Dieser Post wird fortlaufend aktualisiert. Der Anlass dieser Notiz ist ein trauriger. Das kürzliche Ende der Bäckerei Buchberger (Alstadtbäckerei). Ein Verlust! Wer mir eine neue Quelle für gute, handwerklich gemachte Volksfestbrezen verraten will – er soll bitte nicht zögern. Ich gebe meinem zeitweiligen Bäckerei-Blues bei einem Blick in den Rückspiegel noch ein bisserl Raum. Die älteste, mir bekannte Bäckerei in Ingolstadt befand sich in der Proviantstraße 1. Es ist die ehemalige Kriegsbäckerei des königlichen Proviantamtes. Deren Verlust, zumindest als Kriegsbäckerei ist freilich zu begrüßen. Bei mir um die Ecke gab es die Bäckerei Westenthanner. Sie verschwand Mitte der 70er Jahre. Eine schöne Hausinschrift erinnert an sie. Der Wegfall der Bäckerei Feigel hat mich versuchen lassen, die Zeit zurückzudrehen. Es ist tatsächlich – seht selbst – gelungen! Die Bäckerei Wöhrl warWeiter Lesen

In der Ingolstädter Kanalstraße 14 befindet sich die Altstadtbäckerei der Familie Buchberger. Eine meiner Quellen für Glattsemmeln, Baguette, Krapfen (Platz zwei in meinem Test) und Nusshörnchen. Vor allem aber für Brezen – gerne in Form ihrer großen Volksfest-Exemplare. Seit Monaten ist die Bäckerei jetzt schon geschlossen … Erinnerlich ist sie nicht mehr aus der Sommerpause 2021 gekommen, bin mir da aber nicht ganz sicher. Zu Anfang konnte man noch durch das Fenster schauen. Dieses ist zwischenzeitlich abgeklebt. Fällt in China der berühmte Sack Reis um, gibt es dazu Breaking News und gelegentlich Sondersendungen. Zur Altstadtbäckerei gibt es … nichts. Die Website ist – Stand heute – online und verspricht „Öffnet am Montag um 06:00“. Schön wärs! Genau gegenüber, in der Kanalstraße 3, haben wir 2009 bereits diesen schweren Verlust hinnehmenWeiter Lesen

Ein bisserl frisches Grün in die grauen Tage. Maigrün – mein Besuch von Nr. 13 war am 14.05.2021. Die Eiche mit dem dreigeteilten Stamm hat die Dreiwortadresse: achtung.teile.einmal Die Serie – Naturdenkmäler Bäume der Stadt Ingolstadt – beginnt hier mit der Nr. 19. Alle bisherigen Folgen – 11 Stück – auf einen Blick. (10) – Naturdenkmäler in Ingolstadt – (12)

Der Leberkäs (Leber-/Fleichkäse) ist eine gebackene Brühwurst. Und weit überwiegend ein Bayer. Der Kurfürst Karl Theodor (aus der Pfalz) übersiedelte aus erbrechtlichen Gründen vor knapp 250 Jahren nach München. Mit im Gefolge, sein Metzger aus Mannheim – so muss ein Gefolge aussehen … Dieser entwickelte alsbald aus fein gehacktem Schweine- und Rindfleisch einen Brät, der in Brotformen gebacken wurde – und wird. Ein guter Leberkäs – mit (wichtig!) gewissen zeitlichen Abständen – ist köstlich. Und wir lernen von ihm, dass die Wahrheit nicht immer in der Mitte liegt. Der Kundige schätzt nämlich seine knusprigen Endstücke (Scherzl). Auf die Hand – als Leberkäs-Semmel – ist er ein sehr verlässlicher Aufheller. Der Senf (süß oder scharf) liebt ihn – und wohl dem, der solche Freunde hat. Es gibt ihn in rot undWeiter Lesen

In der zehnten Folge (hier bisher alle) gibt es erstmals einen Doppelpack. Es handelt sich um zwei mächtige Eichen am südlichen Ortsrand von Dünzlau. Sie bestaunen sich gegenseitig schon sehr lange. Und sie tragen tatsächlich die von der Stadt Ingolstadt vergebenen Nummern 1 und 2. Insgesamt wurden von dort bisher 37 Nummern (bei 49 Einzelbäumen) vergeben. Die Serie dauert also noch eine Weile. Ein Baum macht auch ohne Blätterkleid stets eine bella figura. Nackt hat oft was … Und es kommt dabei auf seine Umgebung an. Die Nummer 20 zum Beispiel, würde man begrünt kaum wahrnehmen. Mit dem 14.02.2021 habe ich einen Tag mit Speckwetter erwischt. Erinnerlich – diese Notiz hält ihn weiter fest – ein herrlicher Spaziergang. Die Szenerie wurde – wie bisher alle – natürlich gänzlich ohne AutoWeiter Lesen

Das neue Jahr hat bei mir gut angefangen. Eine kleine Geschichte von Bier, Glück und Vorfreude. Und der Erkenntnis was eine „Glumpgruam“ ist. Die Reihe „Unter unserem Himmel“ ist eine (von mehreren) Perlen des Bayerischen Rundfunks. Gerne(!) entrichte ich dafür einen Obolus in Form meines Rundfunkbeitrags. In der Folge „Vom handwerklichen Brauen in Oberbayern“ (Erstausstrahlung März 2016) machte ich im letzten Jahr Bekanntschaft mit dem Baderbräu in Schnaitsee. Wunderbar slow. Schaut am besten hier (Minuten 17:10 bis 32:40) gleich selbst mal rein. Anmerkung – die im Film noch verwendeten Einliter-Bügelverschlußflaschen wurden 2018 gegen Halbliter-Euroflaschen ausgetauscht. Wenn das Baderbräu-Bier nur halb so gut schmeckt, wie es seither sehnsüchtig in meinem Kopf eingelagert schlummert – es wäre sehr, sehr gut … Probiert habe ich es nämlich tatsächlich noch nicht. Aber ich binWeiter Lesen

Ein Wirtshaus zu Fuß zu erreichen ist eine kluge Sache … erinnere nur Urlaube in den Bergen! Die Vorfreude auf Speis und Trank nimmt schrittweise zu. Man erscheint mit roten Bäckchen und gescheitem Hunger. Auf dem Rückweg kurbelt man wandernd die Verdauung an. Das großartige Kloster Plankstetten bietet sich für derartige Unternehmungen als sehr geeigneter Angelpunkt an. Zum Starten. So geschehen Anfang Dezember. 5,2 Kilometer ging es zur Post Berching. Anlass war eine Spezialität – hausgemachte Fish ’n‘ Chips vom Oberpfälzer Karpfen! – über die ich aber ein andermal berichten werde. Und zum Ankommen. So im Rahmen des gestrigen Spaziergangs mit Freunden zu Neujahr. Mit 5 Kilometern fast die identische Distanz vom Zentrum Beilngries aus. Unsere Vorfreude galt der dortigen Klosterschenke. Die Küche zeigte – wie immer – großes, frisches,Weiter Lesen

Heiliger Abend. Habe gerade die Familienkrippe aufgebaut (Geschichte dazu). Zur heutigen Szene führt uns der Solnhofener Wanderschäfer Lukas Baumann – zusammen mit seinen beiden Hunden Maja und Annamirl. Und natürlich seine fast 500 Tiere starke Herde aus Schafen und Ziegen, die von Frühling bis Herbst vom Urdonautal über Neuburg nach Ingolstadt und zurück zieht. Ich treffe die Truppe regelmäßig beim Laufen auf dem Damm nördlich des Ludlgrabens. Die Fotos stammen aus den Jahren 2018 und 2019. Juli 2018: Mai 2019: Heiliger Abend 2021. Zu unserer Krippe. Die Hirten hören die Worte „Fürchtet Euch nicht“ (Lukas 2,10) … Tut das auch nicht – frohe Weihnachten!

Gar nicht so selten suche ich in der Mittagszeit die von mir sehr geschätzte Franziskanerkirche auf. Dort finde ich regelmäßig Stille, Erdung und Kraft. Und neuerdings auch Quitten. Bei einem meiner letzten Besuche machte ich eine erstaunliche Entdeckung. Für sie gibt es sicher einen ganz profanen Grund. Wenn man jedoch ein bisserl ins Nachdenken gerät, offenbaren sich auch ganz andere Motive. Zunächst gilt es aber, sich vor Ort zurechtzufinden. Durch das Mittelschiff geschritten, am Altar angekommen, geht man nach links. Der dortige Seitenaltar zeigt den Erzengel Michael. Die Inschrift „Quis ut Deus“ („Wer ist wie Gott?“) beseitigt jeden Zweifel an seiner Identität. Ganz beiläufig kann ich so endlich mal hier meinen Namenspatron passend in Szene setzen. Beiläufig – denn wir wenden uns erneut nach links. Und treffen jetzt auf eineWeiter Lesen

Der erste Schnee, Kaminfeuer … ich hatte spontane Lust auf eine Eisbock-Probe. Hier erfährt man geschwind, was ein Eisbock ist und wie er hergestellt wird (er wird als solcher nicht gebraut, sondern entsteht durch Entzug des gefrorenen Wassers). In Griesmüllers Altstadtbrauerei entwickelt er sich übrigens auf Wunsch direkt am Tisch. Die Auswahl in der Region ist recht klein. Mit zugegeben überschaubarem Aufwand, fand ich gerade mal drei Exemplare. Der Eisbock von Nordbräu hat 9,2% (0,5 l/1,05 EUR), der Frigus von Urban Chestnut 11% (0,33 l/8,99 EUR) und der Aventinus vom Schneider 12% (0,33 l/1,80 EUR). Meine Eindrücke: Nicht so der Bringer. Das Nordbräu-Exemplar lässt geschmackliche Ballung und Konzentration vermissen. Das Ausgangsbier hatte ihn wohl schon nicht an Bord (siehe auch den sehr günstigen Preis für einen Eisbock). Der Frigus hingegenWeiter Lesen

In dieser Jahreszeit zieht es mich mächtig nach Mittelfranken. Sehr gerne in Begleitung meines Freundes Gunter. Uns verbindet das Wissen um dessen Schätze. Exemplarisch folgen zwei Ausritte. November 2016 und November 2021. 2016. Freitag ist Wochenmarkt in Treuchtlingen. Dort präsentierte Bernhard Hecht gute Tropfen aus seiner Brauerei in Pappenheim|Zimmern – Hechtbräu. Einer der besten Bäcker – überhaupt. Arnd Erbel. Seine Backstube findet sich in Dachsbach. (Auch) ein Lebkuchenmann. Der Höhepunkt. Karpfenessen! Ein Hochgenuss. Man kann dem viel Würde geben. Mitten im Aischgrund. Wir sind gleich zwei Mal eingekeht. Im Brauerei-Gasthof Zwanzger. Und in die Braugaststätte Prechtel. Jeweils in Uehlfeld. 2021. Bäckerei Arnd Erbel. Natürlich. Karpfenessen. An einem der besten Plätze dafür – überhaupt. In der Fischerei der Familie Oberle in Kosbach. Natürlich im Slow Food Genussführer aufgenommen. Eine gute BratwurstWeiter Lesen

Heute gibt es einen Kontrapunkt zum greislichen Wetter derzeit. Es geht nach Gerolfing. Zur einzigen Kastanie (Rosskastanie) unter den Naturdenkmälern der Stadt Ingolstadt. Sie trägt die Nummerierung 5 und erscheint linker Hand nach dem östlichen Ortseingang. Ihre Dreiwortadresse lautete: sahne.schreibtisch.erheben. Wann fotografiert man eine Kastanie am besten? Natürlich in voller Blütenpracht! Ich war am 22.05.2021 dort. (8) – Naturdenkmäler in Ingolstadt – (10)

Zur Vorgeschichte geht es hier. Seit heute sieben Uhr gibt es die beiden wieder! Gastronomisch. In der Theresienstraße 17. Dort brennt von neuem Licht in der Bar Nero. Jetzt allerdings mit dem großartigen Zusatz „by Stefanella“. Auf den ersten Blick hat alles den Umzug gut überstanden. Exemplarisch seien erwähnt: Ansteckendes Lachen, die köstliche Lasagne, die selbstgemachte Torta Nuvola und vernünftige Milch zum Kaffee (leider nicht selbstverständlich). Von der Kanzlei sind es jetzt nicht mehr 260, sondern nur noch 140 Meter … Ich wünsche einen guten Start! Bar Nero by Stefanella. Theresienstraße 17, 85049 Ingolstadt. Geöffnet täglich (außer dienstags) von 7 bis 18 Uhr.

Es ist an der Zeit für ein weiteres Ingolstädter Naturdenkmal. Für Nr. 15 (Nummerierung der Stadt Ingolstadt). Die Eiche steht südlich des St. Monika Kindergartens. Ihre Dreiwortadresse lautete: schublade.gerührt.mittag. Am 14.05.2021 habe ich sie für meine Serie eingefangen. (7) – Naturdenkmäler in Ingolstadt – (9)

Wie schon bei Piemont 2018 offenbart – die Zeit vor Ort vergeht vornehmlich mit Weinproben, die durch häufige Nahrungsaufnahmen unterbrochen werden … Man muss schließlich auch mal auf ein Opfer verzichten können! Zunächst am Irschenberg (ein Klassiker Richtung Süden) und dann in Südtirol gab es Zwischenstopps. Mein Notizbuch berichtet: Dinzler (Café/Restaurant|Irschenberg)|Manincor (Weingut|Kaltern)|Tröpfeltalhof (Weingut|Kaltern)|Il Cortile (Agriturismo/Osteria|Diano d’Alba)|Cascina Ballarin (Weingut|La Morra)|Brandini (Weingut|La Morra)|Repubblica di Perno (Osteria|Monforte d’Alba)|Ca’ d’ Gal (Weingut|Santo Stefano Belbo)|Local (Osteria/Laden|Bra)|Silvio Grasso (Weingut|La Morra)|Boccondivino (Osteria|Bra)|La Lanterna di Diogene (Osteria|Bomporto)

Im Herbst pflege ich für gewöhnlich einige Tage im Piemont zu verbringen (2011|2014). Genauer gesagt, darf ich meinen Freund Moni begleiten, der dieser Tradionen schon länger frönt. Die Zeit vergeht vornehmlich mit Weinproben, die durch häufige Nahrungsaufnahmen unterbrochen werden. Das Piemont ist dafür vortrefflich geeignet. 2020 waren wir nicht dort. Aber 2018 und 2019. Zum Vorglühen auf ganz bald, genehmige ich mir einen Blick in den Rückspiegel. Ohne viel Worte. Zu Beginn gelang gleich ein Glückstreffer. Auf dem Campus der von Slow Food gegründeten, weltweit ersten Universität der Gastronomischen Wissenschaften (Università di Scienze Gastronomiche di Pollenzo) trafen wir Carlo Petrini – den Gründer der Slow Food Bewegung. Mein Notizbuch berichtet: Local (Osteria/Laden|Bra)|Silvio Grasso (Weingut|La Morra)|Dacapo (Weingut|Agliano Terme)|Ca’ d’ Gal (Weingut|Santo Stefano Belbo)|Cascina Ballarin (Weingut|La Morra)|Da Gemma (Osteria|Roddino) Danach ging esWeiter Lesen

SCHNIPSEL 47 Goldener Oktober. Heimfahrt von einer Wanderung im Altmühltal. Aufgemerkt – in der Gegend um Wellheim warten in der Regel Augenweiden. Arrangements der Familie Hiermeier. Schaut unbedingt mal hier. Und so auch diesmal. Ein Ölfeld. Vollbremsung. Mittendrin habe ich dann sogar den Regisseur persönlich getroffen: Markus Hiermeier. SCHNIPSEL 48 Lebkuchen 2021. Welchen hat die Bäckerei Erhard neu im Programm? Chili-Kirsche. Welcher musste dafür gehen? Banane-Curry. Welcher schmeckt mir am besten? Elisen. Gerade geholt – ab November geht das schon … SCHNIPSEL 49 Die letzten beiden Quitten 2021 aus dem Klostergarten der Ingolstädter Kapuziner. Für ein Marokkanisches Lamm … SCHNIPSEL 50 Erweiterung meines Einkaufszettels. Mit Eiern und Kartoffeln (unter anderem Linda): Wolkertshofener Mühle 3, 85128 Nassenfels/Wolkertshofen/Tel_08424-8856249, Familie Eva und Markus Husterer. Bioland! SCHNIPSEL 51 Salz, Koriander, Liebstöckel, Salbei, Urwald Pfeffer,Weiter Lesen

Es gibt eine Nachspeise, zu der ich ein ganz besonderes Verhältnis habe. Sie ist Bestandteil meines Geschmacksfundaments – Apfelkompott. Im Garten meiner Großeltern gab es vier Apfelbäume. Der einzig sicher bestimmbare stand vor dem Gartenhaus und trug Jakobiäpfel (weißer Klarapfel). Die waren mir als Bub, frisch gepflückt, immer viel zu sauer. Hinter dem Haus befand sich ein Baum mit großen gelben Äpfeln. Wir nannten diese Champagneräpfel. Bei der Lagerung bildete sich eine beachtliche Wachsschicht. Nach ihnen duftete im Winter der ganze Keller. Und in der Gartenmitte standen zwei gleiche Bäume, deren Früchte in der Familie schlicht unter Winteräpfel liefen. Aus ihnen allen bereitete meine Oma Kompott. Sie weckte auch Kirschen und Zwetschgen ein. Zimt kam aber nur zu den Äpfeln ins Glas. Diese Kombination verzauberte mich. Unzähligen Festessen setzte dasWeiter Lesen

Der Mensch war Jäger und Sammler. Und ist er es immer noch. Und er schätzt Ordnungen. An einer Hauswand in meinem Viertel häufen sich gerade die Beweise dafür (der ansprechende Anblick ist leider meistens durch parkende Autos verstellt): Sogleich hatte ich wieder nachfolgende Zeilen im Sinn. Sie stammen aus der heilsamen Serie „Was mein Leben reicher macht“ (DIE ZEIT). Die Zuschrift war so Oktober oder November letzten Jahres im Druck: „Ich bringe meinen Enkel zum Kindergarten. Großstadt, viel Verkehr, doch irgendwo findet Paul einen Stock: Der Wert ist gleich erkannt, er wird mitgenommen! Kaum 200 Meter weiter: noch ein Stock. Die beiden werden ausgiebig miteinander verglichen, dann fällt die Entscheidung: Der zweite Stock ist besser! Kurz darauf ein dritter: noch dicker, noch länger! Meine Überlegung unterdessen: Wie, um Himmels willen,Weiter Lesen

Eine von mir regelmäßig aufgesuchte Wasserstelle im Internet ist das Tagebuch von Vincent Klink. Eine Empfehlung von ihm brachte mich zu den großartigen(!) Kochgenossen. Und bei diesen sprang mich dann das Estragon-Henderl an. Und wie! Man kennt das gelegentlich ja. Aus dem Nichts heraus entsteht ein Bedürfnis, das hartnäckigst nach Stillung verlangt. In meinem Fall übermannte mich sogar eine wahrliche Sehnsucht nach Estragon. Durchaus überraschend, hatte ich doch das frische Kraut bisher nicht wirklich auf dem Schirm. Ans Werk also. Gutes Huhn aus dieser Quelle. Eine Flasche Noilly Prat (Original Dry). Den Rest der Rezeptur dürfte jeder Koch-Haushalt in Griffnähe haben. Den frischen Estragon schließlich wollte ich en passant besorgen … Haha! Kein Markttag. Stauden Haid hat Betriebsurlaub. Das Obstkistl auch. Die Gärtnereien Trögl und Zitzelsberger haben keinen. Drei türkischeWeiter Lesen

Zur Gefühlslage habe ich hier bereits alles gesagt. Diese Woche gab es von einer Mandantin Haselnüsse. Aus der Hallertau, vom Biohof Hilz. Mein Beruf hat mit dem Knacken von Nüssen viel gemein. Auch in ihrem Mandat besteht daran kein Mangel. Und es ist noch nicht einmal beendet. Damit ich nicht aus der Übung komme. Gemeinhin gelten Nüsse überdies als Nervennahrung. Alles richtig gemacht. Danke!

Treue Leserinnen und Leser wissen was jetzt kommt. Wer hingegen Hilfe benötigt – hier ist sie. 2020 – Überraschung! – gab es keine OLMA … Und damit auch kein Plakat. 2021 schaut die Sache so aus: Weil ich gerade im Thema bin, gibt es eine überfällige Nachlieferung aus dem Jahr 2017. Da feierte die OLMA ihre 75. Ausgabe. Dafür wurden 75 Botschafter ernannt. Es war mir eine Ehre! Unersetzlicher Bestandteil des Festmenüs nach dem Festumzug durch die St. Galler Innenstadt war natürlich eine OLMA-Bratwurst (mit Kartoffelgratin, grünen Bohnen und Karottenstängeli): Die lokale Brauerei Schützengarten kreierte zum Jubiläum einen eigenen Sud. Als Flaschenetiketten glänzten historische Plakate: Nach der OLMA stand ein Abstecher nach Zürich auf dem Programm. Das Hotelpersonal spendierte während der Anmeldung – Namen sind eben nicht Schall und RauchWeiter Lesen

Ein kleiner Wink. In der Ingolstädter Kreuzstraße 3 war füher (sehr früher, wobei – ich habe dort noch eingekauft …) die Bäckerei Josef Lang. Nach meinen Informationen war es die Hostienbäckerei für Münster und Moritzkirche. Kann das eine ältere Schanzerin, ein älterer Schanzer bestätigen (das Backen der Hostien dort)? Eine Filiale einer anderen Bäckerei kam und ging. Und dann eröffnete das Stella d’Oro hier eine Eisbar. Diese wurde vor ca. zwei Jahren übernommen. Von Antonella und Stefano. Sie kommen aus Kalabrien. Obwohl man hier ganz wunderbar sitzt und genau diesen Aufblick hat ging dieser Platz an mir vorbei – respektive ich an ihm. Ts, ts, ts, … Bis vorletzte Woche, in der mir mein Freund Gunter (Danke!) nahelegte, hier einmal die Lasagne zu probieren. Gunter leitet die Kochgruppe von SlowWeiter Lesen

Um den Schwirbel (wie ihn sein Urheber nennt), bzw. das Springinkerl (wie es bei mir heißt), ist es hier seeeehr ruhig geworden. Im Juni 2011 hatte es Premiere. Knapp drei Jahre habe ich stetig über seine Auftritte berichtet. Sein letztes Lebenszeichen liegt aber inzwischen gute 7(!) Jahre – Februar 2014 – zurück. Es gibt einen ganzen Strauß von Gründen, die Figur mal wieder zu beleuchten. I. Ich habe es im Fernsehen gesehen! Ich schätze Denis Scheck und seine Sendung „druckfrisch“ (ARD). „Vertrauen Sie mir, ich weiß, was ich tue“ … Vergangener Sonntag, 12.09.2021. Opener für das Interview mit Daniela Krien. Aber schaut einfach selbst (Quelle: ARD Mediathek): Schön! Habe sogleich bei der Redaktion nachgefragt wo das ist. Antwort: In einem Atelierhaus in Leipzig. II. Ich habe von lieben Menschen FotosWeiter Lesen

Jetzt findet meine Serie „Weineinkauf in Ingolstadt“ doch tatsächlich eine Fortsetzung. Schön! Bisher gibt es acht Folgen – hier geht es los. Der neue Kandidat ist elfgrad°. Es gibt eine Vorgeschichte. elfgrad° ist Händler, sieht sich aber vor allem auch als Vermittler von Lust auf Wein. Ende August gab es dazu eine Festivität im ehemaligen Donaukurier-Forum (Staffenbergstraße 2a, 85051 Ingolstadt). Hier ist deren neues Weinlager. Und hier soll es zukünftig weinaffine Veranstaltungen geben. Die nächste ist schon am 16.09.21 – check. Im Fortgang gibt es einige Eindrücke von einem schönen Abend. Das Ganze kommt sehr fein und edel daher. Bitte dazu keine Berührungsängste haben. Die angebotenen Weine sind hochinteressant. Die Menschen dahinter offen, geerdet und leidenschaftlich am ehrlichen Genuss – ohne hohles VIP-Getue – interessiert. Die Tramezzini waren köstlich. DieWeiter Lesen

Von Mitte Oktober bis Mitte November 1994 war ich zum ersten Mal in den USA. Ich verbrachte die Zeit – von einem Abstecher nach Washington, D.C. ausgenommen – ganz und gar in New York. Natürlich bin ich seither in diesen Ort verliebt. Ich war 25 und Student. Eine herrliche Zeit! Wesentlichen Anteil daran hatte mein Gastgeber und Freund Bill. Heute besteht er ja auf William. Ich bleibe aber – und darf das auch – bei Bill. Auf der Überfahrt nach Liberty Island entstand dieses Foto. Anfang November 1994. Es war recht frisch. Bill zog meine schwarze Lederjacke an. Im Arm Kirsten: Zwei Jahre später heirateten Bill und Kirsten. Ich war einer der Trauzeugen. Anfang Dezember 1996 – entstand dieses Foto. Petra – meine ♥ Frau – auf der Brooklyn HeightsWeiter Lesen

Vielleicht ist es auch ein bisserl Sehnsucht nach der eigenen Studentenzeit. Ich bin seinerzeit nämlich durchaus gerne in die Mensa gegangen – in diese hier. In Ingolstadt existieren für Studierende zwei Mensen. Einmal die vom Studentenwerk Erlangen-Nürnberg für die Technische Hochschule an der Esplanade 10. Das Studentenwerk ist Bio-zertifiziert und positioniert sich sehr löblich in Sachen Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Regionalbezug – schaut mal da! Diese Stätte hatte ich bisher gar nicht auf der Rechnung. Die Recherche zum Thema brachte sie ans Licht. Nächste Woche schaue ich mich dort mal um. Zum anderen – leider (bisher?!) ohne diese Agenda – gibt es die Mensa im Canisiuskonvikt für die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt in der Konviktstraße 1. Sie wird von der Canisiusstiftung betrieben. Das Schöne – an beiden Orten kann man auch ohneWeiter Lesen

District Five ist Kaffeerösterei. Und Kaffeehaus. Und Ideengeber für so Vieles. Zum ersten Mal tauchte die Unternehmung von Tobias Stehle, Michael und Andreas Menrad Ende 2016 hier im Blog auf. Mit deren Pop Up Café in der Donaustraße 2 (das Haus ist zwischenzeitlich einem gelungenen Neubau gewichen): Seit Ende Mai 2018 residiert man auf der anderen Straßenseite (Donaustraße 3). Die Bilder entstanden wenige Tage nach der Neueröffnung: Momentaufnahmen vom April 2019. Probiert unbedingt die Shakshuka! Ende Februar 2019 gründeten die Jungs den Weinhandel elfgrad°. Gleich vom Start weg mit sehr beachtlichen Tropfen (insbesondere auch Naturweinen). Und sehr feinen Veranstaltungen. Ich hatte das Gefühl in Berlin, Hamburg, Köln oder München zu sein. Von Ingolstadt war ich so etwas nicht wirklich gewohnt. Das – und der Wein – ging runter wie Öl.Weiter Lesen

Es gibt in meinem Archiv eine Unmenge von Bildern und ein Kunterbunt an Notizen. Ihnen gemeinsam sind zwei Eigenschaften: Sie haben hier keinen Einzug gefunden – ich hatte keine Zeit dafür. Und – es wäre schade drum! Weil sie alle auf ihre Art einzigartig sind und vielfach sonst nichts mehr an sie erinnern würde. Weil sie Quellen neuer Inspiration sein können. Weil ich damit Ordnung finde und bei Bedarf hier schnellen Zugriff habe. Und endlich, weil ich damit Menschen – besonders ihren Protagonisten – eine Freude machen kann. Die Geschichten sind durchweg betagt. Ihre Erzählung erfolgt skizzenhaft und großkörnig. Ich nenne sie Resteküche. Diese ist bekanntlich schmackhaft. RESTEKÜCHE 1 Im Mai 2012 saß ich mit Marco Dombek – dem Brauer von Schwalbenbräu und der Bavarian Bully Brewing Company – inWeiter Lesen

Unser Bollerwagen steht seit viele Jahren unangetastet im Schuppen. Dieser Tage habe ich ihn rausgeholt. Er hat wieder eine Aufgabe! Hilfe bei der Nahversorgung mit einem fundamentalen Lebensmittel. Bier! Hand- und Spanndienste im eigenen Interesse. Erhellende Nebenbemerkung: Gemäß § 65 I S. 3 StVZO ist bei Bollerwagen eine Bremse nicht erforderlich. Der Franz Rottenkolber hat in seiner Altstadtbrauerei (Griesmüllers) jetzt die Möglichkeit, seine Köstlichkeiten in die Flasche zu bringen. Erster Kandidat ist erfreulicherweise sein Schutter Export. Die 12er Tragl werden aus bayerischem Holz und sozial einwandfrei gefertigt. Der Chef befüllte persönlich. Wir bollerten einmal ums Münster und die feine Fracht war geborgen.

Den dritten Fang in der kleinen Reihe werde ich kurz und knapp fassen. Der Anlass dafür ist erfreulich. Die Nachfrage von frischem (und geräuchertem) Fisch der Familie Edith und Martin Lang aus Regelmannsbrunn übersteigt nämlich nicht selten deren Angebot. Man gibt sich deshalb sehr zurückhaltend. Im positiven, maßvollen und bescheidenen Sinne. Doch nicht jeder Hinweis wird vermieden – siehe die Listung der Forellenzucht Lang bei „Köstliches vom Lande“. Und natürlich stehen sie auf meinem Einkaufszettel! Regelmannsbrunn ist ein Weiler bei Böhming im Altmühltal. Die köstlichen Forellen und Saiblinge gedeihen im Wasser einer Quelle, die danach der Altmühl zufließt. Es sind bayerische Fische. Die befruchteten Eier kommen aus der Oberpfalz. Für heute – alles gesagt. Und fast gezeigt. Zum ersten Mal „Mojo verde“ (Koriandersauce von den Kanarischen Inseln) gemacht: RRR!!! zumWeiter Lesen

Im Ofen. Der Duft im ganzen Haus hatte allerdings bereits etwas Großes angekündigt. Ein Schweinsbraten (vom Naturschwein) gebettet auf Zwiebeln: Im Schuppen. Hat gerade so reingepasst. Der kürzliche Nachschub. Hochsommerlicher Party Pooper: In guten vier Monaten ist Weihnachten … In der Donaustraße 11. Noch bis Oktober. Schöpfungen im Rahmen des streetArtig international II (Kunst und Kultur Bastei e.V.). Mein Primus stammt vom Argentinier Eduardo Relero und heißt „Muela del jucio. Final con Fredda“: In der Flasche. Bisher eine meiner feinsten Entdeckung im laufenden Jahr. „Ventus“ – von der Bodega Venta d’Aubert:

Als ich letztes Jahr Griesmüllers Altstadtbrauerei hier vorstellte, gab ich dem Bericht die Überschrift „Aus der Mitte entspringt ein Bier“. Das war nicht ganz richtig – komponierte Franz Rottenkolber zu dieser Zeit doch noch im Münchner Umfeld. Seit Juni ist es aber nun endlich die reine Wahrheit. Mitten in der Altstadt (Schulstraße 19) braut sich mit Ingolstädter Wasser etwas zusammen! Alle Biere sind jetzt echte Schanzer (= Geburt innerhalb der Stadtmauern von Ingolstadt). Zum Start präsentiert sich auch ein Braunbier – „Alt Schanzer Braunbier“. Vor 100 Jahren gab es in der Region eigentlich nur Braunbier- und Weißbier-Wirtshäuser. Rottenkolber beschäftigt sich gerne mit Braugeschichte. Einer lokalen Rezeptur aus dem Jahr 1905 – von ihm im Stadtarchiv ausfindig gemacht – gab er im neuen Sudkessel eine Chance. Eine gute Idee! Im VergleichWeiter Lesen

SCHNIPSEL 42 Das angekündigte Augustiner-Wirtshaus (Augustiner-Bräu Theresienhof) hat am 19. Juli aufgemacht. Sehr schöne Räumlichkeiten! Der 1. Stock wird noch nicht bespielt. Am 22. Juli habe ich mir meine erste Halbe genehmigt. Sie kommt aus dem Fass. Es ist nicht aus Holz. Info Bedienung auf Nachfrage: Kommt aber noch (dann wohl partiell). Das Helle kostet 3,90 EUR (Vergleich: Das Altbayrische Hell (Herrnbräu) im Weissbräuhaus kostet 3,80 EUR). Ein „Klassiker“ zeichnet sich durch einen gewissen Traditionswert aus. Vom Start weg gibt es auf der Speisekarte trotzdem bereits „Theresienhof Klassiker“ … Wer die Küche beliefert ist leider nicht ersichtlich. Im Krautsalat fehlte der Kümmel. SCHNIPSEL 43 Panna Cotta geht immer. Lavendel hat gerade Saison: SCHNIPSEL 44 Die „Neue Welt“ ist (schon wieder) neu gestrichen worden. Der Außenauftritt wird immer puristischer: SCHNIPSEL 45Weiter Lesen

Ende April war ich im Orbansaal. Letzten Montag auch. Dieses feine Bauwerk aus dem Barock, mit seinen Stuckdekoren und Reliefs in altstädtischer Traumlage, ist mir in ganz besonderer Erinnerung. Eine kleine Geschichte dazu: Während meiner Schulzeit verbrachte ich ein Jahr im Internat. Nicht hinter den sieben Bergen, sondern mitten in Ingolstadt, im Canisiuskonvikt – der frühere Volksmund kannte es auch als „Kistn“. Zum Komplex des ehemaligen Jesuitenkollegs (1576 – 1773 = Geist ist geil in Ingolstadt) gehört auch der Orbansaal. Erbaut 1725 als Museum für die Sammlung des Jesuitenpaters und Professors der Mathematik Ferdinand Orban (1655-1732). Westlich des Gebäudes, wo sich heute ein kleiner Park und eine Turnhalle befinden, war der Sportplatz des Internats. Ich glaube, es gab keinen Tag in meiner Zeit dort, an dem ich nicht in derWeiter Lesen

Unter der sehr achtsamen Fürsorge und Pflege der Gebrüder Florian und Philipp Sochatzy – und deren Lieben – entstehen in Eichstätt geistreiche Köstlichkeiten. Man richte seinen Blick zur weiteren Erhellung nach hier. Ihre jüngste Kreation in der Flasche vereint namentlich gegenwärtiges Ritual mit Hoffnung: „Gin Zi Dance“. Im Untertitel: „Nach allen Abstandsregeln der Kunst“: Sie begleitet die soeben gestartete gleichnamige Tour der niederbayerischen Hip-Hop Buben von Dicht & Ergreifend und dient als Dance-Schmiermittel um (“ … den Inzi-Dance-Wert durch die Decke drücken“). Der Gin hat neben Wacholder diese Botanicals an Bord: Pfirsich, Cacao, Holunderblüte, Orange und Grapefruit. Sehr fein geworden! So fein, dass ich damit einen Gin & Tonic nicht empfehle. Pur entspricht seinem Talent. Seine Nase? Irgendwann konnte ich sie benennen: Riecht wie eine frisch aufgeschnittene Sachertorte! Wer will?Weiter Lesen

Seit soeben weiß ich, wie das Baby heißt. Das frische Schild in der Ingolstädter Theresienstraße 15 verrät es: Augustiner-Bräu Theresienhof. Nachtrag: Es kommt noch ein gemalter Schriftzug über den Eingang: Auf Nachfrage beim Bauleiter – die Eröffnung ist wohl bereits am Wochenende 16.|17.|18. Juli. V o r f r e u d e ! ! ! (65) – Fingerzeig – (67)

Bei Sehnsucht nach vietnamesischer Küche (wer sie kennt, hat sie) fällt in Ingolstadt meine Wahl regelmäßig auf den kleinen Laden in der Schmalzingergasse 9 – das Chopsticks. Vertraut mir, besser noch ihnen – sie wissen dort was sie machen. Es gibt neben der planmäßigen, eine Tageskarte. Der Tofu ist hausgemacht. Seit einigen Wochen ist im Chopsticks ein Countdown zu vernehmen. Das hat einen schönen Grund. Die Inhaberin – Minh Thu Nguyen – und ihr Mann Tao machen um die Ecke, in der Milchstraße 10, eine weitere Lokalität auf. Sie heißt: Hungry Monkey. Die Familie Nguyen stammt aus dem nordvietnamesischen Hanoi. 2007 kam Minh Thu direkt nach Ingolstadt. 2008 wurde das Chopsticks übernommen. Gestern (03.07.21) eröffnete das Hungry Monkey. Die Milchstraße wird dabei zum kleinen Bauch Ingolstadts: Kurz davor – nochWeiter Lesen

Ich arbeite und wohne in der Ingolstädter Altstadt. Beides genieße ich. Es gibt tierische Kinderstuben die sind brav und zivilisiert. Ich denke da z.B. an die treuen Kohlmeisen in unserem Garten. Und es gibt Kinderstuben, da regieren Spektakel, Alarm und stete Aufregung. Familie Steinmarder wäre hier zu nennen. In einem Dachboden der Nachbarschaft sind drei Junge seit einigen Tagen soweit, die Welt da draußen zu erkunden. Und sie lassen ab Einbruch der Dämmerung keinen Zweifel daran aufkommen, dass die Welt ihre fröhliche Existenz ganz sicher zur Kenntnis nimmt. Die Schanzer Altstadt – allen Unkenrufen zum Trotz – sie lebt! (7) – Kostproben aus Ingolstadt – (9)

Die kleine Serie hat zwischenzeitlich sieben Folgen. Siehe hier. Und ist damit noch weit in der ersten Halbzeit. Was gut ist – habe ich doch richtig Freude damit, diesen besonderen Lebewesen zu begegnen. Heute wird es allerdings unangenehm. Wir erreichen mit dieser Notiz sicher den traurigen Tiefpunkt der gesamten Reihe. Ich schreibe gleich über einen Baum, den es nicht mehr gibt. Hinter der laufenden Nummer 10 verbarg sich eine hundertjährige Rotbuche. Sie war als „Museumsbuche“ bekannt. Wobei dieser Name nicht wirklich ein geläufiger Begriff sein konnte. Der Baum stand nämlich zwischen der Technischen Hochschule und der Halle der ehemaligen „Königlich Bayerischen Geschützgießerei und Geschoßfabrik“ (1885-1919). Ihre Dreiwortadresse lautete: vergraben.essig.angegeben. Diese Halle wird – nach Abschluss sehr aufwendiger Bauarbeiten … – in Zukunft Teil des Museums für Konkrete Kunst und DesignWeiter Lesen

Alles hat seine Zeit. Man hat gewöhnlich ein gutes Gespür dafür, wann es soweit ist. Dieses gilt es zu pflegen. Und zu schützen – vor Verdrängung und Bullshit. Ein guter äußerer Indikator ist die Reife der Wald-Erdbeere. Sie ist – selbst im Garten – soweit: Die Referenz für Erdbeeren auf Feldern liegt in Ingolstadt beim Biohof Hundszell (Bioland). Die Standorte 2021 sind in Hundszell (Zufahrt über „Am Euler“ nördlich Gut Winkelacker), an der Gerolfinger Straße (Spitzlmühle links) und oberhalb von Mailing (Kreisverkehr B 16a Richtung Interpark). Das Zeitfester ist offen. Ganz wunderbar ist es zu beobachten und zu genießen, wenn Veredler genau das abwarten und uns aus dieser Quelle mit ihren Kreationen daraus beglücken. So schon immer das mundgerecht mit diesen Erdbeer-Tartes. Und – bis die Saison vorüber ist – das diagonal.Weiter Lesen

Das wichtige Projekt „Arche des Geschmacks“ der Slow Food Stiftung für Biodiversität schützt weltweit regional bedeutsame Lebensmittel, Nutztierarten, Kulturpflanzen sowie traditionelle Zubereitungsarten vor dem Vergessen und Verschwinden. Nicht so oft schützt es sich angenehmer. Der rote Faden dafür lautet nämlich schlicht: Essen, was man retten will! Macht das niemand, verschwinden die Dinge … Dieser Tage gab es Gelegenheit gleich zwei Arche-Passagiere kennenzulernen. Schon ewig stand bei mir der Allgäuer Weißlacker auf der Liste. Eine Strafverteidigung vor dem Amtsgericht Kempten brachte mich in seine Nähe. Genauer gesagt, in den Hofladen der Allgäuer Hof-Milch GmbH in Sonthofen. Der zweite Kandidat ist das Gelbvieh. Eine – die – fränkische Rinderrasse. Deren Milch steht im Zentrum des Interesses der Familie Regus aus Dachsbach. Mit der Marke „Käse vom Fränkischen Gelbvieh“ und dem regionalen HerkunftsbegriffWeiter Lesen

Landwirtschaftlich genutzte Flächen sind mal mehr, mal weniger Augenweiden. In einer sehr frühen Notiz von mir ging die Fahrt ins Blaue. Da war die Sache klar. Und das ist sie auch, wenn es auf die Felder der Wellheimer Familie Hiermeier geht. Ob Ölkürbis, Hanf, Sonnenblumen oder Mohn – das Auge freut sich! Im Juni letzten Jahres – genau am 03.06.20 – stand ich zum ersten Mal in einem blühenden Mohnfeld. In Deutschland unterliegt der Anbau von Mohn dem Betäubungsmittelgesetz (§ 3 I Nr. 1, Anlage III BtMG). Die Bundesopiumstelle [sic!] in Köln erteilt auf Antrag für morphinarmen Sorten eine Anbauerlaubnis. Davon gibt es derzeit drei. Die Wintermohnsorte „Zeno Morphex“ und die Sommermohnsorten „Viola“ sowie „Mieszko“. Alle drei Sorten sind Blaumohne (Papaver somniferum). Familie Hiermeier (Slow Food Mitglied) nutzt den lilaWeiter Lesen

Am 22. Mai 2021 um 19:48 Uhr beendete ich persönlich den Gastro-Lockdown. Im diagonal. Mit dem besten panierten Schnitzel im sehr weiten Umkreis. Endlich! Eine Woche später – heute – machte ich meine Aufwartung nur wenige Häuser weiter. Das ZWØLF hat offen! Was für eine Durststrecke – hier und hier. Sehr endlich!!! Das erste Bier an neuer Stätte will wohl überlegt sein. Meine Wahl fiel auf das Double Dry Hopped NEIPA mit dem denkwürdigen Namen „Gave me Tits“. Was für ein Fruchtkorb! Mit das Feinste, was die Jungs bisher gebraut haben. Hingehen!

Im Arbeitsrecht gibt es die Rechtsfigur der betrieblichen Übung. Durch regelmäßige Wiederholung bestimmter Verhaltensweisen des Arbeitgebers, entsteht beim Arbeitnehmer ein schutzwürdiges Vertrauen auf die Dauerhaftigkeit dieses Zustands. Im übertragenen Sinne verhält sich erfreulicherweise seit nunmehr vier Jahren (2018/2019) – um Pfingsten herum – das Leben mir gegenüber genau so. Und ich bin jemand der vertrauen kann … Dankbar und demütig werde ich also nächstes Jahr hier über Einsichten und Erkenntnisse aus Umbrien berichten, die ich demnächst erst noch gewinnen darf. Heute gibt es eine Nachschau auf eine gute Zeit im letzten Jahr. So pflegt man übrigens auch gekonnt Vorfreude. Die Partie war durchaus geprägt von Corona-Rahmenbedingungen. Niedrige Inzidenzwerte (<3) machten die lustvolle Geschichte überhaupt erst möglich. Es sollte 2020 die einzige Reise bleiben. Und wir hatten bescheidenes Wetter. Unter AgrotourismusWeiter Lesen

Es wird höchste Zeit, diesen wunderbaren Genussplatz hier einmal hochzuhalten. Am nordwestlichen Uferbereich des Baggersees steht, seit ich denken kann, eine Holzhütte. Ich weiß das. Meine Großeltern hatten unweit von dort, im Roten Gries, seit Mitte der 60er Jahre einen großen Garten. Dieser war der himmlische Traum meiner Kindheit und Jugend! Am benachbarten Seeabschitt machte ich erste Schwimmversuche … Die angesprochene Holzhütte spielte keine Rolle. Aus ihr heraus gab es – eigentlich durchgängig konstant – traurige Versuche der Bewirtung … Im letzten Frühjahr fielen mir im regelmäßigen Vorbeilaufen allerdings positive Veränderungen auf. Die Hütte war längere Zeit nicht geöffnet. Plötzlich zierte sie eine frische Holzverkleidung. In den Bäumen baumelten Lampions. Und keine Friteuse signalisierte bereits von weit her, woran man hier is(s)t. Ein Besuch war bereits fest eingeplant. Da kamWeiter Lesen

Am 14.05.2021 ging es zu einem der wohl bekanntesten Baum-Naturdenkmäler dieser Serie. Der Eiche am Auwaldsee. Sie trägt die Nummerierung 12 und hat eine eigene rundumlaufende Bank. Ihre Dreiwortadresse lautet: aufnimmt.zimt.nirgends (4) – Naturdenkmäler in Ingolstadt – (6)

Kunst und Kultur sehen. Obwohl sie scheinbar verschollen sind. Im Rahmen der vielfältigen Online-Initiative trotzdemjetzt wird gegenwärtig die Ingolstädter Fußgängerzone samt Umfeld mit der Freilicht-Kunstaktion EXPO bespielt. 73 Banner gilt es zu entdecken und zu genießen. Hier sind alle versammelt. Ich rate aber unbedingt dazu, sich ebenfalls Wind und Wetter auszusetzen … Gestern habe ich mir daraus ein kleines Spiel gemacht. Ein Motiv legte ich zur Seite. Welche fünf der übrigen Werke sprechen mich spontan (Tagesform) besonders an? Die Qual der Wahl. Und ich musste freilich ausblenden, dass ich beachtlich viele Künstler persönlich kenne. Hier meine aktuellen Take Five: Bleibt noch dieser gleich zur Seite gelegte Banner. Hier konnte ich nichts ausblenden 😉 (6) – Kostproben aus Ingolstadt – (8)