Fast eine Doppelgeburt

Am vergangenen Freitag hatte das Slow Food Convivium Altmühlfranken Geburtstag. Ohne Voranstellung einer Zahl. Als Leiter des angrenzenden Conviviums Ingolstadt (zudem nördlich auch der Landkreis Eichstätt gehört) war ich dazu eingeladen. Eine schöne Geste. Ihre Referenz erwiesen auch Dr. Rupert Ebner (Schatzmeister im Vorstand Slow Food Deutschland) und Claus Fesel (Leiter Convivium Nürnberg).

Die Gründung fand im mittelfränkischen Gnotzheim statt. Im dortigen Stadtteil Spielberg findet sich der Gasthof Gentner. Traumhaft auf einer Anhöhe gelegen, gibt es hier wunderschöne, sehr gemütliche Räumlichkeiten und eine vorzügliche Küche. Natürlich ist das Wirtshaus im Slow Food Genussführer gelistet.

Zum Conviviumleiter wählten die anwesenden Gründungsmitglieder Dieter Popp. Sein Stellvertreter ist Robert Prosiegel. Letzterer ist Metzgermeister. Seine Metzgerei ist in Berolzheim. Er ist Vater des “Sauwohl in Altmühlfranken” – Projekts (weitere Infos). Interessierte Kunden übernehmen dabei eine gemeinsame Schweinepatenschaft. Schaltstelle ist der regionale Metzger. Ein Bauer hält die Tiere in extensiver, ökologischer Weidehaltung. Er bekommt für ein Schwein 500 EUR statt der üblichen 180-200 EUR. Das Tier lebt 11 Monate statt der üblichen 5 Monate. Leben vor dem Tod. Regionale Wertschöpfung. Handwerk. Nutzung des ganzen Tieres. Hochwertige Qualität von Fleisch und Wurst. Preise die Bauern und Metzgern ein echtes Auskommen garantieren. Kunden die zu Co-Produzenten werden. Das Projekt schreit nach einer Umsetzung auch in Ingolstadt! Interessierte Metzger dürfen sich gerne bei mir melden.

Das Menü war sehr fein. Dem Convivium Altmühlfranken alles Gute!

Geburtszeit auch bei der Murnau-Werdenfelser – Herde von Ulla und Franz Eller. Auf dem Heimweg fuhren wir in deren Winterstallung vorbei. Diese Dame (Almi)

ist hochträchtig und es hätte sein können… Tierarzt Ebner gab Entwarnung. Schade eigentlich. Wäre gerne dabei gewesen. Und es hätte so schön gepasst – Doppelgeburt. Eine solche gab es tatsächlich aber am Vortag:

Mutter Lobelia mit Cebelia und Bebelia. Wunderschöne Tiere! Ich bin sehr froh, dass ich vor gut fünf Jahren über Slow Food gestolpert bin.

Nachtrag (26.11.12): 24 Stunden später war es dann soweit. Almi hat sich erleichtert:

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