Honigvorrat

Am Freitag habe ich unsere zur Neige gegangenen Honigvorräte aufgestockt. Bei den Imkern meines Vertrauens – Helga und Albrecht Pausch (Bienhof Pausch) aus Scheyern:

Habt ihr gelesen was auf dem Honigtopf steht? Ich wollte das schon lange einmal hier rühmen: „Wir stehen für eine tierethische ökologische Imkerei welche die Integrität des Bienenvolkes bewahrt und seine Unversehrtheit über den Ertrag stellt.“ Donnerwetter!

Während die Deutsche Weinkönigin von 1995/96 – Julia Klöckner, heute strahlende Bundeslandwirtschaftsministerin – gerade mit stolzer Brust das (freiwillige – arrrgh!) staatliche Tierwohllabel feiert – dessen einziger Fortschritt immerhin darin besteht, dass mit seinem Namen nunmehr auch offiziell festgehalten ist, dass die gesetzlichen Mindeststandards für Tierhaltung in unserem Land mit Tierwohl eben nichts zu tun haben können – gibt es Menschen wie die Pauschs, die sich bereits dem Befinden von Insekten annehmen.

Womit wir beim abschließenden Wink wären. Das laufende Volksbegehren Artenvielfalt & Naturschönheit in Bayern „Rettet die Bienen!“ kann und sollte noch in den nächsten drei Tagen (Montag 11.02. bis Mittwoch 13.02.19) unterstützt werden! Seine bisherige Wirkung ist bereits phänomenal. Die wichtige Angelegenheit ist landauf, landab in aller Munde und Ministerpräsident Söder hört man gar sagen: „Das Thema liegt mir persönlich und auch der CSU am Herzen.“ Ohne Volksbegehren hätte das womöglich niemand so schnell bemerkt …

SZ vom 09./10.02.2019

Und natürlich fängt die ganze Sache vor und hinter jeder Haustüre an!

Garten der Olmas im Mai 2018

Naturschönheit in Bayern

Das Volksbegehren Artenvielfalt & Naturschönheit in Bayern „Rettet die Bienen!“ kann man an Wichtigkeit eigentlich nicht überschätzen. Seine Notwendigkeit liegt in sträflichsten Versäumnissen und einer aberwitzig falschen Interessengewichtung der Politik über viele Jahrzehnte hinweg. Eine stetig wachsende Zahl an Menschen hat es satt. Auf der Zielgeraden entdecken die aufgeschreckten Gegner des Begehrens (an deren Spitze CSU und Bauerverband) plötzlich die „Kleinbauern“ für sich und versuchen der Entwicklung mit Panikmache, Desinformation und den ewig gestrigen (wie nutzlosen) Appellen an die Freiwilligkeit zu begegnen. Echte Bauernvertretung – gerade auch für konventionelle Betriebe! – findet man längst hier, bei der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft. Diese hat gegen die mühsame Stimmungsmache hilfreiche Richtigstellungen formuliert. Und in der Politik glaubt die CSU wohl offensichtlich immer noch, dass sie bei den letzten Wahlen nur Stimmen an die (sogenannte) AfD verloren hat.

Dass Slow Food ein Gefühl für Zeit hat, ist eh ausgemachte Sache… Auf den Punkt zum Start des Volksbegehrens ist das aktuelle Slow Food Magazin Februar/März 2019 erschienen. Auf der Rückseite des Hefts findet sich:

Da werden die Slow Food Feunde außerhalb Bayerns Augen machen! Dass diese Geschichte – derzeit 😉 – nur in Bayern zu haben ist, steht nirgends… Seht es als Fingerzeig für den Rest der Republik!

Seit heute (31.01.19) Morgen (8:00 Uhr) kann man sich bei den örtlichen Eintragungsstellen für das Volksbegehren einschreiben. Noch bis zum 13.02. Um ein Eintragungslokal in der Nähe zu finden, gibt es hier (Rathausfinder) ein nützliches Werkzeug. Achtung! Man kann sich auch an den beiden Samstagen (02.02. und 09.02.) einschreiben. So hat Ingolstadt sein Rathaus dafür jeweils von 9:00 – 12:30 Uhr geöffnet. Und vergesst nicht euren Ausweis!

Wo ich heute um kurz nach 8:00 Uhr war, muss ich wohl nicht weiter betonen…

Mitmachen! Und andere dafür begeistern! Auf gehts!

PS: Der Beruf des Landwirts (nicht selten ist es eine Berufung) ist für mich einer der drei wichtigsten die es gibt. Ich begegne ihren Angehörigen deshalb stets mit großer Wertschätzung, manchmal sogar mit ein bisserl Neid. Wer mein Engagement für die Ziele von Slow Food kennt und sich auch nur ein wenig durch den Blog liest, weiß das. Damit gilt aber auch: Wenn eine Position wichtig ist, hat ihr Inhaber in Regel auch eine besondere Verantwortung. Und es besteht das Risiko mehr falsch machen zu können, respektive haben hier Fehler größere Wirkungen.