Genau 63 Stück waren es am 18. April letzten Jahres. Schauplatz Donausteg. 25 flussaufwärts, 38 Richtung Regensburg. Es ist der Platz dafür in unserer Stadt. Ich spreche von Liebesschlössern und glaube extra prima good hat als erstes dieses Ritual in Ingolstadt dokumentiert – hier Ich hatte es mir nach dem Bericht so vorgenommen auch eines anzubringen. Der Vorsatz besteht weiter. 734 Paare waren aber seither tatsächlich aktiv! Heute gezählt hängen nämlich 797 Stück dort – flussabwärts führt weiter mit 413, Richtung Neuburg sind es 384. Zur Feier des Tages habe ich mir nachfolgend eine Handvoll Schlösser rausgepickt: Wer sich von diesen fünf als erstes bei mir meldet – als Paar wohlgemerkt! – den lade ich zum Eis-Essen ins Anna (guter Laden, dürftige Website – umgekehrt wäre zugegebenermaßen ungünstiger) ein.

Der Mensch braucht Symbole und Rituale. Eines für die „ewige Liebe“ hat sichtlich erkennbar Ingolstadt erreicht. Als Sinnbild dient ein einfaches Vorhängeschloss. Verziert mit den Namen oder Initialen der einander sehr Zugeneigten, oft auch einem Datum, wird es an Brückengeländern befestigt. Der Schlüssel fällt danach, wie die nicht mehr denkbare Trennung, sprichwörtlich ins Wasser darunter. Dieser Brauch ist zwischenzeitlich ein weltweites Phänomen. Es beschäftigt Kulturwissenschaftler wie Volkskundler – und sicher auch den ein oder anderen Baustatiker. Es gibt Studien und Bücher darüber. Und natürlich – der Geschäftssinn schläft nicht – Onlineshops mit einer Vielzahl von Modellen und Gravurmöglichkeiten. Die größte Ansammlung von Liebesschlössern in Deutschland dürfte in Köln auf der Hohenzollernbrücke zu finden sein. Der Ursprung hingegen liegt – wen mag es in Sachen amore auch wundern – in Italien, wohlWeiter Lesen