Limo, Teigtaschen, Bier, Rippchen und noch einmal Limo. In München.

Meine Suche nach einer Garküche mit Dim Sum in Ingolstadt entbehrt schmerzlich jedes Erfolgserlebnis. In München bin ich hingegen erneut fündig geworden (Danke Pini!): LeDu Happy Dumplings in der Theresienstraße 18 – geöffnet seit Mitte April 2014:

ledu1ledu2Die frischen Teigtaschen werden handwerklich selbst gefertigt und gefüllt. Der Bestellvorgang beginnt mit der Teigauswahl: Hell mit Weizen- oder dunkel mit Roggenmehl.

ledu6Dann bieten sich für die Zubereitung gebraten oder gedämpft an. Endlich stehen neun verschiedene Füllungen zur Auswahl.

ledu5Das Rinder-, Schweine- und Hühnerfleisch stammt ausschließlich von der Bio-Metzgerei Pichler (Verbände Bioland und Naturland!) in Gräfelfing. Auch die verwendeten Eier sind bio.

ledu4ledu3Wir hatten Hot Chicken und Sauer Schwein. Sehr fein. Schön wäre es, bei der Auswahl – es gibt 6 oder 10 Stück – der Füllungen variieren zu können. Um derzeit alle Spielarten einmal probieren zu können, bedarf es nämlich der Bestellung von 45 (9 x 6) Dumplings…

ledu7Ausgezeichnet eine Entdeckung en passant: Bio-Zitronenlimonade Proviant aus Berlin. Frischer Zitronensaft, Mineralwasser und Rohr­zucker. Keine Aromastoffe, keine Extrakte keine Zitronensäure. Selbstverständlichkeiten mit Ausnahmecharakter.

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Im späteren Tagesverlauf kehrten wir noch im Red Hot ein. Beim guten Bier bebrütete ich die Frage „Pulled Pork“ oder

redhot10… „Rippchen“!

redhot8Und noch eine Limo-Entdeckung: Hopster Hopfenlimo.

redhot9Ob es tatsächlich „die weltweit erste alkoholfreie Hopfenlimo“ (so aber die Website) ist, stelle ich mal dahin. Man vergesse nämlich dieses Kracherl nicht… Wer war zuerst da? Auf alle Fälle schmeckt sie prächtig!

Zerzupftes Schwein. Ein Burger zum Niederknien.

Dass mir gute Burger sehr am Gaumen liegen, ist ja nun kein Geheimnis. Die besten in Ingolstadt gibt es im Golden. Heute sogar mittags (nur am Donnerstag). In Wien wohl bei den burgermachern – leider habe ich meine Schwierigkeiten sie tatsächlich zu probieren. Die Geschichte der Macher und die Papierform im „Burger-Kochbuch“ jedenfalls sind sehr beachtlich. Aktuell gesellte sich ein weiteres, empfehlenswertes Buch zum Thema in meine Kochbuchsammlung. Die Autoren burgern im Blend in Paris.

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Ich will mich heute kurz zur Burger-Referenz in München festlegen. Eine kleine Erwähnung der Freudenquelle gab es schon einmal hier. Wer also außerdem Freude an Craft Beer hat – „Sie haben Ihr Ziel erreicht!“

Man begebe sich dazu in die Schwabinger Amalienstraße 89 in das Red Hot. Der Vorfreude wegen schadet es keinesfalls, zunächst noch die hilfreiche Empfehlung des gescheiten Kochs und Bloggers Stevan Paul zu lesen.

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Auch wenn Paul ihn (ausgerechnet ihn!) in seinem Bericht gar nicht erwähnt hat: Man bestelle sich nunmehr den „Pulled Pork Sandwich“. Zwischen den röschen Brötchen herrlich mürbes Fleisch, ein Gedicht von Krautsalat mit gelben Rüben und eine betörend gute Barbecuesauce:

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Der Weg zum nächsten Bild hat es in sich – Historiker bezeichnen sowas als Zäsur …

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Das Fleisch stammt vom bayerischen Schwein. Mehr war dazu für heute nicht zu erfahren.

Die Speisekarte und der Blick auf die häufig an mir vorbeigetragenen Teller lassen mich vergegenwärtigen, dass die eigentliche Küchenkompetenz des Red Hot ja bei den Rippchen liegt – Quo vadis? Diese noch ausstehende Zäsur ist mir schon fast unheimlich.