Was ist wichtiger? Inhalt oder Verpackung? … Ich nehme auch den Inhalt! Insbesondere seit die Verpackung und der daraus zumeist entstehende Plastik(!)müll zu einer immer größeren Belastung für die Umwelt, ja zum eigenen (globalen) Problemthema geworden ist. Die Idee des Unverpackten rückt deshalb stetig weiter nach vorne. Marktbesucher wissen eh wovon ich rede. Seit gestern hat Ingolstadt nun rechtzeitig auch einen Laden, in dem verpackungsfreie Lebensmittel (sowie Drogerieartikel) im Mittelpunkt stehen: Er heißt nurINpur. Als die Macher, merkt euch bitte ihre Namen, wir dürfen ihnen dankbar sein – Kathrin Mantel, Barbara Cremerius, Simon Stapf und Andreas Kuhn – im Januar 2018 für ihr gutes Projekt zum Crowdfunding aufriefen, war ich (wie erfreulicherweise viele weitere Ingolstädter) natürlich sofort dabei. Das Startkapital konnte schnell eingesammelt werden. Die anschließende Suche nach einem geeignetenWeiter Lesen

6. Oktober 2018 – Demo in München – 18.000 Menschen (+/-) haben sich auf dem Königsplatz versammelt – ihr Begehren: Mia ham’s satt! Aufstehen für „eine ökologische, tiergerechte und bäuerliche Landwirtschaft und gesundes Essen. Für saubere Luft, lebenswerte Städte und den Erhalt unserer wunderschönen, vielfältigen Kultur- und Naturlandschaft.“ Veranstaltungen wie diese, noch dazu zu solchen Themen, haben in Bayern eigentlich Seltenheitswert. Dazu kommt: Für Menschen wie mich und für nicht wenige, die ich dabei getroffen habe, gehört die Teilnahme an Demonstrationen nicht zum Alltag. Da ist einiges leider notwendigerweise in Bewegung gekommen… Ministerpräsident Markus Söder pflegte erst kürzlich 20.000 Demonstranten in München im Vergleich mit den 13 Millionen Einwohnern Bayerns als „relativ gering“ abzutun. Er hat nicht nur thematisch nichts, er hat absolut nichts verstanden… Leider ganz aktuell: Fünf JahreWeiter Lesen

In bewährter Umgebung (Gewächshäuser der Gärtnerei Trögl) gab heute die Bäckerei Erhard für 2018 den Startschuss in die Lebkuchensaison: Die Meldung hat Tradition – siehe 2014, 2015, 2016 und 2017. Zu den wichtigsten Fragen: Welche Sorte gibt es neu? Mocca-Vanille: Ein guter Wurf! Mit kleinen Splittern von Kaffeebohnen. Ausgelaufen sind dafür Cocos-Mango (ganz persönlich: Macht nix) und der Neuling vom letzten Jahr – Kürbis-Chili (ganz persönlich: Himmel, Herrgott, Sakrament – der wird mir fehlen!). Gut, dass es diesen immer geben wird: Spezialwissen: Schon gemerkt? Die Sorte Mohn wechselte letztes Jahr von weißer Schokolade zu Zartbitter. Ab morgen gibt es die Lebkuchen in allen Erhard-Filialen. Ich warte brav bis zur Adventszeit 😉

Zur Stunde geht das Weinschmecker Weinfest 2018 im Schutterhof zu Ende. Es ist seine vierte Ausgabe, die dritte in diesem wunderbaren Biergarten. Und während die Veranstaltung bis letztes Jahr nur jeweils über ein Wochenende dauerte waren es diesmal zwei. Ich glaube (hoffe) das bleibt so! Großes Kompliment an Beate und Jürgen Nüßler sowie ihrem Team für Klasse statt Masse – ein Kraftakt in Ingolstadt, wo es anständige(!) Genusskultur zwischen viel Trash und klebrigem VIP-Getue wahrlich nicht leicht hat. Dass dies funktioniert, hat jeder Besucher wieder erleben dürfen – es war rappelvoll und trotzdem entspannt. (Die Wahl zur Weinkönigin hätte es nicht gebraucht …). Die Wirtsleute von Schutterhof – Andrea und Harald Mödl – landeten zudem einen echten Coup! Da stand doch tatsächlich Sepp Hierl – wer die Wirtshauslegende Stirzer nichtWeiter Lesen

Seit letztem Jahr suhlt sich das „Naturschwein“ genüsslich durch eine Vielzahl von Geschichten im Blog. Exemplarisch – was hat es mit diesem Schwein auf sich? – schaue man hier, da und dort. Am 14. Juli besuchten Slow Food Ingolstadt und viele Konsumenten – besser Ko-Produzenten 😉 – die auch gerne wissen wollen woher ihr Essen kommt, den Hof von Barbara und Michael Weichselbaumer in Pfaffenhofen/Thalhof. Mit von der Partie die Slow Food-Unterstützer: Claudia und Joseph Huber (Metzgerei Joseph Huber) sowie Christine und Wolfgang Speth (Schinken-Ambiente). Es war ein Fest für Kopf und Bauch! Nachhaltige, regional-bäuerliche Landwirtschaft – Hand in Hand mit echtem Lebensmittelhandwerk. Alles da – wenn man nur Augen und Ohren öffnet und endlich die widerliche Geiz-ist-geil-Mentalität in die Tonne tritt. Abschweif: Das geht auch auf Volksfesten. Freilich nichtWeiter Lesen

The same procedure as every year: Der Hintergrund. Das Motiv 2017. Die Sammlung zum Thema. Und – das Plakat für 2018! Kuh, Hahn und Schwein. Unschärfe, die – so interpretiere ich das jedenfalls für mich – auffordert zum persönlichen scharf stellen. Und da gibt es bei allen drei Kreaturen viel Raum und Stoff. Eine mutige, sehr moderne Weiterentwicklung der wunderbaren Plakattradition der Messe. Gefällt mir! Ich schulde noch einen Bericht von meinem Besuch der Messe im letzten Jahr. Und Bonusmaterial aus Zürich. Die liebe Zeit …

Habe mich heute im Laufe des Tages einige Male gefragt, auf wen wir im Achtelfinale treffen – Brasilien oder die Schweiz… Interessante Statistik: Bereits fünfmal zuvor schied ein Weltmeister schon in der Gruppenphase des Turniers aus: Italien 1950, Brasilien 1966, Frankreich 2002, Italien 2010 und Spanien 2014. Aber nur auf den ersten Blick! 1954, 1958, 1962, 1970, 1974, 1978, 1982, 1986, 1990, 1994, 1998 und 2006 – also zwölfmal – war das nicht der Fall. Fast schon vergessen – das wohl bitterste Einzelschicksal des Abends: Der Südkoreaner Hwang Hee-chan wurde in der 56. Spielminute eingewechselt und dann in der 79. Spielminute (ohne erkennbaren Grund) wieder ausgewechselt… Der Satz des Abends und gleichzeitig das mit Sicherheit bitterste Kollektivschicksal beschreibend, stammt vom Live-Kommentator Béla Réthy: „Das ist hier alles keine Zeitlupe, dasWeiter Lesen

Heute um 17:00 Uhr (18:00 Uhr Ortszeit Moskau) beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Der amtierende Weltmeister hört am kommenden Sonntag das erste Mal den Anfiff – freu! Wo ansehen? Habe dazu letzte Woche auf Facebook diese Frage in die Runde gestellt. Und tatsächlich interessante Orte genannt bekommen, die ich dafür noch nicht auf der Rechnung hatte – in Ingolstadt z.B. der Engelwirt, das Cafe Maximilian und das Gasthaus zur Schwalbe. Einen Platz gibt es, den ich speziell kurz hochhalten will. Schon weil er sonst nicht zur Verfügung steht und damit eine schöne Extrawurst abgibt. Klaus Richters wird wie schon 2014 in der Moritzstraße eine WM-Lounge (Rathausarkaden und der Innenhof zwischen Rathaus und Moritzkirche sowie die dortige Dachterrasse) bespielen. Von heute ab bis zum 15. Juli – täglich bis 24 Uhr:Weiter Lesen

Im zeitigen Frühjahr paradiert die Slow Wine Verkostung in München. Rückblick 2017. Dieses Jahr galt es für mich diese vier Entdeckungen festzuhalten. Aus Apulien – Santi Dimitri mit ihrem Ruah (100% Fiano) und dem Sharav (Negroamaro 60%, Primitivo 40%): Aus der Toskana – Migliarina & Montozzi mit ihrem Chianti Superiore (90% Sangiovese, 10% Canaiolo): Und zwei Adressen, eine in Umbrien und eine in den Marken – der eigentliche Grund dieser Notiz zu diesem Zeitpunkt. Dort stehen nämlich demnächst Besuche an. Zu deren Vorbereitung habe ich meine Aufzeichnungen gesichtet. In den Marken – Tenuta dell’Ugolino mit ihrem Verdicchio dei Castelli di Jesi und dem Superiore davon: Und in Umbrien – Podere Marella mit ihrem Caluna (Canaiolo, Sangiovese):

Lust! Haben und machen. Seit 15. Mai 2011 unveränderte Bedingung und Zielsetzung von extra prima good. „Notizen, Geschichten und Einmischungen – bevorzugt zur regionalen Genusskultur in Ingolstadt und überhaupt … zuweilen auch Extrawürste!“ Letztere – vom Naturschwein – werde ich heute Abend zusammen mit Filippa grillen.

Ein Weinjahr hat – in der Rückschau – idealerweise viele Höhepunkte. Bei einigen kann man sogar in Vorfreude schwelgen, da sie fest terminiert sind und folglich sicher angesteuert werden können. Dazu gehört für mich stets die K&U-Hausmesse in Nürnberg. Wobei – das mit den fixen Terminen hat auch seine Ausnahmen. Fand die Veranstaltung bisher regelmäßig im November statt, wurde sie dieses Jahr erstmals ins Frühjahr gelegt. Und fiel aus diesem Grund Ende 2017 aus. Ungeachtet dessen traf ich mich letzten Mai trotzdem mit Martin Kössler. Er versorgte mich nämlich mit wertvollen Tipps zu einer bevorstehenden Provence-Reise der Familie. Er kennt dort jede Reblaus persönlich. Der liebe Gott allein weiß, wann ich dazu kommen werde diese wunderbare Exkursion zu verbloggen – im Dateien-Wartezimmer stapeln sich die Kandidaten bis zur Decke… AufWeiter Lesen

Es war im Jahr 1994, als ich in einem Kino in New York saß. Aufgeführt wurde der Film „Mary Shelley’s Frankenstein“ (Regie: Keneth Branagh). Als die Handlung zum ersten Mal in eine kleine Stadt an der Donau führte, stand brettlbreit auf der Leinwand „Ingolstadt“. Wenn ich es auch nicht kontrollieren konnte, ich bin mir absolut sicher, ich hatte als einziger im Saal deshalb ein breites Grinsen im Gesicht. Für einen kurzen Moment fühlte ich mich ganz persönlich, selbst im Big Apple, sehr bedeutend. Im Strafrecht gibt es die sogenannte Garantenpflicht. Sie bezeichnet die Verpflichtung, dafür einzustehen, dass ein bestimmter tatbestandlicher Erfolg nicht eintritt (§ 13 StGB). Sie ist Voraussetzung für eine Strafbarkeit wegen Unterlassens. Die verpflichtete Person heißt Garant. Jetzt lassen wir das Strafgesetzbuch einmal beiseite, halten aber die IdeeWeiter Lesen

Im Jahr 1960 veröffentlichte mein Großvater Karl Olma unter dem Pseudonym Michael Zöllner sein erstes Buch. Der Titel: „Pflüger im Nebel“. Ein Roman über Flucht und Vertreibung aus Oberschlesien. Ein sehr vielschichtiges Thema. Ein Stück Familiengeschichte. Trotz bitterster persönlicher Erfahrungen hielt mein Opa dabei stets mit Bestimmtheit jene Haltung hoch, die Richard von Weizsäcker als Bundespräsident in seiner grandiosen Rede am 8. Mai 1985 (die man nicht oft genug nachlesen kann) so treffend formulierte: „Aber wir dürfen nicht im Ende des Krieges die Ursache für Flucht, Vertreibung und Unfreiheit sehen. Sie liegt vielmehr in seinem Anfang und im Beginn jener Gewaltherrschaft, die zum Krieg führte. Wir dürfen den 8. Mai 1945 nicht vom 30. Januar 1933 trennen.“ Die Erzählung beginnt wie folgt: „Wie eine große Hostie schwebte die Oktobersonne hinterWeiter Lesen

Tagestipp: Heute (19.02.2018) von 14:00 bis 20:00 Uhr Slow Wine-Verkostung im Eataly in München: Blick zurück. Was vom Termin am 20.02.2017 im Gedächtnis und im Glas blieb: Die Azienda Vitivinicola Lusenti in der Emilia-Romagna: Und das Weingut Valdonica in der Toskana: Später. Ein Stockwerk tiefer. La Pizza!

Seit heute, noch bis Samstag, hat die BIOFACH 2018 (Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel – aufgepasst, nur für Fachbesucher) in Nürnberg geöffnet. Morgen bin ich dort. Ich freue mich auf Menschen, Gespräche, Austausch, Vorträge, Neuigkeiten und gutes Essen! Zur Einstimmung habe ich mir meine Notizen vom vorletzten und vom letzten Jahr hingelegt. 2016: Von der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft gibt es eine der besten Würste die ich kenne: „Echt Hällische Pfefferschwarze im Ring“ – abartig gut! Die Seele des griechischen Joghurts ist sein wunderbarer Fettgehalt – siehe diesen Test. Was soll das sein? Vormerken! Am 18. April 2018 um 19:00 Uhr spricht Felix Prinz zu Löwenstein im Schloss Grünau (86633 Neuburg an der Donau). Entdeckung! Tolles Saison-Joghurt. Seitdem unzählige Male ausgelöffelt: 2017: Traumhafte Seife. Dieser Duft! Man bekommt nach dem Waschen die Finger nichtWeiter Lesen

Zur Stunde öffnet in München die Braukunst Live! 2018 ihre Türen. Ich werde morgen dort sein! Zur Vorbereitung und Pflege der Vorfreude habe ich meine Notizen und Fotos vom letzten(!) Jahr gesichtet und bringe sie sogleich hier zur Welt. Mal was anderes. Die Braukunst Live! 2017 begann eigentlich schon bei der Hinfahrt. Es ist nicht wirklich mit der Wiesn-Zeit vergleichbar, aber man merkte im Zug nach München schon, welche Mitreisende das selbe Ziel haben. Zum Beispiel Bernd Barthelmeß. Im kleinen mittelfränkischen Dorf Raitersaich bei Roßtal nutzt er seine Freizeit sinnvoll und belebt mit dieser, seiner Schöpfung die Biervielfalt: Der Rest ist schnell erzählt. Schön wars. Informativ wars. Gut wars! Ich halte nur eine kleine Auswahl hoch: Danach ging es zur bierigen Erdung ins Wirtshaus Zur Schwalbe. Es war, wie sichWeiter Lesen

Das Salz in der Suppe einer Stadt sind Aktivitäten wie diese! Sigrid Diewald verantwortet in Ingolstadt eine Designagentur. Sie heißt schnellervorlauf. Diese wiederum gönnt sich einen Kreativspielplatz. Er heißt Studio Famos. Und hier (Harderstraße 22) residiert soeben (02. bis 11.11.2017 – Mo bis Sa – 10 bis 19 Uhr) der Pop-up-Store „Palimp’s best“. In ihm präsentieren Grazer Designer ihre verschiedensten Schöpfungen. Hingehen! Ich war heute Nachmittag auf einen Sprung dort. Zwei persönliche Lichtblicke will ich kurz hochhalten: Die Uhr von Markus Ofner: Und diesen Ring – „der Granat ist im Arsch“ – von Wolfgang Löffler: Hintergrundgeschichten dazu helfen weiter… Wie praktisch – die Mehrzahl der Designer sind persönlich vor Ort! Man kann also von der Quelle trinken. Das gilt auch für dieses Grazer Bier – „Eule Koffeinbier“: Und für diesenWeiter Lesen

Es ist wirklich ein Zufall – es geht noch einmal in die Hallertau. Im Gegensatz zu gestern aber diesmal aus gutem Grund. Das Gasthaus Spitzer hatte am vergangenen Donnerstag zum zweiten „Meet & Eat“ geladen (Erstaufführung). Diesmal zu Gast: Theresa Lehner aus Wolnzach. Zur geschätzten Lieferantin machen sie ihre Aberdeen Angusrinder. Die Herde – Mutterkuhhaltung (derzeit 12 Kühe) mit Stier (Natursprung!) – weidet direkt am Hof der Lehners. Das Winterfutter (Silage und Heu) stammt ausschließlich von eigenen Feldern. Schlachtung? Weideschuss! Und – wir sind in der Hallertau – Hopfenbauern sind sie auch noch. Wer bei sich eine Nachfrage ausmacht, findet das feine Angebot im nagelneuen Hofladen (Thongräben 1, 85283 Wolnzach). Er ist jeden Freitag von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Ich bin mir sicher, dass Slow Food Ingolstadt sich inWeiter Lesen

Pfaffenhofener Volksfest 2017. Zweifelsohne Grund für eine Notiz. Diesmal ist nämlich zum ersten Mal das Kloster Scheyern mit dabei! Es bespielt mit seinem herrlichen „Hopfazupfa Festbier“ und Erzeugnissen aus der eigenen Landwirtschaft vom Prielhof (Bio-Eier, Bio-Nudeln, Bio-Hendl und Bio-Ochsen) das Traditionszelt. Dazu kommt Bergkäse von der (eigenen) „Geitauer Alm“ (über Bayrischzell). Richtig gehört. Diese hat das Kloster vor zwei Jahren gekauft und im letzten Jahr wieder hergerichtet. Und das mit dem Bio dürfte auch noch nicht so bekannt sein – wie es aber sollte! Seit Jahresanfang 2016 wurde der gesamte landwirtschaftliche Klosterbetrieb auf ökologische Bewirtschaftung nach den Richtlinien von Naturland umgestellt – gaudium magnum! Küchenchef im Traditionszelt ist übrigens Andreas Welker (Slow Food Unterstützer mit seinem PAF´s). Gestern Abend war ich dort. Die Bio-Hendl von der Mittagskarte waren natürlich schon aus…Weiter Lesen

Wer steckt dahinter? Das Ding ist keine Frankfurter Allgemeine Zeitung – die bekannte Feststellung (Dahinter steckt immer ein kluger Kopf) würde hier aber auch passen. Es ist trotzdem nicht schwer. Wer steckt in Ingolstadt hinter einem richtig geilen Lebkuchen? Genau! Es ist wieder an der Zeit. Nicht für mich, ich werde brav bis zur Adventszeit warten. Aber zur traditionellen Lebkuchenpräsentation der Bäckerei Erhard (siehe jene von 2016, 2015 und 2014) mache ich gerne eine Ausnahme. Was wäre das Leben ohne sie?! Schauplatz waren heuer – heute – erstmals die Gewächshäuser der Gärtnerei Trögl: Der Nachschub hatte einen guten Tag. 17 verschiedene Sorten satt! Groß und Klein ließen es sich schmecken: Immer mit Spannung erwartet – welche Sorte ist neu? 2017 kommt Kürbis-Chili ins Team: Der sehr gelungene Kandidat entstand in fruchtbarerWeiter Lesen

Es ist wieder soweit! Im schweizerischen St. Gallen steht „die OLMA“ an. Der Kenner freut sich. Der noch Unkundige staunt hier. 2017 feiert man ein Jubiläum: Dazu hat man sich einiges einfallen lassen. Zunächst aber das heurige Einladungsplakat: Ich finde es deutlich besser als das von 2016. Zum Vergleich alle Plakate seit 1943. Sehr fein zum runden Geburtstag – hier können Reproduktion der OLMA-Plakate in Originalgrösse F4 (89 x 128 cm) bestellt werden. Ebenfalls sehr schön – die Plakate fungieren auch als Flaschenetiketten für das eigens zur Festivität gebraute Bier (mit regionalen Rohstoffen) der Brauerei Schützengarten (vor Ort in St. Gallen). Ein Vieles mehr findet sich im eingerichteten Olmapedia. Die Messe startet am 12. und geht bis zum 22. Oktober. Zum ersten und bisher einzigen Mal war ist 2012 dortWeiter Lesen

Der 10. Geburtstag von Slow Food Ingolstadt wurde pünktlich am 11. Mai 2017 begangen – siehe hier. Allerdings mit angezogener Handbremse. Diese wurde nun vergangene Woche im Ingolstädter Schutterhof bei einer standesgemäßen Festivät zum Jubiläum gelöst. Dabei feierten wir auch gleich noch 25 Jahre Slow Food Deutschland! Ich möchte mich namentlich kurz bedanken: Bei Andrea und Harald Mödl für deren Gastfreundschaft im Schutterhof. Die beiden sind jetzt Slow Food Mitglied 🙂 Bei Petra, Helga, Daniela, Ralf und Gunter sowie der frisch gekrönten Bayerischen Kartoffelkönigin Jacqueline I. für den hausgemachten Kartoffelsalat. Die Erdäpfel lieferte der Gemüsehof Wöhrl. Bei Barbara und Michael Weichselbaumer – ebenfalls herzlich willkommen bei Slow Food 🙂 – sowie Claudia und Joseph Huber für das gegrillte (köstliche!) Schwein. Dank ihres gemeinsamen Projekts „Naturschwein“ hatte es ein anständiges LebenWeiter Lesen

Donnerstag. Mittagszeit. Wo war ich? Natürlich im Golden. Wenn die nicht gerade umbauen würden … Ab dem 22. Juli haben sie aber wieder offen. Donnerstag? Genau! Da gibt es ja jetzt den Abendmarkt – hier. Und dort war ich heute eh, weil es galt ein Foto zu machen – als Einstimmung für die Festivität zum 10-jährigen von Slow Food Ingolstadt am 14. Juli ab 18:00 Uhr im Schutterhof – Gäste sind herzlich willkommen! Auf Burger konditioniert probierte ich sogleich die „Zupfte Sau“ (Pulled Pork) derer von Harpfenburg (Philip und Maximilian Schneider). Sie sind erfreulicherweise zukünftig beim Abendmarkt dabei. Ich probierte sie auch deshalb, weil mir die beiden nunmehr schon sehr häufig positiv mit ihren Produkten (und ihrem Bekenntnis zu Regionalität und Saisonalität) aufgefallen sind. Dieses Bild hing heute etwas schief.Weiter Lesen

Am vergangenen Donnerstag (06.07.17) fand der erste Ingolstädter Abendmarkt in der Ludwigstraße (beginnend am Schliffelmarkt) statt. Es ist ihm eine erfolgreiche Zukunft zu wünschen – denn er bereichert die Altstadt mit einem qualitativ beachtlichen Angebot. Nachdem wir LEIDER keine feste, dauerhafte Markthalle haben, kommt die Schanz mit dem neuen Format wenigstens an 50% der Werktage (mit dem Wochenmarkt am Mittwoch und Samstag) in den Genuss frischer, regionaler Lebensmittel direkt vom Erzeuger. Mein persönliches Highlight: Das Schinken-Ambiente ist (endlich) in der Stadt! Köstliche, handgemachte Spezialitäten aus gutem Ursprung von Slow Food Unterstützer und Freund Wolfgang Speth: Und so liebe Ingolstädter, kann man zur Premiere auf Sendung gehen! Am Stand gibt es gleich auch das wunderbare Kürbiskernöl der Familie Hiermeier aus dem Altmühltal: Frisches Obst und Gemüse bieten der Biohof Hundszell und derWeiter Lesen

Mitte Mai 2017. Ich bin unterwegs in der Hallertau. „Der Hopfen will jeden Tag seinen Herrn sehen.“ Sprich, er macht viel Arbeit. Zurzeit steht in den Hopfengärten das – nur per Hand mögliche – An- und Nachleiten der Triebspitzen auf dem Plan: Ein sehr passendes Einfallstor in diese herrliche Landschaft bietet – ungefähr auf Höhe von Pfaffenhofen – die Autobahnabfahrt beim (ehemaligen) Rasthaus Holledau: „Ich möchte die Geschichte einer Speise kennen. Ich möchte wissen, woher die Nahrung kommt. Ich stelle mir gerne die Hände derer vor, die das, was ich esse, angebaut, verarbeitet und gekocht haben“ – sagt Carlo Petrini, Gründer und internationaler Präsident von Slow Food. Damit war der Samstag vor zwei Wochen ein Paradetag für mich! Ich ergreife diese Hände nämlich auch sehr gerne – „Shake the handWeiter Lesen

Von einem gefestigten Brauch, einer gepflegten Tradition will ich (noch) nicht sprechen. Ein Paradebeispiel dafür wäre das jährlich mit Spannung erwartete Sujet der OLMA-Messe (alle Exemplare seit 1943 hier). Andererseits mache ich mir jedes Jahr im Vorfeld des 15. Mai so meine Gedanken, wie ich den Geburtstag von extra prima good mit einem Bild proklamiere. Von einer guten Übung – es sind heute sechs Jahre! – kann deshalb durchaus schon gesprochen werden. Und so kam ich gestern zu meinem ersten Auftritt 2017 im Ingolstädter Freibad: Der geneigte Leser darf sich freuen – nach einer eleganten Wende werde ich mich in das siebte Jahr abstoßen. Filippa auf den Tag so alt wie der Blog – von Herzen alles Gute! – kommt darin bereits in die Schule… Wir können die Zeit nichtWeiter Lesen

Am Abend des 11. Mai 2007 trafen sich 5 Frauen und 13 Männer im Ingolstädter Café „Hohe Schule“. Das Gastlokal in den historischen Räumen der ersten Universität Bayerns gibt es heute nicht mehr. Sehr wohl aber die gemeinsame Schöpfung dieser fruchtbaren Zusammenkunft: Heute feiert Slow Food Ingolstadt seinen 10ten Geburtstag! Dem Treffen im Jahr 2007 ging diese Einladung voraus: Slow Food Deutschland residierte damals noch in Sulingen (später in Ludwigsburg und heute in Berlin). Das Jahr 2017 steht übrigens für einen Doppelgeburtstag – Slow Food Deutschland wird 25! Zurück an die Donau. Gegenwärtig sind wir vor Ort 200 Mitstreiter für gute, saubere und faire Lebensmittel. Neben monatlich ausgerichteten Stammtischen organisierten wir in der letzten Dekade unzählige Besuche bei Lebensmittelhandwerkern. Daraus ist mit der Zeit ein beachtliches lokales Netzwerk entstanden. UnsereWeiter Lesen

Ich behaupte, die Mehrzahl der Wirte schieben mit dem Wägelchen durch die unendlichen Hochregalreihen der Großhändler, oder lassen sich gleich von diesen beliefern. Wer so die Speisekarte befüllt, kennt die Bauern oder handwerklichen Veredler seiner Lebensmittel natürlich nicht. Wobei – so viele Hände gäbe es da auch gar nicht mehr zu schütteln. Befüllt doch vornehmlich die Lebensmittelindustrie solcherlei Orte. Auf der anderen Seite gibt es Wirte – sie gilt es zu besuchen – die mit Wertgefühl ihre feinen Lieferanten in der Speisekarte benennen. Und auch andersherum schwingt Stolz mit, wenn man gerade dort steht. So entstand einmal die geschätzte Auszeichnung „Haus- und Hoflieferant“. Und es gibt Wirte, die bringen nicht nur bestimmte Lebensmittel ins Haus, sondern auch gleich deren Schöpfer! Stefan Spitzer vom Gasthaus Spitzer (gelistet im Slow Food Genussführer)Weiter Lesen

Gibt es einen Lieblingsmonat? Ich mag mich nicht entscheiden. Jede Jahreszeit – und gerade auch deren Übergänge – haben ihre ganz eigenen Verlockungen. Wie so oft macht es die Vielfalt! Müsste ich mich aber auf einen Monat festlegen – es wäre der Mai. Es existiert eine Vielzahl von Ritualen ihn zu beginnen. Ein wirklich gut gemeinter Vorschlag folgt zugleich. Wenn auch erst wieder für 2018: Frischer Maibock aus dem Hause Riedenburger, zusammen mit einem köstlichen Weideochsen aus dem Klostergut Plankstetten. Der 2017er Bock geht runter wie Öl. Und der gestrige Ochs am Spieß (aus dieser Herde) war der Beste, den ich bis heute genießen durfte. Wie formuliert es Manufactum so treffend? „Es gibt sie noch, die guten Dinge“. Sowohl die Brauerei Riedenburger, als auch die klösterlichen Betriebe Plankstetten sind ökologischWeiter Lesen

The year after. Das Jahr eins nach den letztjährigen Feierlichkeiten zum 500. Geburtstag des Reinheitsgebots. Erster Eindruck: An der Donau nichts Neues. Ingolstadt vollzog soeben zum vierten Mal sein „Fest zum Reinen Bier“. Mit dabei: Danielbräu, Herrnbräu, Nordbräu, Schwalbenbräu, Hofbrauhaus Freising, Gutmann, Riedenburger, Schneider (Essing), Weltenburger und – erstmalig – Yankee & Kraut. Die Zeit um 1516 gab und gibt den Takt vor: In Musik, Gewand und Unterhaltung. Eine solide Veranstaltung. Gut und aufwendig organisiert. Soweit so bekannt. Damit wird es aber wohl nicht (mehr) gelingen den Bogen neugierig und glaubwürdig ins Heute zu spannen. In eine quicklebendige, kreativ-pulsierende Bierszene, die der lange vergessenen Vielfalt des wunderbaren Tranks Respekt zollt. Das gewählte Format stößt hier an Grenzen. Das zeigt sich bereits an einem nicht zu unterschätzenden Detail. Für alle ausgeschenktenWeiter Lesen

Anlässlich der letztjährigen Feierlichkeiten zum 500. Geburtstag des Reinheitsgebots, bespielte Slow Food Ingolstadt an drei Abenden das Museum für Konkrete Kunst und transformierte es dabei zunächst in einen Stammtisch – Reines Bier – und dann in eine Bäckerei – Reines Brot. Zuletzt ging es um die (reine) Wurst. Von diesem kultivierten Abend ist noch zu berichten: Am Tisch – die Gäste bewährt drumherum – nahmen dafür Platz: Landwirt Michael Weichselbaumer (hält Schweine), Ulla Eller (hält Murnau-Werdenfelser Rinder), die Metzgermeister Joseph Huber und Wolfgang Speth, sowie Gunter Wagner (als Moderator/Slow Food Ingolstadt) und meine Person. „Je weniger die Leute wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie!“ Das Zitat wird Otto von Bismarck zugeschrieben. Was die Gesetze angeht, stimme ich durchaus zu. Bei den Würsten muss ich hingegenWeiter Lesen

Doch jetzt noch ein kleines Vorwort. Heute schreibt mal nicht der padrone sondern Moritz (zum ersten Mal!). Denn mein Papa war letztes Wochenende nicht da, sondern auf dem Terra Madre Salone del Gusto (da kommt auch noch was :-). Jetzt aber endlich ran an den Lebkuchen! Ich war am 25. September im Westpark bei der Lebkuchen-Saisoneröffnung der Bäckerei Erhard (Berichte von 2015 und 2014). Die Veranstaltung ging von 13 – 18 Uhr. Wie immer freute ich mich wahnsinnig darauf. Dieses Jahr gibt es neu: „Cocos-Mango“. Gehen muss aber dafür: „Maroni-Vanille“. Hier wird er stolz vorgestellt: Wie immer gab es ein Festmahl an Lebkuchen durch die man sich hindurchfuttern konnte. Der Neue schmeckt ganz OK – mein persönlicher Liebling ist und bleibt „Caramel-Krokant“. Zum Schluss hätte ich noch eine Frage anWeiter Lesen

Wie bereits im April – beim Reinen Bier – haben wir wieder einen Tisch ins Museum für Konkrete Kunst gestellt. Diesmal mittenrein, die Besucher der Veranstaltung drumherum. Daran Platz genommen haben: Franz-Josef Fischer (Müller in der Lehenmühle), Wolfgang Erhard (Bäcker in der Bäckerei Erhard), Max Kuttenreich (Bäcker in der Bäckerei Kuttenreich) und die beiden „Eigenbrötler“ und Hobbybäcker Matthias Fleige (Stellvertretender Leiter von Slow Food Ingolstadt und Mitglied der Einkaufsführer-Kommission Slow Food Deutschland) und Frank Martin Wille. Die Moderation lag bei Markus Hahnel (Leiter von Slow Food München). Ulla Eller versorgte die tätige Runde bewährt mit Speis und Trank. Die laufende Erntezeit verhinderte leider die Teilnahme eines Protagonisten vom Beginn der Wertschöpfungskette – Landwirt Franz Josef Mayer (Biohof Mayer). Mit viel Lust und Leidenschaft ging es durch alle denkbaren Themen unserWeiter Lesen

Es gilt auch die leiseren Töne zum 1516-Geburtstag zu pflegen. Im Museum für Konkrete Kunst lässt sich ja bekanntlich gut dem Bier zusprechen. Letzte Woche widmete sich dort Christoph Pinzl (Biersommelier und Leiter des Deutschen Hopfenmuseums) dem Thema „Flasche und Bier – Form und Inhalt“. By the way – das Hopfenmuseum in Wolnzach sollte man besucht haben! Der kurzweilige Vortrag beschäftigte sich ausführlich mit Bildern vom Bier, die wir im Kopf haben. Nicht zuletzt gemalt von der Werbung und der Sehnsucht nach der guten alten Zeit. Sechs Biere hatte Pinzl zur Verkostung dabei. Wie das mit Hopfenextrakt gebraute und Röstmalz-Konzentrat gefärbte (aus hell mach dunkel) „Unterbaarer Dunkel“ immer wieder seinen Weg in solche Probierrunden findet, ist mir schleierhaft… Dafür konnte ich aber gleich zwei sehr schöne Neuentdeckungen machen: Das bananenfeineWeiter Lesen

Am vergangenen Freitag war ich mitten in der Hallertau. Der Hopfen hat bereits den halben Weg nach oben geschafft: Der Anlass meines Ausflugs war die 4. Ausgabe (Turnus alle zwei Jahre) des hier im Blog schon mehrfach angekündigten Hallertauer Bierfestivals in Attenkirchen: Ausgestattet mit einem „ProBierGlas“ (das vor jeder Befüllung gewechselt wurde – nur ein Detail zur ausgezeichneten Organisation der Veranstaltung) und „Biertalern“ hatte man an drei verschiedenen Schenken und dem „Brauer-Marktplatz“ die Qual der Wahl: Meine zwei Gipfelpunkte. Am Stand der fabelhaften Brauerei Schönramer aus Petting traf ich tatsächlich jemanden, dem ich schon sehr lange mal die Hand geben wollte („shake the hand that feeds you“): Den hochsympathischen und sauguten Braumeister Eric Toft! Und am Ausschank der Schlossbrauerei Au gab es zu meiner Überraschung das herrliche „Castle Rye IPA“.Weiter Lesen

„Tempus fugit“ sagt der Lateiner. „Die Zeit flieht“. Es fühlt sich natürlich nicht wie gestern an, dass ich meinen ersten Artikel veröffentlicht habe. Aber fünf Jahre? Fünf Jahre! Lust, Ärger, Freude, Zorn, Begeisterung, Hilflosigkeit, Mission, Respekt, Selbsttherapie… Nie Langeweile. Geteilt mit Euch – inzwischen fast 10.000/Monat 🙂 Halbes Leid. Doppelte Freude. Was ich bis heute nicht nachvollziehen kann: extra prima good ist mehr oder weniger allein auf weitem Feld. Leider! Wo sind die Bloggerinnen und Blogger in Ingolstadt und drumherum, die sich mit dem Leben vor ihrer Haustüre und seinem Genuss nachhaltig beschäftigen? Alleine deshalb werde ich die Fahne weiter hoch halten … Untrennbar ist die Festivität mit einer weiteren verbunden: Mein Patenkind Filippa hat heute ebenfalls Wiegenfest. Und auch sie macht die Hand komplett. Alles Gute Filippa! Für dieseWeiter Lesen

Anspiel der Biergartensaison 2016. Gleich zum Vatertag. Mit der Familie! Im Schutterhof. Frühling in der Luft. Und Allerlei der Jugendblasmusik Zuchering. Im Krug der Nordbräu 1516 Jubiläums-Sud. Es folgt ein wunderbares „Farm to table“ sowie „Shake the hand that feeds you“ Erlebnis: Im Mittelpunkt ein Angusochse. Aus Weidehaltung vor den Toren der Stadt. Biozertifiziert nach Naturland (Biohof Wagner). Er findet über die Metzgerei Joseph Huber seinen Weg auf den Holzkohle(!)grill der Familie Mödl. Und dann auf unseren Tisch. Mit viel besseren Knödeln als letztes Jahr. Mit am Tisch sitzen: Karola und Manfred Wagner, sowie Claudia und Joseph Huber. Doch, das geht!

Anfang Februar in Nürnberg, nach der heurigen Biofach, lernte ich Martin Seefried auf einer Party (Danke Florian Bailey!) kennen. Der ausgebildete Koch und Metzgermeister betreibt in Abenberg (mittelfränkischer Landkreis Roth) seine Naturmetzgerei. Hier verarbeitet und veredelt er handwerklich ausschließlich Fleisch von der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall. Unter der gewichtigen(!) Losung „Wissen wo’s herkommt“ organisierte Seefried für Ende April einen „Bauernbesuch“ bei seinen Lieferanten. Einen ganzen Tag dem guten, sauberen und fairen Essen nachspüren … In angenehmer Gemeinschaft … Mit einem umtriebigen Gastgeber … Und überhaupt wollte ich schon lange Rudolf Bühler, dem Gründer der Erzeugergemeinschaft, einen Besuch abstatten: Aus dem Stegreif ließ ich mich auf die Gästeliste setzen! Letzter Samstag – 9:00 Uhr – Treffpunkt bei den Seefrieds. Mit dabei Moritz, der(!) Ingolstädter Metzger Joseph Huber und dessen Tochter Pia. FürWeiter Lesen

Wie bespielt man mit Tiefsinn und Lust das weite Feld „Reines Bier“ am Vorabend seines großen Geburtstags? Noch dazu im Museum. Wir haben lange gegrübelt. Die rettende Idee hatte dann Ralf Trogus, als er laut nachdachte: „Ich sehe dafür immer einen Tisch.“ Ja klar! Wo ist der vollendete Platz (neben dem Biergarten) um dem Bier gut zuzusprechen? Im Wirtshaus. Und wo dort? Am Stammtisch! Nach diesem Ankerwurf machten wir uns auf den Weg. Mit einem achtbaren Plakat. Und wunderbarer Unterstützung vieler Helfer – herzlichen Dank dafür! Meine besondere Anerkennung geht an: Katrin und Max Krieger (Riedenburger Brauhaus) fürs Mitreden und für „Viva Bavaria“ und „Dolden Dark“. Bryan France (Yankee&Kraut) ebenfalls fürs Mitreden sowie dem Bier-Schmankerl für Bryans „Eden Pale Ale“ und die Kühlung. Andrea und Wolfgang Erhard (Bäckerei Erhard) für dasWeiter Lesen

Heute war die Einweihung des Sportbades in Ingolstadt. Es hat das alte Hallenbad nun auch tatsächlich abgelöst (wehmütiger Abschied). Felix Ingolstadt! Gekonnt eingebettet in das Glacis, entstand am Rand der historischen Altstadt ein prächtiges Bad mit 50 x 25 Meter-Sportschwimmbecken (durch zwei Hubwände in drei 25-Meter-Becken aufteilbar) samt 25 x 12,5 Meter-Lehrschwimmbecken. Das dürfte 2016 selbst in weiten Teilen unseres sehr wohlhabenden Landes als Science-Fiction gelten. Was für ein Glück! Felix Austria hält dagegen gerade offensichtlich inne. Beim ersten Wahlgang der gestrigen Bundespräsidentenwahl waren ein bisserl viel Nichtschwimmer unterwegs … Zurück nach Ingolstadt. Der reguläre Bade- und Saunabetrieb im Sportbad beginnt morgen mit dem Frühschwimmen ab 06.30 Uhr. (42) – Marginalie – (44)

23.04.1516. 499 Jahre und 363 Tage. 21.04.2016. Erlassen wurde das Reinheitsgebot bekanntlich in Ingolstadt. Wenn das keine Steilvorlage für Slow Food Ingolstadt ist. Und selbstverständlich nehmen wir den Ball auf!  Zwei Tage vor dem großen Geburtstag. Als guter Partner spielt das Museum für Konkrete Kunst mit. Wieder – siehe unsere Veranstaltung 20 + 1 im letzten Jahr. Was geschah am 23.04.1516? Und warum? Was wurde daraus? Und heute? Welche Biere schmecken Slow Food? Behindert das Gebot die Freiheit? Oder ist es gar steter Garant für Kreativität? Fragen und Antworten. Wir haben beides. Und zwei feine Biere danach. Und Brot und Wurst. Als Fingerzeig wie es weitergeht. Wir haben uns nämlich erlaubt, aus dem Thema gleich eine kleine Serie über das Jahr zu machen. Drei Partien vom Museum – Reine Farbe,Weiter Lesen

Es gibt Wirte, die servieren zum Dunklen eine dunkle Soße und zum Hellen … Und es gibt Wirte die mehr Bälle in der Luft haben. Ein solcher ist Stefan Spitzer vom Gasthaus Spitzer in Osterwaal (Au in der Hallertau). Bei der dritten Auflage der „Bierhochzeit“ am vergangenen Samstag fungierte Alexander Herzog wieder als sein kongenialer Flankengeber und organisierte die Bierauswahl und Moderation des Abends. Spitzer ließ sich auf die einzelnen Bierstile ein, probierte im Vorfeld, und gab dann das Jawort aus der Küche. Herausgekommen sind wunderbare Vermählungen! Das Essen war durchgängig sehr gut (Punktabzug gibt es freilich für die frische Himbeere Anfang April … Slow Food!). Beim Bier will ich den ewigen Geheimtipp Augustiner Pils und das sensationelle(!!!) „Castle Rye IPA“ der Schlossbrauerei Au – gebraut in Kollaboration mit derWeiter Lesen

Es gibt besondere Orte in Städten, die gehören zum kollektiven Gedächtnis ihrer Bewohner. Als ich auf die Welt kam, gab es das Ingolstädter Hallenbad bereits gute drei Jahre. Es wurde am 18.12.1965 eröffnet. Noch vor meiner Einschulung lernte ich hier das Schwimmen. Lieben Gruß Yves! Badehaubenpflicht. Seepferdchen. Freischwimmer. Walze mit Handkurbel zum Auswringen der Badehose. Automatenbouillon. Schwimmclub Delphin … Es war noch eine Zeit, in der der Bademeister eine absolute Respektsperson war. Es war sein Bad. Diese Zeit ist vorbei. Seit Freitag (08.04.2016) um 19:00 Uhr auch die des ganzes Bads. Es wird wohl abgerissen werden. Selbstverständlich bin ich am letzten Tag noch einmal rein! Zusammen mit meinem Bub. Der auch hier sein Seepferdchen gemacht hat … Wir sind bis zum Ende geblieben. Durchaus mit Wehmut. Aber bereits auch mitWeiter Lesen

Der Besuch von Weinmessen ist bei mir vornehmlich wie der Weg, der das Ziel ist. Es geht um die Räumlichkeit, die Atmosphäre darin, um die Menschen, den Austausch mit ihnen und natürlich um die dargebotenen Weine. Als Blogger mache ich es mir ganz bequem und hinterlege in solchen Kurzberichten die ein oder andere Entdeckung, um sie beizeiten, beim gezielten Blättern im Tagebuch, gleich wieder parat zu haben. November 2015. Die K&U Hausmesse im Nürnberger Ofenwerk. Hier bin ich gerne Stammgast. Wegen aller oben erwähnten Weg-Ziel-Marken! Meine erste Entdeckung bei Martin Kössler war der kalifornische „Reds“. Das ist jetzt gute 20 Jahre her … Ray Kaufman – einer seiner beiden Macher – habe ich noch nie die Hand geschüttelt (Pollan: „Shake the hand that feeds you“). Diesmal war er da! HinterlegteWeiter Lesen

Offensichtlich ist es dem Umweltinstitut München diese Woche gelungen, das Herbizid Glyphosat in verschiedenen Bieren nachzuweisen – allen voran in Fernsehbieren ;-). Einen Tag vor dieser Veröffentlichung, ließ uns Walter König vom Bayerischen Brauerbund (Quelle: quer/BR – Sendung vom 25.02.16) noch wissen: „Wir haben die glückliche Lage, seit 500 Jahren ein Reinheitsgebot zu haben, wo nur Braugerste und Hopfen zugelassen sind. Diese beiden Rohstoffe sind bestkontrolliert und deswegen ist auch kein Glyphosat im Bier.“ Botschaft: Kein Glyphosat. Darauf kam es ihm gerade an! Nur 24 Stunden später – nach der Veröffentlichung – spricht Lothar Ebbertz (selbe Quelle), ebenfalls vom Bayerischen Brauerbund: „Das Glyphosat ist ein mittlerweile nahezu ubiquitäres Produkt. Das ist überall nachzuweisen und es kann uns insofern nicht verwundern, dass es minimale Spuren auch im Bier gibt.“ Schwach! WenigeWeiter Lesen

Ich mag die jahreszeitlichen Wechsel. Saisonalität. Gerade auch beim Essen. Irgendwann beginnt die Vorfreude. Dann kommt die Sehnsucht. Endlich ist die Zeit der lustvollen Hingabe! Die Vergänglichkeit bewahrt uns schon bald vor Übersättigung. Eine neue Vorfreude bahnt sich nämlich schon an. Ist das nicht schön? Wenn man sich auf diesen klugen Rhythmus einlässt! Der Ich-will-alles-sofort-und-immer-Kasperl weiß gar nicht was er – aus seiner Sicht natürlich vollkommen paradox – entbehrt… Vor einer guten Woche verkündete dieser Mann das Ende der Sehnsucht nach süßem, kräftig gewürztem Gebäck: Er – Wolfgang Erhard – darf das. Gerade seine Schöpfungen sind auf das Vortrefflichste für lustvolle Hingaben geeignet. Und hat man sie einmal probiert, trägt man den Keim für zukünftige Sehnsüchte in sich. Das sind Teufelskreise… Spannend – seht meinen Bericht 2014 – die Frage:Weiter Lesen

Volksfeste haben es heute nicht leicht. Anno dazumal im ereignisarmen Arbeitsjahr von allen sehnsüchtig erwartet um ungezügelter Lebensfreude endlich Raum zu geben, wurde ihnen bereits seit geraumer Zeit (auch) durch eine penetrante allgegenwärtige Spaß-, Party- und Eventkultur der Rang abgelaufen. Die vielen fast jederzeit zugänglichen Freizeitparks erschweren ihnen das Leben zusätzlich. Stellt man sich diesen Veränderungen nicht, wird man nach hinten durchgereicht. Dort ist für mich das Ingolstädter Volksfest angekommen. Egal ob Pfingsten oder jetzt im Herbst. Nach dem eröffnenden – regelmäßig gelungenen! – Festzug versinkt die Veranstaltung für den Rest ihrer Zeit in Lieblosigkeit und Ballermann-Anmutung. Natürlich habe ich dabei im Besonderen zunächst das Essen im Auge. Eine nicht unwesentliche Zutat für Lebensfreude! Dieser unglücklich formulierte Bericht (Überschrift und Einleitungssätze) hat mir vergangenen Freitag Hoffnung und Lust gemacht. VorWeiter Lesen

Mein Lieblingsessen mit Fleisch? Huhn. In allen seinen köstlichen Varianten. Mit Curry, mit Paprika, mit Waschmaschinenmotor gegrillt. Auf Volksfesten gilt das Hendl als Klassiker. Leider kommen diese mit Antibiotika satt gefütterten Tiere für gewöhnlich aus Massenqualhaltung (die Agrar-Industrie-Lobby bemüht dafür den Begriff „moderne Tierhaltung“). Sie zu essen heißt seinen (beachtlichen!) Teil zur Aufrechterhaltung dieses abartigen Systems beizutragen. Erfreulicherweise haben wir aber die Wahl. Die Artikelüberschrift von Wilhelm Busch gilt. Auf dem Münchener Oktoberfest, sogar auf dem Ingolstädter Volksfest. Wenn es auch Rückschläge gibt. Können kommt vom Wollen… Slow Food Magazin Ausgabe April/Mai 2015: Es war mir eine echte Freude dieser Tage Roswitha Hüttinger (Jura-Geflügel in Walting/Rapperszell) ein Exemplar davon in die Hand zu drücken: Sie hat Haltung und ermöglicht eine gute solche. Auf ihrem Hof tummeln sich im Freiland –Weiter Lesen