Fingerzeig (27) – Aus der Pfanne, vom Huber, im Diagonal

Es sind diese scheinbaren Kleinigkeiten, für die leider viel zu wenig Menschen einen Blick haben, die aber so wichtig sind und die den Unterschied machen. Sie zu verkünden ist eine stete Herzensangelegenheit von extra prima good. Unter uns – irgendjemand muss es machen!

Gestern Abend war im Diagonal Stammtisch von Slow Food Ingolstadt. Die beiden Wirte Norbertus von Jordans und Reinhard Maier nahmen dies zum Anlass, endlich eine empfindliche Lücke in ihrer Speisekarte zu schließen. In meinem Lobgesang auf ihre Currywürste hatte ich sie klar ausgemacht:

„Das Schnitzel kommt, schön wellig in Butterschmalz gebraten, aus der Pfanne. Auch seine Herkunft soll in Zukunft – das wurde mir versprochen 🙂 – erwähnenswert sein. Ich bestehe darauf! Speisekarten sind dem Mannschaftssport zuzurechnen. Da ist Geschlossenheit gefragt.“

Das Versprechen ist erfüllt – Danke!!!

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Und wenn der Joseph Huber einige Bauern in der Region von der ökologischen Schweinehaltung überzeugt hat – er ist dran! – dann spricht ja nichts dagegen, dass… OK?!

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3 Gedanken zu „Fingerzeig (27) – Aus der Pfanne, vom Huber, im Diagonal

  1. …wieder mal ein herrlich lecker Bericht….und man muss dieses Schnitzel einfach mal ausprobieren….Danke Herr Olma….!

  2. Den Fotos nach zu schließen, handelt es sich tatsächlich (wie auf der Speiskarte korrekterweise geschrieben) um ein Schnitzel „Wiener Art“, keinesfalls aber um ein Wiener Schnitzel, dieses wird hier in Wien ausschließlich in reichlich Fett schwimmend herausgebacken. Wenn´s besonders teuer sein soll, durchaus auch in Butterschmalz, ansonsten vorzugsweise in Schweineschmalz oder einem guten Pflanzenöl. Niemals wird Schnitzel in Wien mit Preiselbeeren serviert (aus unserer Sicht eine absolute Geschmacksverirrung), sondern ausschließlich mit etwas Zitrone zum Beträufeln, als Beilage Erdäpfelsalat, wahlweise auch mit Mayonnaise oder Vogerlsalat. Das echte Wiener Schnitzel ist natürlich aus Kalbfleisch, in der Praxis aber zu wahrscheinlich 90 % aus Schweinefleisch. Und nebenbei, das beste Wiener Schnitzel in Wien gibt es keinesfalls beim Figlmüller, der gilt eher als Touristenfalle. Im Übrigen, als Tiroler in Wien mit einer Regensburgerin verheiratet, schätze ich „Extraprimagood“ wirklich sehr und habe hier schon viele gute Tipps mitgenommen, die ich bei meinen Bayern-Aufenthalten auch nutzbringend verwenden kann.

  3. Danke Lukas F. Preiselbeeren dazu sind auch nicht meine erste Wahl. Über den Figlmüller brauchen wir nicht wirklich reden – schön wäre es auf jeden Fall, gute (öffentlich zugängliche) Quellen für Wiener Schnitzel in Wien von Ihnen zu erfahren.

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