Deutschland wird wieder Weltmeister _ 5.0

Heute um 17:00 Uhr (18:00 Uhr Ortszeit Moskau) beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Der amtierende Weltmeister hört am kommenden Sonntag das erste Mal den Anfiff – freu!

Wo ansehen? Habe dazu letzte Woche auf Facebook diese Frage in die Runde gestellt. Und tatsächlich interessante Orte genannt bekommen, die ich dafür noch nicht auf der Rechnung hatte – in Ingolstadt z.B. der Engelwirt, das Cafe Maximilian und das Gasthaus zur Schwalbe.

Einen Platz gibt es, den ich speziell kurz hochhalten will. Schon weil er sonst nicht zur Verfügung steht und damit eine schöne Extrawurst abgibt. Klaus Richters wird wie schon 2014 in der Moritzstraße eine WM-Lounge (Rathausarkaden und der Innenhof zwischen Rathaus und Moritzkirche sowie die dortige Dachterrasse) bespielen. Von heute ab bis zum 15. Juli – täglich bis 24 Uhr:

Dazu gibt es wieder ein kleines Magazin. Darin hatte unsere Kanzlei eine gelungene wie gleichermaßen erfolgreiche Anzeige. Diesmal ist uns ein Inserat zeitlich entglitten. Ich habe daher die seinerzeitige Anzeige hier aktualisiert:

Man möchte es immer noch nicht glauben, aber im Text muss es jetzt tatsächlich heißen: ITALIEN. Ein Mandant der Niederlande 2014 verbot sich aus anderen Gründen 😉 Bin gespannt gegen wen Deutschland am 15. Juli um 17:00 Uhr spielt!

Slow Wine 2018

Im zeitigen Frühjahr paradiert die Slow Wine Verkostung in München. Rückblick 2017.

Dieses Jahr galt es für mich diese vier Entdeckungen festzuhalten. Aus Apulien – Santi Dimitri mit ihrem Ruah (100% Fiano) und dem Sharav (Negroamaro 60%, Primitivo 40%):

Aus der Toskana – Migliarina & Montozzi mit ihrem Chianti Superiore (90% Sangiovese, 10% Canaiolo):

Und zwei Adressen, eine in Umbrien und eine in den Marken – der eigentliche Grund dieser Notiz zu diesem Zeitpunkt. Dort stehen nämlich demnächst Besuche an. Zu deren Vorbereitung habe ich meine Aufzeichnungen gesichtet. In den Marken – Tenuta dell’Ugolino mit ihrem Verdicchio dei Castelli di Jesi und dem Superiore davon:

Und in Umbrien – Podere Marella mit ihrem Caluna (Canaiolo, Sangiovese):

extra prima good wird sieben

Lust! Haben und machen. Seit 15. Mai 2011 unveränderte Bedingung und Zielsetzung von extra prima good.

Notizen, Geschichten und Einmischungen – bevorzugt zur regionalen Genusskultur in Ingolstadt und überhaupt… zuweilen auch Extrawürste“. Letztere – vom Naturschwein – werde ich heute Abend zusammen mit Filippa grillen.

K&U Hausmesse: Rückblick 2016 und justament!

Ein Weinjahr hat – in der Rückschau – idealerweise viele Höhepunkte. Bei einigen kann man sogar in Vorfreude schwelgen, da sie fest terminiert sind und folglich sicher angesteuert werden können. Dazu gehört für mich stets die K&U-Hausmesse in Nürnberg. Wobei – das mit den fixen Terminen hat auch seine Ausnahmen. Fand die Veranstaltung bisher regelmäßig im November statt, wurde sie dieses Jahr erstmals ins Frühjahr gelegt. Und fiel aus diesem Grund Ende 2017 aus. Ungeachtet dessen traf ich mich letzten Mai trotzdem mit Martin Kössler. Er versorgte mich nämlich mit wertvollen Tipps zu einer bevorstehenden Provence-Reise der Familie. Er kennt dort jede Reblaus persönlich. Der liebe Gott allein weiß, wann ich dazu kommen werde diese wunderbare Exkursion zu verbloggen – im Wartezimmer stapeln sich die Kandidaten bis zur Decke…

Auf einer Weinmesse kann man sich treiben lassen, oder einem Plan folgen. Ich gehöre zur zweiten Kategorie. So habe ich mich heute schon fleißig mit der Liste der teilnehmenden Winzer und der von ihnen zu probierenden Tropfen beschäftigt. Als Einstimmung ließ ich mir daneben Fotos und Notizen vom letzten Zusammentreffen am 19.11.2016 gefallen – ich hatte sie tatsächlich noch nicht im Blog (das Wartezimmer ist wirklich zum Bersten gefüllt):

Florian Gojer/Franz Gojer, Glögglhof/Südtirol/Vernatsch, Alte Reben:

Simone Adams/Adams Wein/Rheinhessen/Spätburgunder (und, und, und!):

Ulrich Luckert/Zehnthof Luckert/Franken/Spätburgunder und Blauer Silvaner:

Matthias Neumeister/Weingut Neumeister/Steiermark/Gelber Muskateller und Gemischter Satz:

Beim Abendessen fielen wir leider ziemlich auf die Nase. Im Nürnberger „Steichele“. Karpfenzeit! Der Aischgrund vor der Türe! Was macht man um Himmels Willen hier nur aus einer der mittelfränkischen Leibspeisen? Ein Bild spricht tatsächlich mehr als 1.000 Worte:

Morgen gilt es wieder: „Es soll keiner so wenig Wein trinken, dass er seiner Gesundheit schadet“ – Marc Aurel:

Marginalie (54) – Bitte nennt es nicht Frankenstein!

1994 saß ich in einem Kino in New York. Es lief der Film „Mary Shelley’s Frankenstein“ (Regie: Keneth Branagh). Als die Handlung zum ersten Mal in eine kleine Stadt an der Donau führte, stand brettlbreit auf der Leinwand „Ingolstadt“. Wenn ich es auch nicht kontrollieren konnte, ich bin mir absolut sicher, ich hatte als einziger im Saal ein breites Grinsen im Gesicht. Für einen kurzen Moment fühlte ich mich ganz persönlich, selbst im Big Apple, sehr bedeutend.

Im Strafrecht gibt es die sogenannte Garantenpflicht. Sie bezeichnet die Verpflichtung, dafür einzustehen, dass ein bestimmter tatbestandlicher Erfolg nicht eintritt (§ 13 StGB). Sie ist Voraussetzung für eine Strafbarkeit wegen Unterlassens. Die verpflichtete Person heißt Garant. Jetzt lassen wir das Strafgesetzbuch einmal beiseite, halten aber die Idee der besonderen Pflichtenstellung weiter hoch. Sie trifft – wie ich finde – jeden Ingolstädter aus enger natürlicher Verbundenheit seiner Heimatstadt gegenüber und verdonnert ihn als Beschützergarant zum Einschreiten, zum Handeln, wenn er einer unreflektieren Verwurstelung gewahr wird.

Es gilt nämlich zwei verschiedene Figuren sauber auseinanderzuhalten (was an diesem Wochenende nicht einmal dem Donaukurier gelingt). So wie sie sich Mary Shelley – die Autorin des 1818 erschienenen Romans „Frankenstein oder der moderne Prometheus“ – erdachte: Einmal den jungen Schweizer Medizinstudenten Victor Frankenstein und zum anderen seine Schöpfung – das Ungeheuer, die Kreatur, den Unhold, das Monster. Einen Namen hat diese nicht und wird im englischen Original auch nur „creature“ oder „daemon“ genannt. Wenigstens der Ingolstädter sollte hier differenzieren, respektive unermüdlich aufklären (Garantenpflicht!). Frankenstein ist kein Synonym für ein Monster. Ein kleiner, wenn auch erster Fortschritt wäre es, wenn es Boris Karloff oder meinetwegen auch Victor Dornberger genannt würde…

Hier kann man das Gruseln lernen: Dr. Frankensteins Mystery Tour. Die Stadt Ingolstadt hat zum Jubiläum 200 Jahre (1818-2018) Frankenstein gleich zwei Broschüren am Start – hier und dort.

(53) – Marginalie – (55).