Fingerzeig (16) – Gehe zurück nach der Schäffbräustraße

Beim Monopoly geht es für gewöhnlich nach vorne: Rücke vor bis… Eine Abweichung gibt es davon: „Gehe zurück nach der Badstraße“. So ähnlich könnte auch eine Ereigniskarte der Ingolstädter Gastroszene lauten. Was ist passiert? Die “Locanda Artusiana” gibt es nicht mehr!

locanda altVor dem Haus in der Kanalstraße 2 erblickt man jetzt innerhalb der vier alten Bohrlöcher die Beschilderung des Ristorante „La Locanda“:

locanda neu

Eine kurze Aufklärung tut not. Bitte sehr:

Im März 2012 eröffnete Katia Garelli in der Schäffbräustraße 3 ihr wunderbares “Artusiana – Pasta fresca e salsa”. extra prima good berichtete begeistert vom Startblock weg: Neu und Gott sei Dank in Ingolstadt. Sowie in der Folgezeit: Slow Food und Hellas im Artusiana.

Ende 2013 öffnete sich eine weitere Türe. Fast ein Jahr nach dem Ende der „Nudelstube Carrara“ sollten in der Kanalstraße 2 wieder die Töpfe dampfen. extra prima good widmete dem Ereignis eine kleine Serie: Vorsprung durch Genuss, Auf der Zielgeraden und Offen!

„Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen“ ließ uns John Lennon wissen. Im Gegensatz zum „Artusiana“ sollte die „Locanda Artusiana“ auf mehreren Schultern ruhen. Leider traten im baldigen Fortgang zwischen den Beteiligten doch recht unterschiedliche – und dann letztlich unüberbrückbare – Denkweisen zur Einkaufs- und Kochphilosophie auf. Man trennte sich. Die „La Locanda“ wird nunmehr von Mauro Castagna geführt. Zur gegenwärtigen Küche kann ich nichts sagen, freue mich aber darüber, dass der Ort weiter bespielt wird.

Gehe zurück nach der Schäffbräustraße – ins ursprüngliche „Artusiana“ – heißt es für jene, die Katia Garellis frische, täglich selbstgemachte Pasta schätzen. Die besonderen Wert auf regionale Produzenten und Saisonalität legen. Slow Food eben.

katia2Artusiana, Schäffbräustraße 3, 85049 Ingolstadt, Tel. 0841/97071119. Dienstag bis Samstag von 10 bis 15 Uhr. Vor Ort genießen. Einkaufen für zu Hause. Feierservice (Catering) bis 40 Personen (mehr hat sie sich noch nicht getraut…).

katia(15) – Fingerzeig – (17).

5 Gedanken zu „Fingerzeig (16) – Gehe zurück nach der Schäffbräustraße

  1. Es ist sicher,dass Frau Garelli und Mauro Castagna das Geschäft zusammen eröffnet hatten,aber es ist auch wahr,dass Frau Garelli nur eine Chefin und fast nie in dem Geschäft war und Mauro Castagna immer alleine 15 Stunden am Tag alles vorbeireten hat.Ich weiß alles,ich arbeite in diesem kleinen Restaurant seit Anfang und kann ich nur sagen,dass alle Nudeln immer noch täglich selbstgemacht sind und die Produkte immer frisch sind.Slow Food müss eine richtige Assoziation sein,auch wenn Frau Garelli eine gute Freundin für Sie ist.Ich vorshlage:“Gehe nicht zurück“beide Geschäfte sind gut,wieso sagen Sie so??

  2. Hallo Frau mariangela tieri.

    Der Blog extra prima good hat – bei aller Bescheidenheit – einen nicht unbedeutenden Anteil daran, dass die seit 12/2013 bestehende Gastronomie in der Kanalstraße 2 (frühere „Locanda Artusiana“) vielen Menschen bekannt wurde – sehen Sie die entsprechenden Links im Bericht. Frau Garelli wird bis heute mit der Lokalität in Verbindung gebracht; monatelang „wehte“ die Fahne von Slow Food Ingolstadt in den Räumen; wir hatten dort Besprechungen und Stammtische. Ich sah und sehe deshalb eine gewisse Verpflichtung darin, über die aktuellen Entwicklungen zu berichten. Wer heute Frau Garelli (und ihre Produkte) sucht, muss sich dazu (alleinig) in die Schäffbräustraße 3 begeben. Das wollte ich kommunizieren.

    Ich habe dabei vermerkt, dass es zwischen Frau Garelli und Herrn Castagna unterschiedliche Denkweisen zur Einkaufs- und Kochphilosophie der „Locanda Artusiana“ gab. Ihre Anmerkungen habe ich gerne veröffentlicht, werde sie aber nicht kommentieren. Aus diesem Näheverhältnis halte ich mich heraus. Sie dürfen (aber) davon ausgehen, dass es mich sehr freuen würde, wenn auch die Küche der „La Locanda” die Grundsätze der Slow Food Bewegung beherzigt. Jede Gastronomie in Ingolstadt, die hierzu ihren Beitrag liefert, ist mir herzlich willkommen! Es gibt leider so wenige davon… Gehen Sie weiter davon aus, dass ich mir dazu bald ein eigenes Bild machen werde! Und das darf und soll sich jeder Mensch machen, der in Ingolstadt gut, sauber und fair genießen will.

  3. War am 15.10.2014 mittags in La Locanda.
    Tageskarte „Leber Venezia“
    Auf dem Teller: Eine für mich nur schwer als Leber Venezia identifizierbare Pampe aus mind. zwei großen Schöpfern gedünstete Zwiebel in Kartoffelstärkeglacee, vermischt mit einigermaßen akzeptabel gebratener Leber in großer Menge (teils schön rosa, teils blutig), statt wie erwartet Polenta oder gebratene Polenta-Schnitten ein Schöpfer totgedünstetes weißliches Gemüse, dazu ein Körbchen (sehr gutes, weich bis knuspriges) Weißbrot.
    Insgesamt enttäuschend, werde dem Lokal noch eine Chance geben und ein Nudelgericht probieren.
    Schade, …..

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.