Es ist noch zeitiger Morgen in der Ingolstädter Altstadt. In die Gastzimmer des Daniels fällt ein Licht, das der gewöhnliche Wirtshausbesucher hier nicht kennt. Bereits Frühschoppen sind anders beschienen. Langsam gehe ich durch die verschiedenen Räume. Erspüre und tauche in die aufgeräumte, klare Stimmung des friedlichen Augenblicks. Setze mich – mal hier, mal da. Betrachte. Die Welt ist noch da draußen. Sie ist herzlich willkommen. Zur Mittagszeit weiß sie das. Dann brummt es hier! Wirt Willi Pickl hatte es mir versprochen und heute Wort gehalten – ich darf bei der Entstehung seiner spektakulären Schäufele zugegen sein. Ein Schauspiel in vier Akten – ohne vieler Worte. Einige wenige will ich aber verlieren. Das Fleisch kommt aus Bayern – von der EDEKA Südbayern. Das geht schlechter. Aber eben auch besser! Der einzigeWeiter Lesen

So steht es auf der grünen Tafel links neben dem Eingang. Der Daniel. Eine Ingolstädter Wirtshaus-Institution. Wenn bayerische Küche in der Stadt – dann hier! Durchgängig von 1580 an lautet der Hausname der kulinarischen Stätte auf Daniel. Und 22 Jahre sind es bereits, in denen Wirt Willi Pickl in der Küche wohlige Wirkung zeigt. Zwölf Kinder waren sie zu Hause – er hat sechs Schwestern und fünf Brüder – und wir dürfen deshalb darauf vertrauen, dass er weiß was Hunger ist. Vielleicht hat er deshalb Koch gelernt. Ob er infolgedessen auch sehr erfolgreich dem Boxsport frönte lassen wir lieber offen – vier seiner Brüder boxten jedenfalls auch … Ein ausdrückliches Lob an dieser Stelle den Verantwortlichen für die 2005 durchgeführten Renovierungsarbeiten im Wirtshaus. Sie sind ausgezeichnet gelungen. Mit viel FingerspitzengefühlWeiter Lesen