Marginalie (33) – Werbung die bewegt

Das Trommelfeuer der Werbung nervt. Wie sinnvoll ist dagegen so mancher Kropf… Aktueller Gipfel des Schwachsinns: Wie ein Discounter(!) uns weismachen will, woran man gutes Essen erkennt… Der Fall ist aber einfach gelagert: Von Lidl sollte es schon mal nicht sein!

Umso größer ist die seltene Freude gute Reklame in Händen zu halten. Ein Beispiel dafür ist das aktuelle Kundenmagazin des feinen, inhabergeführten (Roland Muck) Spezialgeschäfts SPORT IN:

sport in1Die unaufdringliche, freundliche und hochkompetente Art des Hauses setzt sich hier einfach schwarz auf weiß fort. Nach der kurzweiligen Lektüre hat man Lust auf draußen! Und sollte dafür etwas fehlen…!

Besonders gefallen haben mir die vielen Tipps für Unternehmungen vor der Ingolstädter Haustüre. Es gibt aber auch Fingerzeige bis in den marokkanischen Hohen Atlas. Am Ende des Hefts steht die Route für eine 4-Stunden-Wanderung im Altmühltal. Diese Tour ist mit bisher unbekannt und wird demnächst unter die Füße genommen! Die empfohlene Einkehr am Ende im Biergarten des Riedenburger Brauhauses ist unschlagbar. Gleichwohl will ich noch eine wunderbare Hilfestellung für ein Wirtshaus der Gegend beisteuern: Zum Prock.

sport in2Maria Schmitt und Alexander Hasler sind befreundete Mitglieder bei Slow Food Ingolstadt. Wie die beiden (ohne Augenlicht!) verschiedene Berg- und Gipfelbegehungen meistern und erspüren, dürfen wir in einem Interview erfahren:

sport in3Diesmal ist kein Gewinnspiel im Heft. 2013 gab es das einzigartige Kochbuch “Das kulinarische Erbe der Alpen” zu ergattern. Wer schon solche Preise auslobt! Mit “Kaiserschmarrn zum Zwetschgenröster” durfte ich zeigen, nicht nur Glück in der Liebe zu haben…

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Marginalie (32) – Dicke der Gehirnschichten

Seit September porträtiert der Donaukurier alle 14 Tage Menschen unserer Region in einer sehr großzügigen Wochenendbeilage. Die Publikation trägt den Titel “Hier!” Die Ausgabe 05/2014 war dem Benediktinermönch (Kloster Plankstetten) Andreas Schmidt gewidmet.

Wo er Recht hat, hat er Recht:

dk plankstetten2

Text Horst Richter/Donaukurier

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Marginalie (31) – Rettungsring

Der Bericht vor dem Mittagessen war jetzt vielleicht doch ein bisserl viel Burgenland… Österreich… Oder zu wenig? Zu wenig! Solche Sehnsuchtsanfälle – namentlich wenn dann auch noch Wien ins Spiel gerät – sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wohl dem, der jetzt weiß wo er – ohne die Koffer zu packen – schnelle Tröstung und Erbauung erfährt: Pfarrgasse 6 – “Patisserie Chocolaterie mundgerecht”:

mundgerecht sacherGeretttet!

En passant – viele Läden reden heute von der Verwendung regionaler Produkte. Ein Blick auf die Website von mundgerecht zeigt, wie das wirklich geht – Respekt!

mundgerecht lieferanten(30) – Marginalie – (32).

 

Marginalie (30) – Wo ist das Bio-Hendl?

Wie schwach ist das denn? Nach etwas Bewegung Ende 2012 = Antrag Stadtratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – folgte erst einmal Stillstand im gesamten Jahr 2013. Und auch kein Stadtratsbeschluss... 2014 zu Pfingsten ging dann die Türe einen Spalt auf – das erste Bio-Hendl auf einem Ingolstädter Volksfest. Ein Anfang.

Am Freitag war ich auf dem Herbstfest.

kein bioDa gibt es immer nur ein Festzelt (Pfingsten zwei). Diesmal: Nordbräu (Festwirt: Lanzl). In der Karte findet sich “eine Portion Bio-Bergkäse”. Bio-Hendl? Jetzt ratet mal: Blieb der Fuß in der Tür? Weitete sich der Spalt gar? Leider ist es die noch mögliche dritte Variante. Die Tür ist (wieder) zu. Was für ein Elend!

Wir hatten eine Buchberger-Brezn mit etwas Emmentaler vom Mittl. Morgen aber gibt es Hendl! Dort wo man offenbar zaubern kann…

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Marginalie (29) – Start Spielzeit 2014/15

Spielzeitbeginn 2014/15 des Stadttheaters Ingolstadt: “Komm! ins Offene, Freund!”. Seit Jahren gibt es keinen Turm aus Elfenbein (mehr). Das Haus und seine schöpferischen Menschen öffnen sich – neben der klassischen Bühnenpräsenz – mit einer Vielzahl an frischen Aktivitäten in und für die Stadt. So auch am Wochenende. Ein Traum, eine Gnade, dieses Theater in der Stadt zu haben!

komm3Was für eine Inszenierung. Was für eine Arbeit. Es war absolut fantastisch! Die Kamera blieb daheim. Ich wollte mich entspannen und unmittelbar präsent sein. Mein Old School Mobile hatte aber einen Blick für Gulliver:

kommAndré Heller hätte seine Freude gehabt! Ich musste während des Spaziergangs oft an ihn denken. Schon ewig wollte ich ihn auf dem Blog einmal fallen lassen. Es passt gerade. Diese Scheiben schließen Räume auf! Treibstoff für Abenteuer im Kopf:

komm4Dem Getreuen sei auch die wunderbare Biografie von Christian Seiler empfohlen:

komm5Zurück zum Eröffnungsspektakel. Einziger (kleiner) Wermutstropfen: Der Eintritt: 10 EUR pro Kopf. Für Erwachsene OK. Meinetwegen auch mehr. Aber leider gab es keine Abstufung für Kinder = zu viel. Auch etwas unglücklich: Alle jene, die südlich der Donau gezahlt hatten, trafen wenig später am Nordufer auf mindestens die gleiche Menge von Besuchern, die keine Kasse gesehen haben…

Mein skurrilstes Erlebnis – und das will in diesem bunten Reigen was heißen: Vor dem Stadttheater ließ sich eine Kuh ihr Heu schmecken. Hinter mir eine Mutter zu ihrer Tochter: “Schau auf die Hörner. Das ist ein Er. Von diesem Stier gibt es keine Milch.” ARRRRRRGH.

komm2Die Kuh(!) heißt übrigens “Schalong”, ist 16 Jahre und hat 13 Kälber geboren. Sie ist eine stolze Murnau-Werdenfelserin aus einer in Weidehaltung lebenden Naturlandherde im Landkreis Neuburg. Sie ist PR-Profi. Siehe hier. Wer Lust hat – ihr nächster Auftritt ist bei den Bayerischen Öko-Erlebnistagen auf dem Neuburger Wochenmarkt am 27.09.2014.

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