danach ging esWeiter Lesen

➜ Schnipsel 47 Goldener Oktober. Heimfahrt von einer Wanderung im Altmühltal. Aufgemerkt – in der Gegend um Wellheim warten in der Regel Augenweiden. Arrangements der Familie Hiermeier. Schaut unbedingt mal hier. Und so auch diesmal. Ein Ölfeld. Vollbremsung. Mittendrin habe ich dann sogar den Regisseur persönlich getroffen: Markus Hiermeier. ➜ Schnipsel 48 Lebkuchen 2021. Welchen hat die Bäckerei Erhard neu im Programm? Chili-Kirsche. Welcher musste dafür gehen? Banane-Curry. Welcher schmeckt mir am besten? Elisen. Gerade geholt – ab November geht das schon … ➜ Schnipsel 49 Die letzten beiden Quitten 2021 aus dem Klostergarten der Ingolstädter Kapuziner. Für ein Marokkanisches Lamm … ➜ Schnipsel 50 Erweiterung meines Einkaufszettels. Mit Eiern und Kartoffeln (unter anderem Linda): Wolkertshofener Mühle 3, 85128 Nassenfels/Wolkertshofen/Tel_08424-8856249, Familie Eva und Markus Husterer. Bioland! ➜ Schnipsel 51 Salz,Weiter Lesen

Eine von mir regelmäßig aufgesuchte Wasserstelle im Internet ist das Tagebuch von Vincent Klink. Eine Empfehlung von ihm brachte mich zu den großartigen(!) Kochgenossen. Und bei diesen sprang mich dann das Estragon-Henderl an. Und wie! Man kennt das gelegentlich ja. Aus dem Nichts heraus entsteht ein Bedürfnis, das hartnäckigst nach Stillung verlangt. In meinem Fall übermannte mich sogar eine wahrliche Sehnsucht nach Estragon. Durchaus überraschend, hatte ich doch das frische Kraut bisher nicht wirklich auf dem Schirm. Ans Werk also. Gutes Huhn aus dieser Quelle. Eine Flasche Noilly Prat (Original Dry). Den Rest der Rezeptur dürfte jeder Koch-Haushalt in Griffnähe haben. Den frischen Estragon schließlich wollte ich en passant besorgen … Haha! Kein Markttag. Stauden Haid hat Betriebsurlaub. Das Obstkistl auch. Die Gärtnereien Trögl und Zitzelsberger haben keinen. Drei türkischeWeiter Lesen

Unser Bollerwagen steht seit viele Jahren unangetastet im Schuppen. Dieser Tage habe ich ihn rausgeholt. Er hat wieder eine Aufgabe! Hilfe bei der Nahversorgung mit einem fundamentalen Lebensmittel. Bier! Hand- und Spanndienste im eigenen Interesse. Erhellende Nebenbemerkung: Gemäß § 65 I S. 3 StVZO ist bei Bollerwagen eine Bremse nicht erforderlich. Der Franz Rottenkolber hat in seiner Altstadtbrauerei (Griesmüllers) jetzt die Möglichkeit, seine Köstlichkeiten in die Flasche zu bringen. Erster Kandidat ist erfreulicherweise sein Schutter Export. Die 12er Tragl werden aus bayerischem Holz und sozial einwandfrei gefertigt. Der Chef befüllte persönlich. Wir bollerten einmal ums Münster und die feine Fracht war geborgen.

Den dritten Fang in der kleinen Reihe werde ich kurz und knapp fassen. Der Anlass dafür ist erfreulich. Die Nachfrage von frischem (und geräuchertem) Fisch der Familie Edith und Martin Lang aus Regelmannsbrunn übersteigt nämlich nicht selten deren Angebot. Man gibt sich deshalb sehr zurückhaltend. Im positiven, maßvollen und bescheidenen Sinne. Doch nicht jeder Hinweis wird vermieden – siehe die Listung der Forellenzucht Lang bei „Köstliches vom Lande“. Und natürlich stehen sie auf meinem Einkaufszettel! Regelmannsbrunn ist ein Weiler bei Böhming im Altmühltal. Die köstlichen Forellen und Saiblinge gedeihen im Wasser einer Quelle, die danach der Altmühl zufließt. Es sind bayerische Fische. Die befruchteten Eier kommen aus der Oberpfalz. Für heute – alles gesagt. Und fast gezeigt. Zum ersten Mal „Mojo verde“ (Koriandersauce von den Kanarischen Inseln) gemacht: RRR!!! zumWeiter Lesen

Unter der sehr achtsamen Fürsorge und Pflege der Gebrüder Florian und Philipp Sochatzy – und deren Lieben – entstehen in Eichstätt geistreiche Köstlichkeiten. Man richte seinen Blick zur weiteren Erhellung nach hier. Ihre jüngste Kreation in der Flasche vereint namentlich gegenwärtiges Ritual mit Hoffnung: „Gin Zi Dance“. Im Untertitel: „Nach allen Abstandsregeln der Kunst“: Sie begleitet die soeben gestartete gleichnamige Tour der niederbayerischen Hip-Hop Buben von Dicht & Ergreifend und dient als Dance-Schmiermittel um (“ … den Inzi-Dance-Wert durch die Decke drücken“). Der Gin hat neben Wacholder diese Botanicals an Bord: Pfirsich, Cacao, Holunderblüte, Orange und Grapefruit. Sehr fein geworden! So fein, dass ich damit einen Gin & Tonic nicht empfehle. Pur entspricht seinem Talent. Seine Nase? Irgendwann konnte ich sie benennen: Riecht wie eine frisch aufgeschnittene Sachertorte! Wer will?Weiter Lesen

Alles hat seine Zeit. Man hat gewöhnlich ein gutes Gespür dafür, wann es soweit ist. Dieses gilt es zu pflegen. Und zu schützen – vor Verdrängung und Bullshit. Ein guter äußerer Indikator ist die Reife der Wald-Erdbeere. Sie ist – selbst im Garten – soweit: Die Referenz für Erdbeeren auf Feldern liegt in Ingolstadt beim Biohof Hundszell (Bioland). Die Standorte 2021 sind in Hundszell (Zufahrt über „Am Euler“ nördlich Gut Winkelacker), an der Gerolfinger Straße (Spitzlmühle links) und oberhalb von Mailing (Kreisverkehr B 16a Richtung Interpark). Das Zeitfester ist offen. Ganz wunderbar ist es zu beobachten und zu genießen, wenn Veredler genau das abwarten und uns aus dieser Quelle mit ihren Kreationen daraus beglücken. So schon immer das mundgerecht mit diesen Erdbeer-Tartes. Und – bis die Saison vorüber ist – das diagonal.Weiter Lesen

Das wichtige Projekt „Arche des Geschmacks“ der Slow Food Stiftung für Biodiversität schützt weltweit regional bedeutsame Lebensmittel, Nutztierarten, Kulturpflanzen sowie traditionelle Zubereitungsarten vor dem Vergessen und Verschwinden. Nicht so oft schützt es sich angenehmer. Der rote Faden dafür lautet nämlich schlicht: Essen, was man retten will! Macht das niemand, verschwinden die Dinge … Dieser Tage gab es Gelegenheit gleich zwei Arche-Passagiere kennenzulernen. Schon ewig stand bei mir der Allgäuer Weißlacker auf der Liste. Eine Strafverteidigung vor dem Amtsgericht Kempten brachte mich in seine Nähe. Genauer gesagt, in den Hofladen der Allgäuer Hof-Milch GmbH in Sonthofen. Der zweite Kandidat ist das Gelbvieh. Eine – die – fränkische Rinderrasse. Deren Milch steht im Zentrum des Interesses der Familie Regus aus Dachsbach. Mit der Marke „Käse vom Fränkischen Gelbvieh“ und dem regionalen HerkunftsbegriffWeiter Lesen

Landwirtschaftlich genutzte Flächen sind mal mehr, mal weniger Augenweiden. In einer sehr frühen Notiz von mir ging die Fahrt ins Blaue. Da war die Sache klar. Und das ist sie auch, wenn es auf die Felder der Wellheimer Familie Hiermeier geht. Ob Ölkürbis, Hanf, Sonnenblumen oder Mohn – das Auge freut sich! Im Juni letzten Jahres – genau am 03.06.20 – stand ich zum ersten Mal in einem blühenden Mohnfeld. In Deutschland unterliegt der Anbau von Mohn dem Betäubungsmittelgesetz (§ 3 I Nr. 1, Anlage III BtMG). Die Bundesopiumstelle [sic!] in Köln erteilt auf Antrag für morphinarmen Sorten eine Anbauerlaubnis. Davon gibt es derzeit drei. Die Wintermohnsorte „Zeno Morphex“ und die Sommermohnsorten „Viola“ sowie „Mieszko“. Alle drei Sorten sind Blaumohne (Papaver somniferum). Familie Hiermeier (Slow Food Mitglied) nutzt den lilaWeiter Lesen

Im Arbeitsrecht gibt es die Rechtsfigur der betrieblichen Übung. Durch regelmäßige Wiederholung bestimmter Verhaltensweisen des Arbeitgebers, entsteht beim Arbeitnehmer ein schutzwürdiges Vertrauen auf die Dauerhaftigkeit dieses Zustands. Im übertragenen Sinne verhält sich erfreulicherweise seit nunmehr vier Jahren (2018/2019) – um Pfingsten herum – das Leben mir gegenüber genau so. Und ich bin jemand der vertrauen kann … Dankbar und demütig werde ich also nächstes Jahr hier über Einsichten und Erkenntnisse aus Umbrien berichten, die ich demnächst erst noch gewinnen darf. Heute gibt es eine Nachschau auf eine gute Zeit im letzten Jahr. So pflegt man übrigens auch gekonnt Vorfreude. Die Partie war durchaus geprägt von Corona-Rahmenbedingungen. Niedrige Inzidenzwerte (<3) machten die lustvolle Geschichte überhaupt erst möglich. Es sollte 2020 die einzige Reise bleiben. Und wir hatten bescheidenes Wetter. Unter AgrotourismusWeiter Lesen

Kirschblüte in Gietlhausen! Das kleine Dorf nördlich von Neuburg an der Donau hat hier wirklich etwas zu bieten. Wenn es auch in solcher Konkurrenz nicht auftaucht. Und endlich habe ich es einmal geschafft dabei zu sein. Am letzten Apriltag 2021 – zwischen Licht und Schatten. Zuvor geht es aber kurz noch ganz ins Dunkel. Ebenfalls in Gietlhausen. Hier lagern die prächtige Erdäpfel von Biobauer Alfred Reng. Die festkochende Ditta hatte er noch da. Wir deckten uns sogleich für die unmittelbar bevorstehende Spargelsaison (von plastikfreien Feldern!) ein. Nach dem Probeessen ging die Quelle sofort auf meinen Einkaufszettel. Es folgte die Kür. Flanieren, Staunen und Verweilen zwischen und unter Augenweiden. Daneben immer wieder ein Blick hinüber auf die traumhafte obere Altstadt von Neuburg. Im Juni sind die Kirschen reif. Auch das werdeWeiter Lesen

Fatih Lök ist der türkische Barber meines Vertrauens. Während der Verrichtung seiner wertvollen Dienste unterhalten wir uns oft über genussvolles Essen. Letzte Woche ging es um Fladenbrot. Ich war mir meiner Sache sicher, dafür eigentlich alle guten Quellen der Stadt zu kennen. Mein Favorit ist die türkische Bäckerei Inan in der Hindenburgstraße 20 (dort im Marka Supermarkt). You live and learn. Fatih gab mir tatsächlich noch folgenden Tipp – Danke! Er steht ab sofort auf meinem Einkaufszettel. In der Hebbelstraße 31 finden wir die Bäckerei Güroglu (Tel_0841/99328150). Ein Familienbetrieb, geführt von Canan und llkay Güroglu: Jetzt aufgemerkt! Die Bäckerei produziert ausschließlich für gewerbliche Abnehmer. Unsereiner geht da leider leer aus. Aber keine Regel ohne Ausnahme. Diese scheint dazu angenehm aus der Zeit gefallen, hat etwas wunderbar Langsames. Während des FastenmonatsWeiter Lesen

Ein kleiner Besorgungsgang in Ingolstadt. Am Pfeifturmeck bestaune ich zunächst den frisch enthüllten Erbärmdechristus. Sein Style in den letzten Monaten war schauerlich. Neu beschirmt ist er wieder ganz Blickfang. Und bin ich doch durch und durch ein Freund von Patina, so ein Kupferglanz – noch gänzlich frei von Grünspan – ist gleichwohl schön anzusehen. Weiter geht es zum Wochenmarkt. Am Käsestand von Robert Winter gilt es noch diesen Frischkäse zu ergattern. Er ist schnell ausverkauft. Langschläfer und diese Köstlichkeit haben keine Schnittmenge. Ich vertrete die feste Meinung, dass ein Besuch auf dem Wochenmarkt stets ein erfrischendes Erlebnis ist. Die Garantie für diese Erquickung rührt daher, dass es dort gleich so viele Ursachen dafür gibt. Gutes Essen, Bauern und Lebensmittelhandwerker („Shake the hand that feeds you“), Regionalität, Saisonalität, frische Luft, GeborgenheitWeiter Lesen

Ging es für den ersten Teil der kleinen Fischserie von Ingolstadt aus die Donau aufwärts, geht es heute donauabwärts. Nach Pförring. Das liturgische Jahr kennt zwei Hochzeiten für Fisch: Den Aschermittwoch (tatsächlich mein Besuchstag vor Ort!) und – tempus fugit, heute beginnt bereits die Karwoche – der Karfreitag. Der Kelsbach liefert der Fischzucht Tyroller frisches Wasser. An dieser Stelle eine Abschweifung. Der Bach entspringt als oberer Kelsbach nordwestlich von Kasing. Irgendwann versickert er – tritt aber aus der Kelsbachquelle am westlichen Ende von Ettling in einem Quelltopf wieder zu Tage. Jetzt wird es spannend. Bei dieser Quelle scheint es sich um einen Schauplatz im Nibelungenlied(!) – den „schönen Brunnen“ – zu handeln. Zum Plot: Die Nibelungen zogen durch Bayern auf ihrer Reise an König Etzels Hof. An der Hochwasser führendenWeiter Lesen

Heute geht es um Kartoffeln. Mit Erdäpfeln verwenden die Österreicher – wie nicht selten (Paradeiser!) – die schönere Bezeichnung … Ich verschmähe sie durchaus nicht. Aber sie haben es nicht leicht bei mir. Kommt z.B. Soße ins Spiel – führt an Nudeln, Reis und Spätzle kein Weg vorbei. Mein Vater sieht das gänzlich anders – er liebt Kartoffeln. In zwei Rollen glänzen die Knollen aber auch auf meinem Teller: Als Kartoffelsalat und als Pommes. Ja – Pommes. Aufgemerkt! „Sollte es etwas Köstlicheres geben als heiße, salzige Pommes mit einem eiskalten Bier – ich habe es noch nicht gefunden“ – Nigel Slater in „Einfach gut essen“. Und es gibt noch einen großen Auftritt: Bratkartoffeln! Sie kommen gleich ins Bild. Ich habe mir nämlich endlich ein Utensil gekauft, das sie vollendet. BekanntlichWeiter Lesen

Die Eröffnung als Bierbar lässt weiter auf sich warten … Dafür gibt es zwischenzeitlich ein Namensschild. Und beschriftete Zapfhähne: Daraus fließen jetzt neben Spezialbieren auch Helles (sehr gut) und Weißbier (muss ich noch einmal probieren). In der Literflasche (Growler) nimmt man den feinen Trunk mit nach Hause: Das Geld bleibt bitte vor Ort! Wenn der Laden mal richtig brummt – und wirklich erst dann – ist Zeit für die Einlösung von Gutscheinen. Auch das Schafkopfen hat das Virus auf den Bildschirm beordert. Meine Empfehlung: Eine Kombination von Videokonferenz (z.B. Zoom) und App (z.B. Schafkopf HD). Dafür passende Biere gibt es auch – von Yankee&Kraut! (63) – Fingerzeig – (65)

Erster Teil einer überfälligen Serie zu lokalen Einkaufsquellen für frischen Fisch. Aus süßen Gewässern. Die Treffer stehen selbstredend auf meinem Einkaufszettel. Zunächst wird es um Exemplare aus der Familie der Lachsfische (Salmoniden) gehen. Also um Forellen und Saiblinge. Sie benötigen sauberes, kaltes und sauerstoffreiches Wasser. Dafür sorgt z. B. die Ussel. Sie entspringt westlich von Monheim und fließt südlich von Rennerstshofen bei Stepperg in die Donau. In Trugenhofen speist sie die Gewässer der Forellenzucht Reile. Ein Familienbetrieb. Im kleinen Laden gibt es frischen ganzen Fisch (je nach Vorrat schwimmt er bei der Bestellung noch). Dazu Filets, Räucherfisch (auch als Filet) und sogar Lachsforellenkaviar. Zur Aquakultur gibt es viele interessante Fragen: Fischarten (Zucht), Wasserqualität, Besatzdichte, Hygiene, Umgang mit Antibiotika, Futter (Herkunft), Schutz vor und Abwehr von Fischräubern, Lebendtransport, Betäubung und Schlachtung,Weiter Lesen

Beim Honig mache ich es – auch für Gäste – nicht ohne Bio. Freilich unter wärmster Beherzigung von Regionalität. Unser Haus- und Familienlieferant: Bienenhof Pausch in Scheyern. Seit gestern gibt es eine weitere Quelle – in Nassenfels. Sie steht damit auf meinem Einkaufszettel. Der Imker heißt Alfons Bauer. Auf seiner Website ist er der Honigbauer. Er lebt seine Passion für Bienen bereits über 40 Jahre. Seit 2006 ist er Bioland-Imker. Im kleinen Honigladen gibt es vier Sorten. Jeweils im Glas zu 250g oder 500g: Blüten-, Akazien-, Wald- und Sommertrachthonig. Im Gespräch kündigt Bauer eine Cuvée aus Tannen- und Kastanienhonig an … Ich habe mir gestern diese drei mitgenommen: Einige Völker hat der Honigbauer im benachbarten Gietelhausen (wo die Kirschen blühen) platziert. Eine schöne Gelegenheit für die Auslage dieser Bilder vonWeiter Lesen

Zwei kurze Gedanken zum Einkauf von und zum Umgang mit Lebensmitteln: I. Sage mir, für was und wem du dafür dein Geld gibst und ich sage dir, was für eine Form von Landwirtschaft du damit unterstützt. Was wir nachfragen, wird angeboten. Begreifen wir uns deshalb als Ko-Produzenten. Nirgends haben wir so viel eigene Einflußnahme auf den Lauf der Dinge! Nehmen wir also diese Verantwortung genussvoll wahr. Essen ist (auch) eine politische Handlung. II. Sage mir, was du isst und ich sage dir, was du dir wert bist. Was ich esse und trinke, nehme ich in den Mund. Im Fortgang wird es leibhaftig Teil von mir. Eine intimere Einladung kann man nicht aussprechen! Also aufgemerkt – begegnen wir uns selbst mit Respekt – gönnen wir uns gute, echte Mittel zum Leben.Weiter Lesen

Käseeinkauf in Ingolstadt gelingt nur an einem Ort. An diesem dafür aber mustergültig. Auf dem Wochenmarkt! Allein drei reinrassige Käsehändler sind am Platz. Mit Abstand am häufigsten sieht mich von ihnen Robert Winter. Sein Stand steht am nordöstlichsten Eck: Eine köstliche Spezialität – und die will ich heute kurz hochhalten – ist sein selbstgemachter Frischkäse. Aber Vorsicht! Einmal probiert und es gibt einen neuen Souffleur im Nucleus accumbens … Zur Machart konnte ich folgendes erfahren: „Das Rezept hat sich im Lauf der vielen Jahre entwickelt. Dazu gehören Doppelrahmfrischkäse (Allgäu), etwas französischer Frischkäse (Centre-Val de Loire) bringt Säure, Oderwälder Schichtkäse (Odenwald) für die Cremigkeit, Creme fraiche aus der Normandie für den Geschmack, französische Rohmilchbutter für die Festigkeit, Salz, Tellicherry Pfeffer, rote Zwiebeln und Schnittlauch. Ich mache davon etwa 20 kg proWeiter Lesen

Beides zusammenbringen – wichtiges Anliegen der ersten „Bio Regio IN“. Heute veranstaltet von der Stadt Ingolstadt, mittendrin – da gehört das hin! – auf dem Rathausplatz. Bei Speckwetter. Kein Wunder, es wäre gerade Wiesnzeit … Der Start ist geglückt. Slow Food Ingolstadt war gerne mit dabei. Freilich ist noch einiges an Luft nach oben drin. Nächstes Jahr bitte mit mehr Breite im Sortiment und vor allem mit Gelegenheit zum Brotzeiten. Nicht vergessen: Am 27.09.2020 von 10 bis 17 Uhr findet im Bauerngerätemuseum Hundszell der alljährliche Öko-Bauernmarkt statt. Nachtrag (24.09.20): Zur Veranstaltung gibt es vom Donaukurier – hier – und vom espresso Magazin – hier – Berichterstattungen. Und noch ein Tipp – man könnte im nächsten Jahr eine zum Thema passende Verbindung zum gleichzeitig stattfindenden Wochenmarkt auf dem Theaterplatz herstellen. DerWeiter Lesen

Im Rahmen der Bio-Erlebnistage 2020 gab es am Sonntag im Ingolstädter Süden großes Kino. Zunächst nutzte ich aber die letzte Gelegenheit zum Besuch der Ausstellung „Mensch|Tier|Natur“ im Bauerngerätemuseum. Tipp! Am 27.09.2020 von 10 bis 17 Uhr findet dort der alljährliche Öko-Bauernmarkt statt. Danach – nur eine gute Minute zu Fuß vom Museum – ging es zur Probststraße 7. Hier liegt der Auenhof (Bioland) der Familie von Rebekka Roth-Meyer und Martin Meyer (Mitglieder bei Slow Food). Sie organisierten federführend eine wunderbare kleine Radltour von Hundszell zur Rosenschwaig: Entlang der Strecke (schöne neue Wege entdeckt!) warteten auf die Teilnehmer folgende Stationen: Gewächshaus, Gemüsefeld, Erdbeerfeld, Hühner-Mobilstall, Kartoffelernte, Petersilie|Rinder, Karottenernte, Rote Beete und Foodtruck|Picknick. Da steckte sehr viel Vorbereitung und Engagement drin. Aber es lohnte sich. Durchweg alle staunten ob der landwirtschaftlichen Schätze, dieWeiter Lesen

Filz aus Schafswolle – Wollfilz – ist ein herrliches Naturmaterial. Denke ich an Filz, denke ich zunächst an München. Dort in der Dienerstraße (am Marienplatz) gibt es nämlich diesen kleinen Laden, vor dessen Auslage ich immer für einen Moment verweile. Er heißt: Johanna Daimer – Filze aller Art. Ein Foto aus dem Jahr 2015 findet endlich Verwendung: München ist weit. Und das Gute liegt oft näher als man denkt. In Eichstätt zum Beispiel! Hier führen Carola Langscheid und Dunja Bauer-Knopp seit 2006 eine Manufaktur für Filzdesign: Ihr Atelier Zwirn & Zwille. Schnitt … In meinem Alltag trage ich sehr oft Flaschen. Vom Keller in den Kühlschrank zum Beispiel. Vom Kühlschrank in das Esszimmer. In den Garten. Oder zu Freunden. Vornehmlich Bier- und Weinflaschen. Und das ein oder andere Kracherl. VorWeiter Lesen

Über das in jeder Hinsicht zu empfehlende frisch&veg von Sabine Redl-Thorbeck – Slow Food Mitglied 😉 – in der Ingolstädter Schulstraße 2 will ich schon lange etwas schreiben. Rettet es mir doch fast jede Woche – zumeist dann sogar mehrmals – mein genussvolles Überleben zur Mittagszeit! Der Bericht kommt noch … Weil die Zeit drängt, gibt es zur Stunde nur diese Info: Noch bis Sonntag (21.06.) läuft für das frisch&veg ein Crowdfunding zur Finanzierung von Mehrweg-Geschirr im Pfandsystem. Das Virus hat den to-go-Verkauf (deutlich) angekurbelt. Und vor Ort – will/muss man Abstand halten – ist leider nicht viel Platz. Zur Vermeidung von Müll – großes Lob! – hat sich Frau Redl-Thorbeck deshalb etwas Gescheites einfallen lassen. Wer das unterstützen möchte, schaut und handelt bitte – hier. Heute gab es unterWeiter Lesen

Es ist Mai geworden. Die Lust auf Spargel war wirklich nicht mehr zu bändigen! Also ging es gestern bei fürwahr Aprilwetter auf Landpartie – na wohin wohl? – nach Linden zum Spargelhof der Familie Rehm. Kenner nehmen sich Zeit – auf beiden Seiten, Bauer und Kunde. Der Augenschein plastikfreier Felder ist saisonbedingt sogar Startbild auf meinem Telefon. Lagebericht von Josef Rehm: Alles – trotz Virus – gut in diesem Jahr. Die fehlende Nachfrage aus der Gastronomie wird prächtig vom Endverbraucher aufgefangen. Ein bisserl mehr Regen wäre schön. Die Serie „Beim Grasen der Rinder“ – ab hier – mahnt mich auf der Rückfahrt (endlich) auch zwei weitere tierische Sozialverbände aus dem Donaumoos aufzunehmen. Einmal die in Kaltenherberg (bei Brunnen) grasenden Galloways. Auf einer Weide tummelten sich gestern die Jung-, auf derWeiter Lesen

Eine (kleine) Fleißarbeit. In süß-sauren Zeiten. ➜ Schnipsel 16 Wir empfangen situationsbedingt physisch keine Mandanten mehr in der Kanzlei. Haben aber – Gott sei Dank – genug Arbeit. Und das Ergebnis der Stichwahl zum Oberbügermeister in Ingolstadt in einem Bild: ➜ Schnipsel 17 Er ist wieder da! Aber nur für kurze Zeit … Der wunderbare Maibock vom Riedenburger Brauhaus. Gleich zwei Kisten? Na ja – auch gleich an die Lebkuchenzeit(!) denken – siehe hier. ➜ Schnipsel 18 Auch wenn der Wohnungseinbruchdiebstahl (§ 244 I, III StGB) seit 2017 als Verbrechen (§ 12 I StGB) gilt, ist das hier (gesehen in der Altstadt) doch sehr leichtsinnig 😉 ➜ Schnipsel 19 Im Garten. Mähroboter müssen draußen bleiben! Das zeigt bienenfreundliche Wirkung: ➜ Schnipsel 20 Beim Zeitungslesen entdeckt. Die von Gerhard Schick gegründeteWeiter Lesen

Das Jahr 2020 ist noch sehr jung. Dazu passend gibt es etwas Neues in Ingolstadt. Ab +/- Mitte Januar. Dann öffnet im Neubau in der Haunwöhrer Straße 21 die „Meisterei“. Einen Fingerzeig darauf habe ich hier schon einmal gegeben. Gegenwärtig laufen die Vorbereitungen – das große Ganze ist noch nicht blickreif. Theodor Fontane sagt: „Der Zauber steckt immer im Detail“. Also dann: (56) – Fingerzeig – (58)

➜ Schnipsel 11 Die Wahrnehmung erfolgt im Vorbeifahren nur über die Augenwinkel. Das schöne Motto bliebt hängen. Wenigstens bei mir. Es könnte auch „Tits and Beer“ oder „Tits and Pizza“ lauten. Auf jeden Fall kommt es darauf an, was man daraus macht … Leider bin ich nächsten Freitag nicht in der Stadt. Es handelt sich übrigens um die Anzeigentafel (schöne alte Schule) der Kunst- und Kulturwerkstatt KAP94 in Ingolstadt – Kaponniere 94, Jahnstraße 1a: ➜ Schnipsel 12 Wie schlechter Atem verbreitet sich im Vorfeld der Kommunalwahl (15. März 2020) mal hier und mal da die aberwitzige Idee, im Westen von Ingolstadt durch den Donauauwald und/oder Gerolfinger Eichenwald eine Trasse für eine weitere Donauquerung oder Untertunnelung zu schlagen. Man muss diesen Wahn im Auge behalten – auch wenn es nur einigeWeiter Lesen

Die Beschäftigung mit Lebkuchen ist hier im Blog nichts Neues (siehe 2018). Und ja, sie kommen immer zu früh! Es ist gerade Wiesnzeit. Und vom goldenen Oktober verspreche ich mir auch noch so einiges. Wenn aber Meister Wolfgang Erhard ruft, noch dazu aus dem wunderbaren Ambiente der Gärtnerei Trögl, ja dann … Welche Premiere stand für die heurige Saison an? Mein Vorschlag dafür im Frühling ist jedenfalls durchgefallen. Noch. Der kommt irgendwann, da bin ich mir sicher … Der Neuling kann sich trotzdem schmecken lassen – sehr gut sogar! Meine Lieblingssorte – Elisen – zeigt sich zum Beginn der Spielzeit noch mit verhaltenen Spuren von Pistazie: Abschweif. Es gibt neues Brot. Und neue Leute. Und eine neue Örtlichkeit. Von hinten nach vorne: Man behalte in Ingolstadt Anfang 2020 einfach malWeiter Lesen

Auch wenn es den ein oder anderen überraschen, verstören oder gar erschüttern mag – (erst) JETZT ist die richtige Zeit für Tomaten! Eine meiner Quellen (die wohl beste) dafür: Jörg Christmann – der auf dem Preither Biohof Mayer (Bioland) den Gemüseanbau kuliviert. Gestern aus dem Hofladen: Ach ja – Blaubeeren sollte man gerade auch nicht von der Tischkante stoßen:

Im März 2017 lernte ich bei einem Stammtisch von Slow Food Ingolstadt Sylvia und Markus Hiermeier aus Wellheim kennen (Bericht). Mit und durch sie kam eine Köstlichkeit in mein Leben, die ich bisher nur in der Südsteiermark verortete (Reisebericht) – Kürbiskernöl. Aber eben aus der Region! In sehr guter Qualität. Anfang Mai 2019 startete ihr wertiger Hofladen in Wellheim, der Altmühltaler Kern Stod´l. Seine Öffnungszeiten sind: Mittwoch 16-18 Uhr und Samstag 9-12 Uhr. Im Internet (mit Shop) sind sie schon länger. Ende Juni stand nun endlich ein Besuch von Slow Food Ingolstadt vor Ort an. Stets umgeben von echter, herzlicher Gastfreundschaft gab es jede Menge Informationen zur landwirtschaftlichen Tätigkeit und schmackhafte, hausgemachte Kostproben. Ganz neu – und sehr erfreulich – war die Ankündigung, dass die Hiermeiers nunmehr auch eine Bio-ZertifizierungWeiter Lesen

Über die (gänzlich!) wunderbare Fattoria La Vialla habe ich hier schon des öfteren geschrieben. Eine aktuelle Zuschrift mahnt mich an die dringende Auffüllung der zur Neige gegangenen Vorräte – der Postbote kommentiert das dann so. Während es noch einige Flaschen Olivenöl im Keller gibt, ziert den aktuellen Frühlingskatalog unser letzte Glas „Sugo Pomarola“: Im Heft findet sich ein Bericht über das vorbildliche Engangement der Fattoria für die Biodiversitäts-Stiftung von Slow Food – 10.000 Gärten in Afrika: Die Produkte des toskanischen Landguts – seit 1978 biodynamisch (Demeter) bewirtschaftet – gibt es am Ort ihrer Entstehung in der Nähe von Arezzo und sonst nur über den postalischen Direktvertrieb. In Deutschland existieren noch drei Extrawürste. In sogenannten „Speisekammern“ besteht die Möglichkeit wie im Hofladen einzukaufen. Diese finden sich in Frankfurt, Horb am NeckarWeiter Lesen

Samstagmorgen-Einkauf bei meinem Haus- und Hofmetzger – Joseph Huber. Es gibt da was Neues! Eine Salami mit Kürbiskernen. Fleisch und Fett für die Wurst ist natürlich vom Naturschwein. Die Kerne kommen aus dem Altmühltal – von der Familie Hiermeier. Beide sind bei Slow Food engagiert – ein schönes Zusammenwirken. Sehr, sehr fein – probieren! Übrigens. Am 29. Juni 2019 besucht Slow Food Ingolstadt die Familie Hiermeier in Wellheim – siehe hier. Mitkommen! (52) – Fingerzeig – (54)

Am Freitag habe ich unsere zur Neige gegangenen Honigvorräte aufgestockt. Bei den Imkern meines Vertrauens – Helga und Albrecht Pausch (Bienhof Pausch) aus Scheyern: Habt ihr gelesen was auf dem Honigtopf steht? Ich wollte das schon lange einmal hier rühmen: „Wir stehen für eine tierethische ökologische Imkerei welche die Integrität des Bienenvolkes bewahrt und seine Unversehrtheit über den Ertrag stellt.“ Donnerwetter! Während die Deutsche Weinkönigin von 1995/96 – Julia Klöckner, heute strahlende Bundeslandwirtschaftsministerin – gerade mit stolzer Brust das (freiwillige – arrrgh!) staatliche Tierwohllabel feiert – dessen einziger Fortschritt immerhin darin besteht, dass mit seinem Namen nunmehr auch offiziell festgehalten ist, dass die gesetzlichen Mindeststandards für Tierhaltung in unserem Land mit Tierwohl eben nichts zu tun haben können – gibt es Menschen wie die Pauschs, die sich bereits dem BefindenWeiter Lesen

Seit letztem Jahr suhlt sich das „Naturschwein“ genüsslich durch eine Vielzahl von Geschichten im Blog. Exemplarisch – was hat es mit diesem Schwein auf sich? – schaue man hier, da und dort. Am 14. Juli besuchten Slow Food Ingolstadt und viele Konsumenten – besser Ko-Produzenten 😉 – die auch gerne wissen wollen woher ihr Essen kommt, den Hof von Barbara und Michael Weichselbaumer in Pfaffenhofen/Thalhof. Mit von der Partie die Slow Food-Unterstützer: Claudia und Joseph Huber (Metzgerei Joseph Huber) sowie Christine und Wolfgang Speth (Schinken-Ambiente). Es war ein Fest für Kopf und Bauch! Nachhaltige, regional-bäuerliche Landwirtschaft – Hand in Hand mit echtem Lebensmittelhandwerk. Alles da – wenn man nur Augen und Ohren öffnet und endlich die widerliche Geiz-ist-geil-Mentalität in die Tonne tritt. Abschweif: Das geht auch auf Volksfesten. Freilich nichtWeiter Lesen

Vor einigen Wochen war ich zur abendlichen Brotzeit im Landgasthof Wagner. Zum Nachtisch ermahnte mich Michael Wagner unbedingt eine Kugel „Goldenes-Milcheis“ (Kurkuma-Latte mit Ingwer) zu probieren. Was wäre man ohne gute Berater?! Und was war das für ein Genuss!!! Wer? Wo? Wie? Und überhaupt? Die Antwort: Die Bio Eiswerkstatt da´Oberlipp in Pirkach (Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz). Letzte Woche war ich in der Gegend. Und natürlich war ein Besuch bei Christine und Beppo Zschaber unumgänglich: Die beiden stellten sich als weiterer Genuss heraus! Seinem Essen ein Gesicht geben – ich werde dieses Bestreben nie mehr aufgeben. Gleich neben der Manufaktur, die sich in einem schlau dafür umgebautem Container befindet, leben und wirken die wichtigsten Mitarbeiterinnen: +/- 60 Milchkühe (Fleckvieh) mit Stier (eigene Nachzucht): Die Landwirtschaft gehört Lisl (Schwester von ChristineWeiter Lesen

Angebot! Familie Rehm aus Schrobenhausen liefert ihren vorzüglichen (und folienfrei gewachsenen) Spargel – diesen hier – nunmehr einmal wöchentlich nach Ingolstadt. Das funktioniert so. Es gibt (jeweils Kilopreise): Spargel Klasse I – 13,00 EUR, Spargelspitzen Klasse I – 13,00 EUR Spargel Klasse II – 11,00 EUR, Spargelspitzen Klasse II – 11,00 EUR Spargel Klasse II b – 8,00 EUR Spargel Huchels Leistungsauslese – 12,00 EUR Purpurspargel – 13,00 EUR Grünspargel – 11,00 EUR Grünspargel Ariane – 12,00 EUR Bruchspargel – 6,50 EUR Babyspargel (ungeschält verwendbar) – 6,50 EUR /500 g I.Verbindliche Bestellungen mit Name und Vorname bitte ausschließlich über: info@spargel-rehm.deKennwort/Betreff: Spargelkampagne 2018; Bestellungen werden von den Rehms bestätigt II.Abholort und Barbezahlung (bitte recht passend):Parkbereich der Total-Tankstelle, Manchinger Straße 84, 85053 Ingolstadt III.Abholzeit: Sonntags von 11:00 – 11:15 Uhr Letzten SonntagWeiter Lesen

Es gibt Lebensmittel, die haben eine Saison. Dann – und nur dann – sind sie auf ihrer Höhe und wirklich wohlschmeckend. Wachsen sie dazu noch in der Region in der man sich gerade aufhält, ist man hervorragend bedient. Das mit der passenden Jahreszeit ist heute aber leider keine Selbstverständlichkeit mehr. Bei der Einstellung (gar dem oft aufgeregt proklamierten Anspruch) einer Vielzahl von Konsumenten, alles jederzeit verfügbar haben zu müssen, lässt sich die Angebotsseite selbstredend nicht zweimal bitten … Es funktioniert freilich auch gegenläufig. Stehen die Erdbeeren zur Unzeit an der Kasse, wird bedauerlicherweise viel zu oft zugegriffen. Hier ein besonders trauriges Beispiel. Es geht um Zeit. Die man den Lebensmitteln gibt um l a n g s a m zu wachsen, um in Ruhe auszureifen. Und die man sich selbstWeiter Lesen

Österliche Schnipsel: Karfreitag. Spaziergang rund um das Felsentor in Unteremmendorf: Karfreitag und Unteremmendorf – schon kombiniert? Man wird in der Region keinen bessern Platz zum Fischessen finden, als den Landgasthof Wagner (ist im Slow Food Genussführer!). Keine Überraschung also im vollbesetzten Haus den ein oder anderen Fischschmecker anzutreffen (Grüße an Paul S. und Fritz S.). Auf der Karte ein schönes Programm: Geräucherter Lachs, Fischsuppe, gebackener Kabeljau, Zander, Waller, Forelle, Saibling und natürlich Karpfen. Meine Wahl nach der Fischsuppe: ein 1/2 Karpfen im Bierteig gebacken – köstlich (auch der Kartoffelsalat!). Karsamstag. Einkaufen: Bäcker, Wochenmarkt Ingolstadt, Osterschinken vom Joseph Huber, Wochenmarkt Eichstätt – Osterschinken vom Wolfgang Speth. Und natürlich Eier. Besuch an einer unserer Quellen dafür: Schließlich ging es noch in den Gerolfinger Eichenwald: Ziel war natürlich dieses wunderbare Gewächs – BärlauchWeiter Lesen

Wunderbar inspiriert von diesem feinen Bericht ging es sogleich ans Werk. Die Beschaffung der Tondo di Chioggia gestaltete sich aber überraschend schwierig. Meine Bio-Gemüsegärtner in der Region winkten leider ab – „diesjährig nicht im Anbau“ – war die mehrfach gehörte Antwort. Eine Fahrt nach Moosinning – so wie im Film – war mir dafür zu weit (steht aber demnächst an – am 17.03.18 ist dort ein Hoffest). Schließlich wurde ich beim Obstkistl (Slow Food Unterstützer!) fündig. Wenn auch die Rüben aus konventionellem Anbau in den Niederlanden stammten: Ziegenfrischkäse. Da gibt es eine grandiose regionale Quelle: Den Hallertauer Ziegenhof! Unter anderem erhältlich auf dem samstäglichen Wochenmarkt in Pfaffenhofen: Dann verlegte sich die Handlung – bei steigendem Spannungsbogen – in die Küche: Wie sagte der Schmidt Max so schön? „Des is jaWeiter Lesen