Wieder im Piemont. Zunächst einige Tage Landpartie. Dann ging es nach Turin zu Salone del Gusto und Terra Madre – den großen Treffen (alle zwei Jahre) von Slow Food. 2009 hatte ich es einmal nach Bra auf die „Cheese“ geschafft. Letztes Jahr dann auf die „Slow Fish“ nach Genua. Jetzt endlich – der Salone!

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Mit den unzähligen wunderbaren Eindrücken und Erlebnissen schreibt man ein Buch und veröffentlicht mindestens einen Fotoband. Oder man belässt alles im Kopf und Herzen. Der Versuch eines Mittelwegs:

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Unterkunft bezogen wir in einem Agriturismo südlich von Alba. Es ist Trüffelzeit …

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Die Weinlese ging hingegen wenige Tage vor unserer Ankunft zu Ende. Überall fanden sich noch Gerätschaften – Erntekörbe wurden gewaschen. Die herrschende Meinung rundum: Aufgrund des sommerlichen Dauerregens gab es dieses Jahr Reifeverzögerungen und beachtliche Mengenausfälle. Kein einfaches Jahr.

Auf dem Gipfel ist es einsam – in Barbaresco:

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La Morra. Hoheitsgebiet des Barolo. Diogenes für Hunde:

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Besuch der Cascina Ballarin (im Slow Wine Führer/60.000 Flaschen). Sehr gute Idee! Kann Weiß und natürlich Rot:

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Meister Giorgio Viberti. Wohl dem, der seine Geschöpfe im Keller hat!

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Immer noch La Morra. Unmittelbar in der Nachbarschaft: Silvio Grasso (im Slow Wine Führer/80.000 Flaschen):

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Und ist das Reisegepäck noch so klein – in Deutschland, Österreich und Italien sollten niemals die Kulinarik Führer von Slow Food fehlen. Dann klappt das mit dem Essen. Versprochen.

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Das „La Rosa dei Vini“ in Serralunga d’Alba war ganz passabel. Sehr gut waren L’Osteria del Vignaiolo und „Osteria Veglio“ (aktuell nicht im Osterie d’Italia geführt; unverständlich) – beide in La Morra. Überwältigend schließlich die Osteria dell’Arco in Alba (selbe Leitung wie die legendäre Osteria del Boccondivinoin in Bra).

Unangemeldet beglückten wir in Santo Stefano Belbo das Weingut Ca‘ d‘ Gal (im Slow Wine Führer/70.000 Flaschen). Eigentlich trinke ich ja nichts Moussierendes aus Weintrauben. Es irrt der Mensch solang er strebt …

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Die Glückssträhne setzte sich im dacapo (im Slow Wine Führer/50.000 Flaschen) in Agliano Terme fort. Das sind die mit dem köstlichen Ruchè di Castagnole Monferrato (hier in Ingolstadt zu haben):

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Das zulässige Gesamtgewicht unseres Fahrzeugs war hiermit fast ausgeschöpft… Bayern gewinnt in Rom 1:7. Schön, sowas in Italien zur Kenntnis zu nehmen … Es ging nach Turin. Der Föhn zeigte eindrucksvoll, warum die Region „am Fuß der Berge“ heißt:

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Die vorbildliche(!) Reiseplanung – Danke meinem Freund Moni! – sah nunmehr die Quartiernahme in einem sehr feinen Bed & Breakfast in unmittelbarer Nähe des Stadtwahrzeichens „Mole Antonelliana“ vor.

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Die Olympiahalle erlebte am Mittwochabend eine sehr bunte Eröffnung. Gänsehautfeeling beim Einzug der Delegierten aus über 160 Staaten mit ihren Fahnen:

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Donnerstag ab 11:00 Uhr. Haupteingang Lingotto Fiere. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort:

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Kurzweil am Stand von Slow Food Deutschland. Verkostung zweier Arche-Passagiere (Arche des Geschmacks zum Schutz der kulinarischen Biodiversität): Würchwitzer Milbenkäse und Berliner Weiße (ganz aktuell als 51. Passagier aufgenommen):

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Der Schutz der Biodiversität von Lebensmitteln und bäuerliche Familienbetriebe waren die Hauptthemen auf dieser Ausgabe von Salone del Gusto und Terra Madre.

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Einer von 107 Taste-Workshops: „The Family Tradition of Balsamic Vinegar“:

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Korean Temple Food:

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Eine weitere geführte Verkostung. „German Pastry-Making: Sweet Berlin“. Fünf verschiedene Käsekuchen aus Berlin:

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Einer der ganz, ganz Großen: Carlo Petrini:

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Am Rande der Messe, Richtung Altstadt, das legendäre Eataly. Lebensmitteleinkauf in allerhöchster Vollendung. Aufgemerkt! Gemüseabteilung. Weit und breit keine Tomaten. Keine Tomaten?! In Italien noch dazu. Doch das geht. Die Saison ist vorbei. Hut ab!

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Slow Food München organisierte ein Abendessen in der Turiner Osteria Consorzio (ein vortrefflicher Platz). Slow Food satt! Das geht so: Nach Eintritt: „Wir haben reserviert.“ Service: „Selbstverständlich!“ Wir: „Für Slow Food.“ Service: „Selbstverständlich! Aber welches Convivium?“ Diese Nachfrage hatte ich noch nie …

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