Jemand hat es sehr passend so formuliert: „Das Schöne am Frühling ist, dass er immer dann kommt, wenn man ihn am dringendsten braucht.“ Die Natur beginnt den Tisch zu decken. Regen und gar noch einmal Schnee haben den Saharastaub abgewaschen. Taufrisch bietet sich gerade ein früher Klassiker an: Der heurige Bärlauch – freudig vor drei Wochen bereits angekündigt – ist da! Die Donauauen westlich vom Baggersee waren gestern Ziel unserer ersten Pflückung. 644 Gramm kamen zusammen. Das genaue Wiegen der Ernte ist die Grundlage meines seit Jahren bewährten Rezepts für Bärlauchpesto. Die nächste Pflückung ist dann für Bärlauchknödel.

Die Ingolstädter Pfarrei St. Pius zeigt wunderbar Flagge! Außen und innen. Mit Pfarrer Martin Geistbeck und seinem Team ist die Kirche einer der erfrischendsten spirituellen Orte der Stadt. Der Bärlauch 2022 ist da. Sein jährliches Erscheinen hat hier – wie man regelmäßig sieht – immer eine große Bühne. Und einem weiteren Wohltäter haucht der Frühling gerade neues Leben ein. Eine der köstlichsten Entdeckungen des letzten Jahres – schau – macht ebenfalls Lust auf Zukunft. Kleine Hoffnungen in einem Meer von Fassungslosigkeit, Wut und Ohnmacht …

Das Ausschauhalten nach Frühlingsboten ist dieser Tage besonders befriedigend. Der Bärlauch ist da. Angestachelt von ersten im Internet präsentierten Funden, machte ich mich am Mittwoch lustvoll auf zu meinen bewährten Jagdgründen. Vor Ort allerdings – Pustekuchen! Auf Ingolstädter Fluren fehlt er bisher. Also ging es tags darauf zu einem heurigen Finder. Donauaufwärts – nach Joshofen (Danke Dieter). Auf dem Weg liegt Bergheim. Dort gibt es donnerstags feinen Schinken: Und dann tatsächlich – er ist doch schon da! Nur wenige Kilometer Richtung Westen. Erstaunlich was Mikroklima ausmachen kann. Winzer schmunzeln jetzt. Für meinen First Flush genügten mir 187 Gramm. Ausgangspunkt meiner Rezeptur für ein Pesto. Den Anteil Sommenblumenkernöl besorgte diesmal erstmals eine Pressung der Familie Hiermeier aus Wellheim. Schon mal Sommenblumenkernöl probiert, dass wirklich genau danach schmeckt?!!! Der Wein – sizilianischerWeiter Lesen

Seit 20. März gilt in Bayern bekanntlich eine Ausgangsbeschränkung. Sie lag in der Luft. Deshalb begab sich die Familie am Vortag noch in ihre Jagdgründe für den First Flush des Jahres. Zwischenzeitlich kursieren für Bärlauchpesto zu Hause verschieden Rezepturen. Für meine pflückte ich diesmal 380 Gramm (hier die Anleitung). Im Pastateller mische ich momentan sehr gerne einen Löffel Crème fraîche dazu. Da tropft der Zahn! Die drei Gläser sollten eigentlich die Ausgangsbeschränkung überdauern. 1 1/2 sind schon weg …

Wer wie ich seinen Blog mit einer Bärlauch-Sequenz (Bilder von hier) eröffnet, kann der gegenwärtigen Jahreszeit – im besten Sinne des Wortes – eine Menge abgewinnen. Und wer die Suchfunktion (oben rechts) mit „Bärlauch“ füttert, macht ebenfalls reiche Ernte. Seit gestern ist nun endlich die erste Pflückung des Jahres im Glas! 363 g fanden sich im Korb. Auf dieser Grundlage ergeben sich nach meinem Pesto-Rezept die Mengen der weiteren Zutaten. Zum verwendeten Ölivenöl gibt es noch eine kleine Geschichte. Ein lieber Slow Food Verbündeter brachte mir vor einiger Zeit eine großzügige Kostprobe – auch auf diesem Weg noch einmal Danke Günther! – eines Öls aus Italien mit: Das Öl – „Il Madonnino“ – kommt von einer Genossenschaft in der Alta Maremma (Grosseto/Toskana). Es ist durchweg mild (und damit ein verständigerWeiter Lesen

Österliche Schnipsel: Karfreitag. Spaziergang rund um das Felsentor in Unteremmendorf: Karfreitag und Unteremmendorf – schon kombiniert? Man wird in der Region keinen bessern Platz zum Fischessen finden, als den Landgasthof Wagner (ist im Slow Food Genussführer!). Keine Überraschung also im vollbesetzten Haus den ein oder anderen Fischschmecker anzutreffen (Grüße an Paul S. und Fritz S.). Auf der Karte ein schönes Programm: Geräucherter Lachs, Fischsuppe, gebackener Kabeljau, Zander, Waller, Forelle, Saibling und natürlich Karpfen. Meine Wahl nach der Fischsuppe: ein 1/2 Karpfen im Bierteig gebacken – köstlich (auch der Kartoffelsalat!). Karsamstag. Einkaufen: Bäcker, Wochenmarkt Ingolstadt, Osterschinken vom Joseph Huber, Wochenmarkt Eichstätt – Osterschinken vom Wolfgang Speth. Und natürlich Eier. Besuch an einer unserer Quellen dafür: Schließlich ging es noch in den Gerolfinger Eichenwald: Ziel war natürlich dieses wunderbare Gewächs – BärlauchWeiter Lesen

Die Bärlauchzeit 2017 ist ja schon länger durch. Zumindest die klassische Ernte betreffend. In der Folge bot sich aber noch eine limitierte Spielart. Es geht um die Blütenknospen, auch „Falsche Kapern“ oder Bärlauchkapern genannt. Das Zeitfenster dafür ist jedoch nur sehr kurz. Die Knospen sollten bereits voll ausgebildet sein, aber noch nicht geblüht haben. Das erwischt man nicht so leicht. Dieses Jahr hat es endlich geklappt! Wir waren zur richtigen Zeit – 15. April – am richtigen Platz – Gerolfinger Eichenwald: Zunächst ordentlich gewaschen, habe ich sie auf kleinere Gläser verteilt und diese dann mit einem aufgekochten Sud aus Weißweinessig, Zucker und Lorbeerblättern aufgefüllt. Gute zwei Wochen haben sie durchgezogen. Die nach wie vor bissfesten Knospen landen jetzt peu à peu mal auf dem Butterbrot, im Salat oder Frischkäse oderWeiter Lesen

Nach der Ernte ist vor der Ernte! So kommentierte Slow Food-Freundin Theresia einmal meine Header-Collage: Eigentlich ein Provisorium – das sich dauerverwendet von der Jahreszeitlichkeit gelöst fast schon zum fehlenden Bloglogo befähigt hat. Gerade passt sie freilich (wieder) perfekt. Den ersten Allium ursinum futterte ich bereits letzte Woche bei Neuburger Freunden. Jetzt also der persönliche First Flush 2017. Ritual. Diesmal eine Pflückung südlich vom Hopfenwehrl (Nähe Baggersee-Zulauf): Derzeit im Golden – verlässlich sicher auf der Höhe der Zeit:

Es ist Frühling! Einer meiner liebsten Verkünder dieser Jahreszeit hat endlich die Bühne betreten: Probiert habe ich ihn ja schon vor zwei Wochen. Was da jetzt auch kommen mag – und kommen wird! – Knödel und Pasta, gegrillter Fisch, Fleisch und Burger, Tomatenbrote … – sieben volle Gläser köstliches Pesto warten auf Euch im heimischen Kühlschrank. 655 Gramm haben wir dafür geerntet: Frage in die Runde: Welche Weine, welche Biere, welche anderen Getränke passen nach Eurem Gusto gut zum Bärlauch?

Ich liebe Bärlauch (Berichte 2012 und 2013). Ich habe also gerade eine gute Zeit! Auf den Fluren ist nämlich der Bär los. Im verkehrs-, weil tunnel- und brückenfreien 🙂 Ingolstädter Donauauwald, hat mir Moritz geholfen, eine erste Pflückung (first flush) einzubringen: Auf dem Spielplan standen dann Bärlauchknödel. Angelehnt habe ich mich an ein Rezept von Hüttenwirt Hans-Peter Gallenberger (Brunnsteinhütte – 1.523 m – DAV Sektion Mittenwald) im schlauen „Das Original-Hütten-Kochbuch“ (Stefan Winter/Georg Hohenester/BLV Buchverlag): Um die 100 Hütten im Alpenraum nehmen an der feinen Initiative „So schmecken die Berge“ teil. Dabei fördern die deutschsprachigen Alpenvereine die Zusammenarbeit von Hüttenwirten, Bergbauern und regionalen Erzeugern von Lebensmitteln. Die teilnehmenden Hütten erkennt man am Schild mit dem Kuh-Motiv und an der Speisekarte, in der die entsprechenden Angebote ausgezeichnet sind: Jetzt aber zum RezeptWeiter Lesen

Für die Jahreszeit zu kalt – ach was! (im Sinne Loriots). Auch als Bärlauch-Getreuer blicke ich trotz Frühlingsanfang und Sommerzeitumstellung mit Gram auf die gegenwärtige Großwetterlage. Hat er doch auf unserer Ostertafel ein kleines, aber sicheres Plätzchen. Und was wären wir ohne die bedachtsamen Details im Leben? Auf meine lose Frage in die Facebook-Runde gab es durchaus ermutigende Wasserstandsmeldungen. Im Schneeregen ging es also mit Moritz in die bewährten Lesegründe in den Wald westlich des Gerolfinger Wasserwerks. Schon von weitem lässt mich ein feiner grüner Film auf dem ansonsten vegetationslosen Flurboden schmunzeln. Der taufrische 2013er ist da! Ein Mixer und die Zugabe von Ölen (Oliven- und Rapsöl jeweils zur Hälfte), Salz, Zitronensaft, Käse (diesmal Pecorino) und Nüssen (diesmal Hasel- und Walnuss, Pinienkern und Mandel – in der Pfanne angeröstet) lassenWeiter Lesen

Der allium ursinum. Der Bärlauch! Es ist immer das erste Wildkraut/-gemüse des Jahres, das ich mir – selbst gepflückt – in die Küche hole. Wie so häufig, ist bereits fast alles gesagt. Deshalb verweise ich zur folgenschweren Verwechslungsgefahr mit Herbstzeitlose und Maiglöckchen, Fuchsbandwurm, den feinen Inhaltstoffen, Legenden und natürlich unzähligen Rezepten auf die einschlägige Literatur und die Weiten des Netzes. Als Bub hat ihn mir mein Onkel Herbert bei unzähligen Wald- und Wiesenexkursionen nahe gebracht. Frisch gezupft legte er die Blätter einfach auf ein leicht gesalzenes Butterbrot – Hallo Frühling!!! In diesen Tagen wird es mich noch einige Male zu meinen Jagdgründen ziehen. Es gilt einen Pesto- und Salsavorrat anzulegen. Für Nudeln, Spätzle und Knödel. Für Spargel. Und natürlich für die kommende Grillsaison: Ein kräftiger südsteirischer Morillion, eine gegrillte Forelle,Weiter Lesen