Seit Ewigkeiten möchte ich eine „Frankfurter Grüne Sauce“ probieren. Dazu gehören unbedingt diese glorreichen Sieben: Schnittlauch, Kresse, Petersilie, Kerbel, Sauerampfer, Pimpinelle und Borretsch. Der Ziegler auf dem Ingolstädter Wochenmarkt hatte sie gestern alle frisch. Rezepttechnisch habe ich mich bei Stevan Paul in „Deutschland vegetarisch“ bedient. Die fabelhafte Buchreihe wird im Herbst übrigens mit „Italien vegetarisch“ ihre Fortsetzung finden. Wenn ich richtig kombiniert habe, könnte dabei dieser Mann Koch und Autor der Ausgabe sein. Jene Frau hat einfach eine sehr glückliche Hand, mit anderen Worten, ist das Glück natürlich mit dem Tüchtigen … Zu Eiern, zu Schinken – die Frankfurter haben schon Geschmack – frohe Ostern!

Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah! Wissen muss man es halt. Zur heutigen Erhellung sei deshalb erklärt: In Bayern wird seit 2001 landwirtschaftlich der Haselnussanbau kultiviert. 2004 pflanzte in (unserer) Hallertau die Familie Neumeier ihre ersten Büsche. Die ehemaligen Hopfenbauern erkannten die besondere Geeignetheit des Regionalklimas auch für die Haselnuss und nahmen sich dieser vielseitigen wie wohlschmeckenden Köstlichkeit an. Mit Leib und Seele. Von Beginn an arbeiten sie mit einer Bio-Zertifizierung! Die unterschiedlichen Produkte der „Holledauer Haselnuss“ werden seit 3 Jahren unter der Marke „Eichhörnchen“ vertrieben. Ihren Ursprung hat die zu den Birkengewächsen gehörende Haselnusspflanze (Lambertshasel) an der türkischen Schwarzmeerküste. Noch heute kommen ca. drei Viertel der weltweiten Ernte von hier. In freudiger Erwartung einer frischen, regionalen Alternative machte sich Slow Food Ingolstadt im vergangenenWeiter Lesen

Entschleunigung: Die AVUS (Automobil-Verkehrs- und Übungs-Straße) in Berlin – konzipiert als Rennstrecke – wurde 1921 für den Verkehr freigegeben. In den 30er Jahren duellierten sich hier die berühmten Silberpfeile von Mercedes-Benz und Auto Union. 1959 wurde auf der Strecke der Große Preis von Deutschland ausgetragen. Seit Mai 1989 gilt auf der AVUS ein Tempolimit von 100 km/h. Schließlich bevölkerten am vergangenen Samstag wieder die Schnecken das Restaurant AVUS im Ingolstädter Audi Forum. Die Schnecke ist Sinnbild der Slow Food-Bewegung. Wieder? Unter dem Titel „Die Region zu Gast“ waren sie schon einmal im Mai (Spielplan) da. Zu köstlichen Brotschmankerln mit Fisch (Fisch Jakob/Mühlhausen) und Wild (Köschinger Waldhaus), sowie einem ausgezeichneten Weißwein-Aperitif mit Wermut (Brennerei Kramlich/Königsmoos), gab es am Beginn des Abends kurzweilige Informationen von Klaus Kürzinger und Thomas von Großmann (Convivium Ingolstadt)Weiter Lesen

Stetig im Einsatz für das Gute, Saubere und Faire! Slow Food Ingolstadt war im Rahmen der Bayerischen Öko-Erlebnistage mit einem Infostand auf dem Neuburger Wochenmarkt vertreten. Danke Matthias, Moni und Fritz für Euren Einsatz! Ein kleiner, feiner Markt ist das! Besonders gut hat mir das Angebot von Josefine Wünsch aus Burgheim gefallen. Eine Überzeugungsgärtnerin. Unbestrittene Hauptdarsteller waren aber die beiden Freilandputen (Rasse Bronze-Kelly) der Familie Schmidl aus Ingolstadt/Hundszell und eine Murnau-Werdenfelser Kuh (Naturland Weidehaltung) der Familie Eller aus Neuburg. Beide beliefern damit den im Slow Food Genussführer geführten Neuwirt der Familie Deiml in Neuburg. Alle mir bekannten Wochenmärkte in unserer Region sowie interessante Direktvermarkterportale habe ich hier gelistet.

Erntezeit überall. Auch das Obst hängt reif und schwer an den Bäumen. Beim Verzehr des flüssigen Obstes sind die Deutschen in Europa übrigens Spitzenreiter. Apfel- und Orangensaft liegen dabei in der Beliebtheit etwa gleich auf. Regionalität und Einkauf beim Erzeuger ist nicht bei jedem Produkt machbar – auf jeden Fall aber hier! Ich verabschiede mich damit vom Orangensaft und darf zunächst ein Lob auf das patentierte „Bag-in-Box“-Verpackungssystem anstimmen. Nach dem ersten Mal Zapfen ist der Saft darin (Fruchtgehalt 100% = Fruchtsaft) ganze 90 Tage ohne Kühlung haltbar. Ungeöffnet mindestens 15 Monate. Eine wunderbare Möglichkeit für kleine, örtliche Produzenten ohne allzu viel Logistik am Markt dabei zu sein. Und insbesondere ein Segen für all jene, die ihr eigenes Obst verflüssigt im Jahresverlauf genießen wollen. Wo fließt also in unserer Region derWeiter Lesen

Die besten Burger in Ingolstadt, so habe ich im Sommer 2011 hier geschrieben, gibt es im Golden. Davon ist nichts zu revidieren. Im Gegenteil! Das Golden hat sich kulinarisch in eine Richtung (weiter)-entwickelt, die beachtlich ist. Wir haben hier ein Musterbeispiel dafür, wie es Schritt für Schritt möglich ist, das Gastro-Elend der Stadt hinter sich zu lassen. Zur Erinnerung: Im November 2010 eröffnete Wolfgang Kratzer in der Kupferstraße 28 sein Golden. Von Beginn an, setzte er zwei Schwerpunkte. Das Ambiente. Und die ausschließliche Verwendung von Bio-Rindfleisch für die Burger. Sehr positiv ist mir ebenfalls gleich aufgefallen (der Slow Foodler kann nicht anders), dass er die Burger-Brötchen von der kleinen familiengeführten Bäckerei Mirz in Zuchering fertigen lässt. Wer so was macht, ist eh auf dem Weg … In der Folgezeit sindWeiter Lesen

„Slow Food bringt Produzenten, Händler und Verbraucher miteinander in Kontakt.“ So steht es geschrieben. Ein kleines Beispiel dazu aus der Praxis: Er war Finalist bei den QUERDENKER-Awards 2012. Für seinen „Vetschie“ – bestehend aus Quark, Reis, Maismehl, Wasser, Honig, Öl, Tomatenmark, Salz und Gewürzen. Als Metzgermeister! Robert Prosiegel ist ein guter solcher. Ein sehr guter. Mit Herz und Hirn werkelt er in seiner Bio-Metzgerei im mittelfränkischen Berolzheim. Und er fördert in der Conviviumleitung des im letzten Jahr gegründeten Slow Food Conviviums Altmühlfranken (extra prima good berichtete) das Gute, Saubere und Faire der Region. Nicht zu vergessen sein “Sauwohl in Altmühlfranken” – Projekt. Ende Juni lud Prosiegel zu einer Kurzpräsentation in seine Metzgerei. In angenehmer Begleitung eines Ingolstädter Metzgermeisters besuchte ich ihn. Die Schutzgemeinschaft altmühlfränkische Wurstspezialitäten hat für die altmühlfränkische BratwurstWeiter Lesen

Rinder sind Lauf- und Herdentiere. Ihr Leibgericht: Im Sommer frisches Gras und Kräuter, im Winter Heu. Mit Weidehaltung wird man also – in jeder Hinsicht – ihrer Art gerecht. Und belohnt. 2012 belegte eine Studie der Universität Gießen nach Analyse der zehn größten Buttermarken Deutschlands, dass Weidemilch mit Abstand die beste Fettzusammensetzung (mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Omega-3 und 6) sowie den höchsten Vitamingehalt (Beta-Carotin, Vitamine A und E) hat. Am optimalsten hat eine Butter aus Irland (Kerrygold) abgeschnitten. Die dafür verwendete Milch stammt von Kühen, die 10 Monate im Jahr auf der Weide grasen. Die Antwort der Industrie? Weniger Kraftfutter für Wiederkäuer, kein gentechnisch verändertes Soja mehr aus Südamerika, weniger Stall, mehr Grünland – von wegen! Bald soll Gentechnik bei Kühen die Produktion von Omega-3 Fettsäuren in deren Milch anregen. EsWeiter Lesen

Die Bayerischen Ernährungstage 2013 sicherten mir am vergangenen Freitagabend ein genussreiches Plätzchen im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Ingolstadt. Dieses Amt sollte man als Ansprechpartner für Essen in der Region auf der Rechnung haben. Von ihm wird z. B. die sehr hilfreiche Broschüre “Köstliches vom Lande – Direktvermarkter aus dem Landkreis Eichstätt und der Stadt Ingolstadt” herausgegeben. Die Behörde wird seit 01. Juni ganz frisch von Else Greßmann geleitet. Sie begrüßte uns zum Motto „Richtig gut essen“ an einer festlichen Tafel (mit Tafelmusik). Weil richtig gutes Essen sich immer an Saisonalität und Regionalität orientiert, gab es ausschließlich reife, frische Produkte lokaler Anbieter. Zubereitet wurde diese von den Studierenden des laufenden Semesters der hauseigenen Landwirtschaftsschule – Abteilung Hauswirtschaft. Zu jedem Gang präsentierte eine andere Studentin kurzweilig vorgetragene Informationen zurWeiter Lesen

Seit Mitte März letzten Jahres gibt es in Ingolstadt das Artusiana – Katia und Gott sei Dank! Ich hatte das Glück noch am Wochenbett stehen zu können und natürlich sofort darüber berichtet. Jetzt ist Frau Garelli Slow Food Mitglied geworden. Und Unterstützerin gleich dazu. Die dazugehörigen Logos gibt es in vier Ausführungen. Mit „… weil Verantwortung und Genuss zusammengehören“ hat sie die gewählt, welche auch meine Präferenz hat: Der kleine Innenhof, gleich rechts neben dem Laden, wird nun (endlich) auch bespielt. So wunderbar verstärkt – ein doppelter Grund also für das Convivium Ingolstadt sich feierlich hier einzufinden. Und wenns mal läuft, dann läufts halt! Wir hatten noch einen besonderen Gast. Pavlos Georgiadis, der Leiter des griechischen Slow Food Convivium Thrakien bereicherte uns an diesem Abend mit seiner Anwesenheit. Der studierteWeiter Lesen

Morgen ist Johannistag. Damit findet die Spargelsaison 2013 ihr Ende. Wir hatten uns noch einmal eingedeckt, bei Familie Rehm – den Spargelbauern unseres Vertrauens. Diesmal stand er auch roh(!) auf dem Tisch. Blogger-Kollege Claudio gab den Tipp und erweiterte damit unseren Horizont. Die Variante wird bleiben: Das von Claudio hierzu empfohlene Olivenöl mit Amalfi-Zitronen (der Fürsprache schließe ich mich hiermit an) führt übrigens das Alnatura in der Schillerstraße. Ganz ohne Klassik gingen wir aber nicht aus der Jahreszeit: Der alles umfassende Kreislauf der Natur – dem man sich klugerweise bewusst(!) anschließen sollte – lässt in dieser wunderbaren Jahreszeit niemanden lange allein. Ein anderer höchst willkommener Besucher kündigt sich bereits an. Und wenn man wollte, ist er eigentlich schon ein bisserl da. Eine liebe Freundin hat uns Ende April sechs verschiedeneWeiter Lesen

Dieser Post wird fortlaufend aktualisiert. Weißnichtwurscht is! Alles über die feine Brühwurst – aus Ingolstädter Perspektive – findet sich gesättigt hier: ➜ Metzgerei Listl – extra prima good Gedächtnispreis|hier➜ Start Weißwursttest|hier➜ Ausgewurstelt|hier➜ Ranking|hier➜ Weiße am Würstelstand|hier➜ Wer hat´s erfunden? Weißwurst in München! Metzgereien Bauch, Wallner und Hirschvogel|hier➜ Weiße am Würstelstand (2)|hier➜ Audi-Weißwurst!|hier➜ Finale Weißwursttest – Ingolstadts beste Weißwurst|hier➜ Weißwurst-Mekka – Metzgerei Wittmann in Neumarkt|hier Und dann begegnet Ihr nachfolgend natürlich dem Weißwurst-Testranking aller Metzgereien die in Ingolstadt eine Filiale unterhalten: Note 1- ➜ (1.) Metzgerei Geier|Ingolstadt/10.09.2011/8,90 EUR/kg|Test➜ (2.) Metzgerei Joseph Huber|Ingolstadt/05.08.2011/11,40 EUR/kg|Test➜ (3.) Metzgerei Wagner|Ingolstadt/20.08.2011/10,90 EUR/kg|TestDie obige Reihenfolge ist Ergebnis des Abschlusstests Note 2+ ➜ Metzgerei Pauleser|Kasing/04.06.2011/7,99 EUR/kg|Test➜ Metzgerei Pauleser|Böhmfeld/24.09.2011/8,50 EUR/kg|Test➜ Metzgerei Schneider|Eichstätt/22.09.2011/9,20 EUR/kg|Test➜ Metzgerei Zehentbauer|Ingolstadt/30.12.2011/8,90 EUR/kg|Test Note 3+ ➜ Metzgerei Bauer|Kösching/25.06.2011/10,60 EUR/kg|Test Note 3 ➜ Metzgerei Geyer|Ingolstadt/08.10.2011/7,90 EUR/kg|Test➜ Metzgerei Walk|Berching/09.07.2011/10,90 EUR/kg|Test Note 3-Weiter Lesen

Heute ist Weltverbrauchertag. Schön, wenn der Verbrauch auch Genuss hervorbringt. Bei Lebensmitteln stehen die Chancen darauf gut, wenn diese sauber (im Sinne von nachhaltig) hergestellt wurden, aus der Region stammen und man ihre Saison abwartet. Was freue ich mich z. B. auf den Spargel (Vorsicht! Das zeitlich erste Angebot ist hier häufig schlecht). Eine ausgezeichnete Fundgrube ist das Heftchen „Köstliches vom Lande – Direktvermarkter aus dem Landkreis Eichstätt und der Stadt Ingolstadt“. Herausgegeben wird es vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ingolstadt. Die aktuelle Auflage beinhaltet 45 Erzeuger, ist neu überarbeitet und druckfrisch: Dazu gibt es eine Online-Datenbank. Erfreulich – Slow Food Unterstützer sind erstmals eigens gekennzeichnet. Ich habe in den Landkreisen Pfaffenhofen und Neuburg-Schrobenhausen nachgefragt – etwas Vergleichbares ist dort in Arbeit. Wenn ich Näheres weiß, werde ichWeiter Lesen

Ob Ei oder Henne zuerst da waren, muss auch ich offen lassen. Das Haushuhn jedenfalls entstand aus dem Wildhuhn. Eine der ersten bekannten Arten (viele 1.000 Jahren vor Christus) ist das südostasiatische Bankivahuhn. Die Vielfalt der Hühnerrassen ist dem Menschen geschuldet. Ergebnis seiner erfolgreichen Zuchtbemühungen. Alleine der europäische Rassegeflügelstandard kennt gute 180 davon. Andererseits bedroht der Mensch auch wieder diese Biodiversität. Ihr Totengräber ist die Agrarindustrie. Blättern Eltern mit ihren Lieben in Kleinkindbüchern gilt es darin Hahn, Henne, Ei und Küken zu identifizieren. Die Glücklichen picken und scharren immer im Grünen. Die Sonne scheint dazu. Der Betrachter hat hier das sogenannte Zwie- oder Zweinutzungshuhn im Auge. Zweinutzung: Eier und Fleisch. Seit es um Hof und Haus kräht und gackert, der natürliche Standard. Ab den 1920er Jahren hat man allerdings damitWeiter Lesen

Felix Austria! Heute: Die Südsteiermark. Gerade beglückt mit einer Influenza und des Winters langsam müde, blicke ich zur Stützung und Erbauung zurück: Mein Langstreckenradar hatte schnell ein Domizil für die Familie ausgemacht. Die kurze Rückversicherungnachfrage – ein Hoch auf für gewöhnlich gut unterrichtete Kreise – bei Katharina Seiser wurde so beantwortet: „du wirst’s nicht glauben, aber wir waren letzte woche von di bis sa im … weingut tauss!“ Sagenhaft. Selten habe ich schneller gebucht. August 2012. Volltreffer! Alice und Roland Tauss waren feine Gastgeber und setzen damit meine großartigen Erfahrungen mit BIO-Hotels nahtlos fort. Das biologisch-dynamisch bewirtschaftete Weingut ist Mitglied der zukunftweisenden Wertegemeinschaft Schmecke das Leben von fünf steirischen Bio-Winzerfamilien. Darunter ist auch Sepp Muster – zuletzt gesehen auf der Messe der K&U Weinhalle. Morgenstund hat Gold im Mund – demWeiter Lesen

Weiter geht es mit dem Rest des Jahres 2009. Teil 1 findet sich hier. 17.10.2009 – Hallertauer Ziegenhof und Kirchweih-Gansessen Am Kirchweihsamstag besuchten wir den Hallertauer Ziegenhof. Im Anschluss gab es ein Kirchweih-Gansessen im Huberhof. Zunächst trafen wir uns um 15:30 Uhr beim Huberhof der Familie Selmayer in Airischwand 5, 85405 Nandelstadt. Zu Fuß geht es dann ca. 2 km über Feldwege zum Hallertauer Ziegenhof, Nandlstädterstraße 37, in 84104 Tegernbach. Wir wurden bereits von Herrn Hans Kellner erwartet. Mit dem angenehmen Selbstverständnis von Menschen, die ganz bei sich sind bei dem was sie machen, stellte er uns seinen Bioland zertifizierten Ziegenhof vor. Während einer Australienreise, bei der er Ziegenkäse kennenlernte, kam die Idee. Zurück von der Reise, tauschte er eine Sau mit Ferkeln aus dem elterlichen Betrieb gegen eine Goaß mit drei Kitzen. DerWeiter Lesen

Überführung der Aktivitätenberichte des Slow Food Conviviums Ingolstadt auf den Blog. Warum und die Jahre 2007-2008 – hier. Das Jahr 2009 – Teil 1 – jetzt: 23.02.2009 – Hausschlachtung/Hofladen im Moos Strom kommt aus der Steckdose, Milch aus der Tüte und Fleisch vom Metzger … alles richtig, aber eben nur eine Momentaufnahme. In Sachen Fleisch wollten wir einige Schritte zurückgehen – Ergebnis: Eine Hauschlachtung! Am 23.02.2009 waren wir dazu Gäste bei der Familie Brüderle vom Hofladen im Moos, Ingolstädter Straße 76 a, 86669 Untermaxfeld. Ablauf der Veranstaltung: Treffpunkt war um 9:00 Uhr. Frau Brüderle und Herr Hafner führten uns zunächst in die Bewirtschaftungsgrundsätze ihres Hofladens ein. Mehrere Wochenmärkte der Region werden mit selbst verarbeiteten Fleisch- und Wurstwaren aus dem eigenen Schlachthaus am Hof bedient. Größten Wert wird auf die HerkunftWeiter Lesen

Das Slow Food Magazin (Print) erscheint mit der aktuellen Ausgabe (11/12-2012) jetzt im Münchner Oekom Verlag. Nächstes Jahr wird es ein neues Layout geben. Und ich gehe sicher davon aus, dass auch die Website von Slow Food Deutschland (irgendwann) einen Umbau erfahren wird. Das Convivium Ingolstadt hat seit Gründung (11. Mai 2007) dort alle seine Veranstaltungen und Aktivitäten gepostet und wird dies natürlich auch weiter tun. Es ist jetzt aber nicht auszuschließen, dass ältere Beiträge (z. B. einem neuen Layout geschuldet)  „hinten runterfallen“. Das wäre betrüblich. extra prima good ist also zur Stunde ganz präventiv tätig und entfaltet zur Gefahrenabwehr einen in diesen Tagen allseits beliebten Rettungsschirm. Die Texte und Fotos (allesamt vom padrone) habe ich (historisch korrekt) im Original belassen. Beim Zusammenstellen wurden viele Erinnerungen wach. Sie dürfen mitWeiter Lesen

Ingolstadt liegt an der Donau. Den Fluss der Stadt – oder umgekehrt? – und seinen Menschen näher zu bringen ist hier ein tagesaktuell viel diskutiertes Thema. Letztes Jahr habe ich am städtischen Nordufer diese schöne Installation zu Ehren seiner unmittelbaren Bewohner entdeckt. Ihnen galt jetzt auch eine sehr reizvolle Slow Food Veranstaltung Unter dem Titel „Donaufisch und Weltenburger Enge“ trafen sich Anfang Oktober in Kelheim (Hafen) Mitglieder aus den beiden Convivien Niederbayern und Ingolstadt. Die Zusammenkunft war mit 70 Gästen sehr gut besucht. Goldenes Herbstwetter gesellte sich zur Freude aller auch hinzu. Mit Fischen aus der Donau habe ich bereits früh meine Erfahrungen gemacht. Sie sind zweigeteilt. Großartig in Erinnerung habe ich die Nächte, in denen ich meinen Vater beim Aal-Angeln begleiten durfte. Nicht so toll waren (vereinzelte) Karpfenessen. DieWeiter Lesen

An der frischen Luft sein. In der Regel auf einem schönen, oft gar historischen Platz. Menschen beobachten. Kleine Schwätzchen halten. Körbe statt Tüten. Mit einem Einkaufszettel in der Hand? Oder sich vom jeweiligen Angebot inspirieren lassen? Den Machern die Hand schütteln. Infos von der Quelle. Riechen, kosten, schmecken. Wo bin ich? Auf einem Wochenmarkt natürlich. Die Märkte unserer Region hatte ich hier schon einmal aufgelistet. Geht man über den Ingolstädter Wochenmarkt fällt ein Anbieter von Gemüse und Obst besonders ins Auge. Er findet sich zur Rückseite des Herzogskasten, zwischen den Käsehändlern Mooser und Winter. Da ist erst einmal die Standgröße. Ich glaube es ist der größte am Platz. Und dann der Warenreichtum. Der Stand quillt an prächtiger Üppigkeit förmlich über. Dabei ist das gesamte Angebot sehr ansprechend und gefällig präsentiert.Weiter Lesen

Was ich will, ist ganz einfach zu beschreiben. Es in unseren Tagen zu bekommen, recht schwierig. Das ist eigentlich unglaublich. Ich beginne mit dem Wunsch: Herzlich willkommen möchte ich mich fühlen. Sitzen, in einer einfachen, sauberen Umgebung. Unbedingt geckenfrei. Die Speisekarte ist nur (jawohl!) eine Tageskarte. Alles wird in der Küche selbst und frisch zubereitet. Die Zutaten stammen aus der unmittelbaren Region. Es gibt nur, was Saison hat. Beim Essen will ich nicht bespaßt, überrascht oder gar herausgefordert werden. Ich vollende die Ausgangsposition mit dem nicht unwesentlichen Begehren, dass es gut schmecken soll. Das kommt Euch bekannt vor? Haltet noch einmal inne. Ihr wollt das wirklich genau so? Noch einmal nachlesen! Und? Warum macht ihr dann so viele schlechte Kompromisse? Also gut – meinen hochverehrten Lesern heute ein sogenannter Geheimtipp:Weiter Lesen

Preith hat um die 900 Einwohner und liegt 5 km nördlich von Eichstätt. Ein gewöhnliches Dorf? Sicher nicht! Hier gibt es nämlich gleich zwei Bio-Bauernhöfe. Einmal den Moierhof der Familie Daum, den diese nach den Demeter Richtlinien bewirtschaftet. Und den Biohof Mayer, Mitglied im Bioland-Verband. Seit 12 Jahren führen Andrea und Franz Josef Mayer den Hof. Die Eltern (Katharina und Johann) von Franz Josef hatten ihren Betrieb bereits 1988 auf die ökologische Landwirtschaft umgestellt. Der erfreulicherweise immer mehr Menschen beschäftigenden Frage – Wo kommt unser Essen her? – folgend, verbunden mit dem schönen Vorsatz den Machern die Hand zu schütteln (Michael Pollan: “Shake the hand that feeds you”), trafen sich Ende Juli Mitglieder des Slow Food Conviviums Ingolstadt zum Hofbesuch bei den Mayers. Ein großes Holzschiff fehlt. Damit – denWeiter Lesen

Ich esse gerne Weißwurst. Deutliche Spuren in extra prima good zeugen davon. Hier laufen sie alle zusammen. Im Kreisen um die weiße Wurst ist mir immer wieder die Metzgerei Wittmann im oberpfälzischen Neumarkt durchs Bild gegangen. Warum? Weil diese eine Papierform hat, die ihresgleichen sucht! Der Magerfleischanteil besteht aus reinem Kalbfleisch (100%). Dieses kommt ausnahmslos von Tieren aus Biohöfen in Berching und Bayreuth. Der Schweinespeck stammt ausschließlich vom Schwäbisch-Hällischen Landschwein der vorbildlich arbeitenden  Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall. Die Gewürze sind allesamt bio, ebenfalls die Zitrone. Von dieser kommt die ganze Schale in den Kutter. Selbstverständlich sind keine Geschmacksverstärker oder Zusatzstoffe in der Pelle. Diese Wurst muss ich kosten – diesem Metzger will ich die Hand schütteln! Zusammen mit meinem Vater (freu!) geht es nach Neumarkt. Wir werden erwartet. Was erwartet uns?Weiter Lesen

Paprika als Gewürz. Knoblauch. Wurst am Stück. Aufheller für den padrone. In Kombination eine Stellenbeschreibung wie gemacht für el chorizo – die spanische Nationalwurst. Ich schätze sie sehr! Unser Verhältnis ist aber leider auch problembehaftet: Wo bekomme ich – uniforme Industriemassenkreationen dankend ausschlagend – eine gute? Im Ideal in Ingolstadt? Seht ihr … Die Vorspeisenplatte der Kaltmamsell ist eine meiner – aus vielen guten Gründen – regelmäßig angesteuerten Wasserstellen im Netz. Die Hausmeisterin des Blogs hat spanische Wurzeln. Diese Eigenschaft, in Verbindung mit einer eher beiläufigen Erwähnung der Wurst in einem Post, ließen mich aufmerken. Langer Rede kurzer Sinn, die Kaltmamsell gab mir eine Einkaufsquelle. Anfang des Monats haben wir diese jetzt endlich aufgesucht. München, Schwabing – der Elisabethmarkt: Ein guter Platz. Aber eine andere Geschichte. Auf jeden Fall hatWeiter Lesen

Mein Lieblings-Food-Blog? Ganz einfach, weil ganz großartig: esskultur von Katharina Seiser. Weil so vieles. Man mag für den ersten Eindruck dort nur mal in die fortlaufende Serie Sonntagssinnessammlung blicken, um zu spüren welch acht- und aufmerksamer Mensch da wirkt. Von mir daraus willkürlich zusammengebastelt, schwelgt man hier – einem wohlige Gänsehaut und Speichelfluss bereitend – in Lieblingsbildern, angenehm umgeben von glatter Damast-Bettwäsche, im betörenden Duft der Schnittfläche eines Marmorgugelhupfs beim feinen Geräusch aufschäumender Butter … Die große Bandbreite an Themen zur Kulinarik wird mit Sachverstand, Witz und einer mitunter (nicht unangenehm) brachialen Leidenschaft für die Sache gänzlich ausgelotet. Und weil die Augen mitessen, führen Fotos, Grafik und Layout diese auf eine satte Weide. Ab damit in die Lesezeichen! Am 05.05.2012 feierte die esskultur nun ihren fünften Geburtstag. Dazu lud KatharinaWeiter Lesen

Hartnäckig hält sich die wahrscheinlich zutreffende Behauptung, wonach es nicht wenige Kinder gibt, die glauben Kühe seien lila. Übertragen wir das einmal. Auf die Nähe und das Wissen zu einer Berufsgruppe, ohne die in Sachen Brot nichts geht. Müller. Schon mal einen gesehen? Schon mal einem die Hand gegeben? Wer mahlt das Mehl deines Bäckers? Schon mal eine aktive Getreidemühle besucht? Blank war ich da – richtig blank! Und das bei dieser unersetzlichen Brücke zwischen Bauer und Bäcker. Wenn ich die Augen schließe, habe ich – als Wilhelm Busch Enthusiast – einen dicken, weiß gekleideten Mann vor mir. Mit roter Mütze und roten Schlappen. Nach den Protagonisten Witwe Bolte, Schneider Böck, Lehrer Lämpel, Onkel Fritz, Meister Bäcker und Bauer Mecke ist er es schließlich – Meister Müller – der denWeiter Lesen

Kleiner Einkaufsratgeber – Kategorie: Sehr wichtig und dabei erfreulicherweise ganz, ganz einfach. Kauft (nur) Essen, das Saison hat! Verabschiedet Euch vom Prinzip des globalen Lebensmittelhandels „Alles gibt es immer“ zugunsten eines „Alles zu seiner Zeit“. Essen im Lauf der Jahreszeiten. Von Vorfreude zu Vorfreude. Die Waren sind auf den Punkt reif, frisch und damit geschmacklich auch am besten. Durch das große Angebot sind sie sogar günstig(er). Kauft (soweit möglich) Essen, das aus eurer Region kommt. Damit kauft man übrigens automatisch saisonal. Und hat die schöne Möglichkeit an der Quelle (Direktvermarkter/Wochenmarkt) zu agieren – Fragen, Antworten, Interaktion von Mensch zu Mensch. Das Essen bekommt ein Gesicht (zum tausendsten Mal: „Shake the hand that feeds you“). Lange Transporte werden vermieden. Die Wertschöpfung verbleibt in der Region. Was geschieht, wenn Menschen nicht (mehr)Weiter Lesen

Gute Bäcker sind so unendlich wichtig! Unser tägliches Brot gib uns heute … alles gesagt! Nur der guten Ordnung halber das noch: Ein gutes Brot kann niemals aus einem Backautomaten eines Discounters kommen. Zwei kurze Notizen zu zwei guten regionalen Bäckern: Heute (06.05.12) hat das Backhaus Hackner „Tag der offenen Tür“. Schöne Idee. Bei der Kundmachung der Veranstaltung ist mir dieses feine Plakat aufgefallen: Der amerikanische Food-Philosoph Michael Pollan mit seinem „Shake the hand that feeds you“ lässt grüßen! Seht ihr – einem Backautomaten kann man auch nicht die Hand schütteln … Habe mir bei der Gelegenheit auch mal wieder die Website der Hackners angesehen. Scheint neu zu sein. Wieder schön: Die erklärte Absicht Regionalität zu leben, wird mit der konkreten Nennung der regionalen Lieferanten (Müller, Metzger, Gärtner) glaubwürdig dokumentiert.Weiter Lesen

Pellegrino Artusi. Ich gestehe, ich musste nachschlagen. 1820 in Forlimpopoli (Emilia-Romagna) geboren, hat Artusi 1891 Italiens Kochbuch-Bibel geschrieben: „La scienza in cucina e l´arte di mangiar bene“ (Von der Wissenschaft des Kochens und der Kunst des Genießens). Ihm wird mit dieser Sammlung verschiedenster Rezepte der Regionalküchen die Schaffung der italienischen Nationalküche zugesprochen. Zu seinen Ehren verwandeln die Bewohner seines Geburtsorts im Sommer bei der „Festa Artusiana“ die Altstadt zu einer einzigen Küche mit unzähligen Tafeln und Verkostungen. Ich bekomme die Kurve, bleibe aber in der Altstadt. In unserer Altstadt! Am vergangenen Samstag (17.03.) eröffnete hier Katia Garelli in der Schäffbräustraße 3 ihr „Artusiana -Pasta fresca e salsa“. Ich nehme es vorweg: Ein Segen! Frau Garelli kommt aus Ravenna und lebt mit ihrer Familie seit zehn Jahren in Ingolstadt. Der WegWeiter Lesen

Riechen Sie es auch? Der Frühling kommt! Es ist bisher nur eine Nuance. Aber diese ist in der Nase ganz klar. Augenfällig ist er eh: Ich freue mich sakrisch auf die ersten Kräuter und Gemüse der Saison – aus der Region! Deshalb hier eine Sammlung von Direktvermarktern und Wochenmärkten in und um Ingolstadt … Update (18.01.2021): Die Sammlung wurde nach hier verschoben.

Was im Juni 2011 begann, fand nach 15 Tests am Silvestervortag sein Ende. Dem Schlussranking ist zu entnehmen, dass drei Metzgereien die Note 1- erreicht haben. Die glückliche Spitzengruppe: Die Meister Geier, Joseph Huber und Wagner. Dicht dahinter mit der Note 2+ kommt das Verfolgerfeld mit den Metzgereien Pauleser (Kasing), Pauleser (Böhmfeld), Schneider und Zehentbauer. Die Schwankungsbreite von Tagesformen – des Metzgers und des padrone – kann bei den genannten aber zu jedem denkbaren Positionswechsel führen … allein das Ranking steht jetzt aber nun mal stramm. Bei der Spitzengruppe hat es mich aber gelüstet herauszufinden – schließlich haben wir mit den Spielen in London auch ein olympisches Jahr – wer auf dem Treppchen ganz oben steht, wo es also die beste Weißwurst in Ingolstadt gibt. Das steht seit heute (21.01.2012) für mich fest.Weiter Lesen

Der letzte Test (Wo gibt es Ingolstadts beste Weißwurst?) ist genau elf Wochen her. Es gibt nur noch einen Kandidaten. Er soll noch 2011 ins Ziel kommen. Mit der Rückennummer 15 geht also die Metzgerei Zehentbauer ins Rennen. Das Stammgeschäft befindet sich im westlichen Ingolstadt, in Gerolfing, Hangstraße 12. Es gibt keine Website, daher hier die Telefonnummer: 0841/82171. In Friedrichshofen steht eine Filiale. Der Familienbetrieb hört auf das Kommando von Metzgermeister Simon Zehentbauer. Am 30.12.2011 betrete ich das sich mitten im Wohngebiet befindliche Geschäft. Es ist schön, wenn die Grundbedarfsquellen (Bäckerei, Metzgerei) noch dort sprudeln, wo die Menschen wohnen! Abschweif: Der padrone hat sich deshalb sehr gefreut, als er dieser Tage der Tagespresse entnehmen durfte, dass es im kommenden Frühjahr in Appertshofen (nördlich von Stammham) einen Dorfladen geben wird. Eine schöneWeiter Lesen

Es gibt ein Grundrecht auf ein anständiges Wirtshaus. Der Beckerwirt in Böhmfeld ist ein  solches. Schmackhafte regionale und saisonale Küche – ausschließlich unter Verwendung von Erzeugnissen aus ökologischer Landwirtschaft. Dazu eine Wirtsfamilie mit Herz und Verstand! Viele Gewerbetreibende fahren in den Großmarkt. Etliche Produkte von dort werden dann in deren „Küchen“ (nur noch) erwärmt. Es gibt aber – Gott sei Dank – auch noch Wirte. Und die reißen sich Hände und Füße für ihre Gäste aus. Wie schaut dieser Gliederverlust beim Beckerwirt aus? Beim Schlachttag am 22.11.2011 durfte ich dabei sein. Auf dem Programm: Eine Sau und zwei Spanferkel werden komplett verwertet. Die Verarbeitung und Veredelung ergibt Bratwürste – klein, groß und im Glas. Blutwurst, Leberwurst und Leberstreichwurst. Weiter Schinken zum Räuchern sowie Braten- und Schnitzelstücke – im genau benötigten Zuschnitt für dieWeiter Lesen

Seit sieben Jahren pflegen zwei, zwischenzeitlich drei Familien und neuerdings zwei Hunde eine schöne Tradition. Treffpunkt ist immer um Sankt Martin herum ein Parkplatz in Berletzhausen (Altmühltal, Autobahnausfahrt Kinding, dann westlich). Von dort geht es landschaftlich sehr reizvoll auf einem Teilstück des Schwarzachtal Panoramawegs ca. 5 Kilometer über Feld und Buchenwald nach Euerwang zum Gasthaus Schmidt. Euerwang hat keine 200 Einwohner. Im geckenfreien, einfachen Wirtshaus – seit 1893 im Familienbesitz der Schmidts – warten ein Tisch und im Rohr Gänsebraten auf uns. Die Eheleute Monika und Robert Schmidt führen Haus und Hof. Besonders schön: Der Schweinsbraten und etliche Spezialitäten (u. a. Hausmacherpressack rot und weiß, Fleischkäse, Dosenfleisch oder Hausmacherbratwurst) stammen hier von eigenen Tieren. Und diese werden vor Ort sogar selbst geschlachtet (EU-zugelassener Schlachtbetrieb)! Auch die Ferkel für die Mast kommen aus Euerwang.Weiter Lesen

Spezialtest. Ingolstadt. Für nicht wenige ist das ein Synonym für Audi. Das ist natürlich Unsinn! Audi baut sehr gute und schöne Autos. Ich mag Audi. Aber Ingolstadt ist viel mehr. Gott sei Dank. Gäbe es einen Satelliten, der Weißwurstansammlungen erfassen könnte, würde er auf Ingolstadt ausgerichtet, über dem Werksgelände der Audi AG deren größte Konzentration in der Region messen. Hier arbeiten mehr als 35.000 Menschen. Eine Stadt in der Stadt. Mit eigener Metzgerei! Und die fertigt natürlich auch Weißwürste. Ca. 1.000 kg pro Woche! Ein Weißwursttest in Ingolstadt – wenn auch wie der des padrone nur auf die 15 öffentlichen Metzgereien begrenzt – sollte diesen Umstand würdigen. Die Audi-Weißen gibt es außerhalb des Werks nicht zu kaufen (deshalb erfolgt auch keine Listung vom Testergebnis im Ranking). Sie trotzdem zuhause im TopfWeiter Lesen

Der Weißwursttest aller Ingolstädter Metzgereien steht vor seinem Ende (aktuelles Ranking). Bevor ich mich dem letzten Kandidaten zuwende, sind einige Extrawürste fällig. In München wurde sie erfunden. In München wurde um sie gekämpft. Die Schutzgemeinschaft Münchner Weißwurst wollte die „Original Münchner Weißwurst“ als geschützte geografische Angabe eingetragen wissen. Der Antrag dazu wurde 2004 gestellt. Es ging hin und her. 2009 schließlich lehnte das Bundespatentgericht in letzter Instanz diesen Antrag ab. Zum Rechtsstreit und den Ablehnungsgründen finden sich zwei weiterführende Artikel in der FAZ – hier und dort. Um die Ingolstädter Ergebnisse auf der großen Weißwurstbühne richtig einschätzen zu können, hielt ich es für angebracht, ja für unausweichlich, einmal zu verkosten was die Münchner Metzger so in den Darm füllen. Am 15.10.2011 wurde dazu ein großes Weißwurstfrühstück bei sehr lieben Freunden inWeiter Lesen

Aus Weißkohl … macht man Sauerkraut. Nach einem Besuch beim Wöhrl Franz (hier) wissen wir, dass wir uns in Ingolstadt nicht mit weit Zuagroastem verkohlen lassen müssen – er wächst vor unserer Haustüre! Kohlgemüse zählt mit maximal 20 kcal/100g zu den kalorienärmsten und dank seiner Vitamine, Mineral-, Balast- und Inhaltsstoffe (49 verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe) zu den gesündesten Gemüsearten. Die Chinesen entdeckten die Milchsäurekonservierung von Weißkohl (= Sauerkraut). Mit dem lagerfähigen Kraut konnte auf langen Seefahrten der Skorbut (Vitamin C Mangelkrankheit) erstmals wirksam bekämpft werden. Sein Vitamin B12-Anteil (durch die Milchsäuregärung) ist für Vegetarier nicht uninteressant. Der von mir hochverehrte Meister Wilhelm Busch setzte dem Sauerkraut im zweiten Streich der Buben „Max und Moritz“ ein Denkmal: „Eben geht mit einem Teller Witwe Bolte in den Keller, Daß sie von dem SauerkohleWeiter Lesen

Was wächst auf den Feldern in und um Ingolstadt? Südlich der Donau jedenfalls Kohl, insbesondere Weißkohl. Und das nicht zu knapp. Dazu gibt es in Ingolstadt seit 1921 einen Spezialisten für die Sauerkrautproduktion. Hatte das jetzt jeder auf der Rechnung? Es dürfte sich tatsächlich wohl eher in Richtung „Prophet im eigenen Land“ verhalten. Also aufgemerkt! Der padrone wirft einen Blick darauf. Heute geht es zunächst um den Weißkohl. Und da führt in unserer Region kein Weg an der Familie Wöhrl (Gemüsehof Wöhrl) vorbei. Ca. 2/3 seiner 100 Hektar Betriebsfläche hat Bauer Franz Wöhrl dem Weißkohl gewidmet. Es gibt einen schönen Hofladen. Und im Ingolstädter Stadtrat sitzt er auch. Bauer im Stadtparlament einer Autostadt. Das gefällt mir! Wir sitzen am Küchentisch und Wöhrl erzählt: In der 14. und 16. Jahreswoche bringt er die WeißkohlpflänzlingeWeiter Lesen

Der vorletzte reguläre Test. Süden. Die Metzgerei Richard Hübner, Asamstraße 156, 85053 Ingolstadt (Tel. 0841/65339) war noch nicht dran. Gegessen wird wieder mal in der Kanzlei. Es ist der 14.10.2011. Noch vor 8 Uhr bin ich im Laden. Filialen gibt es keine. Auch keine Website. Auf meine Frage, ob die Weißwürste in der Auslage von heute seien, wird mir bedeutet, dass diese noch im Kessel sind. Frisch gäbe es sie jeden Dienstag und Freitag, so die Verkäuferin. Auf meine Bitte, Herrn Hübner einige Fragen zu seinen Würsten stellen zu wollen, wird mir sehr freundlich angeboten, zu ihm nach hinten in die Arbeitsräume gehen zu können. Aber gerne! Da lässt sich jemand in die Karten schauen – gut so! Der Meister, Herr Richard Hübner steht neben einer von der Decke hängendenWeiter Lesen

Heute (08.10.2011) stand die Metzgerei Geyer, Arndtstraße 26, 85055 Ingolstadt (Tel. 0841/56179) auf dem Programm. Bitte nicht verwechseln mit der Manufaktur von Meister Anton Geier (Test Nr. 9) aus Zuchering. Ich bin nicht selten – war aber noch nie alleine – in dieser Metzgerei. So auch heute. Will sagen, das Ladengeschäft ist immer gut, sehr gut besucht. Ich habe es auch schon erlebt, dass die Kunden bis auf den Bürgersteig standen – bei wirklich ausreichend Personal. Das muss man sich erarbeiten. Respekt! Es gibt keine Filialen und keinen Webauftritt. Als Premiere im laufenden Test schickte ich meine Fragen per Fax an die Geyers – und erhielt – Danke! – nachfolgende Antworten: 1. Sind in Ihren Weißwürsten künstliche Aromen, Zusatzstoffe oder Geschmacksverstärker? Wenn ja, welche? “Keine künstlichen Aromen oder Zusatzstoffe, aberWeiter Lesen

Elf Tests liegen jetzt hinter mir (der bisher letzte hier). Ausblick: Vier Metzgereien in Ingolstadt habe ich für den regulären Test noch auf der Liste. Dazu ein „Wackelkandidat“, zwei geplante Spezialtests, ein Sondertest in München (mit zwei Kandidaten) und einer in Neumarkt. Im Übrigen bin ich mir noch nicht sicher, was ich zum Abschluss des regulären Tests mache. Vielleicht lade ich einige Weißwurstfreaks ein. Die Spitzengruppe könnte gemeinsam einmal verkostet werden. Mal sehen. Es wird jedenfalls hier nachzulesen sein… Heute (24.09.2011) also Test Nr. 12. Die Metzgerei Pauleser aus Böhmfeld. Wieder lauert Verwechslungsgefahr. Es gibt noch die Metzgerei Pauleser aus Kasing. Mit ihr habe ich angefangen (Test Nr. 1). Neben dem Hauptgeschäft des heutigen Kandidaten in Böhmfeld gibt es noch fünf Filialen. Zwei davon in Ingolstadt. Ich entschied mich für dieWeiter Lesen

Zwei Bekenntnisse: Von den sechs großen Münchner Brauereien schlägt mein Herz ohne jeden Zweifel für den Augustiner-Bräu. Und mein Lieblingszelt auf der Wiesn ist das Augustiner-Festzelt. Als einzige Münchner Brauerei liefert der Augustiner noch Holzfässer zum Oktoberfest. Da bin ich Traditionalist und schätze das. Den Inhalt ja eh. Die Metzgerei hat keine Website und keine mir bekannte Mailadresse. In diesem Fall pflege ich  nach dem Einkauf  – im persönlichen Gespräch mit dem Metzger – das spezifische Lebensumfeld seiner Weißwurst vor Ort kennenzulernen. Die freundlichste Fachverkäuferin wirft erfahrungsgemäß bei Fragen über die Zusammensetzung des Magerfleischanteils und der Herkunft der geschlachteten Tiere das Messer. Warum eigentlich? Ich rechnete also mit verbleibenden Wissenslücken, weil ich davon ausging hier keinen Meister aus dem fernen Eichstätt anzutreffen. Umso erfreuter war ich, als sich ein Mann, derWeiter Lesen

In Ingolstadt und den angrenzenden Landkreisen gibt es eine ganze Reihe gut gemachter Museen und Bildungsstätten zum Thema Lebensmittel und Landwirtschaft, die da wären: Bauerngerätemuseum in Ingolstadt/Hundszell Jura Bauernhof Museum in Hitzhofen/Hofstetten Donaumoos Freilichtmuseum „Haus im Moos“ in Karlshuld Deutsches Hopfenmuseum in Wolnzach Europäisches Spargelmuseum in Schrobenhausen Das Hopfenmuseum hat der padrone mit dem Slow Food Convivium Ingolstadt vor einigen Wochen besucht. Bericht dazu hier. Heute ging es wieder ins Museum. Im Bauerngerätemuseum Hundszell war Öko-Bauernmarkt! Zunächst machen wir aber eine große Schleife. Schon immer wollte ich einmal auf dem Pfaffenhofener Flohmarkt herumstöbern. Stunden später: Guter Markt! Neuwaren 0 %, Ramsch < 3 %. Klare Empfehlung. Meinen Rucksack machten schließlich acht Gewichte schwer: Diese werden bald ein wenig abgeschliffen und dann klar lackiert. Türstopper, Bücherstütze, Briefbeschwerer – sind gut verwendbar. Handschmeichler.Weiter Lesen

Die Metzgerei Wörlein hat ihren Stammsitz in Pappenheim. Das ist (bereits) Mittelfranken. Es gibt zwölf Filialen nördlich von Ingolstadt und zwei vor Ort – und deshalb taucht sie hier im Weißwursttest auf. Im Ladengeschäft in der Hölderlinstraße 1, 85055 Ingolstadt (Unterhaunstadt) besorge ich mir (am 17.09.2011) meine Wochenend-Weißen. Da ich zuvor mit der Zentrale alle meine Fragen per E-Mail abgearbeitet hatte, gab es heute keinen Plausch. Interessant: In der Metzgerei werden Spezialitäten vom Altmühltaler Lamm angeboten. Sehr schön! Das dürfte in Ingolstadt (leider) einmalig sein. Zu meinen Fragen und den Antworten von Friedrich Wörlein: 1. Sind in Ihren Weißwürsten künstliche Aromen, Zusatzstoffe oder Geschmacksverstärker? Wenn ja, welche? „Geschmacksverstärker 0,5 g/kg – dient zur Harmonisierung der einzelnen Gewürze.“ Nachfrage padrone: Haben Sie eine fertige, oder stellen Sie eine eigene Gewürzmischung her? Verwendung von Zitrone?Weiter Lesen

Heute (10.09.2011) ging es zur südlichsten Metzgerei in Ingolstadt. In Facebook wurde bereits ein qualitatives Nord-Süd-Gefälle der Weißen in Ingolstadt konstatiert. Zugunsten des – wie in nicht wenigen Disziplinen – Südens. Geht das so weiter? Am Kap – in Zuchering – jedenfalls wurstet Meister Geier. Familienbetrieb. Keine Filialen. Kein Internetauftritt. Hier ist sie: Metzgerei Anton Geier, Wallmeisterstraße 14, 85051 Ingolstadt, Tel. 08450-239. Wie bereits bei den Hubers (Joseph und Richard, Tests 5 und 8) gilt es zunächst die Gefahr der Verwechslung zu bannen. Heute geht es um die Wurst für/von Anton Geier. Im Osten der Stadt gibt es noch die (sicher bekanntere) Metzgerei Johann Geyer. Zukunftsmusik. Neuland! Ich war schon in jeder Metzgerei in Ingolstadt. In dieser aber nicht. Weißer Fleck, toter Winkel …? Beim Weißwursttest in der Kanzlei vor einigen Jahren hatten wirWeiter Lesen

Richard Huber senior ist der Obermeister der Metzgerinnung Ingolstadt und damit der Häuptling fast aller Metzger der Region. Sein Hautquartier (es gibt keine Filialen), die Metzgerei Richard Huber, befindet sich neu renoviert in der Münchener Straße 77 a in 85051 Ingolstadt. Sie erinnern sich? Test Nr. 5 – die Metzgerei Joseph Huber – das ist jetzt der Richard. Drei Mails habe ich an die Hubers, Sohn Richard Huber junior ist aktiv an Bord des Familienbetriebs, geschickt. Allein, eine Antwort gab es nicht … 03.09.2011 Testtag. Wie gehabt – eine Handvoll Weiße: Erfreulich, dass der Seniorchef anwesend war. Ich begann mit der Mail-Thematik. Damit war ich auch schon identifiziert. Warum meine Anfragen nicht beantwortet wurden – ganz genau weiß ich es immer noch nicht. Ich lasse das jetzt auch mal so stehen. Was folgte war ein ebensoWeiter Lesen

Es geht wieder südwärts (letzter Test hier). Direkt an der Kreuzung Münchener Straße/Am Pulverl befindet sich die Metzgerei Franz Wagner (Am Pulverl 2, 85051 Ingolstadt, Tel. 0841-72377). Eine Website ist mir nicht bekannt. Für den laufenden Test schließe ich in der Metzgerei einen Kaufvertrag (20.08.2011) über fünf Weißwürste. Frau Wagner erklärt mir schon einmal, dass es von Montag – Samstag, mit wenigen Ausnahmen, täglich frische Weiße gibt. So auch heute. Weitere Fragen wolle ich bitte an ihren Mann richten. Der sei aber gerade beim Friseur. Wie vertreibt man sich Am Pulverl die Zeit? Da gibt es schwierigere Plätze in der Stadt! Unter der Hausnummer 6 warten z. B. der Humidor und die Spezialitätenregale des „Cigar-Malt & More“ von Peter Schiemann. Und einer Oase gleich findet sich bei Nummer 13 das Bierdepot des SchwalbenbräusWeiter Lesen

Die Marktgemeinde Podersdorf am Neusiedler See hat zwei Leuchttürme. Einen echten. Er steht am kleinen Hafen, ist unbemannt und etwa 12 Meter hoch. Und einen der Wirtshauskultur! Dieser befindet sich in der Hauptstraße 39 und heißt Gasthaus zur Dankbarkeit. Seine Größe ist nicht abschätzbar. Er ist in jeder Hinsicht imponierend! Und er hat „Wärter“: Josef Lentsch und seine Frau Heidi. Was soll ich sagen? Das Netz ist voll mit Geschichten über die Dankbarkeit. Ich erzähle einfach kurz meine. An einem Freitagabend Ende Juli 2011 gegen 19 Uhr betrete ich das Gasthaus. Ohne Reservierung … Der Eingangsbereich birgt vier rustikale Holztische und die Schank. Jeder kennt das Gefühl – hoffentlich. Und jeder der es kennt, sehnt sich danach. Immer wieder. Man betritt ein Wirtshaus und kommt unmittelbar an. Gerade und auch bei sich selbst. AufWeiter Lesen

Klappe die sechste (letzter Test hier). Let´s go east – zur Metzgerei Gabler, Unterer Taubentalweg 5, 85055 Ingolstadt (Tel. 0841/56392). Eine Website existiert nicht. Aber eine Filiale in 85144 Hitzhofen, Oberzeller Straße 19. Nach dem Einkauf (13.08.11) beginnt meine kleine „Fragestunde“. Die Weißen gibt es kesselfrisch am Montag und am Freitag – gegen Vorbestellung auf Wunsch. Zusatzstoffe? Jetzt wird der Meister gerufen. Markus Gabler erscheint und gibt Auskunft. Er verwende eine fertige Gewürzmischung. Diese trägt den Namen „Münchner Weißwurst“. Geschmacksverstärker gebe er gesondert nicht zu. Aber in der Mischung sei u. a. Mononatriumglutamat/E 621 und – auf meine Nachfrage – Zitronenaroma. Der Magerfleischanteil (man lernt dazu! – siehe letzter Test) besteht nach seiner Aussage aus 30 % Kalbfleisch. Die Schweine kommen aus der Region von den Landwirten Sedlmeier/Buch, Pfaller/Krut und Schermer/Hofstetten. NachWeiter Lesen