ZEIT Kochtag beim Schäfer

“In ganz Deutschland wollen wir die Menschen dazu anregen, selbst zu kochen und sich mit ihrem Essen bewusst auseinanderzusetzen”. So lautete das wichtige Motto zum ZEIT Kochtag am 17. April 2015. Beim gemeinsamen Kochen und Essen immer gerne dabei: Slow Food Deutschland.

zeit kochtagGastgeber einer der erfreulich vielen Veranstaltungen dazu war am vergangenen Freitag die Schäferei Eichhorn in Schernfeld: „Tiere essen – aber richtig. Schutz durch Nutzung“ so der Titel des zweiten Slow Food Kuttelgeprächs (was ist denn das?). Dabei: Schäfer Alfred Eichhorn, Günther Czerkus (Vorsitzender des Bundesverbands Berufsschäfer), Michael Jobst (Küchenchef Antonius-Schwaige Ingolstadt), Ursula Hudson (Vorsitzende von Slow Food Deutschland) und Rupert Ebner (Mitglied im Vorstand von Slow Food Deutschland). Ich durfte die Geschichte moderieren. Der Donaukurier berichtete.

Nach viel interessanter Theorie folgte die schmackhafte Praxis: Ganzes Lamm vom Grill – Lammzunge mit Senf und Meerrettich verfeinert in Schwarzbrotpanade – Kartoffelschmarrn mit Frühlingszwiebeln.

Kompliment an DIE ZEIT, die am Thema Essen & Trinken fundiert dran ist. Siehe hier oder exemplarisch bei diesem gewaltigem Bericht von Manfred Klimek über eine Schweine-Hausschlachtung im niederösterreichischen Göllersdorf.

Für die nachfolgenden Fotos ein herzliches Dankeschön an Holger Riegel! Wer noch viel mehr sehen will geht auf seine Foto-Website. Und der Mann (ebenfalls Mitglied im Vorstand von Slow Food Deutschland) arbeitet an einem Blog… sein Geburtstag wird sehnsuchtsvoll erwartet!

Foto: Holger Riegel

Foto: Holger Riegel

Foto: Holger Riegel

Foto: Holger Riegel

Foto: Holger Riegel

Foto: Holger Riegel

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Foto: Holger Riegel

Foto: Holger Riegel

Foto: Holger Riegel

Foto: Holger Riegel

Foto: Holger Riegel

Foto: Holger Riegel

Foto: Holger Riegel

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Foto: Holger Riegel

Foto: Holger Riegel

Foto: Holger Riegel

 

Schinken-Ambiente macht mit

Gestern Mittag. Bergheim – kurz vor Neuburg. Der Wohlgeruch in Wolfgang Speths Manufaktur ist überwältigend! Ausschließlich Fleisch vom Schwäbisch-Hällischen Landschwein + Handwerk + Leidenschaft + Zeit (slow!). So lautet die hier praktizierte Genussformel. Und ab sofort bekennt sich das Schinken-Ambiente vor aller Augen für das Gute, Saubere und Faire:

speth1Slow Food Deutschland hat einen neuen Unterstützer – herzlich willkommen!

Seit gut einer Woche gibt es nicht nur Schinken. Speth hat nämlich angefangen zu wursten – gut so! Die erste Kreation: Krakauer. Über offenem Buchenfeuer heiß geräuchert. Verfügbar im Ring oder als Stange. Köstlich! @ Wolfgang – die Variante mit Chilli darf gerne deutlich schärfer sein!

speth2Lust auf Wurst? Dann nächstes Wochenende (08.02.15) ab nach Berlin! Slow Food Berlin veranstaltet zum zweiten Mal in der Markthalle Neun: Wurst & Bier.

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Ein letztes Servus im Mooshäusl

Die 1895 gegründete Ingolstädter Tischgesellschaft “Moosgmoa” hat einen Leitspruch der jedem Veränderer, jedem, der in der Zukunft eine neue Chance sieht, wie ein Amboss auf den Kopf fällt: “Es bleibt beim Alten!”

mooshäusl6Hauptquartier der Moosgmoa ist das “Mooshäusl”. Und tatsächlich – hier fließt die Zeit tatsächlich anders (das Foto ist von vorgestern!):

mooshäusl2Seit dem 6. Januar 1981 führen die Wirtleute Sieglinde und Josef Lögl das Haus und vor allem den kleinen, sehr feinen Biergarten. Ungezählte – immer gemütliche – Sommerabende habe ich hier verbringen dürfen. Und als die Kanzlei noch in der nahen Brodmühle residierte, wahrlich nicht wenige Mittage:

mooshäusl7 Es ist der Ort – ein Kraftplatz. Aber unbedingt auch die unaufgeregte, liebenswürdige Art und Weise wie die Lögls ihn bespielten. Einmal fragte ich ihn, woher er seinen Presssack bezieht. “Den Weißen vom Metzger Brucklacher, den Roten vom Metzger Rabl”. Donnerwetter! Wahre Größe erkennt man an Details… Ein herzliches Dankeschön dafür! Übrigens – beide Metzger haben zwischenzeitlich ausgewurstelt.

mooshäusl3Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass die beiden zum 31.12., ganz präzise am 21.12. aufhören und sich in den wohlverdienten Ruhestand verabschieden. Es gibt zwei Gerichte – außer den Brotzeiten – die im Mooshäusl eine Art Kultstatus genießen: Muscheln und Schäuferl. Beides habe ich nie probiert. Ersteres bringe ich persönlich mit dem Ort nicht in Einklang. Für Zweiteres habe ich bekanntlich eine Schwäche. Also ein letzter Besuch, eine letzte Aufwartung – vorgestern Abend:

mooshäusl4Köstlich. Da tut sich wirklich eine große Lücke auf! Laut Lögl kommt dieser Sie jetzt ins Stadtmuseum:

mooshäusl5Originalblatt und Urkunde von 1918! Er wurde aber nicht im Mooshäusl gespielt, sondern in der  “Schlachthof Restauration” in der Frühlingstraße 21. Mit am Tisch war auch Joseph Vogel. Dieser übergab Ende der 1950er Jahre das dortige Wirtshaus an den Vater von Josef Lögl… Dieser bewirtschaftete das Haus dann bis 1984. Seitdem steht es leider leer (Info aus Hans Fegerts immer wieder hilfreichem Buch “Alte Ingolstädter Brauereien und Wirtshäuser”).

mooshäusl1 Mooshäusl, Mooshäuslweg 1, 85049 Ingolstadt. Bin gespannt wie es weitergeht. Nichts bleibt beim Alten…

Berlin – Markthalle IX

Anfang September 2014. Eine Abordnung des Ingolstädter Cigarren Collegiums “All that Cigar” fuhr nach Berlin. Wir waren zu Gast beim Cigarrenclub “Unter den Linden”. Auf einem Lounge-Schiff ging es vier Stunden auf der Spree durch die Szenerie. Der Blick auf diese wunderbare Stadt – vom Wasser aus – war mir neu. Absolute Empfehlung!

Am nächsten Morgen dann galt es endlich eine schmerzliche Lücke zu schließen: Ich war noch nie in der Markthalle Neun Hier in Kreuzberg ist derzeit mit Sicherheit einer der spannendsten Ort für Kulinarik, Esskultur und Genuss der Republik. Seht selbst: Stadt Land Food, Street Food Thursday oder Cheese Berlin. Selbstredend mischt Slow Food Berlin kräftig mit! Und natürlich habe ich beim Big Suff Smoked BBQ von Anna Lai & Tobias Bürger gegessen – mehrfach!

ber1ber6ber9ber5ber4ber2ber7ber8ber3Fortsetzung.

Das muss kesseln!

Mitte November 2014. Nördliche Hallertau. Milder Spätherbst. Zwischen den leeren Hopfengärten blüht der Senf.

sf kochen 38Rauke wird gezupft, frischer Kren gerieben, Majoran und Zwiebel (Höri Bülle – Slow Food Archepassagier) geschnitten. Verschiedene Brotsorten gehen auf. Feine Bierflaschen ploppen. Köstliche Zwetschgen-Chutneys warten. Auf dem Feuer, im Kessel: Allerlei (Kronfleisch, Zunge, Leber, Herz) vom Murnau -Werdenfelser Rind (Slow Food Archepassagier).

Kurz: Slow Food Ingolstadt (Kochgruppe) war wieder einmal zu Gast bei Matthias. Was für ein Nachmittag/Abend! Danke!! Das Folgende ist selbsterklärend. Bis auf das letzte Bild. Wobei – an solchen Kraftplätzen darf mit allem gerechnet werden:

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