Ich möchte den Genussführer vorstellen – ein nationales (Dauer)-projekt von Slow Food Deutschland.
Das Convivium Ingolstadt hat bisher vier Wirtshäuser in den Genussführer empfohlen. Diese sind:
- Historischer Gasthof Stirzer, Hauptstraße 45, 92345 Dietfurt
- Gasthaus Beckerwirt, Hauptstraße 15, 85113 Böhmfeld
- Gasthaus Stark, Dorfstraße 17, 85128 Nassenfels-Wolkertshofen
- Gasthof Neuwirt, Färberstraße 88, 86633 Neuburg – Neuzugang 28.06.2011
Die Kritiken des Conviviums Ingolstadt finden Sie hier.
Es geht um gute regionale Küche – in der Gastronomie. Eine kurze Erklärung dazu von der Website unseres Conviviums:
Das Slow Food Convivium Ingolstadt beteiligt sich seit Anfang November 2009 am Genussführer-Projekt von Slow Food Deutschland. Vorbild ist der italienische Führer “Osterie d’Italia”. Dieser führt den Liebhaber der italienischen Regionalküche in die guten Gasthäuser des Landes die sich der originären regionalen Küche, ursprünglicher Gastlichkeit und sinnlichem Genuss verschrieben haben. Ziel ist einen solchen Begleiter für Deutschland zu schaffen. Wir zeichnen uns dazu für unsere Region verantwortlich. Jeder Mensch hat ein „Grundrecht“ auf ein anständiges Wirtshaus! Vielleicht ein abendfüllendes Thema was das ist. Getreu der Slow Food Grundregel „Gut, sauber, fair“ haben wir davon recht konkrete Vorstellungen. Wir schätzen und achten Wirtshäuser die nachfolgende Grundsätze beherzigen:
- Verwendung frischer, weil saisonaler Produkte („Alles zu seiner Zeit“)
- Verwendung regionaler Produkte („Heimat auf dem Teller“, regionale Wertschöpfung), idealerweise Herkunftsnachweis auf der Speisenkarte
- Verwendung nachhaltig erzeugter Produkte
- regionaltypische Gerichte und Rezepte („kulinarischer Denkmalschutz“, Biodiversität)
- die Speisen und Getränke bereiten wahrhaft sinnlichen Genuss („das Auge isst mit“, anregendes Riechen, gutes Schmecken) und heben sich deutlich vom industriell geprägten Massengeschmack ab
- Verarbeitung auf handwerkliche Art und Weise (keine vorgefertigten Convenience-Produkte)
- Verzicht auf künstliche Aromen, Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker
- Gastlichkeit (angenehmes Ambiente, guter Service) – man fühlt sich willkommen
Der gute Geschmack entscheidet beim Testen und ist das Hauptkriterium. Das Geschmackserlebnis muss überdurchschnittlich sein. Speisen die obigen Kriterien genügen, dürfen (müssen!) ihren Preis haben. Slow Food (Zeit zum Wachsen, Reifen, extensive Nutztierhaltung, handwerkliche Verarbeitung, etc.) kostet Zeit. Zeit kostet Geld. Wenn das „honoriert“ wird, dürfen wir hoffen dass das Angebot wieder wächst weil es sich für den „Macher“ rechnet. Eine Nachfrage, die den Preis (Hauptsache billig!) zum Hauptkriterium erhebt, darf sich redlicherweise über Qualität keine Gedanken mehr machen.

Das mit dem Genussfuehrer ist eine sehr gute Idee. Zwei der genannten Wirtschaften habe ich bereits ausprobiert und kann die Empfehlung bestaetigen. Wie ist das “Aufnahmeverfahren” fuer weitere Gasthaeuser? Kann ich Vorschlaege machen oder obliegt dies dem Convivium Ingolstadt?
Gruss, A.
@ Anton: Vorschläge zum Test weiterer Kandidaten können jederzeit gerne(!) gemacht werden. Dazu einfach Kontakt mit dem Convivium aufnehmen.