Nebenwirkungen des Bürgerfests

Halbzeitpause beim Ingolstädter Bürgerfest 2019. So far so very good! Sicher auch dank der weitsichtigen Spielregeln – hier – ist erfreulicherweise bisher nix passiert. Wobei es Nebenwirkungen gibt. Und die sind gar nicht schlecht!

Die Straßen in meinem Viertel sind von nervigem Ballast befreit – weit und breit keine Autos. Herrlich!

Dann wollte ich heute Vormittag auf den Wochenmarkt… arrrgh. Dessen festbedingte Verlegung auf gestern hatte ich nicht auf dem Schirm. Macht aber nix. Bin gleich zu einer anderen Quelle weitergeradelt. Eine schöne Gelegenheit diesen Tipp hier zu präsentieren. Er kann auch noch gut unter der stets besonders begehrten Rubrik Geheimtipp laufen: Die älteste Stadtgärtnerei (gegründet im Jahre 1750 von Dionys Josef Trögl und seiner Frau Magdalena, heute geführt von Christoph Trögl) baut am Brodmühlweg 1 eigenes ungespritztes(!) Gemüse an. Nachdem so langsam(!) die Tomatenzeit anfängt – mein Einkauf für einen Choriatiki (griechischer Salat):

Noch zwei kleine Empfehlungen zum gepflegten Durstlöschen auf dem Bürgerfest: In der Theresienstraße – Höhe Ludwig Store – bieten elfgrad feine Weine und Yankee & Kraut entsprechende Biere an:

Gleich daneben, vor dem „Illinger-Haus“ gibt es einen Blick in die Zukunft! Bekanntlich erwarb Augustiner-Bräu das Anwesen der ehemaligen Seifensiederei und wird dort ab 2021 ein eigenes Wirtshaus betreiben. Freu! Markieren des Territoriums, könnte man das nennen:

Ich freue mich jetzt dann auf die zweite Halbzeit. Heute gibt es gute Mucke!

Marginalie (58) – Vorsicht auf dem Bürgerfest!

Manchmal – aber wirklich nur manchmal, ich bin schließlich Optimist! – überkommt mich der Gedanke, unsere Gesellschaft verblödet langsam. Ursächlich dafür sind interessanterweise nicht in erster Linie die großen Verdachtstatbestände. Also z. B. die Ursachen für die globale Erwärmung, der Erfolg angeblicher Alternativen für unser Land, oder die schlichte Existenz des Fernsehformats „Shopping Queen“. Nein, es sind vielmehr harmlos daherkommende, für gewöhnlich kaum wahrnehmbare Erscheinungen, die mir signalisieren, dass Wachsamkeit geboten ist. Freilich eine gänzlich andere, als im soeben entdeckten Beipackzettel für das 2019er Ingolststäder Bürgerfest formal beabsichtigt:

Von dem Aufsteller (in der Theresienstraße) erfährt der ein oder andere unangenehm überrascht, dass Waffen und Drogen auf dem Bürgerfest verboten sind… Der Knaller aber ist – und dafür sollten wir alle ehrlich dankbar sein, dieser wichtige („BITTE BEACHTEN“) Hinweis:

Ein nicht unbekannter Königsberger sagte einmal: „Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude!“ 2019 so aktuell wie 1784 😉

Denen, die jetzt nicht zu Hause bleiben, wünsche ich ein schönes Bürgerfest! Ich für mich habe ein am Samstag (20.07.) ab 21:00 Uhr schwierig zu lösendes Luxusproblem ausgemacht. Auf der Bühne am Kreuztor spielt „Fat Toni“. Zur gleichen Zeit „Krugsperger & Krugsperger“ auf der Bühne im Zehenthof.

(57) – Marginalie – (59).