Es ist der 24. Juni 1989. Ich weile in der neuen Turnhalle des Christoph-Scheiner-Gymnasiums. In Kürze werde ich mein Abiturzeugnis erhalten … Dieser Moment ist mir gerade klar vor Augen. Das hat einen schönen Grund: Am 24. Juni 2022 – letzten Freitag, auf den Tag genau 33 Jahre später – sitze ich wieder in derselben Turnhalle. Gleich wird mein Sohn Moritz sein Abiturzeugnis bekommen. Seine Schulzeit (hier der Start) findet ihren würdigen Abschluss. Ich habe in mich hineingespürt: Was bewegt(e) mich mehr? Die beiden Lagen sind nicht wirklich vergleichbar. Im Zweifel aber – der 24. Juni 2022 … Moritz wurde zudem ausgewählt, die Abiturrede zu halten. Er machte das fabelhaft. Ich bin sehr, sehr stolz auf ihn! Ganz abgesehen davon – sein Abi ist besser als meines.

Nach Übergabe des Reifezeugnisses hielten alle 87 Abiturientinnen und Abiturienten vor dem Bühnenabgang noch einmal inne. Großes Publikum, das konzentrierte Licht der Scheinwerfer, begleitet von einer individuell gewählten Musiksequenz. Vor Sekunden noch Schülerin und Schüler im wohligen Kollektiv – plötzlich entpuppt, wunderschön, flugfähig. Eine klug gewählte Choreografie der Schulleitung.

Ich hatte mich in die erste Reihe gesetzt. Dieses Spektakel wollte ich in vollen Zügen aufnehmen und genießen. Was für eine Bandbreite und bunte Vielfalt. Frühling – voller Saft und Kraft. Was für eine Energie! Sie werden sie brauchen – ihre Eltern und Großeltern haben ihnen beschämend viele Hausaufgaben hinterlassen … Einer wählte als Musikbegleitung „Wir sind groß“ von Mark Forster: „Wir können das Buch selber schreiben. Es gibt genug freie Seiten […] Wir brechen auf, lass die Leinen, los. Die Welt ist klein und wir sind groß“.

Herzlichen Glückwunsch!!!

Moritz

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