Marginalie (48) – Alternative Fakten bei Edeka

Einkaufen letzten Freitag. Ein Supermarkt in der Berliner Straße. Zur saisonalen Orientierung: Es ist Mitte Februar. Es ist Winter. Auf dem Parkplatz – unübersehbar – diese Botschaft:

Verwirrung. Mir geht der „kurze Feldweg“ durch den Kopf – der sieht in Ingolstadt (idealerweise) so aus. Donnerwetter! Hier werden die Kunden also bereits +/- vier Monate vor der Erdbeerzeit auf Frische und Regionalität eingeschworen. Etwas übertrieben finde ich. Andererseits – warum eigentlich nicht? Saisonalität und lokale Wertschöpfung sind sehr wichtig. Und Vorfreude die bekanntlich Schönste.

Die Schiebetüren öffnen sich. Gleich rechts, noch vor dem eigentlichen Eingang, dann dieses Angebot:

„SanLucar Erdbeeren“ aus der südspanischen Region Huelva… arrrgh.

Lupenreine Kundenverarsche! Auf Kosten der Umwelt und des Geschmacks. Letzteres ist freilich subjektiv. Frau Kellyanne Conway dürfte mit diesen alternative facts sicher zufrieden sein.

(47) – Marginalie – (49).

2 Gedanken zu „Marginalie (48) – Alternative Fakten bei Edeka

  1. Der EDEKA in der Berlinerstraße ist mein regionaler Lieblingsedeka. Ein rundum gutes Angebot, freundliches Personal super Geschäftsleitung. Der LEH verkauft halt, was der Kunde will. Ich kauf keinen Sachen aus Spanien auch wenn sie BIO sein sollen.
    Verkaufe auch dort unsere Vier Gärten Produkte – regional aus der Region 10.
    Die Kunden scheinen Regionlität nicht wert zu schätzen. Wir hatten viele Verbraucherinitiativen vor Ort im LEH und eine große Aktion 2 Tage auf der Westpark Plaza. Unsere Information über VG und die Lippenbekenntnise der Kunden die etwas probiert oder eingekauft haben hatten allerdings keinen Einfluß auf die Verkaufszahlen. SCHADE ! Und das IST WAS BEIM LEH zählt!

  2. Ein gelungener, wenn auch kurzer Artikel über den Zwiespalt Werbung und tatsächlichem Angebot. Leider kann sich der Kunde einer Werbung fast schon gar nicht mehr entziehen. Daher mein Tipp: Einkaufsliste schreiben und immer (zumindest versuchen) nur die wirklich benötigten Lebensmittel ein zu kaufen. Das spart jede Menge Geld und oft auch den Ärger über vermeintliche „kurze Feldwege“.

    Schau gerne auch mal bei uns vorbei, wir haben zum Beispiel einen Artikel zum Thema „Geld sparen beim Einkauf“ geschrieben: https://schmackofazzo.de/5-tipps-um-beim-einkauf-geld-zu-sparen-2

    Liebe Grüße,
    Natalei

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